
Robert Enkes Entscheidung lenkt die Aufmerksamkeit auf eine öffentlich kaum bekannte Zahl. Knapp zehntausend Menschen entscheiden sich jährlich in Deutschland für den Freitod. Den Kampf um das eigene Leben verlierend, lassen sie mit dieser Entscheidung selbst viele andere Menschen ohne Ausweg in einer Situation zurück, in der diese wiederum zu Opfern werden. Übrig bleibt oft genug das für alle Beteiligten schmerzvolle Rätsel, was in einem Menschen vorgeht bevor er sich entscheidet, die Familie, seine Freunde, seine Mitmenschen und all das, was er erreicht hat auszublenden und einen Weg einzuschlagen, von dem es keine Wiederkehr gibt. Die Hoffnung auf Antwort scheitert meist an dem Schlußpunkt, den nun leider ein weiterer Mensch, dessen Zeit noch nicht gekommen schien, selbst gesetzt hat. Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen von Robert Enke und dem, durch sein Handeln unglücklicherweise involvierten, Bahnpersonal. Bleibt zu hoffen, dass nun genug wirklich Vetraute und Freunde für die Familie da sind, statt wie einige andere ihre Betroffenheit wortreich in den Medien zu deklamieren.

Es ist eine unbegreifliche Sache, dass ein Mensch sich entschließt, zu sterben. Robert Enke muss ein schweres Leid in sich getragen haben.
Die Vorstellung, dass er zu diesem Ort gefahren ist und das Auto im Bewusstsein verlassen hat, nicht mehr zurückzukehren, lässt einen kalten Schauer über die Schultern laufen.Ein Mensch hat sich das Leben genommen. Da wäre es Zeit über sich und seine Werte nachzudenken und still in sich zu gehen. Geben wir genug Acht auf unsere Mitmenschen? Sind unsere Handlungen und Worte wohlwollend gewählt oder leben wir in einer Welt, in der Menschen zebrechen?! Immer wieder und nicht nur Robert Enke!
Herr Kind bezeichnet das als Labilität! Aber wie kann man einen Menschen als labil bezeichnen, der dieser Welt empfindsam begegnete?! Das ist für mich nur ein hilfloser Erklärungsversuch, um seine und die gesellschaftlichen Werte, welche uns so wichtig erscheinen (z.B. Geld und Erfolg) aus der Verantwortung zu ziehen!!
Es ist jetzt die richtige Zeit, um einmal darüber nachzudenken, welche Verantwortung man als Mensch immer und überall inne hat.
Ich danke Robert Enke für diese neuerliche Erkenntnis, auch wenn sie mit einer tragischen Brutalität ins Leben gerufen wurde.

Wie tragisch, so ein junges Leben wegzuwerfen. Möge er in Frieden ruhen und seine kleine Tochter wiedersehen.

Mein tief empfundenes Beileid für Robert Enkes Familie. Ich bin überaus traurig.

Hallo Herr Slater, ihr gehaessiger Kommentar gegenueber Marius Miclea ist unangebracht da dieser Herr wirklich ein in Hannover lebender und an einer Neurologischen Klinik arbeitender Psychiater ist. Fuer wen Deutsch eine zweite Sprache ist, und der trotzdem zu dieser traurigen Sache einen wertvollen Beitrag liefern moechte, ohne noch einmal mit Woerterbuch und Grammatik ueber den Kommentar gehen zu wollen, der sei dazu doch herzlich eingeladen. Nicht jeder intelligente Mensch hat das Glueck Deutsch so frueh zu lernen dass es fast die Muttersprache ersetzt. Im uebrigen ist es wirklich sehr traurig dass sich Robert Enke wohl entschloss, sich das Leben zu nehmen, statt noch einmal ein Gespraech mit einer Vertrauensperson zu suchen.

