„Triumph des gesunden Menschenverstandes”

Nach dem Kaukasus-Sondergipfel

Moskau: „Die EU hat Vernunft bewiesen“

Nach dem Sondergipfel zum Kaukasus findet der Kreml lobende Worte für die EU: Der gesunde Menschenverstand habe gesiegt, sagte Putin. Es wurden keine Sanktionen gegen Russland beschlossen. Den georgischen Präsidenten Saakaschwili nannte Medwedjew eine „politische Leiche“. Von Michael Ludwig, Nikolas Busse und Reinhard Veser

Lesermeinungen zum Beitrag

08. September 2008 14:23

Das granitene Fundament

Marzo Matto (maerzc)

Hallo Herr Garbe, ich schlage Ihnen vor, daß Sie dieses Kapitel in Joachim Fests Hitler-Biographie lesen sollten. Es gibt bewährte Methoden, wie man sich gegen die Wahrnehmung der Wirklichkeit schützen kann ....und dann vielleicht auch noch in die Weltgeschichte eingeht. Viel Spaß bei der Lektüre!

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08. September 2008 13:53

@Kacha Macharadse (waschli)

Robert Miller (Dr_Rob)

Selten so gelacht, Herr Macharadse! Haben Sie die kleine Zeile mit der Quellenangabe evtl. nicht gesehen oder haben Sie gehofft, dass andere sie nicht sehen werden: "Source: U.S. Department of State" Dem ist doch wohl nichts hinzuzufügen...

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07. September 2008 21:55

@ Olaf Plachetta (Plachetta)

Sönke Peters (soenkepeters)

Herr Plachetta, vorbei sind nun hoffentlich mal die Propagandalügen des KGB-Kremls über den gerade noch vereitelten „Völkermord“ an den Südosseten und seinen angeblichen Tausenden von Opfern! ... 1956 Haben Kreml-Truppen ganz zufällig „Manöver“ an der Ungarischen Grenze veranstaltet und sind dann einmarschiert; ganz zufällig haben Kreml-Truppeen 1968 an der Grenze der Tschechoslowakei „Manöver“ abgehalten und sind dann einmarschiert: und ganz zufällig hat man auch den Polen und der Solidarność-Bewegung mit „Manövern“ an ihren Grenzen natürlich niemals drohen wollen ... und welch Zufall!!!: Als der paranoide, wildgewordene, völlig außer Rand und Band geratene, ami-marionettenfigurierende Saakaschwili ganz plötzlich, aus dem Blauen heraus, Tschinvali (das „schlafende Tschinvali!!“) flächendeckend mit israelischen Raketen beschossen hat (die eigentlich nach Lesart Moskaus ja für den Angriff auf den Iran bestimmt waren), ganz zufällig hatten die Kreml-Truppen da gerade ein „Manöver“ in Nordossetien abgehalten ... Zufälle gibt’s ... Ist schon unheimlich, eh?

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07. September 2008 21:38

@ Robert Miller : Beweise, die Sie vermissen gibt es bei UNOSAT

Kacha Macharadse (waschli)

Nach Angaben von UNOSAT, die öffentlich zugänglich sind, wurden zum 26.08 im Konfliktgebiet 787 Gebäuden komplett zerstört und 243 Gebäuden ernsthaft beschädigt. Davon entfallen 179 komplett zerstörte und 55 ernsthaft beschädigte Gebäuden auf Zchinwali und 608 komplett zerstörte und 188 ernsthaft beschädigte Gebäuden auf die georgische Dörfer nördlich und südlich von Zchinwali. Es wird darauf hingewiesen, dass 1. diese nur durch Satellitenaufnahmen festgestellten Schäden sind und für genaue Schadensanalyse Untersuchungen in betroffenen Gegenden notwendig sind. 2. Die meisten Schäden in den georgischen Dörfern nach der Einstellung der kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden sind: sprich die Häuser wurden absichtlich angezündet. Sie können natürlich behaupten, dass die Georgier selbst eigene Häuser angezündet haben. Eine solche Behauptung kann nicht durch Sattelitenaufnahmen entkräftet werden. Aber die Mitarbeiter von Human Rights Watch haben am 12.08 mit eigenen Augen gesehen, wie ossetische Milizen georgische Dörfer geplündert und die Häuser angezündet haben. Auch dagegen können Sie mit der Behauptung wehren, ossetische Milizen seien je keine russischen Soldaten.

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07. September 2008 20:52

Hr.Plachetta, Sie fragen nach der Schuldfrage-Russland hat Georgien angegriffen

Jan Skalski (Skalski)

Sie fragen nach der Schuldfrage - Russland hat Georgien angegriffen, nach dem Muster des Gleiwitzer Senders, das ist doch die einfache Antwort. Gleiwitzer Sender - kennen Sie doch, danach marschierten hunderttausende deutsche Soldaten nach Polen ein. Die Geschichte des 20.Jahrhunderts (Russland und Nachbarn) bestätigt das russische Vorgehen - sehen Sie auch die Besetzung Georgiens im Jahr 1920 und Vernichtung der georgischen Oberschicht, dann den sowj.Überfall auf Polen 1920, 1939, gleichzeitig auf baltische Staaten , Finnland, Tschechoslovakei 1968, Ungarn 1956, etc. Welch Schuldfrage wollen Sie klären ? Dafür sind die internationalen Gerichte, oder die UNO, aber nicht die russsiche Armee. Die Ereignisse nach dem russ.Einmarsch sind doch eine klare Bestätigung der russischen Ziele, auf die sie seit Jahren hingearbeitet hatten. Wie wurde die Klärung der Schuldfragen bzgl. Krieg in Deutschland bisher gelöst ?

