Soziale Mindestsicherung

Jeder Zehnte in Deutschland lebt vom Staat

In Deutschland ist jeder Zehnte auf finanzielle Hilfe des Staates angewiesen. Das hat das Statistische Bundesamt in seiner neuen Statistik über die soziale Mindestsicherung berechnet. Dabei sind die regionalen Unterschiede riesig: Jeder fünfte Berliner, aber nur jeder zwanzigste Bayer ist betroffen.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. September 2008 11:17

Zeit zum Handeln 500.000 Vollzeitarbeitende Harz IV Empfänger

Norbert Hoelzgen (NHoelzgen)

Staatlich geförderter Sozialbetrug durch Niedriglöhne, billiger geht nicht, mit uns schon, so werben heutzutage die Zeitarbeitsfirmen für Aufträge. Die Niedriglohnarbeitnehmer liegen dem Staat am Ende des Monats auf der Tasche und müssen zum Sozialamt ihr Gehalt aufstocken gehen. Der Staat verschleudert somit Milliarden, die den Sozialkassen fehlen und fördert somit Direkt die Ausdünnung der Normalverdiener zum Niedriglöhner. Beim Niedriglohnarbeitnehmer fallen kaum Sozialabgaben an, sie belasten die Solidarität im Ganzen, wie lange sieht der Staat noch dem Lohndumping zu und führt endlich den Mindestlohn für alle Branchen ein. Es kann nicht angehen, das dieser Eiertanz um den Mindestlohn aber Milliarden verschlingt während Debatten geführt werden wie Hoch der Mindestlohn aussehen muss. Das ganze ist doch eigentlich schon im Sozialgesetz geregelt. Der Mindestlohn sollte auf keinem Fall die Sozialhilfegrenze unterschreiten und einen Anreiz für das geleistete darstellen. Ich fordere hiermit den Staat auf, dem ganzen Einhalt zu gebieten und nicht weiterhin die Armut zu fördern. „Arbeit sollte sich lohnen, die Zeit für einen Mindestlohn ist reif, es geht um unsere Existenz“

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08. September 2008 11:23

@Herrn Bender also mehr Einwanderung ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Herr Bender sie schrieben Zitat "Ausländer Herr Rabe haben häufig weniger Mangel an Soft Skills als Deutsche, z. B. auch mehr Sprachkompetenz" Also mehr Einwanderung ? Interessanter Vorschlag, der aber vorraussetzt, daß die leute auch kommen wollen, sich also in Deutschland auch 'willkommen' fühlen. Ich befürchte daran müssen wir Deutschen noch arbeiten....

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05. September 2008 20:13

bessere Lösung: Ich-AG

Franz Holzinger (franzholz)

Um die Langzeitarbeitslosen wieder in eine Arbeit zurückführen zu können, erweist sich die Ich-AG als die beste Lösung. Anstatt von Hartz-IV, wo die Arbeitslosen entweder gar nichts mehr arbeiten oder um 1 Euro pro Stunde nur einfache Tätigkeiten ausüben dürfen, wäre es sinnvoller, wenn jeder die Arbeit machen darf, die ihm Spaß macht oder die er gelernt hat. Jeder eignet sich das Wissen an, das er benötigt, um Aufträge von Unternehmern erhalten zu können. Die Arbeitsagenturen vermitteln Kleinaufträge an die Ich-AGs. Der Unternehmer kann sie auch für einige Monate fest einstellen. Es sollten Büros und Werkstätten zur Verfügung gestellt werden, wo die Leute arbeiten können und selber Geld verdienen, anstatt noch mehr Geld jenen zu geben, die nicht arbeiten wollen oder es wegen Sucht nicht mehr können. Anstatt teurer nutzloser Schulungen des Arbeitsamtes macht es mehr Sinn, den Ich-AGs Geld für den Kauf von Büchern zu geben. So kann sich jeder in ein Fachgebiet seiner Wahl einarbeiten, in dem es momentan Nachfrage gibt. Anstatt einem Stundenlohn gibt es Fixpreise für erzielte Arbeitsergebnisse. Jeder wird erfolgsorientiert vom Unternehmer bezahlt. Miete, Strom und Krankenkasse zahlt anfangs der Staat.

