1:1 in Rostock

Wieder kein Sieg für Bielefeld und Frontzeck

01. März 2008 Die Luft im Kampf gegen den Abstieg wird für Arminia Bielefeld immer dünner, Michael Frontzeck bleibt aber vorerst Trainer. Die Ostwestfalen kamen im Kellerduell beim FC Hansa Rostock nur zu einem 1:1 (0:0) und schafften damit auch im sechsten Spiel unter der Regie von Frontzeck keinen Sieg.

Vor 14.000 Zuschauern gingen die Gäste durch Christian Eigler (84.) in Führung, drei Minuten später markierte Fin Bartels mit einem Fallrückzieher den verdienten Ausgleich. Der Bielefelder Artur Wichniarek war in der 17. Minute mit einem Foulelfmeter an Rostocks Torhüter Stefan Wächter gescheitert. Bielefeld ist 15. und hat zwei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Rostock steht auf Position 14.

„Genau der Trainer, den wir brauchen“

„Michael Frontzeck ist genau der Trainer, den wir jetzt brauchen“, sagte Arminen-Kapitän Matthias Hain und begründete das mit der Leistungssteigerung der Bielefelder im Vergleich zu den zurückliegenden Partien. Präsident Hans-Hermann Schwick bestätigte dann auch in der Pressekonferenz, dass Frontzeck Trainer bleibe. „Es war unser bestes Spiel. Über die Art und Weise bin ich sehr froh. es hätten aber drei Punkte sein müssen“, meinte der Coach, der den ersten Punkt im fünften Spiel in Bielefeld verbuchte.

Im 400. Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte investierten die Rostocker zwar viel ins Spiel, ohne in den ersten 45 Minuten viel Produktives zustande zu bringen. Für stürmische Aktionen sorgte über weite Strecken nur der kräftige Wind in der Rostocker DKB-Arena, ansonsten herrschte bei den Offensivspielern der Gastgeber Flaute. Zwingende Möglichkeiten der Hanseaten waren nicht zu notieren. „Es war schon ein kurioses Spiel unter den äußeren Bedingungen. Wichtig war, das wir Bielefeld auf Distanz gehalten haben“, sagte Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf.

Wichniarek verschießt Elfmeter

Das sah bei den Gästen, die ihr Team im Gegensatz zur 0:2- Niederlage gegen Duisburg auf vier Positionen verändert hatten, ganz anders aus. Trotz vieler technischer Fehler und Mängeln im Spielaufbau kamen sie zu drei guten Möglichkeiten. Die beste vergab Artur Wichniarek (17.), als er mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter am guten Rostocker Torhüter Stefan Wächter scheiterte. Zuvor hatte der Rostocker Marc Stein Thorben Marx im Strafraum umgerissen.
In der 41. Minute war es erneut Wächter, der seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahrte, als er einen Kopfball von Sibusiso Zuma mit einem Reflex entschärfte. Klasse parierte er zudem einen Schuss von Bernd Korzynietz (45.).

Die zweite Halbzeit begann mit dem ersten Ausrufezeichen der Rostocker Offensive. Einen Pass von Christian Rahn lupfte Enrico Kern (48.) im Fallen aus zehn Metern an die Latte. Anschließend pegelte sich die Partie wieder auf schwachem Niveau ein, wobei Rostock die etwas bessere von zwei schlechten Mannschaften war.

Aufregung gab es in der 65. Minute als der Rostocker Bartels im Strafraum zu Fall kam und die Zuschauer Elfmeter forderten. Doch Schiedsrichter Peter Sippel (München) erkannte die Situation richtig und gab Bartels wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte. Zwei Minuten später stand erneut Rostocks Schlussmann Wächter im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Andre Mijatovic parierte und damit die bis dahin erste Chance der Bielefelder in der zweiten Halbzeit entschärfte.

Hansa Rostock - Arminia Bielefeld 1:1 (0:0)
Rostock: Wächter - Langen (46. Pearce), Sebastian, Orestes, Stein - Rathgeb - Bülow, Rahn (75. Shapourzadeh), Bartels, Kern - Agali (63. Yelen)
Bielefeld: Hain - Korzynietz, Mijatovic, Kucera, Rau - Tesche, Kauf, Marx - Zuma (81. Kamper), Eigler - Wichniarek (66. Halfar)
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 14.000
Tore: 0:1 Eigler (84.), 1:1 Bartels (87.)
Besonderes Vorkommnis: Wächter (Hansa Rostock) hält Foulelfmeter von Wichniarek (17.)
Gelbe Karten: Bartels (2), Rahn (4) / Mijatovic (1), Eigler (4)



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

 

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