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07. September 2008 20:12

An Hr.Grabe, Ich brauche die Geschichte nicht zu biegen,

Jan Skalski (Skalski)

bin im Land aufgewachsen,das die Geschichten nicht zu verdrehen braucht, ausserdem habe ausreichend eigener Erfahrungen.Geschichte zu biegen machen Sie in Ihrem Beitrag.Ich habe in meinen Kommentaren mehrere Fragen gestellt (über D),auf die ich weder von Ihnen noch von Anderen eine Antwort erhalten haben. Hr.Teuber mit Beitrag vom 03.09. 16:30Uhr hat dieses Thema auf den Punkt gebracht. Den 2.WK mit 60 Mio Toten und schlimmen Folgen(Kommunismus in Mittel-Osteuropa) als irgendwelche Folge zu rechtfertigen zeugt von fehlender Aufarbeitung! Wären die Amerikaner nach dem 1.WK in D geblieben, hätte es den 2.WK nicht gegeben. Hätten die Amerikaner (Befreier nicht Besatzer, gegen Besatzer leistet man doch Widerstand,war aber nichts zu sehen)im Jahr1946oder1950 Europa verlassen, hätten Sie(in Westeuropa) einen sowjetischen Angriffskrieg mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen erlebt und dann nach Vernichtung einiger wenigen Widerständler(Widerstand ist nicht gerade eine westeurop.Tugend)einen tausendjährigen Kommunismus gehabt (statt eines tausendjährigen Reiches).Dann hätte es nicht mal für einen Trabi gereicht. Welche wirtschaftlichen Interessen hätten die USA in D durchgesetzt?Wideraufbau von D? Dafür müsste man dankbar sein.

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07. September 2008 14:33

Herr Skalski

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sie biegen sich die europäische Geschichte auch zurecht wie Sie es gerade brauchen. Der 2. WK war die direkte Folge des 1. WK und politischer Kräfte weltweit die sozialistische und sozialliberale Strömungen mehr fürchteten als faschistische und nationalsozialistische Positionen. Dies hatte nichts mit der Abwesenheit us-amerikanischer Truppen in Europa zutun. Die zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht in der Lage gewesen wären es mit irgendeiner europäischen Großmacht aufzunehmen. Der Verbleib von US-Truppen nach dem 2.WK diente zum einen der Besatzung des besiegten Deutschlands und der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen der USA. Das es keinen 3. Weltkrieg gab, liegt einzig und allein in der Tatsache, daß er die Auslöschung der Menschheit bedeutet hättet und in Krisensituationen in beiden Blöcken dann doch die Vernunft siegte. Auch dies hatte nichts mit den US-Besatzungstruppen in Deutschland West oder den sowjetischen in Deutschland Ost zutun. Von beiden wäre im Falle eines Atomschlags nicht viel übrig geblieben.

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07. September 2008 01:03

Wie schnell sich Tatsachen ändern

Olaf Plachetta (Plachetta)

Nachdem ich mir hier nun einige Kommentare "angeschaut" habe , muß ich feststellen, daß mit dem Artikel "Die Schuldfrage im Kaukasus-Krieg" einigen Herren die einseitigen Argumente ausgehen. Vorverurteilungen auf Basis mangelnder oder einseitiger Interpretation von Informationen oder Ignorierung von Tatsachen auf nationalistischer Basis sind damit wohl hoffentlich vorbei. Georgien sollte nun erst einmal wieder auf den demokratischen Weg zurückkehren, bevor es wieder NATO- und EU-Eintritt verlangt. Was mich aber an der ganzen Geschichte erstaunt, ist, wie schnell doch manche Damen und Herren der Politik vergessen, was man Tage vorher erst verlangt hatte und nun schnell eine Untersuchung fordern. Damit hätte man anfangen sollen. Aber warum nicht das Pferd von hinten aufzäumen. Und dann noch der Lapsus mit der Übersetzung (nicht von Rußland gemacht), der eigentlich die russische Auslegung des 6-Punkte-Vertrages als korrekt bestätigt. Aber bestimmt kommt jetzt wieder jemand und sagt, daß der Übersetzer bestochen oder KGB/FSB-Agent ist. Herr Peters, Herr Macharadse, bitte enttäuschen sie mich nicht.

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06. September 2008 20:21

@Hr.Siegen,Warum ist es so kompliziert einfache Fragen über eigenes Land zu bean

Jan Skalski (Skalski)

„Herr Skalski, die Angemessenheit des Aufenthalts amerikanischen Militaers auf deutschen, wie auf europaeischen Boden ueberhaupt bedarf in der Tat der Ueberpruefung, dringender Ueberpruefung.“ Ihr Beitrag ist immer noch keine Antwort auf meine Fragen. Warum ist es so kompliziert einfache Fragen über eigenes Land zu beantworten und über ein fernes Land zu debattieren? Was wollen Sie jetzt überprüfen? Warum haben Sie (bzw. Ihr Vater/Großvater) das vor 50 Jahren nicht gemacht? Dazu empfehle ich den Beitrag von Hr.Teuber vom 03.Sept. 16:30 Uhr. Ich habe noch eine einfache Erklärung für die Stationierung der US-Streitkräfte in (West-)Europa. Nach dem 1.Weltkrieg haben die Amerikaner Europa verlassen, dann hatten wir den 2.WK. Jetzt wissen Sie warum wir in Europa keinen 3.Weltkrieg hatten – weil eben die Amerikaner da sind. Wir werden nicht mehr experimentieren mit Krieg oder Frieden, mit Hr.Siegen. Die US-Truppen bleiben in Europa!

