13. Mai 2008 Die Zeit von Raphael Schäfer beim VfB Stuttgart ist endgültig abgelaufen. Ob Nationaltorhüter Jens Lehmann dessen Nachfolger bei dem schwäbischen Fußball-Bundesligaklub wird, bleibt aber weiterhin Spekulation. Ich sage dazu nichts, meinte VfB-Sportdirektor Horst Heldt am Dienstag. Medienberichte, wonach er bereits Kontakt zu Lehmann aufgenommen habe, wollte Heldt nicht bestätigen. Schäfer macht von seiner Freistellung Gebrauch. Er hat
sich entschieden, diese Woche nicht mehr mitzutrainieren, sagte Heldt.
Zuvor hatte sich Stuttgarts Trainer Armin Veh zum zweiten Mal hintereinander von seinem Torwart distanziert. "Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat", sagte Veh nach Schäfers Fehler am vergangenen Dienstag beim zweiten Dortmunder Tor. "Das muss er anders lösen", sagte Veh zum ersten Wolfsburger Tor am Samstag.
Schäfers letztes Stündchen
Am letzten Spieltag wird wieder der 19 Jahre alte Sven Ulreich im Tor stehen, wenn es für den Meister von 2007 gegen Bielefeld darum geht, doch noch in den Uefa-Pokal zu kommen. Das hat Veh schon entschieden. So könnte das 0:4 in Wolfsburg das letzte Spiel Schäfers im Trikot des VfB sein.
Schon seit einer Woche sind die Schwaben nicht öffentlich, aber gedanklich bei der Lösung ihres Torwartproblems. Dass sie eines haben, sah man in Wolfsburg in fast jeder Szene Schäfers: verunsichert, steif, schwach mit dem Fuß, auch unglücklich in der Szene vor Meiras Platzverweis (18. Minute).
..., weil ich noch Lust habe
Robert Enke soll ein Kandidat für den VfB sein, auch der 38 Jahre alte Jens Lehmann ist im Gespräch. Nach dem Nichtabstieg mit dem FC Valencia ist die beliebteste Lösung wohl keine mehr: Timo Hildebrand. Schäfer indes hat noch einen drei Jahre gültigen Vertrag. Ein schwerer Job für Heldt.
Nach Information der Bild-Zeitung hat Heldt bereits mit dem 38-Jährigen telefoniert. Lehmann könnte sich eine Fortsetzung seiner Karriere beim schwäbischen Traditionsclub durchaus vorstellen: Ja, für den Fall, dass ich weiterspiele, kann ich mir das vorstellen. Der VfB ist schließlich ein etablierter Bundesliga-Verein, wird der Torhüter zitiert.
Der Vertrag des 52-maligen Nationalspielers beim FC Arsenal in London wird nach Saisonende nicht mehr verlängert. Ich werde die EM spielen und dann weitersehen. Ich kann mir schon vorstellen, noch ein bisschen weiterzuspielen, weil ich noch Lust habe, hatte Lehmann im ZDF-Sportstudio gesagt. Gleichzeitig halten sich aber auch Gerüchte, der neue Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann würde Lehmann mit nach München nehmen, dort könnte er neben Michael Rensing seine Karriere ausklingen lassen.
Text: fei. FAZ.NET
Bildmaterial: AP, dpa
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