Und es ist sein persönliches Geheimnis, das uns nichts angeht. Niemand von uns kann ahnen oder gar ermessen, welche Qual (oder welche Erleichterung) diesem Entschluss voranging. Wir sahen den Torwart, denn nur als solcher war er uns bekannt. Für den Menschen namens Robert Enke haben wir uns nie interessiert, und er hat auch niemanden dazu eingeladen; einzig was er hielt und was er nicht hielt, war hin und wieder Tagesaktualität für Fußballfreunde, am nächsten Spieltag vergessen.
Alle Menschen, die ich näher kenne, haben mit dem Gedanken an den Selbstmord zumindestens einmal in ihrem Leben gespielt, auch ich — aus Romantik, Spielerei, verspäteter Werther-Lektüre, Schwermut, was auch immer. Aber ein neuer Morgen (oder eine neue Gefährtin) radierte den Gedanken aus.
Warum dieser neue Morgen für Robert Enke nicht kam oder von ihm nicht wahrgenommen wurde, werden wir vermutlich nie erfahren. Es geht uns, wie gesagt, auch nichts an. Aber hier starb kein stolzer National- oder sonstiger Torwart, sondern ein verletzlicher, empfindsamer Mensch wie wir alle.
Robert Enke ruhe in Frieden, seine Seele kehre heim zu ihrem Schöpfer, und die Erde sei ihm leichter als das Leben.

Die Kommentare in Bezug auf die anderen Betroffenen, insbesondere die Zugfuehrer sind korrekt und trotzdem in diesem Augenblick unpassend, denn zwischen den Zeilen kann man anklagende Toene erkennen.
Jeder Suizid hinterlaesst zahlreiche Opfer. Um diesen Verlust rational beurteilen zu koennen, braucht man einen gesunden Seelenzustand. Leider hatte Robert Enke diesen nicht mehr und die Tatsache, dass er nun so viele Unschuldige in direkt Betroffene verwandelt hat , ist Zeichen dieser grausamen Krankheit.
Dass einzig Gute, was aus dieser tragischen Situation kommen koennte, ist eine groessere Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit und - ein erstarktes Verantwortungsbewusstsein der Vereine.

ich konnte es nicht glauben, als ich die Nachricht hörte, das konnte doch nicht sein.
Robert war ein so angenehmer und netter Mensch. Ich habe ihn in seiner Zeit bei Benfica Lissabon kennen- und schätzen gelernt. Er war auch dort bei den Fans sehr beliebt, zuletzt sogar Mannschaftskapitän (Herr Zorn, bitte besser recherchieren, wenn Sie einen Nachruf schreiben!!!). Auch dort bei Benfica ist man erschüttert von der Nachricht, er ist immer noch in guter Erinnerung. Ich habs sofort im Internet nachgesehen.
Seiner Familie wünsche ich, dass sie diese schwere Zeit überstehen möge.
Até sempre Robert

Er war ein großartiger Torwart, keine Frage. Vorbild für unzählige junge Menschen und ganz nebenbei hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und damit vorzüglich verdient. Er hatte Privat jedoch große Schicksalsschläge. Weshalb er nun schlussendlich Selbstmord begangen hat, kann man momentan noch nicht beantworten und wird es vielleicht niemals können. Es steht jedenfalls niemandem zu, ihn zu verurteilen, weil er sich umgebracht hat. Man kann erahnen, wie es in Robert Enkes Seele ausgesehen haben muss, wenn selbst eine Frau, ein Kind und ein Platz im Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika nicht ausgereicht haben, um Enke genügend Lebensmut zu geben - Dinge, wovon andere Träumen. Robert Enke war ein Beispiel dafür, dass Geld und Ruhm nicht zwingend glücklich machen im Leben.
Deutschland verliert einen geerdeten, ehrlichen ganz und gar unspektakulären Spitzensportler - und das ist im positivsten Sinne gemeint - der einfach nur nach bestem Wissen und Gewissen täglich seine Arbeit erledigt hat, wie Millionen Andere auch. Ein echter Verlust. Mein aufrichtiges Beileid und die besten Wünsche an seine Familie.

an dieser Stelle hier sollte die Pietät doch eingehalten werden und nicht mit Floskeln wie dieser außer Kraft gesetzt werden.
Mein Beileid für einen Menschen, der keinen anderen Ausweg sah.

