Ich freue mich natürlich für das Paar, aber offensichtlich ist ihnen nicht einmal im Ansatz klar, wo das Konfliktpot. in der Fortpflanzungsmedizin liegt - oder vielmehr wollen sie es nicht wissen, wahrscheinlich zum Selbstschutz scheinen ihre Gedanken nur ums "technische" zu kreisen ( -> "...das sie möglicherweise einem anderen Paar spenden"). Wirklich empört bin ich aber, dass das Paar mit dem Gedanken spielt, ihre Kinder nicht irgendwann wissen zu lassen, wie sie gezeugt wurden und dass ihre biologische Mutter eine andere ist. Keinem Menschen darf man solche Informationen vorenthalten. Gleichzeitig zu sagen "Offenheit bedeutet uns viel" klingt beinahe wie Hohn. Ich möchte dem Paar empfehlen, von Anfang an kein Geheimnis daraus zu machen, welche Mühen sie auf sich genommen haben, um ihre Kinder auf die Welt zu bringen (-> pos. formulieren). Wenn man irgendwann, sobald die ersten Fragen kommen (wie werden Babies gemacht), diesen mit Offenheit begegnet, wird man den Kindern einen späteren Schock ersparen. Und mal ehrlich: Was sind die Alternativen ? Bis ins Grab zu schweigen und ewig diese Last mit sich zu tragen ? Oder es den Kindern erst im Erwachsenenalter zu sagen und so unweigerlich Wut und Entfremdung heraufbeschören ?
Es gehört wohl eine bemerkenswerte emotionale Verrohung dazu, den Wunsch eines jungen Paares nach Kindern als Kladderadatsch zu verunglimpfen. Sie können beruhigt sein, daß das beschriebene Paar seine Behandlung zum Großteil selbst bezahlt hat, dabei etliche tausend Euro ausgegeben hat und darüberhinaus mit ihren Kindern auch noch ihre Rente finanziert.
Wer den Kladerabatsch bezahlt??? Die i. M. 10 000 € die dieser Kladerabatsch kostet zahlt das Paar selbst. Keine Angst, der Steuerzahler profitiert maximal später davon!!!
Vielen Dank für diesen Beitrag. Die ungewollt Kinderlosen vermischt man ja immer gern mit denen, die das selbst so wählen. Sie sind mit ihrem Problem in der Minderheit und so war auch die diese Paare stark benachteiligende Gesetzes- änderung 2004 leicht umzusetzen. Aber dann ist das Geschrei gross in der Bundesrepublik: wir haben zuwenig Kinder, wer soll unsere Rente erarbeiten. Die Zahl der durch IVF geborenen Kinder ist wohl inzwischen um die Hälfte zurückgegangen. Kein Wunder, da die Paare, bei denen es ohne medizinische Hilfe nicht klappt, viele Tausend Euro allein aufbringen müssen und das für eine wenig Erfolg versprechende, psychisch und teilweise physisch belastende Behandlung! Ich denke, alle Betroffenen waren über diesen gut recherchierten Beitrag froh.
Ich bezweifle ernsthaft, dass sie den Artikel überhaupt gelesen haben. Abgesehen davon, dass Sie Steuerzahler und Krankenversicherte in einen Topf werfen und es sich nicht um eine "staatliche" Leistung handelt, sind bereits nach dem ersten Drittel des Artikels die Leistungen der Krankenkasse ausgeschöpft, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Von diesem Punkt an ist man finanziell auf sich allein gestellt, und die Krankenkasse hat bis dorthin den für die Kasse verhältnismäßig lächerlichen Betrag von etwa vier- bis fünftausend Euro geleistet (und das auch nur unter strikten Bedingungen), während man die -für die meisten Verhältnisse alles andere als lächerliche- gleiche Summe selbst aufgebracht hat. Wer also über diese drei IVF-Versuche hinaus seinen Kinderwunsch verfolgen will, der tut dies auf eigene Kosten. Selbst wenn der Steuerzahler dafür aufkommen würde, hätte das wohl mehr finanzielle Vor- als Nachteile für den Staat, da der Durchschnittsmensch wohl weit mehr als diese Peanuts durch die staatlichen Kassen spült. Beschweren Sie sich eigentlich auch über den demographischen Wandel?
Die Tötung ungeborenen Lebens durch Abtreibung wird nämlich über die Krankenkassen, genauer die Länderhaushalte gemeinschaftlich finanziert - der Tod von Kindern: eine "soziale" Aufgabe, auf der anderen Seite wird die Förderung von Lebendgeburten zur Privatsache erklärt ... Alles was recht ist, aber das ist "verdreht" (= lat. pervers).
Aber wer bezahlt für diesen ganzen Kladderadatsch? Der Steuerzahler?