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05. September 2008 20:02

@ Paul Rabe - Mangel an Soft Skills.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Schulische und persönliche Defizite sind es, die auszubügeln sind. Das aber ist zuallererst persönliche Aufgabe, nicht die der Unternehmen. Schulische Defizite sind spätestens seit PISA bekannt. Sprach-, Ausdrucks- und Kommunikationsprobleme, die Unfähigkeit 2 Probleme geistig in Zusammenhang zu bringen, nach einem Lehrgang den Lehrinhalt nicht zu kennen und vieles andere mehr. Solche Probleme wurden mir von mehreren Seiten berichtet. Zusammengefasst: es besteht häufig ein Mangel an Soft Skills. Und dann nützt häufig auch eine Ausbildung nichts oder steht einem Wechsel/Berufswechsel im Weg, besonders wenn diese Fähigkeiten genau entscheidend für die Eignung sind. Es ist nicht unmöglich Leute zu finden, nur die Perlen muss man erst finden. Ausländer Herr Rabe haben häufig weniger Mangel an Soft Skills als Deutsche, z. B. auch mehr Sprachkompetenz.

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05. September 2008 17:14

@Herrn Bender Wie sieht ihr Vorschlag aus ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie beschreiben hier die, wenig hoffnungsvolle, Situation, daß Personalverantwortliche angeblich keine geeigneten, ausbildungsfähigen Bewerber finden können. Nehmen wir mal an Sie hätten recht. Wie sieht denn ihr Vorschlag aus an der Situation etwas zu ändern ? Mehr Ausländer ins Land holen ? Mehr Geld für Kindergärten und Schulen ? (das wirkt dann aber erst in 20 Jahren) Oder an was dachten Sie ?

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05. September 2008 16:33

Die Daten des Statistischen Bundesamtes stammen aus dem Jahre 2006.....

wolf haupricht (emilgilels)

Die Daten für 2008 werden etwa 2010 bekannt werden. Das ist ein großer Nachteil, da immerhin 1 1/2 Jahre zu überbrücken sind und sich gerade in den letzten 2 Jahren vieles auf dem Arbeitsmarkt verändert hat. Auch zum Besseren. Insofern ist die Zahl der Bezieher von ALG II i.H. von 5,3 Mio nicht aktuell; die Zahl dürfte heute deutlich darunter liegen und zwar ca. 1,1 Mio. Anmerkg: 2005 wurden ALG/ALhi u. Sozialhilfe zusammengelegt= Hartz IV. Die Anzahl der Leistungsempfänger wuchs um 2 Mio auf rd. 7 Mio. Dabei fanden sich rd. 90 % der Sozialhilfeempfänger plötzlich in arbeitsfähig wieder, weil die Städte u. Gemeinden die Kosten dem Bund "unterjubelten". Davon sind heute rd. 5,5 Mio, statt 7 Mio in 2006 Leistungsempfänger. Empfehlung: BA und Stat. BA sollten ihre Daten harmonisieren.

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05. September 2008 16:02

Frage an Herrn Spethmann

Chi Tamago (tamago)

Zitat aus Ihrem Beitrag: „ ...,dass zur selben Zeit etwa 200 Millionen Bürger der Eurozone von Deutschland insgesamt 180 Milliarden Euro erhielten, um damit im Ausland einzukaufen.“ Meine Frage: wo ist die Quelle für diese Zahl? Da die EU „nur“ einen Gesamthaushalt von ca. 130 Milliarden hat, ist Ihre Zahl nicht plausibel. Für eine Aufklärung wäre ich dankbar.

