In der Stadt werden keine Kosten und Muehen gescheut, um die Visite von Herrn Obama so sicher wie moeglich zu gestalten: Zwei Tage vor seinem Besuch wurde der Grosse Stern abgeriegelt, im Hotel Adlon steht laut FAZ-Artikel ein Sprengstoffkommando bereit, der Senator erhaelt Polizeieskorte, 5 schwarze Limosinen und 2 schwarze SUVs als Begleitschutz... ... und selbst faehrt er in einem WEISSEN Wagen: "Nach einer Stunde verlässt Barack Obama das Kanzleramt und fährt in dem weißen Jeep davon." Wenn sich der amerikanische Messias dazu entschieden hat, exponiert wie ein Ritter auf dem Schimmel anzureisen, haette man sich doch einen Grossteil des Sicherheitsaufgebots doch eigentlich sparen koennen, oder?
Es ist schön, dass sie stilistisch mit dieser Livereportage den Besuch des Herrn Obama auf das Niveau bringen, auf das er gehört: pure Augenwischerei im Stile eines "Promi"auftritts. Keine Inhalte nur Show. Schade, dass manche Leser den angewandten stilistischen Kniff, boulevardesk darüber zu berichten, nicht erkennen.
Ich weiss gar nicht warum die Leute meckern. Der Artikel ist schön, unterhaltsam, informativ und einfach sehr flüssig zu lesen. Und für die Kritiker: Die FAZ hat doch auch andere Artikel, die durchaus sehr kritisch mit dem Personenkult im Barrack Obama umgehen, dem Aufwand der in Berlin getrieben wird usw. usw. Das Gesamtbild der Berichterstattung der FAZ ist durchaus differnziert, und zu so einer umfassenden Berichterstattung gehört numal auch so ein gemütlich, fröhlicher Text wie in diesem Artikel. Ich finds super.
Was will uns dieser Artikel sagen? Es klingt nach Heftchen, die sich mit Hochzeiten des englischen Adels u. ä. befassen. Wen interessiert es, ob Obama winkt, eine Sonnenbrille trägt oder von welchem Designer sein Anzug ist?! Welche Schuhgröße hat er eigentlich, hat er um 11.03 Uhr freundlich ausgesehen oder erst um 11.04 Uhr wieder ; vor dem Hintergrund welcher Topfpflanze im Kanzleramt?
besonders das mit der quietschenden Schulklasse : "Danach rufen sie ihre Eltern an!" Sehr lustig :)
..für einen KANDIDATEN. wer glaubt, Obama würde eine bessere Politik machen wie Bush, wird spätestens dann aufwachen, wenn Obama aggressiv noch viele weitere Soldaten von Deutschland fordert - zum Wohle der USA. Ehrlich: Mich widert dieses Spektakel einfach an.
Der Mann ist noch nicht Präsident. Wenn er so weitermacht, wird er es auch nicht. Unfassbar, das er sich seine guten Chancen auf das höchste amerikanische Amt derart versaut und einem McCain, der G.W. kaum nachsteht, den Weg ebnet. Seine Reise in die Welt hätte er auch noch um ein halbes Jahr verschieben können und keiner hätte was gesagt. Zur jetzigen Zeit ist alles was er hier bringt Phrasendrescherei und hohles Geschwätz ohne Autorität, ohne Befugnisse, ohne Zusagen. Lächerlich. Noch lächerlicher ist, das man Berliner Strassen wegen eines amerikanischen Politikers sperren lässt. Wegen des Präsidenten meinetwegen, wollen ja kein zweites Sarajevo, diesmal mit einem Kronprinzen amerikanischer Bauweise. Aber wegen eines Kandidaten? Absurd.
Der Bericht ist im Stil eines Hauptschülers verfasst, grammatikalisch nicht immer ganz in Ordnung, an der Sache vorbei. In der Schule würde es zusätzlich heißen: Thema verfehlt. Dem "Bild" fehlt nur noch die Unterschrift: Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? Von daher ist es schlicht geschmack- und würdelos. Das Niveau vermeintlicher Berichterstattung flacht auch bei denen immer mehr ab, die für die "klugen Köpfe" hinter der FAZ schreiben.
Ich weiss nicht recht, was ich mit diesem Obama- Kult anfangen soll. Es scheinen viele Zeitgenossen vergessen zu haben, das Barrack noch NICHT Präsident ist. So sehr wir es uns wünschen, noch hat er es nicht geschafft, troztdem wird er hofiert als ob der Erlöser (religiöse Mitmenschen mögen mir verzeihen) persönlich auf Erden hinabgestiegen ist. Wir sollten uns nicht in dem jungenhaften Senator täuschen. Auch für ihn kommt Amerika zuerst, dann der Rest. Etwas anderes kann er sich als US- Politiker nicht leisten. Momentan profitiert er von den aussenpolitischen Fehlern eines G.W. Bush, von dem Hoffen auf ein offeneres und faireres Amerika, das wieder näher an den Rest der Welt rückt. Doch als Präsident wird er gezwungen sein, evtl. unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Spätestens dann wird die Enttäuschung um so größer sein. Aber dazu muss er erst mal die Wahlen gewinnen.