FAZ.NET-Spezial, 34. Spieltag

Nürnberg steigt ab - Werder in Champions League

17. Mai 2008 Der 1. FC Nürnberg hat das Fernduell um den Klassenverbleib gegen Arminia Bielefeld verloren und muss als dritter Absteiger neben dem MSV Duisburg und Hansa Rostock den Weg in die 2. Liga antreten. Der Pokalsieger von 2007 verlor gegen Schalke 04 mit 0:2, während Bielefeld beim Vorjahresmeister VfB Stuttgart ein 2:2 erkämpfte.

Werder Bremen rettete durch einen 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen den direkten Zugang zur Champions League. Schalke 04 muss als Dritter in die Qualifikation zur Champions League. Der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg qualifizierten sich für den Uefa-Pokal: Hamburg deklassierte den Karlsruher SC zum Abschied von Trainer Huub Stevens mit 7:0, während Wolfsburg bei Borussia Dortmund 4:2 siegte. Meister Bayern München verabschiedete vor dem 4:1-Sieg gegen Hertha BSC Trainer Ottmar Hitzfeld und Torwart Oliver Kahn.

Stuttgart spielt zumindest im UI-Cup

Den umjubelten Treffer zum 1:0 der Bremer in Leverkusen erzielte Markus Rosenberg zehn Minuten vor dem Ende. Die Bayer-Mannschaft von Trainer Michael Skibbe, die zwischenzeitlich in der Saison selbst auf einen Champions-League-Platz gehofft hatte, rutschte am Kehraus- Spieltag noch aus den Uefa-Cup-Rängen als Siebter.

Der FC Schalke 04 muss trotz des 2:0-Erfolgs über Nürnberg den Umweg in die „Königsklasse“ über die Qualifikation gehen. Im easycredit-Stadion erzielte Kapitän Marcelo Bordon beide Treffer der „Königsblauen“ (19./61.). Im Fernduell um den Klassenverbleib reichte Arminia Bielefeld ein 2:2 beim entthronten deutschen Meister in Stuttgart. Robert Tesche (10.) und Christian Eigler (87.) trafen für die Ostwestfalen, Mario Gomez (75./Foulelfmeter) und Manuel Fischer (86.) für Stuttgart. Die Schwaben sicherten sich als Sechster mit dem Remis den Einzug in den UI-Cup.

Um 17.18 Uhr verließ Kahn den Platz

Souverän sicherte sich der Hamburger SV das Uefa-Cup-Ticket durch das 7:0-Schützenfest über Aufsteiger Karlsruher SC. Rafael van der Vaart (23./Foulelmeter), Paolo Guerrero (34./43./48.), Piotr Trochowski (57.) und Ivica Olic (78./90.) bereiteten dem scheidenden Trainer Huub Stevens einen begeisternden Abschied und den höchsten Sieg unter dessen Führung.

Eine emotionale Abschiedsparty feierte der FC Bayern München beim 4:1-Sieg über Hertha BSC. Torwart Kahn bestritt sein 557. und letztes Bundesligaspiel und ging mit dem Saisonrekord von nur 21 Gegentoren. Trainer Hitzfeld saß letztmals auf der Bayern-Bank. Ehe beide durch die Tore von Luca Toni (3./27./61.) und Franck Ribery (33.) jubeln durften, flossen noch reichlich Tränen. Vor allem Hitzfeld ließ seinen Gefühlen freien Lauf, als er von Bayerns Vorstandsboss Karl- Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß einen Strauß Blumen zum Abschied bekam. Um 17.18 Uhr verließ Kahn vorzeitig den Platz, nachdem er zuvor sechs Minuten vor dem Schlusspfiff das einzige Tor der Hertha durch Waleri Domowtschijski kassiert hatte.

Gelungener Abschluss für Eintracht Frankfurt

Mit dem 4:2 bei Borussia Dortmund zog der VfL Wolfsburg in den Uefa-Cup ein. Für die Niedersachsen von Trainer Felix Magath trafen Sascha Riether (4.), Marcelinho (6.), Marcel Schäfer (62.) und Grafite (76.). Dortmunds Alexander Frei (25./Foulelfmeter/68.) hatte zwischenzeitlich Hoffnungen bei den Gastgebern von Trainer Thomas Doll geweckt.

In Frankfurt feierte die Eintracht einen gelungen Saisonabschluss mit dem 4:2 über Absteiger MSV Duisburg. Schon nach einer Viertelstunde hatten die Hessen die Weichen auf Sieg gestellt. Zuerst traf Ioannis Amanatidis (13.), zwei Minuten später erhöhte Martin Fenin (15.), dem vor der Pause auch noch das 3:0 gelang. Gegner Duisburg, für den Claudiu Niculescu (59.) und Markus Daun (86.) trafen, stand bereits seit vergangener Woche als Absteiger fest. Der vierte Eintracht-Tor ging auf das Konto von Marcel Heller (78.).