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05. September 2008 16:01

Ergänzung zu „was viele nicht gerne hören werden“.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Der Beitrag wurde auf Zeitarbeiter verkürzt, weil Zeitarbeiter arbeiten möchten und dies jeden Tag beweisen. Das ist eine wichtige Feststellung. Tatsache ist aber auch, das sollte deutlich geworden sein, dass gewisse Defizite den Berufswechsel erschweren oder auch scheitern lassen können. Beispiel für ein häufiges Defizit das jeder kennt, die Verkäuferin/der Verkäufer im Kaufhaus darauf hinweisen zu müssen, dass deren Einkommen von den Kunden abhängig ist. Und da gibt es noch sehr viel kritischere Bereiche als das Kaufhaus. Anstelle ihr Weltbild in fragwürdigen Studien zu veröffentlichen wäre es angebracht, dass sich die Sozialwissenschaftler einmal aufmachten und in die Unternehmen gingen um zusammen mit den Personalverantwortlichen der Unternehmen herauszufinden, wo die häufigsten Defizite liegen, wann und wo (Elternhaus, Schule) sie entstanden sind usw.. Das wäre ein Ansatz, den Betroffenen gezielter helfen zu können als sie wahllos in Fortbildungsmaßnahmen zu stecken. Das wäre allerdings auch aufwendiger. Wie die Erfahrung zeigt, die berufliche Qualifikation allein reicht nicht immer aus. Unternehmen bilden im eigenen Interesse fort, Defizite ausgleichen jedoch ...

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05. September 2008 13:50

@Ro3ert Schrey (etiterum)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Bei einer Staatsquote von 50% (...)". 2005 lag die Staatsquote in Deutschland bei 46,8 Prozent und nicht bei 50 Prozent. Mit dieser Staatsquote liegt Deutschland im unteren Mittelfeld der (alten) EU-Staaten und liegt insgesamt an neunter Stelle. Man kann natürlich streiten, ob dieser Staatsquote dennoch immer noch zu hoch ist, dennoch sollte man mit den richtigen Zahlen argumentieren.

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05. September 2008 12:59

@Schrei

Sven Michaelsen (Der_kleine_Amrumer)

Ist ja nicht gerade grundfalsch was Sie sagen, aber verraten Sie mir doch mal wie Sie nun gerade auf die Bankangestellten als hervorzuhebende Gruppe kommen. Meinen Sie dass, weil der Staat viele bürokratische und gesetzliche (teilweise nutzlose) Tätigkeiten Banken auferlegt, bzw. diese verlagert hat? Banken ziehen Steuern ein, nutzlose Geldwäscherichtlinien (bis heute keine Verurteilung aufgrund der GW-Gesetze!) Oder verwechseln Sie hier Bankangestellte mit Angestellten im öffentlichen Dienst bei Einrichtungen des öffentlichen Rechts, auch bekannt als Sparkassen? Letztere bezeichnen sich zwar immer gern als Banken bzw. diese nehmen auch Bankaufgaben/geschäfte vor, sind jedoch nicht mit einer Bank zu vergleichen (siehe Rechtsform) ...Insofern haben Sie schon wieder Recht, nur muss die Aussage dann lauten wer braucht schon Sparkassen bez. einen öffentlichen Dienst im Bankensektor? (ausser natürlich Landräte,Bürgermeister und diverse Parteien für abgeschobene Mitgliederposten in der Führung)

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05. September 2008 11:56

Staatsquote 50%

Robert Schrey (etiterum)

Bei einer Staatsquote von 50% lebt durchschnittlich jeder zweite vom Staat. Und so macher, der glaubt privatwirtschaftlich tätig zu sein, verdankt sein Gehalt zum Teil dem Staat, z.B. das Heer der Bankangestellten sowie die allermeisten Dienstleister. Ohne die Bereitschaft des Staates, die Verschuldung zu erhöhen, haben diese Leute ein viel niedrigeres Einkommen.

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05. September 2008 11:03

Stich ins Wespennest - was viele nicht gerne hören werden.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Der Personalchef eines großen und bekannten Unternehmens erzählte mir vor längerer Zeit, dass seine Firma auf Zeitarbeit zurückgreifen müsse. Einfach weil nicht genügend qualifizierte Bewerber (anspruchsvolle Büroarbeit, Gehaltsniveau „Besserverdienende“) im freien Markt zu finden seien. So griffen sie auf das Pool der Zeitarbeit zurück, in der Hoffnung dort noch geeignete Bewerber zu finden und in Festanstellung nehmen zu können. Von diesen Bewerbern (mit qualifizierter Ausbildung) sei jedoch eine Mehrheit bereits bei Bewerbungsgesprächen erkennbar ungeeignet. Von denen, die dann doch genommen werden, übersteht wiederum ein zu großer Prozentsatz der Kandidaten die intensive, vielwöchige Schulung oder die darauf folgende Einarbeitungsphase nicht und „wirft das Handtuch“, viele weil sie sich überfordert sehen. Trotz persönlichem Mentor in der Einarbeitungsphase, der dem Bewerber für längere Zeit den ganzen Arbeitstag über zur Seite steht. Also beste Bedingungen. Am Qualifizierungsangebot liegt es also nicht, auch das gerne gebrauchte Argument vom „Dumpinglohn“ zieht nicht. Darüber sollte man sich einmal Gedanken machen, sonst wird man das Problem nicht lösen können. Die üblichen einseitigen Schuldzuweisungen helfen nicht weiter.

