Die Kabuler Schattenwelt hat zur Mittagspause Hochkonjunktur

Afghanistan

Kabuls leichte Mädchen

Das Land am Hindukusch tut sich schwer mit den Schattenseiten der freien Gesellschaft. Das Sexgeschäft ist streng verboten, aber es floriert. Denn der wichtigste Grund, der die Frauen dazu treibt, ihren Körper zu verkaufen, ist wohl der Krieg. Von Friederike Böge, Kabul

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2009 03:57

Eine zweite Ho-Chi-Minh-Stadt im Hochgebirge...

Harry LeRoy (Cimon)

Wenn man den Bericht so liest, so fühlt man sich fast an den Sündenpfuhl im Mekongdelta erinnert und auch diese in luftigen Höhen gelegene Ausgabe durfte deren Schicksal nicht entgehen; denn der Krieg wird auf dem breiten Land gewonnen oder verloren und da schlagen sich die Amerikaner nicht besser als in Vietnam, eher schlechter, auch wenn sie nun noch mehr mit Kanonen auf Spatzen schießen.

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09. November 2009 17:14

MiddleEast Stilleben : Bigotterie & "Zivilisation"

Robert Hamacher (harohama)

So ganz schlau (außer der Deskription vor Ort) bin ich beim Lesen nicht geworden! ;) Zumal die Autorin selbst auf die drastische Zunahme der Prostitution in der Zeit der islam-fundamentalistischen Taliban hinweist. Was wäre denn der Unterschied zu den "Schattenseiten" heute? Die "Sichtbarkeit" des Phänomens? Der Bedarf für solcherlei "Dienstleistungen" ist bekanntlich ( wenn auch in bigotten Gesellschaften bestritten) ) stets vorhanden - wenn auch in feudal-patriarchalisch bestimmten Gesellschaften solche "Dienstleistungen" im direkten Umfeld (Familie, Bekannte, Abhängige) häufig erzwungen werden unter Umgehung der klassischen Prostitution.
.
Der Autorin wäre eine Beobachtung der Verhältnisse im Iran empfohlen - auch nicht gerade ein Musterbeispiel einer freien Gesellschaft - und trotzdem auch mit all diesen "Schattenseiten" (verdeckte Massenprostitution, Kinderprostitution etc.) konfrontiert, die solchen zutiefst bigotten Gesellschaften innewohnen. Das Mißverständnis der Beobachterin: Nicht alles, was nicht offen sichtbar war oder nicht offen diskutiert wurde/wird etc. , war/ist auch nicht vorhanden! ;)

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09. November 2009 15:44

Hinter Kabuls leichten Mädchen...

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Es steht zwischen, oder besser: hinter der Schlagzeile und dem eigentlichem Thema dieses Berichts: Ja, es ist richtig, dass der Westen in diesem gebeuteltem Land ALLEN Menschen zu gleichen Rechten verhilft. Steinzeitliche, patriarchalische, gewaltorientierte Stammesgesetze sind nicht kompatibel mit unserer Kultur. Der Islam ist nicht nur eine Religion. Ganzheitlich stellt er auch eine Kultur da, eine von mehreren, die der westlichen hinterherläuft und sie kopieren, ja als gleichwertig erreichen möchte. Der Spagat zwischen er steinzeitlichen Denkweise der Gewalt-inhaber (im wahrsten Sinne dieses Wortes) und unserer Kultur, ist unvereinbar und hat Unterdrückung, öffentliche Gewaltexsesse und viele entsetzliche Grausamkeiten in das Tagesgeschehen einfließen lassen.
Dieser Bericht ist wieder ein Punkt wo wir uns entscheiden können: schauen wir weg wie die 'drei Affen'? - Oder helfen wir den Unterdrückten??
'Gutmenschliche' Zwischenlösungen gibt es nicht. Bei Akzeptanz der 'alten Kultur' müssen wir auch himmelschreiendes Unrecht an den schwächsten der Bevölkerung stumm erdulden! Und die Tatsache, dass sich diese Denkweise über den gesamten Globus verbreiten soll!!

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