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05. September 2008 22:53

"russische Gräueltaten in Georgien"

Olga Milosch (OlgaPavlova)

Herr Miller, Herr Peters hat uns doch hier mal versprochen (ich zitiere) "hier fehlen die Bilder der von russischen Truppen real ermordeten Kinder, Frauen und alten Männer. Hier fehlen die Bilder der Zerstörung, des Massenmords, die russische Kampfflugzeuge mit Streubomben bereits am 08.08.2008 in Georgien angerichtet haben... wo sind die Photos der Opfer der russischen Säuberung? Wo sind ihre Geschichten? …. Sie werden kommen, Frau Pavlova, ganz gewiss"... Nun ja, offensichtlich dauert es noch eine Weile ... Herr Peters weiss es ja besser. Und meinen Kommentar mit dem Link auf die Fotos von Ossetien hat die Redaktion zensiert. Ist halt in der (eher von der Objektivitaet) unabhaengigen Presse nicht erwuenscht. Inzwischen aber hat militaerische Fuehrung Georgiens den Einsatz von Streubomben ihrerseits in diesem Krieg zugegeben. Das zwar mit dem Vorbehalt, dass sie nicht gegen Zivilisten sondern nur gegen die Militaers eingesetz wurden.

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05. September 2008 19:40

@ Robert Miller (Dr_Rob)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Miller, ich zitiere Sie: „Man spürt, dass Sie (also ich) den kalten Krieg immer noch "schmerzlich" vermissen“. ... Was Sie so verspüren, lieber Herr Miller, ist Ihre Angelegenheit, aber ich weiß, dass Gefühltes nicht unbedingt objektiv sein muss ... einmal abgesehen davon, dass Ihre zweifelsfrei getätigte Unterstellung schier unglaublich, ein widerlicher persönlicher Angriff ist, was ich mir verbitten möchte! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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05. September 2008 17:31

'Warum sind die US-Soldaten seit über 60 Jahren in Westdeutschland da?'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Herr Skalski, die Angemessenheit des Aufenthalts amerikanischen Militaers auf deutschen, wie auf europaeischen Boden ueberhaupt bedarf in der Tat der Ueberpruefung, dringender Ueberpruefung.

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05. September 2008 15:34

@Herrn Peters

Robert Miller (Dr_Rob)

Werter Herr Peters! Wissen Sie, was mich sehr stark wundert: USA bzw. CIA haben doch unendlich viele Möglichkeiten, die russischen Gräueltaten in Georgien handfest zu beweisen, z.B. mit Hilfe von Satellitenaufnahmen etc. Bis heute ist aber nichts dergleiches passiert. Stattdessen verlässt man sich auf Gerüchte, Mutmaßungen und tatkräftige Unterstützung bei der Verbreitung dieser durch solch "unabhängige" Massenmedien wie die FAZ hier. Wundert SIE so etwas nicht? PS: Man spürt, dass Sie den kalten Krieg immer noch "schmerzlich" vermissen :-(

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05. September 2008 13:31

Ach her Peters

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sie halten offenbar alle Taten des Westens und seiner Verbündeten oder Möchtegernpartner für ausnahmslos defensiv und richtig. Das Motiv einen Völkermord zu verhindern oder einen tatsächlichen zu bestrafen, wurde ja nicht von Russland erfunden, sondern der NATO - Beweise dafür, Fehlanzeige. Doch wie reagierten unsere Medien dabei? In keinsterweise so NATO-feindlich, wie man jetzt anti-russische Reflexe bedient. Da Sie aber auch offenbar die NATO und die Bundeswehr als Maßstab nehmen und davon ausgehen, daß deren Einsatzfähigkeiten das obere Level bestimmen, ist es aus Ihrer Position natürlich verständlich, sich an Luftschlößer zu klammern. Übrigens der Raketenbeschuss Tschinwalis wurde zuerst von westlichen Reporten und Journalisten gemeldet und nicht von russichen Medien oder Militärs.

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05. September 2008 12:21

@ Karl Leck (kleck)

Sönke Peters (soenkepeters)

Ja, ja Herr Leck, Moskau behauptet, einen Völkermord an Südosseten gerade noch verhindert zu haben , kann aber keine Ermordeten vorweisen, Andere posaunen, Saakaschwili hätte als verfrühter Sylvesterscherz eines Irren Tschinvali mit Raketen eingeebnet und Putins Truppen seien dann als Reaktion darauf vom Himmel gefallen, wären sie doch so unglaublich einsatzbereit, wie einst die DDR-Grenztruppen ... und jetzt kommen Sie: Putin hätte die israelischen Angriffsvorbereitungen auf den Iran im Hafen von Poti vereitelt. ... Das, lieber Herr Leck und bei allem Respekt, ist wohl das Irrwitzigste, was von Putins Speichelleckern und Propagandisten hier je hervor gebracht worden ist!

