“Volumen allein ist kein Ziel“: Audi-Chef Rupert Stadler

Im Gespräch: Rupert Stadler

„Der Staat sollte sich bei Opel raushalten“

Krise? Welche Krise? Für Audi-Chef Rupert Stadler ist das Schlimmste überstanden. Jetzt will die Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns den Angriff auf BMW und Daimler fortsetzen. Das Ziel, im Jahr 2015 „erfolgreichste Premiummarke“ zu werden, verliert Stadler nicht aus den Augen.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. November 2009 19:19

Betriebsrat Franz erwünscht sich eine AG als "Vorbedingung"

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Warum eigentlich? Offensichtlich wäre eine AG nicht im Interesse der Arbeiter, die Franz doch zu vertreten vorgibt. Sieht er sich etwa schon als Direktor? Doch weit gefehlt, denn es wäre ja schon rein juristisch nicht denkbar. Opel gehört bekanntlich zur insolventen GM als gemeinsames Eigentum der US-Bürger und der US-Automobilgewerkschaft.

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12. November 2009 13:05

@Marvin Parsons

Anton Seidel (ase)

Sowohl Mercedes als auch BMW würden sich die Finger lecken, könnten Sie mit einem größeren Partner Teile gemeinsam entwickeln und produzieren oder Baukästen bilden.
BMW macht das schon längst. Läßt ganze Autos, Motore (Diesel) und den Allradantrieb außer Haus entwickeln/bauen. Mit Peugeot werden Motore entwickelt. Sie machen es längst - nur sprechen nicht drüber. Frontantrieb hätte sich weltweit in fast allen Fzg. durchgesetzt, wenn nicht ESP den Hinterradantrieb gerettet hätte.
Mercedes hat es mit Mitsubishi, Chrysler und was weiss ich noch versucht und die Kasse leer gemacht. Die sollten es jetzt mit VW machen. Dem besten.
VW kann es eben - das stärkste/schnellste (Bugatti, Bentley) und sparsamste Auto (in Serie) bauen. Wer wollte nicht aus dem Golf Teile? Das beste Auto in der Golf Klasse! Leider (oder Gottt sei Dank) ohne Formel 1 oder "ich bin schneller als Du also lass mich vorbei - Image.

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12. November 2009 12:53

Und Audi hat mit dem Staat nichts zu tun???

Sebastian S. (sejose)

Herr Drischler spricht aus, was mir beim Lesen sofort einfiel. Dieses Gejammer von VW-Leuten/Käufern/Fans wegen Opel kann ich nicht mehr hören. Wenn das jemand von Daimler oder BMW sagt, schon eher, wobei auch BMW mal in einer Notsituation war (so um 1960) und vom Staat unterstützt wurde. Erst soll Niedersachsen seine 20%-ige Sperrminorität (!) verkaufen und gleichzeitig das VW-Gesetz abschaffen. Dann können wir weiter reden, ob die staatliche Unterstützung für Opel OK ist oder nicht.

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12. November 2009 10:11

Audi-Träumereien

Marvin Parsons (mapar)

Audi hat sich in den letzten Jahren vom Beamtenauto zur Prestigemarke der Gruppenleiter und Handelsvertreter hochgearbeitet, das ist durchaus respektabel. Aber BMW und Mercedes, nein, die wird man nicht erreichen; vielleicht beim Umsatz, aber nicht bei "Premium" und Reputation. Im Gegensatz zu dem, was BWLer zu glauben scheinen, kann man nicht allein durch Marketing jede Marke nach oben bringen. Die Audis sind zweifellos anspruchsvoller geworden, doch durch noch soviel Aufmotzen und Ausstattung wird aus einem Golf (oder Passat) kein Mercedes oder BMW. Die technische Basis ist eben nicht egal. Der Frontantrieb ist das Haupthindernis; sicherlich ist auch Audi bewußt, daß der bei echten Premiumautos kaum zu finden ist. Gleiche Plattformen für mehrere Marken ist ein sehr gutes Konzept des VW-Konzerns, in das echte Premiumsegment kommt man damit aber nicht (auch bei Jaguar hat es nicht wirklich funktioniert, auf Ford-Mondeo-Basis einen kleinen Jaguar anzubieten).

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12. November 2009 06:39

Der Staat sollte sich bei VW raushalten ...

Rüdiger Drischel (rudyguy)

... hätte das Stadler auch so gesehen? Dann wäre VW heute fest in den Händen von Porsche. Nur die nach EU-Recht unerlaubte Beteiligung, in Szene gesetzt mit politschen Tricks & Fouls, hat VW und seine heimlichen Herrscher die Gewerkschaften vor dem Schicksal eines ganz gewöhnlichen kompetitiven Unternehmens bewahrt.

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11. November 2009 21:57

Sieger-Ente

Martin Baumann (Spektator)

Auch wenn Audi nahezu jede Woche seinen Führungsanspruch im Premiumsegment in 6 Jahren (2015) anmeldet, kann dies nicht überdecken, dass Audi im Premiumsegment im Moment und vermutlich auch die nächsten Jahre lediglich an 3. Stelle liegt. Über die Chuspe kann man trotzdem staunen.
Audi macht sein Geschäft immer noch in der unteren und Mittelkasse. Im eigentlichen Premium-Segment (A8, Q7/ 7er, X5,X6/ S-Klasse, M-Klasse) hat Audi immer noch nicht viel zu bestellen. Umsatzmässig liegt Audi immer noch rund ein Drittel hinter den zwei deutschen Mitbewerbern, trotz Einbeziehung des Vertriebs von VW-Fahrzeugen in Italien.
Die Stückzahlen sind übrigens nicht so entscheidend. Umsatz sollte die entscheidende Größe sein. Audi hatte, zugegeben, zuletzt Glück. Die längst geplante Einführung des neuen Q5 brachte Stückzahlen, die die Einbrüche in den Baureihen, A4, A6, A8, R8, Q7 zum Teil kompensierten. Alles kein Grund, um über die Mitbewerber die Nase zu rümpfen und den Sieger zu spielen.
Audis Vorsprung in China wird ebenfalls bald dahin sein: Die Zuwachsrate von BMW lag z.B. im letzten Monat bei 81 %. Audi schweigt zu ihrem, in den ersten 10 Monaten waren es lediglich 22 %. Auch Mercedes ist dort auf der Überholspur.

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