Rauchverbot für alle

Ein Aschenbecher für Helmut Schmidt

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt soll jemanden körperlich verletzt haben. Mit dem Rauch seiner Zigarette. Jedenfalls hat die Nichtraucherinitiative Wiesbaden Strafanzeige wegen dieses Grundes gestellt. Als Beweis für die Körperverletzung dient ein Foto. Von Frank Pergande

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Januar 2008 02:16

Die gesetzestreuen Bürger...

Michael Stuhr (Diesel-PC)

...die sich heute über das Rauchen in öffentlichen Räumlichkeiten aufregen, sei ins Stammbuch geschrieben, dass es jedem erwachsenen Deutschen immer schon freigestanden hat, ein Nichtraucherlokal zu eröffnen. Dass das nur in sehr wenigen Fällen geschehen ist, lässt darauf schließen, dass die, die sich heute so ereifern, es offenbar jahrzehntelang nicht für nötig hielten, etwas zu unternehmen. Das nun wieder sagt aus, dass der Bedarf an rauchfreien Restaurationsbetrieben wohl doch nicht so groß ist. - Und jetzt unterschreiben diese Zwangsbeglücker freudig und eifrig ihr eigenes Armutszeugnis, indem sie auf ein Ehepaar losgehen, das (trotz des vielen Gifts) die 80-Jahre-Marke weit überschritten hat. Recht billig, und dazu noch bequem und ungefährlich! Wie gesagt: 50% aller deutschen Lokale könnten schon seit Jahrzehnten freiwillig rauchfrei sein, wenn die, die sich heute aufregen, rechtzeitig den A... hoch gekriegt hätten! - Aber da hätte man ja was tun müssen, und nicht nur Schnellrichter spielen.

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26. Januar 2008 01:10

Schmidt raucht in Hamburg und Schläger rauchen in München und Berlin

M Schulz (Micha10589)

Die Zeiten ändern sich nun mal. Früher galt es auch als entschuldbares Verhalten, wenn Chefs ihre weiblichen Angestellten sexuell berührten. Ist das bei jemand, der das sein ganzes Leben gemacht hat, heute noch aus Altersgründen akzeptabel?

Auch ein Ex-Bundeskanzler, verdient oder nicht verdient ist nicht die Frage, muss sich an geltende Gesetze halten. Als Figur, die vielen als Vorbild gilt, sollte er sich schon überlegen, ob er weiterhin als Galionsfigur der Tabakindustrie durch die Medien tingeln sollte und die unwiderlegbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gefährlichkeit des Passivrauches ignorieren kann.

Und die empörten Kommentare der Journalisten über die Anzeige sind nichts weiter als eine Ignoranz dieser Zeitenwende und leider auch eine beharrliche Ignoranz des Grundrechtes auf körperliche Unversehrtheit.

Die jedenfalls wird den protestierenden Nichtrauchern ja nun immer öfter auch im direkten Körperkontakt nicht gegönnt. Vor Wochen ein Rentner in München, in Berlin vor wenigen Tagen das S-Bahn-Personal, das von Schlägern brutalst verletzt wird, weil sie Raucher ansprechen, die in Zügen rauchen.

Nicht zuletzt vor diesem aktuellen Hintergrund ist die Anzeige berechtigt und Schmidts Verhalten inakzeptabel.

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26. Januar 2008 00:59

some people are more equal than others

Christoph Wend-Erdel (cwenderdel)

"some people are more equal than oterhs", dieses zitat sollte die f.a.z. gut bedenken, wenn sie schreibt, "Es wäre für jeden peinlich, der ihnen nicht den Aschenbecher reichte.". Es wäre gleichstehend damit, zu sagen, "helmut schmidt war bundeskanzler und deshalb darf er sich über verbote hinwegsetzen". Leben wir tatsächlich in einem solchen Staat? Es gibt in Deutschland sicherlich tausende, wenn nicht Millionen von Menschen, "die schon immer geraucht haben"...