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05. September 2008 10:55

@ Karl Leck : Russische vs. Deutsche Interessen. Teil 2

Kacha Macharadse (waschli)

Wenn Sie die sowjetischen Angebote zur Wiedervereinigung Deutschlands ansprechen, dann müssen Sie auch erwähnen, was die Sowjetführung im Gegenzug verlangte: politische und wirtschaftliche Neutralität Deutschlands, die Übernahme von Reparationszahlungen, die die DDR noch zu leisten hatte, von der BRD und frei Hand für die Kommunisten. Ich denke die damalige BRD-Führung hat zurecht EU, NATO und die soziale Marktwirtschaft nicht für verzichtbar erachtet. Heute strebt Russland eine Monopolstellung bei Energieträgerlieferungen für Europa an. Damit aber erweitert Russland seine Einflusssphäre weit über die Grenzen der ehemaligen Sowjetunion hinaus. Die USA, die immer noch am freien Handel glauben, sind bereit sich dem russischen Streben zu widersetzen. Damit die Auseinandersetzung nicht zu einem Nuklearkrieg wird, braucht man die Länder, die keine NATO-Mitglieder sind, die mit einer politischen und wirtschaftlichen Rückendeckung und mit Waffenlieferungen zufrieden sind und die bereit sind den ausufernden russischen Monopolbestrebungen Widerstand zu leisten. Ein solches Land ist Georgien oder das Regime des „paranoiden“ Saakaschwili, wie man in Russland zu sagen pflegt.

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05. September 2008 10:50

Nunja...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Zunächst mal Herr Macharadse, Sie wissen hoffentlich das auch das Südende des Roki-Tunnels unter russischer Kontrolle steht und dies von Georgien vertraglich anerkannt ist. Wenn die georgischen Truppen also vorgehabt hätten, diesen unter ihre Kontrolle zu bringen, hätten sie damit beabsichtig russische Truppen anzugreifen. Damit fehlt dann Georgiens Rechtfertigung man habe hier die eigene territoriale Integrität herstellen, jegliche Glaubwürdigkeit. Und für so verrückt Russland direkt anzugreifen, halte ich auch einen Saakaschwili nicht. Herr Peters, Sie haben sich mit ihren Aussagen zu den DDR Grenztruppen gerade jeder Glaubwürdigkeit beraubt. Doch offenbar geht es Ihnen hier nicht um eine Diskussion, sondern darum Ihren Russland-Hass Ausdruck zu verleihen. Übrigens zum Roki-Tunnel: Die meisten Flüchtenden gingen über Bergpässe und nicht durch den Tunnel. Und zu guter Letzt, Herr Matto wir sehen gerade einen sehr gutes Beispiel, daß die Geschichte vorallem von westlichen Politikern "geschrieben" wird. Den georgischen Überfall auf Südossetien streiten niemand ab, weder die OSZE, Journalisten, noch Georgien selbst - dennoch wird hier Russland als Aggressor dargstellt. Ein wirkliches interessantes Geschichts-Bild.

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05. September 2008 10:21

@ Karl Leck : Russische vs. Deutsche Interessen. Teil 1

Kacha Macharadse (waschli)

Nach der Gründung der Sowjetunion war in 1920er ein erbitterter Streit zwischen zwei Politikrichtungen entbrannt. Die Trotzkistische Richtung wollte das Sowjetrussland im Dienste der Idee der Weltrevolution stellen. Die Stalinistische Richtung hat die Idee der Weltrevolution im Dienste des Sowjetrusslands gestellt. Da russische Produkte aufgrund klimatischer Bedingungen beim freien Handel nicht konkurrenzfähig sein können, war Sowjetrussland bestrebt, ein dem britischen Handelskolonialismus ähnliches System mit Satellitenstaaten aufzubauen, wo die Sowjetrussland bestimmen konnte wo, was in welchem Umfang und zu welchem Preis produziert werden könnte. Nach 1945 wurde auch Ostdeutschland ein Glied dieses Systems. Da besaß die Sowjetunion eine breite Monopol beim Flugzeug-, Automobil-, Maschinenbau und vielen anderen Zweigen der Volkswirtschaft. Die Amerikaner, die am freien Handel glaubten, sind einen anderen Weg gegangen und haben die Britten im Gegenzug zu der im 2. Weltkrieg geleisteten Hilfe überzeugt bzw. gezwungen die eigenen Handelsmonopole in Kolonien aufzugeben. Das fleißige, innovationsfreudige und sparsame Volk der Deutschen hat von dem amerikanischen System viel mehr profitiert als von der sowjetischen.

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04. September 2008 20:59

@ Herr Peters, warum soll die russ. Armee schlafen?

Karl Leck (kleck)

Ich gehe mal davon aus, dass RU die Aktivitäten auf der Seite Georgiens gut beobachtet hat. Neben elektronischen Möglichkeiten, soll es ja auch so etwas wie einen militärischen Geheimdienst geben, der sicher beobachtet hat, das USA und Israel da etwas vorbereiten, was nicht gut sein kann – war es ja am Ende auch nicht; Kriegsvorbereitung. Ist es da verwunderlich, dass die russ. Armee in Alarmbereitschaft war? Das ist bei denen so üblich. Ich fand es richtig, das sie schnell eingegriffen hat. Nun klappte auch der vermutliche Militärschlag gegen Iran nicht von Georgien aus. Die Lenkwaffen waren ja schon bei Poti stationiert. Haben nun RU konfisziert. – Pech! Aber der Angriff kommt noch. Unabhängige Medien berichten ab November 08 bis Januar 09.