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05. September 2008 10:48

@ Dieter Spethmann - Wasser auf die Mühlen von Oskar L.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Aus der EU austreten und diese Kosten sind nicht mehr. Die Kritik ist sicher berechtigt, führt aber bei vielen zu falschen Schlussfolgerungen. Siehe oben. In anderen Blogs besser zu beobachten, und nicht nur seitens "Die Linke".

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05. September 2008 07:46

Da haben Sie Recht Herr Seidl, leider is es in Deutschland jedoch so, dass

Hans-Werner Bender (DRHWB)

die, die diese Leistung erbringen in die Ecke gedrängt werden und anfangen müssen sich zu verteidigen. Einer lautstarken Minderheit ist es gelungen so viel Aufmerksamkeit zu erreichen, dass dies auf die zwar wohlmeinende aber uninformierte Mehrheit Eindruck macht und diese für eigene Zwecke in die Irre geführt wird. Ein großer Teil der Medien trägt tatkräftig dazu bei. Das erleichtert es der Politik, ihre eigenen Süppchen zu kochen. Es wird an der Zeit aus der Ecke herauszutreten und selbst lautstark zu werden. Auch die Unternehmen sollten daran Interesse haben. Es ist die Leistungsbereitschaft in Gefahr und noch mehr Abwanderung kann doch auch nicht gewünscht sein.

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05. September 2008 07:13

Harz IV und Berlin

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Wenn man durch Berliner Bezirke wie Wedding und Neukölln fährt, weiß man als Berliner ganz genau, warum in Berlin 20,.. % der Bevölkerung von Sozialhilfe usw. leben. Ja und wenn schon Schüler in der zum 5ten Mal nachgeholten 6.Klasse bekanntgeben: Isch will Sozialhülfe werten.... das ist ja wohl die Zahl noch sehr niedrig gegriffen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob denn in diese Statistik die auf "Duldung" sitzenden und genauso Sozi beziehende Palästinense, Libanesen, Kurden aus Libanon usw. einbezogen sind, das dürft dann die Statistik kräfit in die Höhe gehen lassen. Alles sehr bedenklich"

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05. September 2008 00:11

Jeder Zehnte in Deutschland lebt vom Staat

Dieter Spethmann (dspeth)

was die Bürger im letzten Jahr 45 Milliarden Euro kostete. Unterdrückt aber wird von unserer Regierung die viel schlimmere Tatsache, dass zur selben Zeit etwa 200 Millionen Bürger der Eurozone von Deutschland insgesamt 180 Milliarden Euro erhielten, um damit im Ausland einzukaufen.

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04. September 2008 23:30

Hartz IV ist zu hoch

gisbert heimes (gisbert4)

Zu hoch, um eine kritische Masse zu erreichen.

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04. September 2008 21:00

Hartz IV

Norbert Czech (nczech)

Anbei ein Zitat aus der WAZ: "Die Studie sorgt für enormen Wirbel, Arbeitslosen- und Wohlfahrtsverbände laufen Sturm: Zwei Wissenschaftler der Uni Chemnitz kommen zu dem Ergebnis, dass der Hartz-IV-Regelsatz genau genommen zu hoch ausfällt. Gehe man vom absoluten Existenzminimum aus, reichten 132 Euro monatlich. Derzeit beziehen Empfänger von Hartz IV im Monat 351 Euro. Die Chemnitzer Wissenschaftler haben die Debatte um die Höhe des Regelsatzes zum Anlass genommen, das Thema einmal durchzudeklinieren. Ihre Rechnung: 278 Euro würden reichen, wenn man den Warenkorb reduziert. Reduziert man die Bedürfnisse auf ein völliges Minimum – etwa durch den Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, komme man mit 132 Euro aus. Für Kommunikation, Kino, Zeitung und Literatur sind dann nur noch drei Euro veranschlagt. Kurzgefasst lauten die Ergebnisse: Gemessen an den von der Gesellschaft festgelegten Zielen der sozialen Mindestsicherung seien die Hartz-IV-Gelder nicht zu niedrig, sondern eher zu hoch. Als gerecht werde das System dennoch von vielen nicht empfunden, weil es den Bedürftigen nur Geld gewährt und ihnen verwehrt, was sie wirklich wollen: Arbeit und Anerkennung." Zitat Ende. Noch Fragen?

