
Google ist nicht von den Zeitungen abhängig. Google bezahlt einen Beitrag an die Nachrichtenagenturen für die Nutzung der News. Und setzt kostenlose Fundstellenlinks auf Zeitungen die diese Nachrichten von den Agenturen ebenfalls beziehen, also kostenlose Werbung für FAZ & Co. Wer - wie ich - regelmäßig drei und mehrere Zeitungen im Web nutzt, geht nicht den Umweg über Google. Wem die News langen, der braucht kein FAZ.net usw.
Na endlich ... hat einer (ausgerechnet der böse böse Murdoch) die Traute Google auszusperren und auf die eigene Kraft zu vertrauen. Anstatt zu jammern und "Kulturflatrate" und ähnliche verbrämte private GEZ-Konstruktionen einzufordern ist das unternehmerisch nur konsequent.
Niemand hindert FAZ und Kollegen daran dem zu folgen und vielleicht auch eine eigene Zeitungen-Search aufzubauen. Bin gespannt, wann das geschieht.

Also ihren Kommentar kann man so nicht stehen lassen. Es ist nicht allein der Vermittler wie Google, Bing, Yahoo der von dem Content profitiert, den die Medienunternehmen ins Netz stellen. Derzeit finanzieren die Zeitungen und Zeitschriften ihre Internetauftritte größtenteils durch Werbung. Genau so macht es auch Faz.net. Der Anteil der Leser dieser Internetseite die direkt Geld für ein e-Paper-Abo an den Verlag zahlen, dürfte verschwindend gering sein.
Um mit der Online-Werbung aber Geld zu verdienen und sie möglichst teuer zu verkaufen benötigt der Verlag hauptsächlich eines: clicks, clicks, clicks. Und die Clickzahlen um Werbeplätze teuer zu verkaufen erreicht auch die FAZ nur über Google und Co. Immer alles auf die Suchmaschinenbetreiber zu schieben ist zu einfach. Die Zeitungen profitieren genauso davon.
Sie sollten auch Bedenken was für Kosten bei den Suchmaschinenbetreibern anfallen, damit der Nutzer auch die gesuchten Informationen schnell findet und z.B. auf die FAZ-Seite geleitet wird. Man schätzt das Google inzwischen über 1 Million Server weltweit betreibt, für Microsoft gilt das gleiche. Allein Energie und Unterhalt kosten enorme Summen.
MfG
Patrick Hawighorst

..kann man getrost verzichten. Diese "Nachrichten" sind dermaßen unterirdisch, daß Google sich freuen sollte, wenn diese dort keinen Speicherplatz mehr beanspruchen....Das das amerikanische Prekariat dafür etwas zahlt dürfte allerdings eine ziemlich kühne Vermutung sein.

Murdoch u.a. sollten begreifen, dass Google und auch andere Suchmaschinen (ja, es gibt auch noch andere!) ein wichtiges, aber nicht einziges Marketinginstrument ist. Wer bei Standardsuchbegriffen nicht an erster oder vielleicht an zweiter Stelle platziert ist, hat eigentlich schon fast verloren - vor allem wenn es ums Geld geht.
Eine Lösung wäre, Teaser öffentlich lassen, Hintergrundberichte in geschlossenen, den Suchbots unzugänglichen Bereichen (ja, sowas ist auch möglich) hineinzustellen.
Ansonsten ist zu sagen: Paradigmawechsel bzgl. Internet ist angesagt. Es gibt nichtmaterielle Produkte, die man kostenlos anbieten kann um andere Produkte verkaufen zu können - eigentlich ein alter Hut, wenn man früher beim Obststand auch mal Obst probieren durfte, um dann doch einen Kilo davon einpacken lässt...

sein Geschäftsmodell im Internet zu präsentieren. Der erwartete Erfolg bleibt demnach abzuwarten. Ich fürchte, Herr Murdoch wird in der Breite keinen Erfolg mit Bezahlinhalten haben. Die Ausnahme bildet seine FT, die allerdings als einziges Blatt ein überragendes Alleinstellungsmerkmal hat, das sich so kaum übertragen lässt.
Von daher muss sich die deutsche Presse grundsätzlich überlegen, ob sie aufgrund des wohl vorhandenen Kostendrucks nicht auf einen online Auftritt verzichtet. Aufgrund der gegenseitigen Konkurrenz kann dies jedoch nur mit einem gemeinsamen Entschluss erfolgen. Vielleicht die beste Möglichkeit, damit Leser wieder zu den Printmedien greifen.