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04. September 2008 20:35

@ Marzo Matto - "Unter falscher Flagge" beachten

Karl Leck (kleck)

Herr Matto, finden Sie nicht dass Ihre Ironie fehl am Platze ist? Wer bestreitet die von Ihnen genannten Ereignisse vor 1989 im östlichen Europa? Meinen Sie, dass der kalte Krieg mit all seinen Nuancen und Fehlern nur das Ergebnis der Politik der Ostblockstaaten, dominiert durch die damalige UdSSR war? RU hat 1952 und 1955 die Wiedervereinigung D angeboten,um zu entspannen - USA abgelehnt! Schauen sie mal nach, welche Verbrechen die USA, der CIA und andere westliche Geheimdienste begangen haben. Beschäftigen Sie sich einmal mit dem Thema „Unter falscher Flagge“, der Strategie der USA, Verbrechen zu begehen und diese anderen in die „Schuhe“ zu schieben, um Kriege zu beginnen, Konflikte zu schüren und Regierungen zu stürzen etc. , um die Eigeninteressen zu befriedigen – die Welt allein zu beherrschen. Operation Ajax: 1953 / Die Tonking-Lüge: 1964 / Operation Northwood: 60iger J. / Operation Gladio: 90iger J. / Irak:2003 u. A. mehr. So sollten Sie auch die jüngsten Ereignisse einordnen. Nicht nur Georgien. China wird den USA zu stark, deshalb muss es destabilisiert werden. Russland sitzt zu fest auf seinem Öl und Gas. Auch ist es nun politisch wieder erwacht – das muss verhindert werden, um an dessen Ressourcen zu kommen. .....

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04. September 2008 20:34

@ Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sönke Peters (soenkepeters)

Erstens, Herr Garbe, die Grenztruppen der DDR hatten die Aufgabe, in den Tanks von (West)Autos nach dort versteckten Personen zu stochern und mit Spiegeln unter selbigen zu gucken, ob sich da nicht ein Flüchtling festkrallt. Ansonsten haben sie den Anti-Faschistischen Schutzwall patrouilliert, um auf unbewaffnete Zivilisten zu schießen. Tolle „Alarmbereitschaft“! Als ob die ernsthaft auch nur eine Kompanie Panzergrenadiere hätten aufhalten können, wenn ihre Generalsstabsoffiziere mit Passkontrollen beschäftigt waren (selbst oft erlebt)! Und zweitens habe ich sehr viele Reden Saakaschwilis auf BBC oder CBC mitverfolgt; von russischer Propaganda war da nichts zu hören und schon gar nichts von einem georgischen Blitzkrieg oder Überraschungsangriff. Da hat es auch keine Übersetzungsfehler gegeben, weil der Mann ganz leidlich Englisch spricht. Auf Russia Today mag sich das anders angehört haben. Und drittens können auch nicht angegliederte paramilitärische Verbände oder befreundete Völker über 3,000 gepanzerte Fahrzeuge in die eine Richtung und 40,000 Flüchtlinge in die andere Richtung in Minuten durch einen zweispurigen Gebirgstunnel befördern. Das ist nun wirklich alles nur noch dümmste Propaganda pur ... @ Marzo Matto (maerzc): ;-)

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04. September 2008 20:01

@ Frank Garbe : Weshalb Georgier die russischen Truppen angegriffen haben

Kacha Macharadse (waschli)

1. Wenn man behauptet, das Land sei ein Opfer der russischen Aggression und sich dabei nicht wehrt, dann findet für einen Außenstehenden eben keine Aggression statt. Um die Waffen zu bekommen mit denen die Verteidigung gegen einen russischen Angriff möglich ist, muss man beweisen, dass man bereit ist gegen die Russen zu kämpfen. 2. Wenn Sie die Karte Südossetiens anschauen würden, dann könnten Sie sehen, dass wenn es gelingt den Gegner ca. 30 Km nördlich von Zchinwali auf einer engen Bergstrasse den Weg zu versperren, dann bleibt ihm die Wahl entweder eigene Truppen sichere Opfer des Artilleriebeschusses werden zu lassen und letztendlich den Krieg zu verlieren, oder in Westgeorgien einzumarschieren, die Bombardements auf das ganze Land auszuweiten und so die georgische Regierung zur Aufgabe zu zwingen. 3. Der Stutzpunkt der Artillerie- und Panzerverbände der georgischen Armee befand sich ca. 20 Km von Zchinwali entfernt in der Stadt Gori. Die Stutzpunkte der drei Infanteriebrigaden befanden sich jeweils 20, 80 und 200 Km von Südossetien entfernt. Ich überlasse es Ihnen auszurechnen, wie lange eine Autokolonne braucht, um diese Entfernung zu überwinden.

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04. September 2008 20:01

Herr Peters

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Vielleicht haben Sie es ja nicht mitbekommen, aber im Kaukasus gibt es seit Ende der 80ziger Jahre massive Spannungen. Aus diesem Grunde standen dort schon zu dieser ständig einsatzbereite Truppen. Und diese wurde im Gegensatz zu vielen anderen Armeen Russlands auch nach dem Zerfall der UdSSR nicht vernachlässigt und blieben bestens ausgerüstet und versorgt. Hinzukommt die hohe Einsatzmoral der ethnischen Russen in diesen Gebieten und befreundeter Völker, beispielsweise die Nordosseten. Aber Sie behaupten ja quasi der georgische Angriff sei in Wirklichkeit fingiert gewesen. Natürlich und die Ansprache Saakaschwilis auch alles russische Propaganda. Vielleicht vermag es für Sie unvorstellbar, aber nur mal ein Beispiel: Während des Kalten Krieges waren sämtliche Grenztruppen der NVA in ständiger Alarmbereitschaft und dies über 30 Jahre. Ausserdem sollten Sie sich vielleicht einmal mit den Strukturen der russischen Streitkräfte und angegliederter paramilitärischer Verbände informieren. Und zudem bedürfte es auch nicht der vollen Schlagkraft der 58.Russischen Armee um die kleine georgische Armee zu zerschlagen.