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04. September 2008 20:28

Ein Lob für diese Gesellschaft

Andreas Seidl (ASeidl)

die diese enorme Leistung erbringt. Ein Lob allen, die mit ihrer Hände und Köpfe Arbeit diese soziale Leistung erbringen, die dazu führt, daß wir keine existenzbedrohende Armut haben, keine Slums, daß unser Land sicher ist, daß es keine Stadtviertel gibt, wo man seines Lebens fürchten muß, wenn man es betritt.

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04. September 2008 19:06

Alimentierung schafft dauerhafte Alimentierungsabhängigkeit

Michael Huth (besserwisser65)

Es läßt sich eine auffällige Korrelation aus dieser Statistik ablesen: "Rotes Land = armes Land". Das gilt übrigens auch im Rahmen des Länderfinanzausgleichs. Man bedenke: Auch Niedersachsen war vor Schröder als "Landespapa" Beitragszahler.... Rotes Land heißt auch, mehr Staat, mehr Regulierung auch und gerne gegen selbstverantwortliches unternehmerisches - weil "kapitalistisches" und böses "profitorientiertes Handeln". "Wähle uns, dann kriegste mehr, schuld sind die Anderen und von denen nehmen wir es auch." und das ganze nennt sich sozial gerächt (..von Rache). Weil das so schön klingt, gibt´s den üblichen Massnahmenkatalog: Kündigungshürden rauf, Steuern (Erbschaftssteuern!) rauf und das in produktiven Einheiten hart erwirtschaftete Steuergeld in die Nachfrage geblasen usw... Wie wir sehen, bleibt diese Geschäftsverhinderungspolitik, Betriebsmittelentzugsbesteuerung samt Arbeitseinstiegsbarrieren nicht wirkungslos: Bei der nächsten Wahl gibt es dann noch mehr Bedürftige für die "Das Herz schlägt links", Soziale Gerächtigkeit, vor allem die Managergehälterbegrenzung wie eine Rettung klingt. So schließt sich der Regelkreis! Übrigens: s. auch Pisastudie nach Ländern !

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04. September 2008 18:33

BA abschaffen Vermittlung nur noch Privat

Artur Kuratli (Kuratli)

Die Arbeitsvermittlung sollte nur noch von Privat (Zeitarbeit, Leiharbeit) durchgeführt werden. Die kennen sich viel besser aus als das Arbeitsamt. Jeder kann dort vermittelt bzw. bezahlt werden. "wir vermittel jeden!" nach Aussage der Privaten. Auch die Mitarbeiter der BA können, wenn es keine BA mehr gibt, von Privat vermittelt werden und dann mal für Ihr Geld arbeiten. Einsparung 100%

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04. September 2008 18:18

Die Schere hat drei Klingen

kristian kroflin (kroflin)

"Die Schere geht auseinander - immer weniger arbeitende Mitmenschen finanzieren immer mehr Menschen" Es ist eher so, daß immer mehr Arbeit von "Nichtmenschen", von Maschinen übernommen wird. Sie blenden hier diesen Teil komplett aus, was zu dem Bild führt, die dienstliestenden oder selbseschäftigenden (!) Menschen würden heute mehr arbeiten als die damaligen. Ist das tatsächlich der Fall?

