Die Behauptung des Kartellamts, einen Wettbewerb der Sender zu wollen, kann nicht ganz stimmen. Denn warum muss jeder Besitzer eines PC (wegen der Steuervorschriften mus den auch jeder selbständig Tätige haben - für den Studenten ein Muss) eine Gebühr an ARD und ZDF abführen, auch wenn er diese Sender gar nicht sehen will? Ein freier Wettbewerb würde freilich anders aussehen: Die Sendungen dürften nicht frei gesendet werden, sondern nur an Abonnenten. Gerade die PC-Gebühr verhindert doch den freien Wettbewerb. ARD und ZDF können nun senden, was sie wollen, und erhalten zusätzliches Geld von unbeteiligten Dritten, die ihre Programme gar nicht ansehen, weil sie ihren Computer nur zum Arbeiten und für die Steuererklärung verwenden. Deutschland ist auf dem Gebiet des öffentlich rechtlichen Fernsehens ein Sonderfall in der EU und setzt sich vermutlich sogar über EU-Recht hinweg. Ein andere Privatsender im Internet hat doch gerade deswegen kaum noch eine Möglichkeit, eine kostenpflichtige Fussballsendung anzubieten, wenn gleichzeitig ARD und ZDF ein ähnliches Programm über PC- und Handy-Zwangsgebühren finanzieren können.
ja, in einem solchen Land - einmalig in der freien Welt - muss man auch noch extra bezahlen? Es ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte, dass Menschen in unserem Lande gezwungen werden die roten Universitäten - ZDF und ARD - zu untwerhalten.
.. sind doch gewährleistet. Schon heute kann der kostenscheue Fußballfreund das Radio LIVE einschalten - was durchaus unterhaltsam sein kann. Und die Zeitung am nächsten Tag ist allemal billiger als die GEZ Gebühren. Von Internetinformation ganz zu schweigen... Das Faß der "öffentlichen Förderung" sollte übrigens mit Vorsicht geöffnet werden. Es ist ja nicht so, daß die Städte nicht auch von den Bundesligavereinen gehörig proftieren würden. Da darf so ein Stadtionbau, der ja vor allem in erster Linie pekunären Interesses wegen vollzogen wird bzw. wurde und nicht aus caritativen Gründen (!!) durchaus auch mitfinanziert werden. Die Stadt München hat sicher einige mehr "Investionen" zu bedauern, die nicht so rentabel waren, wie das neue Stadion.
So lange Stadionbauten wie etwa in München von der Allgemeinheit "gesponsort" werden (hier wurden etwa die Infrastrukturmaßnahmen maßgeblich öffentlich finanziert!), so lange ist es völlig in Ordnung, wenn der uneingeschränkten Vermarktung ein Riegel vorgeschoben wird und Basis-Berichterstattung gewährleistet bleibt.
Im Kartellamt sitzen offenbar: 1.)Doch Populisten und 2.) Fußballfreunde ohne Premiereabo... Ich habe übrigens auch keines. Dies ist wieder einmal ein vollkommen unqualifizierter Eingriff der Kartellbehörden in die Vertragshoheit. Volkssport ist nicht Volkseigentum. Das war das andere Deutschland! Die Pay-TV Sender (es gibt übrigens auch noch andere Anbieter als Premiere, z.B. Unity Media, KabelDeutschland,...) können (und werden) übrigens auch nur so viel verlangen, wie die Zuschauer zu bezahlen bereit sind. Wem das zu teuer ist, der wartet eben bis abends. Oder auf Sonntag... Das hat nichts mit Monopolismus zu tun, das nennt man Marktwirtschaft. Fußball sollte wirklich nicht den Stellenwert von Brot, Butter und Trinkwasser erhalten. Was die gemeinsame Vermarktung der Übertragungsrechte betrifft: Wer will denn wirklich, daß die Vereine ihre Rechte selber vermarkten? Das führt doch im Ergebnis dazu, daß Vereine wie Bayern, Dortmund oder Bremen, kontinuierlich die Taschen füllen, und kleinere Vereine das Nachsehen haben. DAS wird Wettbewerbsverzerrung und Marktbeherrschung! Teuerer für den Zuschauer würde es dann übrigens auch.
Ein weiteres Stück aus dem Tollhaus Deutschland. Drei Gedanken dazu: 1. Die staatlichen Sender ARD und ZDF sind nicht frei empfangbar, sondern mit hohen Zwangsgebühren belegt. 2. Eine Bundesliga-Zusammenfassung zu einem späteren Zeitpunkt (etwa gegen 22 Uhr) böte auch große Chancen (Verbesserung der technischen und journalistischen Qualität). 3. Wer fordert zuerst das Premiere-Sozialabo, SPD oder CDU?!
daß die Zwangsabgabenfinzierte Fernsehwelt endlich abgeschafft werden muß. Falls die Damen und Herren wirklich so gut sind, wie diese immer behaupten, müßten sie von Spenden leben können! Zumindest ist der politische Einfluß so groß, daß solche Behördenwillkür möglich ist. Die Doofenrepublik eben.