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04. September 2008 19:19

Den Herren Peters und Macharadse: Sie vergessen, daß die Deutungshoheit ....

Marzo Matto (maerzc)

über die Geschichtsschreibung stets in den Händen zuverlässig von Moskau, Peking und deren Satelliten geschulter Kenner der Geschichte ist. Leute wie Sie, die meinen über andere, womöglich objektivierbare Informationen zu verfügen, betreiben “Geschichtsklitterung” oder sind als “Revanchisten” anzusehen. Vergessen Sie niemals: es hat weder eine Berliner Blockade, noch einen 17. Juni 1953, die Niederschlagung des Ungarnaufstands 1956, des Prager Frühlings 1968, die Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 gegeben, noch die jüngsten Greueltaten in Myanmar und auch in Tibet etc. Und so hat sich jetzt das geschundene, umzingelte Rußland auch nur seiner Haut erwehrt. Natürlich sind auch Abwehrraketen in Polen völlig mit Atomraketen in Kuba gleichzusetzen. Usw usf . Es kommt eben nicht auf die Substanz der Argumente an, sondern auf die Richtung, aus der diese kommen. Recht haben ist nicht gleich Recht bekommen. So einfach ist das eben...

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04. September 2008 18:51

@ Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sönke Peters (soenkepeters)

Ich zitiere Sie: „Das die 58. Russische Armee so schnell reagieren konnte, liegt an ihrer ständigen Einseitsbereitschaft“ ... Fallschirmjäger in den Transportmaschinen, Logistische Truppen, die LKW bis unter die Plane mit Versorgungsgütern vollgestopft, standen wochenlang abfahrbereit, Reparaturwerkstätten auf LKW verladen, Sanitätseinheiten, Feldküchen, Pioniere etc. etc. alles in den Fahrzeugen und abmarschbereit? Die russische 58. Mot.-Schützen-Armee mit zusätzlicher Kampfpanzerunterstützung von mindestens einem Panzerregiment stand bereit, komplett aufgetankt, aufmunitioniert und wartete über Monate darauf, aufs Gaspedal zu treten, Herr Garbe? ... Als Polen den Gleiwitzer Sender überfallen haben sollte, konnte es schlechterdings auch nicht sein, dass sich dann wenige Stunden später Hunderttausende Wehrmachtssoldaten nach Polen ergossen. Kein Generalstab der Welt kann das! Schon gar nicht die russ. Armee, wo jährlich 1,000nde Rekruten durch „Schikane“ ums Leben kommen. Sie waren wohl nie Soldat, Herr Garbe, sonst wussten Sie, dass man nicht eine ganze Armee über Wochen oder gar Monate in ständiger Gefechtsbereitschaft halten kann. Völlig ausgeschlossen.

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04. September 2008 18:21

@Macharadse. Zahlen Zahlen Zahlen

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Und um zu belegen, wie beliebig man sich hier Zahlen heraussuchen kann, tu ich dies auch einmal. Bis bitte des 19. Jahrhundert lebten rund 500.000 Menschen in Abchasien, davon 98% muslimischen Glaubens. 400.000 wurden dann von Seiten des russischen Zarenreiches und des georgischen Königreiches aus dem Lande vertrieben. Danach erfolgt die Ansiedlung von 300.000 Russen, Georgien und Armeniern orthodoxen Glaubens. Dabei untersagte man den "privilegierten" Abchasien die Ansiedlung in Küsten- und Grenznähe. Und wenn wir schon mal in der Geschichte sind: Abchasien war bis zum Beitritte des Königreichs Georgiens zum Russischen Zarenreich und den darauffolgenden Eroberungsfeldzügen des Zarens im Kaukasus und Transkaukasus unabhängig und nach seiner Eroberung kam es immer wieder zu Aufständen gegen die Besetzung.

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04. September 2008 17:30

@ Frank Garbe : noch einmal zu Bevölkerungsstruktur in Abchasien

Kacha Macharadse (waschli)

1900 lebten in Abchasien ca. 135 000 Menschen, davon 45 000 Abchasier, 70 000 Georgier (50 000 Ureinwohner, 20 000 zugezogene) 8 000 Russen. Restliche 12 000 waren Griechen, Armenier usw. 1917 lebten ca. 180 000 Menschen in Abchasien, davon 75 000 Georgier, 38 000 Abchasen, 21 000 Russen, 21 000 Griechen, 18 000 Armenier usw. Von offiziell registrierten Abchasen sprachen einige Tausend kein Abchasisch, sondern Mengrelisch. Die Ursache wird darin gesehen, dass ab 1880ern Abchasen gewisse Privilegien in dem Zarenreich genossen. Also betrug die Anzahl der Nicht-Ureinwohner in Abchasien am Ende der Zarenzeit ca. 90 000. 1989 lebten in Abchasien ca. 500 000 Menschen, davon 85 000 Abchasen, 240 000 Georgier, 105 000 Russen, 50 000 Armenier usw. Es ist zu berücksichtigen, dass einige Tausend Menschen vor allem Abchasier sich als Russen deklarierten, da sie keine andere Sprache als Russisch kannten. Ein Teil der Abchasier wanderte auch nach Russland aus. Zwischen 1917 und 1989 ist die reale Zahl der Abchasier also um ca. 3fache gestiegen. Wendet man diese Steigerungsrate auf die Ureinwohner Abchasiens an, dann betrug deren Anzahl 1989 ca. 270 000. Und die Anzahl der Zugezogenen, einschließlich deren Nachkommen ca. 230 000.