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04. September 2008 18:17

Zahl der Minijobber steigt in Privathaushalten.....

wolf haupricht (emilgilels)

...weiter an. Im 2. Quartal 2008 erhöhte sich die Zahl der Haushaltskräfte i.Vergleich zum Vorquartal um 17.000 auf rd. 169.000 . Die Zahl der gerinfügig entlohnten Beschäftigten im gewerblichen Bereich stieg um 1,4 % auf 6,6 Mio Minijobber. (Quelle: dpa). Minijobber= i.d.R. 400 € u. mehr Teilzeitjobs. Diese Zahlen korrespondieren mit den ALG II Empfängern (5,3 Mio) sowie solchen Teilzeitjobs ohne ALG II bzw Sozialhilfe. Interessant ist auch, dass 250.000 Minijobber zusätzliche Leistungen zur Sicherung einer Rentenanwartschaft leisten, um später nicht nur eine Rente, sondern sogar eine bessere Rente errreichen zu können.

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04. September 2008 18:01

Süddeutschland

kristian kroflin (kroflin)

Bayern und Baden-Württemberg die geringste Zahl? Zufall? Eher wohl die repressivsten, sozial inkompetentesten Bereiche. Die anderen Länder sollten mal ein Auge auf diese staatlichen Problemkinder werfen, denn sie werden dafür sorgen, daß die Diskriminierten, denen nur Scheinhilfen angeboten werden, während man ihnen dauernd und ohne Anhaltspunkte Betrug unterstellt, während man diese Leute um ihre rechtlich zustehenden Leistungen in Kollaboration mit den dortigen Sozialgerichten bringt, daß eben diese Diskriminierten Konsequenzen ziehen werden.

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04. September 2008 17:59

Wie einfach ist denn das?

gisbert heimes (gisbert4)

In der arbeitsteiligen, automatisierten Massenproduktion (furchtbarer Begriff) gibt es eine zunehmende Zahl von grob fünferlei Menschen: welche, die nicht mehr gebraucht werden (wie jetzt weitere 9000 nach der Fusion Commerzbank/Dresdner Bank), welche, die nicht können (physisch, psychisch, geistig), welche, die keinen Bock haben (wahrscheinlich weniger, als der Stammtisch behauptet), welche, die den Karren schieben (immer noch in der Mehrzahl, aber tendentiell abnehmend - wegen sich verselbständigendem Produktionsprozeß = sprich Kostenersparnis); schließlich welche, die den Karren ziehen (jaja, die bemitleidenswerten Eliten). Jenseits der Produktion sind dann da noch die, die noch nicht oder nicht mehr müssen (Kinder, Rentner, Millionäre). So einfach ist das. Um noch mal grob zu sprechen: was wollt ihr denn mit denen machen, die nicht am Karren sind? Ach so, die Politik weiß es: G 8, Hartz IV, Erbschaftssteuer :-)

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04. September 2008 17:32

1,2,3 ...

kristian kroflin (kroflin)

"Jeder Zehnte in Deutschland lebt vom Staat" Fakt ist, daß die Bürger, die sich zur Lobbygruppe Staat zusammenschlossen (kein besonders innovativer Beruf und sich nicht besonders differenzierend, es kommt eher immer wieder zu reinen Umstellungen statt zur Weiterentwicklung) und "so tun als ob" sie Vermittler von Geldern, Waren und Leistungen seien, von den Arbeit gebenden Arbeitnehmern und Arbeitslosen leben, da sie eine doch nicht sehr geringe Menge von den erhaltenen Geldern für ihre eigene Existenz (und darüber hinaus - für ihren Überfluß) einbehalten. Man sollte sich fragen, wieso diese Personen "ein sicheres Gehalt" und eine abwechslungsreiche (also nicht spezialisierende) Tätigkeit benötigen. Meiner Meinung machen diese Bürger beiden anderen Seiten momentan mehr Probleme als sie für diese lösen.

