Hamburger Millerntor-Stadion

Präsident rückt mit dem Bagger an

Abrissparty mit Feuerwerk

Abrissparty mit Feuerwerk

13. November 2009 Corny Littmann hat den Abriss der Haupttribüne im Hamburger Millerntor-Stadion eröffnet. Unter dem Jubel von 3000 Fans rückte der Präsident des Fußball-Zweitligaklubs FC St. Pauli am Donnerstagabend dem 1961 errichteten Bauwerk auf dem Hamburger Heiligengeistfeld mit einem Bagger zu Leibe.

„Das ist ein großer Tag für den FC St. Pauli“, rief Littmann. „Die Tribüne ist ein Meilenstein. Wir werden das schönste Stadion Deutschlands haben.“ Mit einer Abrissparty feierten die Anhänger des Vereins gemeinsam mit Vorstand und Spielern den Beginn eines weiteren Bauabschnitts im Stadion. Bislang verfügt die Arena lediglich über ein neues Teilstück: die 5100 Zuschauer fassende Südtribüne. Die anderen Stadionbereiche sollen bis 2014 ersetzt werden.

Schweigeminute für Robert Enke

Vor den Feierlichkeiten hatten alle Beteiligten eine Schweigeminute zum Gedenken an Nationaltorhüter Robert Enke eingelegt, der sich am Montag das Leben genommen hatte. „Sein Tod ist ein Appell, die Spieler nicht nur nach ihren Leistungen auf dem Platz zu beurteilen, sondern auch als Menschen zu sehen“, sagte Littmann.

7000 Euro für die Vereinskasse

Die neue Haupttribüne wird bei Fertigstellung im Sommer nächsten Jahres zum 100-jährigen Bestehen des Vereins 4800 Zuschauern Platz bieten. Das alte Teilstück fasste nur 3500 Fans. Durch den Umbau müssen die Dauerkarten-Besitzer auf andere Tribünen ausweichen.

Während der Bauphase hat das Millerntor-Stadion eine Kapazität von 19.800 Plätzen. In den vergangenen Tagen wurden die alten Sitzschalen und Bänke der Haupttribüne verkauft. Dabei flossen mehr als 7000 Euro in die Vereinskasse.

Einzigartiges Projekt

Mit dem Bau der Haupttribüne soll zugleich ein weltweit einzigartiges Projekt verwirklicht werden: Die Lücke im Winkel zur Südtribüne wird durch den Bau eines Kindergartens ausgefüllt. Die über drei Etagen reichende Einrichtung ist für 100 Kinder ausgelegt, die während der Spiele des FC St. Pauli betreut werden können.

Text: dpa
Bildmaterial: dpa

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Mit Helm und Zigarette: Corny Littmann, der Pauli-Präsident“Ein großer Tag für den FC St. Pauli“Die 5100 Zuschauer fassende Südtribüne ist bereits erneuertDie Pauli-Spieler packen mit an - zumindest symbolischWährend der Bauphase hat das Stadion eine Kapazität von 19.800 Plätzen Ein weiterer Bauabschnitt beginnt, Präsident Littmann baggert losWeiß auf schwarzZukunftsmusik: Modell des neuen StadionsStürmer an der Schubkarre: Deniz Naki Nur noch ein Gerippe: die Hamburger Traditionsstätte liegt in Trümmern