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26. Januar 2008 00:21

Zurück zum Denunziantentum

A. Malliki (a.malliki)

Das unterstützt den Überwachungsstaat und ist im Sinne Schäubles. Von dem würde ich gerne erfahren, wessen Bücher er so liest und wo es die zu kaufen gibt.

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25. Januar 2008 23:10

Danke Loki, Danke Helmut

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Wenn IRGENDEINER, aber auch nur EIN EINZIGER dieser "Schmidt-raucht-überall"-Gegner nur annährend so viel für Deutschland und vor allem für Hamburg getan hat - DANN kann er den Mund aufmachen...
ALLE anderen dürfen nach Hause gehen, wenn sie damit nicht einverstanden sind.
ENDE

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25. Januar 2008 22:57

entspannt

Dagmar Hohl (DolceDaggi)

weshalb müssen wir uns wirklich über jeden Mist aufregen?
Ich weiß nicht, was peinlicher ist: Ein Altkanzler samt Frau, der noch nicht mal bei den wenigen Anlässen in der Öffentlichkeit Rücksicht auf die geltende Gesetzeslage nehmen kann (auch ein Armutszeugnis) oder ein wildgewordener Nichtraucherverein aus Wiesbaden, der nix besseres zu tun hat, als Anzeige zu erstatten.
Wie wäre es denn, wenn etwas mehr Entspanntheit an den Tag gelegt würde?

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25. Januar 2008 22:27

Ein neuer Beweis für die Notwendigkeit des Gesetzes

Thomas Frieling (TFrieling)

Leute wie Helmut Schmidt sind es, die die Alternativlosigkeit eines allgemeinen Rauchverbots immer wieder belegen. Leute, die sich für etwas Besseres halten, gibt es immer, und Leute die ihnen hofieren, gibt es noch mehr.

Es gibt keine Parallele zwischen der Toleranz gegenüber Rauchern und der gegenüber Nichtrauchern. Wer raucht, beeinträchtigt seine Umwelt, wer nicht raucht, beinflußt sie nicht. Der Raucher drängt sich auf. Der Nichtraucher tut dies nicht.

Und man kann es nicht oft genug sagen: es ist de facto nicht möglich, sich dem Rauch zu entziehen, ohne sich in seine vier Wände zurückzuziehen oder sich mit Rauchern anzulegen und Handgreiiflichkeiten zu riskieren.

TF

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25. Januar 2008 22:19

Antiraucherlobby gelangweilt: Helmut Schmidt droht der Knast !!!

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also das ist an Lacherlichkeit kaum noch zu steigern. Jeder Mensch weiss, dass Helmut Schmidt Raucher ist. Jetzt soll ein lacherliches Foto herhalten und nun bringt man dieses zur Polizei und zeigt ihn an, wegen dieser Art von Korperverletzung. Diese Typen mussen so gelangweilt sein, denn die Leute die schwere Korperverletzung begehen, die mussen hinter Gittern. Soll Helmut Schmidt wegen dieser Art von Korperverletzung jetzt hinter Gittern?

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25. Januar 2008 21:57

Ein Aschenbecher für Helmut Schmidt

Erich Grantzau (oncidium)

Da wünscht man sich, daß der Altkanzler mit seiner Gattin rauchenderweise mit dem Auto ohne Umweltplakette in der hannoverschen Umweltzone aufgefriffen wird.
Vielleicht könnte das Ehepaar Schmidt auf diese Weise dem sozialdemokratischen OB der niedersächsichen Landeshauptstadt deutlich machen, daß er in Sachen Feinstaub einem Phantom nachjagt (s Ingo Dahlem, FAZnet).
Und der staatlich übermäßig mit Rauch- und Fahrverboten drangsalierte Bürger könnte mindestens Genugtuung empfinden.
Beste Grüße
Erich Grantzau

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25. Januar 2008 21:55

Selbsternannte Hüter von Recht und Ordnung

thomas schulz (peanutbutter)

Ich denke, daß dieser Verein die Aufrufe von Politikern zur Zivilcourage völlig mißverstanden haben. Es bedeutet nicht, daß jetzt jeder Hinz und Kunz sich als Gesetzeshüter aufspielen kann, nur weil irgend jemand irgendwo gegen ein Gesetz verstoßen hat. Demnächst könnten irgenwelche Autogegner auf die Idee kommen, Kameras und Messgeräte zu installieren und Raser einzeigen.