Über Kreuzbandrisse weiss man in der DFL alles, seelische Risse interessieren nicht. Mein Mitgefühl gilt der Familie.

Dass Robert Enke eher zu der Sorte Fussballer gehörte, die mit Köpfchen zur Sache gehen, ist kaum zu bestreiten. Fünf Jahre hatte der Torwart nun allerdings schon darüber zu befinden, warum ihm das Schicksal keine klare Auskunft über seinen Werdegang geben wollte. 60 Monate lang hat Enke sich damit abgefunden und Hoffnungen gemacht, ohne zu hadern. Die 7 Monate bis zum Beginn der Weltmeisterschaft aber konnte sich Enke offensichtlich nicht mehr in Geduld üben. Wer täglich mit der Vollstreckung zu rechnen hat, dem sitzt die Ohnmacht ganz besonders im Nacken.

Bei allem Mitgefühl für Robert Enke und allem Beileid für dessen Familie sollten wir in unseren Gedanken nicht das eigentliche Opfer vergessen.
Robert Enke hat sein Ende selbst gewählt und dabei leider mit großer Wahrscheinlichkeit das Leben eines unschuldigen Lokführers zerstört. Daher gilt gerade diesem mein ganz besonderes Mitgefühl.

Ich bin erschuettert. Mein Mitgefühl geht an die Familie von Robert Enke

Diese Nachricht ist ein ganzgroßer Schock. Mein Beileid gilt Roberts Familie. Er war vor allem menschlich ein besonderer Akteur, schade das er diesen Schritt gewählt hat.

diesem Menschen, der sehr vornehm und zurückhaltend auftrat.
Seine Vita ist sehr tragisch. Er hatte wohl sehr viel zu ertragen.
Und immer hat er Höchstleistung erbracht.
Der Fußball hat eine ganz große Persönlichkeit verloren. Diese Lücke ist nicht zu schließen.
Es bleibt uns nur große Trauer und Danksagung für die Freude, die er uns allen gemacht hat.

... das ein fairer Sportsman sein Leben verlor. Sein Leben und seine Schicksalsschlage vereint mit moglichem Druck des Berufssport konnte letzlich das Fass zum Uberlaufen gebracht haben. Die deutsche Fussballgemeinschaft mussen jetzt fur seine Familie alle Kraft bundeln ... Dieser Freitod uberrascht mich sehr und bedaure sein Ableben. RIP

Man traut seinen Augen kaum, wenn man so eine Meldung liesst.
Ich meine man wusste das er an einem seltsamen Virus litt, wohl auch Schmerzen hatte und damit nicht die leichteste Situation zu meistern hatte. Aber das es so schlimm um ihn steht, das ahnt man doch nicht.
Der Kerl ist Idol, Vorbild und der Beweis dafuer das man mit Herz und Willen auch bei einem kleinen Verein der beste Torhueter Deutschlands werden kann. Ein ganz ein Grosser.
Ich hoffe das es ihm jetzt besser geht, wo immer er ist und vor allem das er Schmerzfrei ist.
Alles gute an die Familie und viel Kraft fuer die naechsten Wochen.

...für die Familie, Freunde und Bekannte von Robert Enke.

Ich bin schokiert über diese Nachricht. Ich bin Psychiater. Meine Kinder sind beide Torwärte. Als vor ca. 2 Monate die unklare Erkrankung im Raum stand, habe meine Kinder gesagt, dass es sich um eine Depression handele. Habe leider den Arzt vom Hannover 96 nicht erreichen können. Ich bin tief erschüteret und mache mir Vorwürfe.
Warscheinlich war aber die Erkrankung bekannt und es wurde durch die o.g. harmlose Magenerkrankung nur geheim gehalten.
Mein Beileid für seine Familienagehörige