Ein Eintrag in Header Deiner Websites reicht, und Google ist draußen.
Und, warum macht Ihr's nicht? Weil Google der Traffic-Bringer Nummer 1 ist. Das ist doch alles nur Theaterdonner. Ich bin jedenfalls des Jammerns dieses (auch noch politisch mehr als fragwürdigen) Verlegers müde.
Stefanus

ich lebe im jetzt, und nicht im netz. ich kann die ganzen sogenannten "news" auch am nächsten tag lesen. oder am übernächsten. vielleicht hat sie mir bis dahin auch schon jemand erzählt. wer mag, kann für exklusive nachrichten natürlich auch zahlen. wieso denn auch nicht? ein wirklich normaler mensch in einer wirklich normalen welt braucht den ganzen quatsch jedoch nicht.

Murdoch will die Suchmaschinen-Bots aussperren, damit die Inhalte nicht mehr in den Suchmaschinen angezeigt werden. Damit dürfte auch die Möglichkeit wegfallen, dass Google-Nutzer kostenlos die Inhalte des WSJ lesen können, die eigentlich hinter der Zahlschranke sind.

Und bald will der FC Bayern Geld von der Bahn. Schließlich kommen viele Zuschauer mit der zum Spiel. Unerhört, wie die Bahn Geld mit dem Produkt anderer Leute verdient.

meint tatsächlich, dass seine Blätter hinsichtlich ihrer Qualität und Aktualität ein Alleinstellungsmerkmal haben. Wie er sich täuscht!

hat jemand gemerkt, dass Google der Trittbrettfahrer der Informationsgesellschaft ist.
Wer soll Inhalte die über das Niveau von Gratisanzeigern hinausgehen finanzieren wenn der Vermittler, und nicht der Urheber der Inhalte, abkassiert?
Reflektierte, seriöse Information braucht Arbeit, kostet Geld und entweder verzichten wir auf Qualität und bekommen dann billigen Schrott (via Google), oder es darf ruhig etwas kosten. Das gilt für FAZ (die mit den klugen Köpfen), dem WSJ, etc.

Leider regt der Artikel zu einer Google-Suche ein. Denn der ganze Text ergibt nur dann Sinn, wenn die Murdoch-Webpräsenzen bisher den Suchmaschinen-Bots (also den automatischen kleinen Programmen, die das Netz durchsuchen) kostenlos Zutritt erlaubt, während der Direktzugriff Geld kostet. Eventuell gehen die Seiten noch weiter und erlauben einen Zugriff, wenn der Referer, also die zuletzt besuchte Seite, eine Suchmaschine ist. In allen Fällen sind also Suchmaschinenbenutzer bislang bevorzugt worden. Jetzt soll es also keine Benachteiligung geben, sondern ein Ende der Bevorzugung. Wenn das der Fall ist, ist die Meldung viel weniger dramatisch. Etwas anderes wäre es, wenn Murdoch den Bots den Zugang zu den Inhalten sperren wollte, die aber direkt zugänglich blieben. Das wäre ein Skandal und eine Meldung wert.

Auch wenn ich grundsätzlich verstehe, dass es Herrn Murdoch (wie auch generell allen Medienverlagen) Geld kostet, Informationen zu beschaffen, aufzubereiten und zu verbreiten, so scheint mir der alte Mann (wie ebenfalls so viele Medienverlage) nicht ganz begriffen zu haben, dass ihm das Internet - Google eingeschlossen - auch viel an Traffic (und damit neuem Umsatz) bringt.
Wenn er sich dem Informationszeitalter verschließen will, dann soll er nur machen. Dann werden viele Menschen eben nicht mehr seine News Corporation Inhalte lesen und auf seine Banner klicken.