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04. September 2008 16:58

@Herr Peters

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Ich schrieb bereits in einem vorherigen Artikel das die Geschichte der Vertreibungen im Kaukasus auf Gegenseitigkeit beruht und jeder sich einen passenden Zeitpunkt heraussuchen kann um seine Ansprüche zu rechtfertigen. Das die 58. Russische Armee so schnell reagieren konnte, liegt an ihrer ständigen Einseitsbereitschaft und ihrer Stationierung unmittelbar auf der Nordseite des Kaukasus. Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, aber ich schrieb nirgends etwas von einem Völkermord, sondern einem georgischen Angriff auf Südossetien und im Speziellen den Beschuss mit Raketenwerfern und Schwerer Artillerie von Tschinwali, dies wird von georgische Seite nicht geleugnet. Das die georgische Variante eine Lüge ist, sieht man am schnellen Vorrücken der georgischen Armee. Dies war eine lange geplante und vorbereitete Aktion. Nur unterlag man hier der völligen Fehleinschätzung der Interessen Russland und offenbar auch der Einsatzbereitsch und Einsatzswillen der russischen Armee und ihrer Führung. Die "ordentliche" Leistung der georgischen Armee besteht in ihrer zweiten fast vollständigen Zerschlagung in weniger als 20 Jahren. Dies zeugt von politischer Weitsicht und militärischem Sachverstand.

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04. September 2008 15:51

@ Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sönke Peters (soenkepeters)

Erstens, Herr Garbe, was haben Sie eigentlich immer mit dem Zarenreich und dem 19. Jahrhundert? Wollen Sie Putins Angriffskrieg mit Dingen von vor über 200 Jahren rechtfertigen? Zweitens, es ist doch klar, dass die Geschehnisse in Georgien nicht mit den Lügengeschichten aus dem Kreml zusammen passen. Wo sind z. B. die tausenden von Toten des Völkermordes an den Südosseten? Sie gibt es nicht, lieber Herr Garbe! ... Und dann gibt es eh nur 2 Möglichkeiten: Russland hat auf den „Völkermord“ reagiert, dafür waren seine Truppen dann allerdings viel zu schnell über Pässe und den Roky-Tunnel vor Ort; oder es hat eben nicht auf den „Völkermord“ und den „Angriff“ Georgiens „reagiert“, sondern angegriffen ... und dann macht plötzlich alles einen Sinn. Sie wundern sich, dass die Georgier sich wehren? Man hat 1940 nach dem Westfeldzug England abgeraten weiter zu kämpfen und es abgeschrieben. Die Kanadier hatten z. B. vorgeschlagen, die brit. Flotte rüber zu schicken, damit sie nicht in deutsche Hände fiele. Ja, auch auf verlorenem Posten kann man kämpfen und die Georgier haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ganz außerordentliches geleistet; deshalb auch keine Bilder mehr aus Südossetien: Zuviel ausgebrannte Panzerwracks.

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04. September 2008 11:20

@Macharadse

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Soso, also stimmt es auch nicht, daß im 19. Jahrhundert große Teile der abchasieschen Bevölkerung aufgrund ihres muslimischen Glaubens vertrieben wurden bzw. flohen? Es ist also auch nicht wahr, daß zu den rund 100.000 verbliebenen Abchasiener ca. 300.000 Russen, Georgen und Armenier angesiedelt wurden? Nun dann, hat die georgische Propaganda ja gewirkt. Und nun zu der Lachnummer mit der Begründung für den georgischen Überfall auf Südossetien. Man wollte also russischen Panzerverbände aufhalten. Natürlich beschießt man aus diesem Grund eine Großstadt mit Raketenwerfern und schwerer Artillerie. Überhaupt bleibt doch sehr schleierhaft, wie ein Heer mit weniger als 150 Kampfpanzer und nicht einmal 10 einsatzfähigen Kampfflugzeugen auch nur ein einziges russisches Armeekorps aufhalten will. Ebenfalls ist doch sehr rätselhaft wie es der georgischen Armee gelungen sein soll innerhalb kürzester Zeit einen Großteil seiner Streitkräfte an der südossetischen Grenze zusammen zuziehen. Und ich ahne schon welche sonderbaren Gründe jetzt aufgeführt werden, anstatts sich lieber einmal mit der Realität auseinanderzusetzen, daß in der georgischen Führung Kriegstreiber das Sagen haben.

