Beschwerde abgewiesen

DFL sieht im Fall Koblenz „keine neuen Erkenntnisse“

06. Mai 2008 Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Beschwerde des Zweitligaklubs TuS Koblenz gegen die Bestrafung durch die DFL wegen gravierender Verstöße im Lizenzierungsverfahren - acht Punkte Abzug und 200.000 Euro Geldstrafe - abgelehnt. „Aus dem Beschwerde-Vortrag haben sich keine neuen Erkenntnisse ergeben. Daher konnte nicht abgeholfen werden“, begründete DFL-Geschäftsführer Christian Müller. Der Klub hat nun die Möglichkeit, den Vorstand des Ligaverbandes als Beschwerde-Instanz anzurufen.

Die DFL hatte Koblenz am 24. April 2008 mit dem Rekord-Punkteabzug sowie der Geldbuße belegt, da die TuS dem Lizenzierungsausschuss die Verträge der Spieler Marko Lomic und Branimir Bajic - samt Ablösesumme in Höhe von 2,3 Millionen Euro - vorenthalten haben soll. Die DFL sprach sogar von „mutwilliger Täuschung“.

„Abwarten, ob die Verträge gültig sind“

Die Koblenzer hatten bereits angedeutet, dass die endgültige Entscheidung über das Strafmaß bei einem etwaigen Gang durch sämtliche Instanzen sogar erst nach dem Saisonende fallen könnte. Damit könnte unter Umständen eine Entscheidung über den Abstieg aus der 2. Bundesliga am „grünen Tisch“ fallen.

Koblenz-Anwalt Christoph Schickhardt glaubte nach Angaben von TuS-Aufsichtsratsboss Walterpeter Twer einen Weg gefunden zu haben, um den Punktabzug doch noch abwenden zu können. „Nach Angaben unseres Anwalts Christoph Schickhardt sind die Verträge mit den beiden Spielern überhaupt nicht haltbar. Schließlich müssen bei Vertragsabschlüssen gewisse Formen gewahrt werden. Wir müssen jetzt erstmal abwarten, ob die Verträge überhaupt gültig sind“, hatte Twer gesagt.



Text: sid
Bildmaterial: dpa

 
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