Berlin - Frankfurt 1:0

Gimenez vermasselt der Eintracht das Fest

Marko Rehmer klärt vor dem Berliner Chinedu Ede

Marko Rehmer klärt vor dem Berliner Chinedu Ede

16. Dezember 2006 Christian Gimenez hat mit seinem fünften Saisontor einer müden Hertha doch noch ein stimmungsvolles Weihnachtsfest beschert. Gegen die Frankfurter Eintracht erlöste der Argentinier die 42.549 Fans im Berliner Olympiastadion, als er in der 63. Minute aus Nahdistanz eine Kopfball-Vorlage von Marko Pantelic aus Nahdistanz zum „Goldenen Treffer“ verwandelte.

Eine Stunde lang hatte es so ausgesehen, als könnte die Frankfurter Verlegenheitself den Berlinern einen Strich durch die Weihnachtsplanungen machen. Auch ohne vier Stammspieler boten die Gäste das gefälligere Spiel, waren aber in der Chancenverwertung schwach. Hertha hat mit dem sechsten Heimsieg der Saison den angestrebten fünften Tabellenrang vor der Winterpause gefestigt und ist nach Schalke 04 das beste Heim-Team der ersten Saisonhälfte.

Pantelic sorgt für Gefahr

Bei den Berlinern spürte man von Anbeginn das Fehlen von Spielmacher Yildiray Bastürk. Dem Youngster-Mittelfeld mit Ashkan Dejagah (20), Kevin Boateng (19) und Chinedu Ede (19) fehlte es an Ideen, um die lange Zeit kompakt gestaffelte Abwehr der Frankfurter ausspielen zu können. So gingen die gefährlichen Szenen vor dem Frankfurter Tor in der ersten Halbzeit durchweg von Torjäger Marko Pantelic aus.

Der Serbe sorgte in der 17. Minute mit einem Pfostenkracher aus 20 Metern für ein Raunen im Olympiastadion. Wenig später dribbelte sich der langhaarige Stürmerstar schön bis zur Grundlinie durch, doch seine gekonnte Eingabe konnte der frei stehende Christian Gimenez da noch nicht verwerten. Der Argentinier scheiterte aus drei Metern an dem auf der Torlinie für seinen schon geschlagenen Torwart rettenden Mounir Chaftar.

Frankfurt mit drittem Torwart

Frankfurts dritter Torhüter Jan Zimmermann, der für den verletzten Oka Nikolov und den an Grippe erkrankten Markus Pröll einspringen mußte, verlebte am Samstag einen insgesamt ruhigen Nachmittag. Gegen den Treffer von Gimenez war er machtlos.

Für den ersten Aufreger in einer schon in den Anfangsminuten von beiden Seiten recht müde geführten Partie hatten die Gäste gesorgt. Der frühere Berliner Benjamin Köhler scheiterte aber mit seinem Flachschuß an Hertha-Keeper Christian Fiedler. Auch danach spielten die Frankfurter vier Tage nach dem kräftezehrenden UEFA-Cup-Spiel in Istanbul gut mit und brachten die umformierte Hertha-Abwehr öfter in Verlegenheit. So scheiterte Markus Weissenberger gleich zum Auftakt der zweiten Halbzeit am aufmerksamen Fiedler, der eingewechselte Michael Thurk zog den Ball aus 15 Metern knapp über die Latte (75.).

Hertha BSC Berlin - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
Berlin: Fiedler - Friedrich, Schmidt, Simunic, Gilberto (83. Cairo) - Dardai - Dejagah (77. Fathi), Boateng, Ede (60. Neuendorf) - Pantelic, Gimenez. - Trainer: Götz
Frankfurt:
Zimmermann - Rehmer, Kyrgiakos, Vasoski, Chaftar - Ochs, Huggel, Meier, Köhler - Weissenberger (81. Chris) - Takahara (62. Thurk). - Trainer: Funkel
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Tor: 1:0 Gimenez (63.)
Zuschauer: 42.549
Gelbe Karten: Simunic (2), Dardai (4), Fathi (4)



Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Bildmaterial: AP

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