
Echo-Blase, Marktbarometer, Gesundung, Druck auf die Notenbank, voll investierte Pessimisten - schöne Metaphern, zu nix zu gebrauchen.

Seit die große Blase des Weltmarkts platzte, glaubt jeder überall gleich Blasen zu wittern, wenn der Markt sich langsam wieder erholt. Wie der Chart deutlich erkennen lässt, haben wir gerade mal die Hälfte des Verlorenen wieder erreicht. Der erfahrene Chartist ersieht aus dieser Konstellation, dass sich der Markt eher horizontal weiterbewegen wird -- wie "Goldilocks" weder zu heiß noch zu kalt. Von Blase keine Rede.

Zwar soll sie kleiner und weniger gefährlich sein, jedoch dienen dieser Feststellung nur Daten aus der Vergangenheit. Diese sind jedoch kaum zu vergleichen mit dem, was jetzt passiert (ist). Schließlich gab es noch nie eine derartige Anspannung in den führenden Finanzmärkten der Welt, von den Dimensionen bei Schäden und Kosten gar nicht zu reden, welche längst nicht alle sichtbar, geschweige denn für alle deutlich geworden sind. Das weitere Bild von voll investierten Pessimisten läßt nichts Gutes erwarten für den Fall, daß sie den Zeitpunkt gekommen sehen sollten, ihre Investitionen zurück zu fahren. Wie stets bei drastisch fallenden Märkten wollen alle durch die selbe Türe - zur selben Zeit.