Rostock gibt Rote Laterne ab

In Hannover bezwangen die 96er Energie Cottbus klar mit 3:0. Eine Woche nachdem die Lausitzer den Ligaverbleib bereits besiegelt hatten, kassierten sie Tore durch Arnold Bruggink (23.), Jiri Stajner (45.), Vinicius (59.) und Hanno Balitsch (89.).

Absteiger Hansa Rostock verabschiedete sich mit einem Sieg aus der ersten Liga: Die Nordlichter gewannen beim VfL Bochum mit 2:1 und verbesserten sich wenigstens auf den vorletzten Platz. Mergim Mavraj hatte die Gastgeber in Führung (36.) gebracht, Enrico Kern glich nur vier Minuten später aus. Den Endstand besorgte Fin Bartels (77.).

Fußball, Bundesliga, 34. Spieltag
1. FC Nürnberg - Schalke 04 0:2
Bayer Leverkusen - Werder Bremen 0:1
Bayern München - Hertha BSC Berlin 4:1
VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld 2:2
Hannover 96 - Energie Cottbus 4:0
Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 2:4
Hamburger SV - Karlsruher SC 7:0
VfL Bochum - Hansa Rostock 1:2
Eintracht Frankfurt - MSV Duisburg 4:2

Entscheidungen der Saison 2007/08
Deutscher Meister: Bayern München
Teilnehmer Champions League: Bayern München, Werder Bremen
Teilnehmer Qualifikation Champions League: FC Schalke 04
Teilnehmer Uefa-Pokal: Hamburger SV, VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund (Finalist DFB-Pokal)
Teilnehmer UI-Cup: VfB Stuttgart
Absteiger: 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock, MSV Duisburg



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, ddp, dpa, REUTERS

Sie gaben ihr letztes Hemd für den “Club“ Sie haben es geschafft: Werder Bremen zieht in die Champions League ein Dirgent der Bayer-Abwehr: Neu-Nationaltorwart Rene Adler Der eingesprungene Armine: Robert Tesche traf zum 1:0 für Bielefeld Mario Gomez: Mit Stuttgart in den UI-Cup Trostloses Finale für den Club: 0:2 gegen Schalke Schalkes Bordon kippte Nürnberg in den Abgrund Ein guter Tag für Guerrero: drei Tore gegen den KSC Fliegende Holländer in Hamburg: Nigel de Jong bespringt Rafael van der Vaart Guter Start für Wolfsburg: Grafite freut sich über das frühe 2:0 in Dortmund Gar nicht so schlecht am Ball: Hannovers Vinicius “Attila“, der Eintracht-Adler Oliver Kahn: Blumen zum Abschied 90 Minuten nach dem Spiel: Der letzte Club-Fan macht das Stadion zu Diego strauchelt, aber Werder stürzt nicht Überschäumende Freude in Bielefeld: 34 Punkte reichen zum Nichtabstieg Verbissener Fight gegen Abstieg und um Uefa-Cup-Platz: Kauf gegen Cacau Javier Pinola konnte den Abstieg mit Nürnberg nicht mehr verhindern Das Spiel ist aus: Nürnbergs Torwart Daniel Klewer Abstiegserprobte Nürnberger Zuschauer mit Aussage Jubel im Rücken des Linienrichters: Elfmeter für Hamburg Debakel des Tages: Karlsruhes Torwart Markus Miller kassierte sieben Stück Wolfsburgs Torschütze Riether: Fingerzeig nach Europa Ganz klar, wer in Hannover Torwart Nummer 1 ist Tor für Bochum: Mergim Mavraj jubelt bildfüllend Und wieder hat er eins, zwei Tore reingeschraubt: Luca Toni  Offizielle Durchhalteparolen in Franken Beide am Boden: Der Leverkusener Arturo Vidal und der Bremer Mesut Özil Salto rückwärts gestreckt zum Klassenerhalt: Bielefelds Tesche Am Ende heißt es “Bierlefeld“ Auch er ist ein Absteiger: Nürnbergs Präsident Michael A. Roth In Nürnberg jubelte heute nur Schalke Duell der Altmeister Nürnberg und Schalke: Koller (l) gegen Westermann Rafael van der Vaart verwandelt zum 1:0 für Hamburg Einpeitscher in Richtung Uefa-Pokal: Felix Magath mit Wolfsburg Der Magier von Wolfsburg: Felix Magath Frankfurter Freude: Ioannis Amanatidis (r) jubelt mit Martin Fenin Sein letzter Anpfiff in der Bundesliga: Schiedsrichter Markus Merk Ottmar Hitzfeld: Tränen zum Abschied