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04. September 2008 17:10

@Gunnar Kleffmann (Cleveman)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Wenn der Lohn zu teuer wird, wird es den entsprechenden Arbeitsplatz nicht mehr geben." Das mag (oder kann vielleicht(!) der Fall sein) wenn man die Jobs ins Ausland verlagert. Die meisten Jobs im Niedriglohnbereich stehen aber gar nicht in internationaler Konkurrenz: Briefe an deutsche Adressen können Sie nur in Deutschland austragen lassen. Ganz Deutschland fährt nicht nach Polen zum Haareschneiden. Wenn ein deutscher Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlen kann oder möchte, steht schon der Konkurrent bereit der effizienter arbeitet und wird dessen Kunden mit Kußhand übernehmen. Es gehen ja nicht weniger in Deutschland zum Friseur, nur weil es einen Mindestlohn gibt. Und das Volumen an Briefen die jeden Tag in Deutschland verschickt wird, wird ja auch nicht geringer. Vertrauen Sie da mal auf den Markt. Der wird das von alleine regeln und die Arbeitgeber am Markt belohnen, die mit dem effizienteren Geschäftsmodell antreten. Wir sollten uns abgewöhnen, bei allem und jedem nach dem Staat zu rufen, gerade auch die Mindeslohngegner. Ich sehe es als Steuerzahler jedenfalls nicht ein, die Lohnkosten privater Unternehmer zu subventionieren, die mit einem unzureichenderem Geschäftsmodell auftreten als die Konkurrenz.

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04. September 2008 17:09

@ Markus Teuber - Gewinn der Aktionäre.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

Ein gefundenes Fressen und tolle Steilvorlage. Ein neues Fass wird aufgemacht werden. Wetten dass?

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04. September 2008 16:50

Niemand lebt vom Staat,

Frank Martin (FrankMartin)

denn der Staat produziert nichts. Er kann nur geben, was er vorher anderen weggenommen hat. Keiner dieser Menschen ist auf den Staat angewiesen, denn ihre Not besteht zumeist wegen der staatlichen Umverteilung, die ihren Mitmenschen die Mittel nimmt, andere Menschen gegen Lohn zu beschäftigen. Bismarck wusste das noch, als er seine Sozialgesetzgebung gegen die aufkommende Sozialdemokratie installierte: "Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen oder soll ich sagen, zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte."

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04. September 2008 16:50

Wer sichert die Mindestsicherung ?

Gunnar Kleffmann (Cleveman)

Die Schere geht auseinander - immer weniger arbeitende Mitmenschen finanzieren immer mehr Menschen, die keinen oder nur einen geringfügigen Beitrag für das Gemeinwesen leisten. Auf ALG II oder Sozialhilfe mag man einen sozial gerechtfertigten Anspruch haben - es bleibt eine Leistung ohne Gegenleistung. Der Mindestlohn wird die Zahl der ALG-Empfänger auf keinen Fall verringern. Wenn der Lohn zu teuer wird, wird es den entsprechenden Arbeitsplatz nicht mehr geben. Wenn der Unternehmer oder der "Kapitalist" an einem anderen Ort der Welt einen höheren Ertrag ihres Einsatzes erzielen, werden sie gehen. Wenn dann auch der letzte Leistungsträger gegangen ist, werden die verbliebenen Mitbürger sich überlegen können, wer sie weiter ernähren soll. Die Verteufelung des unternehmerischen Gewinns bringt niemand weiter. Wer keinen Gewinn erzielt, wird sein Unternehmen bleiben lassen. Jeder Arbeitnehmer wird sich bei der Wahl seines Arbeitsplatzes im Zweifel von der Höhe des zu vereinnahmenden Salärs leiten lassen. Auch der "kleine Mann" wird sein Geld nur dann einer Bank oder Versicherung überlassen, wenn er hiermit einen Gewinn erzielt. Darf der Selbständige das nicht ?

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04. September 2008 16:46

Wer hat's bekommen,Herr Rabe ?

Markus Teuber (arathorn)

Wer es wissen will -Herr Rabe-der sollte in den jährlichen Geschäftsbericht schauen. ABgesehen von den Mitteln,die jede reel wirtschaftenden Gesellschaft für noch zu erwartende Investitionen,Steuervorauszahlungen (!),Steuernachzahlungen (!) ,... für das nächste Geschäftsjahr zurücklegt,bekommt den Gewinn der Eigentümer. Das macht im übrigen Ihr Bäcker und Ihr Metzger um die Ecke auch so ! Die sind Eigentümer der Bäckerei oder Metzgerei und bekommen den Geschäftsgewinn. Bei einer AG sind die AKtionäre die Eigentümer.Und da auch Sie -Herr Rabe- das grundgesätzlich verbriefte Recht haben,Aktien (zB von Eon) zu kaufen,bekämen auch Sie den Gewinnanteil,der ausgeschüttet wird.