Ich würde der Staatsanwaltschaft als Vorbeugung gegen potientielle copycats empfehlen, diesem Verein eine saftige Rechnung zu schicken, da sie durch diese absurde Anzeige wertvolle Resourcen für dessen Bearbeitung verschwenden mußte.

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25. Januar 2008 21:12

Man darf nicht diese kleinkarierten Vereine beschuldigen, ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... die Verantwortlichen sitzen in Berlin. Die Leute dort am Spreebogen haben diesen Staat zu einem Monstrum umfunktioniert, in dem Alles und Jedes -von der Meinung über historische Ereignisse bis hin zu den Rauchgewohnheiten - als strafbewehrtes Verbot ins Strafgesetzbuch gewandert ist. Da darf man sich nicht wundern, wenn irgendwelche Prozesshanseln das als Handlungsaufforderung sehen, von den Staatsanwälten sowieso mal ganz abgesehen. Im Ernst: wo leben wir eigentlich ? Sind diese bösen Scherze wirklich das, was das Volk will (in Sinne von Demokratie = Volksherrschaft) !? Falls ja, sollte man besser direkt nach Absurdistan umziehen. Da weiß man wenigstens, worauf man sich einlässt.

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25. Januar 2008 21:09

Sonderrechte?

Andreas Schmidt (assdt)

in was für einer Bananen Republik leben wir eigentlich, dass diese ausgedienten Politiker auch noch Sonderrechte haben sollten?

Nach meinem Kenntnisstand gelten die deutschen Gesetze auch für Politiker?!

Eine Frechheit an sich, dass sich mein Namensvetter so dreist über geltendes Recht hinweg setzt.

Glauben diese Typen sie stünden über dem Gesetz?

Im übrigen nur weil jemand etwas 90 Jahre lang getan hat, bedeutet das noch lange nicht, dass es richtig war.

Es zeigt eher von unbelehrbarer Ignoranz!

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25. Januar 2008 20:51

Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen!

Martin Gross (zigarettenhasser)

Ganz egal, ob es sich um einen ehemaligen Bundeskanzler oder irgendeinen Halbstarken handelt, ob der eine in einem Nobelrestaurant oder der andere auf dem Bahnsteig verbotenerweise mittels Zigarettenqualm die Umwelt verpestet und anwesende Nichtraucher zwingt, passiv ihre Lungen zu teeren - alle diese rücksichtslosen Raucher sollten das entsprechende Bußgeld zahlen müssen - ohne Ansehen der Person! Denn im Gegensatz zum Alkoholgenuss beeinträchtigt das Rauchen direkt und massiv die Gesundheit aller Umstehenden!

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25. Januar 2008 20:37

Schade,...

Christian Everling (ElCartman)

... dass Rauchen nicht rückwirkend bestraft werden kann. Das wäre doch mal Aufsehen erregend: Loki und Helmut Schmidt werden für fast 90 Jahre Dauerkörperverletzung durch Rauchen verklagt! So werden Schlagzeilen gemacht!

Aber: Dem Betreiber des Lokals sollte die Lizenz entzogen werden. Wer so offensichtlich und vorsätzlich die Gesetze missachtet, schenkt wahrscheinlich auch Alkohol an Minderjährige aus.

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25. Januar 2008 20:22

Die Angelegenheit ...

Jens Herrmann (Namuchat)

Diese Angelegenheit stinkt doch wohl zum Himmel !
Die Bundesregierung möge ein sofortiges Rauchverbot für alle Ex-Kanzler verabschieden ! Zumal wenn diese ein so hohes Alter erreichen.

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