Dies ist iner der wenigen Fälle der letzten Jahre in denen das Kartellamt seinen Aufgaben gerecht wird. Eben weil es keinen echten Wettbewerb gibt, sind alle Beteiligten zu besonderem Sorgsam verpflichtet. Die angebliche Benachteiligung der deutschen Vereine im internationalen Wettbewerb nun auf vermeintliche Millionenausfälle zu schieben, ist eine einfach Ausrede die Unfähigkeit des DFBs, die Interessen der Bundesliga in der UEFA zu vertreten, zu rechtfertigen. Für den größten nationalen Fussballverband der Welt wäre es leichtes zusammen mit Franzosen und zunehmend auch den Italiern europaweite Lizenzrichtlinien durchzusetzen die einen fairen Wettbewerb herstellen würden. Man Platini hätte man hier auch den UEFA-Präsident als Verbündeten, doch die persönlichen Resentiments und Interessen einzelner Funktionäre verhindern dies.
Das Kartellamt hat eine gute Entscheidung für den Normalverbraucher gegen die vorgesehene Vorhaltung von Informationen zwecks Ausplünderung der Nutzer durch geldgierige Vereine und Verwerter getroffen
War doch abzusehen. ARD und ZDF diktieren das Geschehen. Nun können sie quasi den Preis selbst bestimmen. Da sie einen Freifahrtschein bekommen. Weniger Einnahmen für die Vereine: Neue Spieler? Fraglich! Stadion ausbauen? Fraglich! In der Königsklasse oben mitmischen? Fraglich!!!!
Im Grunde ist dies ein m. E. fragwürdiger Eingriff einer Bundesbehörde in die Rechte der Vereine. Die DFL sollte Klage dagegen führen. Die Fußballbundesliga ist ein Geschäft wie vieles andere auch. Der Verbraucherschutz geht wie so oft in die falsche Richtung. Zu viel Schutz, erzeugt letztlich häufig genau das Gegenteil des gewünschten Effekts. Bei verringerten Einnahmen, davon ist auszugehen, mindert sich zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine über das schon bekannte Maß hinaus. Mittelmäßigkeit scheint das Ziel zu sein. Und wofür das alles? Eine mit Werbung und belanglosen Beiträgen überfrachtete, durch inkompetente Moderatoren präsentierte Sportschau. Darauf kann ich schon lange verzichten. Lieber das unmittelbare Erlebnis auf dem Platz und wenn das nicht möglich ist, Bezahlfernsehen ohne störende Werbung. Wenn zusätzlich die Qualität der Liga steigen würde, wäre es um so schöner. Das frei empfangbare Fernsehen könnte sich ja etwas mehr um andere Sportarten oder auch um die neue dritte Liga kümmern. Die Dankbarkeit der Betroffenen wäre sicherlich groß und man bräuchte auch keine verkappte Dauerwerbesendung mehr zur Finanzierung.
...zu welcher Uhrzeit die Übertragung im TV läuft?? Das es keinen Wettbewerb bei einer Zentralvermarktung geben wird, ist doch ohnehin klar. Schließlich gibt es auch nur eine Profiliga in Deutschland, nur einen PayTV Sender, und nur eine Öffentlich Rechtliche Rundfunkanstalt, wenn auch mit zahlreichen unterschiedlichen Sendern. Die Argumentation des Kartellamts ist in keinster Weise schlüssig, widerspricht gängigem EU Recht und steht den Interessen des deutschen Fussballs im Wege. Der besonderen Situation des Fussballs im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen trägt das Kartellamt genausowenig Rechnung wie dem dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der Kluft im Wettbewerb zu anderen europäischen Ligen. Spanier, Engländer, Italiener reiben sich die Hände... und bald auch Russen und Türken. Besonders interessant in dem Zusammenhang ist die Frage nach den Motiven. Warum handelt das Kartellamt so? Sind das alteingesessene Sesselpubser, die sich per se jeder Veränderung erwehren? Oder hat da vielleicht jemand einen persönlichen Draht zu ARD und Co? Anders wäre derart unsinniges Verhalten ja bald schon nicht mehr zu erklären, stinkt zum Himmel nach Bananenrepublik. Hoffentlich macht die EU dem einen Strich durch die Rechnung....