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04. September 2008 16:32

@ Paul Rabe - Im blinden Eifer die falsche Zahl.

Hans-Werner Bender (DRHWB)

3,7 Milliarden Euro für Sozialhilfe. Sie haben doch gelesen, wer sozialhilfeberechtigt ist. Das sind arbeitsunfähige Menschen. Auch Eon hätte selbst bei bestem Willen denen keine Arbeitsstelle anbieten können. Wenn Sie schon Zahlen vergleichen wollen, dann bitte die richtigen Zahlen. Die, über die man sich angeblich (keine Ahnung) am Stammtisch aufregt. Sicher nicht über die 3,7 Milliarden. Auf den Gewinn Eon geht man besser gar nicht ein, sonst wird wieder ein neues Fass aufgemacht.

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04. September 2008 15:58

Vom Staat leben noch viel mehr

Karsten Krug (kkrug)

zB die Angestellten des öff. Dienstes und deren Dunstkreis, da kommen sicherlich auch noch mehrere Millionen zusammen. Und damit die brauchen halt wen zu "beglücken". Auch leben die nicht von "Staat" dem allmächtigen Herrgott, sondern vom Geld der Steuer- und Beitragzahler. Und das sind alle die arbeiten und Steuern/Beiträge zahlen bis kaum was übrig bleibt. Wenn ich sehe was von meinem Brutto übrig bleibt und dann noch MwSt und andere Öko- und andere Steuern bezahle, wundere ich mich schon wie wenig damit auskommen. Ich finde diese Konzentration in Berlin ungewöhnlich, da wüßte ich gerne ein paar Details dazu.

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04. September 2008 15:06

Jeder Zehnte in Deutschland lebt vom Staat?

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Ein Grund mehr für den Mindestlohn. Ein fehlender Mindestlohn wird zunehmend dazu führen, dass der Staat zunehmend auch noch die Lohnkosten privater Unternehmer subventionieren muss. Folge: Noch mehr staatliche Umverteilung. Das ist eine traurige Entwicklung in unserem Land, dass es zunehmend so etwas wie eine Sozialhilfe für Arbeitnehmer(!) gibt. Der Staat kann sich nicht um alles und jedes kümmern. Das sollten auch vor allem mal diejenigen einsehen, die gegen einen Mindestlohn sind.

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04. September 2008 14:53

3,7 Milliarden Euro für Sozialhilfe ? (Gewinn EON 1. Halbjahr 2006 = 4,8 Mrd.)

Paul Rabe (heidelpaul)

3,7 Milliarden im Jahr für Sozialhilfe ist ein sehr geringer Betrag in Relation zum gesamten Bundeshaushalt und wenn man bedenkt wie heftig an den Stammtischen der Republik darüber täglich diskutiert wird. 3,7 Milliarden ? Das ist z.B. deutlich weniger was alein EON im ersten Halbjahr 2006 an Gewinn(!) gemacht hat (4,8 Mrd). Wer diese 4,8 Milliarden wohl bekommen hat und wer nicht ? Die Antwort darauf gibt auch Hinweise wieso die 3,7 Milliarden notwendig waren....

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04. September 2008 14:41

H IV

Torsten Schmidt (driemolen)

"5,3 Millionen bezogen Ende 2006 Arbeitslosengeld II, zwei Millionen Sozialgeld. Die Kosten dafür beliefen sich im Verlauf des Gesamtjahres 2006 auf 40,5 Milliarden Euro." - und irgendjemand in der SPD denkt über eine Erhöhung nach?? Wenn im Ostteil von Frankfurt/Oder, im Osteteil von Görlitz oder in Stettin oder Breslau jemand derartige Leistungen beantragt, erhält er PLN 100 (ca. 30 EUR) im Monat. Der Regelsatz in der BRD beträgt ca. 320 EUR: Dies ist weiter östlich der durchschnittliche Monatslohn MIT Arbeit. In einem Europa ohne Grenzen gehört so etwas wie H IV eingestampft, wenn die BRD nicht noch weiter die Chancen- und Mittellosen der Welt importieren will.

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