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03. September 2008 22:34

@ Frank Garbe : zu Bevölkerungsstruktur in Abchasien und Südossetien Teil 2

Kacha Macharadse (waschli)

Auf dem Gebiet des heutigen Südossetiens sind die Georgier Ureinwohner und die Osseten haben sich da im Laufe der Jahrhunderte nach und nach angesiedelt. Für die georgische Feudalen waren die Osseten willkommene Untertanen: christlich, körperlich stark, fleißig und mit mäßigen Ansprüchen. Die Ansiedlung erfolgte meines Wissens friedlich. Die Osseten besiedelten unbewohnte und relativ karge Landstriche. Es gab keine ossetische Feudalen und damit auch keinen ossetischen Staat auf dem georgischen Territorium. Im Unterschied zu Abchasen stellten die Osseten zu Sowjetzeiten eine Bevölkerungsmehrheit auf dem heutigen Gebiet Südossetiens dar. Allerdings waren sie in Zchinwali anfangs eine Minderheit. Die Georgier neigten eher dazu diese Gegend zu verlassen, weil während der typischen Migration vom Land in die Stadt die Stadt Zchinwali für einen Georgier eher unattraktiv war. Im Laufe der Jahrhunderte sank der georgische Anteil in Südossetien kontinuierlich und während der Zarenzeit sowie während der Sowjetherrschaft hat sich an diesem Trend nichts geändert. Während der Sowjetzeit hatten die Osseten allenfalls um besser zu verdienen Südossetien verlassen. Deren Sprache und Kultur wurde hier mehr gefördert als in Nordossetien.

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03. September 2008 21:58

@ Kacha Macharadse (waschli)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Macharadse, Sie haben völlig Recht, wenn Sie hier noch mal bestätigen, dass der demokratische gewählte Präsident Georgiens Saakaschwili in der Nacht vom 7. zum 8. August mitteilte, dass georgische Truppen einen verbrecherischen Panzervorstoß Putins eindämmen wollten. ... Nachdem allerdings in den folgenden Stunden klar wurde, dass Russlands Streitkräfte überraschend in Massen und in Form eines brutalen Angriffskrieges eine Invasion Georgiens durchführten, hat die georgische Armee militärisch Großartiges geleistet! Sie hat in einem Nachtkampf den Russen den Weg nach Tschinwalli verlegt und ihnen ein vernichtendes Gefecht geliefert. Das konnte selbst Putins Propagandamaschine nicht verheimlichen. Als Soldat muss ich den georgischen Streitkräften meine Bewunderung dafür aussprechen, mit welcher Zähigkeit diese den Angriff auf Tschinvalli verzögert haben! Die Bilder von den vielen abgeschossenen eindeutig russischen Panzern (an der Form der Aktiv-Panzerung zu erkennen) nötigt mir äußersten Respekt ab. ... Als ehemaliger „Militär“ ist mir auch klar, dass im Wesentlichen die russ. Armee für die Zerstörungen in Tschinwalli verantwortlich ist. Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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03. September 2008 21:32

@ Frank Garbe : zu Bevölkerungsstruktur in Abchasien und Südossetien Teil 1

Kacha Macharadse (waschli)

Während der Zarenzeit wurden die Georgier nirgends angesiedelt. Die Georgier wurden nicht vertrieben und für Beamtendienst taugten sie mangels Russischkenntnisse auch nicht, so dass keine Notwendigkeit bestand sie irgendwo anzusiedeln. In dem südöstlichen Teil des heutigen Abchasiens wohnten schon immer die Georgier, nämlich die Mengrelen. Die Mengrelen stellen Ureinwohner Westgeorgiens dar und der erste georgische Präsident war auch ein Mengrele. Auch in der heutigen georgischen Führung sind die Mengrelen reichlich vertreten. Am Anfang der Zarenzeit stellten die Georgier zwar eine Minderheit in Abchasien dar. In 1870ern sahen sich aber die muslimischen Bewohner Abchasiens gezwungen, sich nach Türkei umzusiedeln. Die Georgier sind zu Bevölkerungsmehrheit in Abchasien geworden. Durch die Ansiedlung von Russen und Armeniern ist der georgische Bevölkerungsanteil unter 50% gesunken. Zum Zeitpunkt der Bevölkerungszählung 1989 betrug der georgische Bevölkerungsanteil in Abchasien 43% und der abchasische 17%. Da während der Kriegshandlungen die restlichen Bevölkerungsgruppen Abchasien mehrheitlich verlassen haben, kann der georgische Bevölkerungsanteil vor der Vertreibung 1993 durchaus 70% betragen haben.

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03. September 2008 20:34

@ Frank Garbe : wie der Abchasienkrieg 1992 anfing

Kacha Macharadse (waschli)

Im Sommer 1992 wurden auf dem Gebiet der abchasischen Autonomie mehrere Güterzüge ausgeraubt, die Lebensmittel aus Russland transportierten. Die russische Führung hat die georgische Seite aufgefordert, entweder für die Ordnung in der Region zu sorgen, oder die Schäden zu übernehmen. Die abchasische Seite behauptete, dass die Täter ethnische Georgier seien und weigerte sich irgendetwas zu unternehmen, um die ethnische Spannungen nicht anzuheizen. Nach georgischer Version, telefonierte der georgische Staatschef Schewardnadse mit der abchasischer Führung und vereinbarte den Einmarsch der Truppen zum Schutz der Eisenbahnlinie. Für diese Version spricht, dass die nicht entlang der Eisenbahnlinie liegende Stadt Tkwarcheli während des ganzen Krieges nicht einmal angegriffen Wurde. Nach abchasischer Version wurde die Zustimmung zum Einmarsch georgischer Truppen nie erteilt. Auf jeden Fall marschierten georgische Truppen kampflos auf dem georgische Territorium entlang der Eisenbahnlinie und wurden unmittelbar vor einer russischen Militärbasis von abchasischen Milizen gestoppt. Jeder Angriff auf die abchasische Positionen wurde als ein Angriff auf die russische Truppen verstanden und wurde mit einem russischen Gegenangriff vergolten.

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03. September 2008 19:39

Keine Sanktionen....?

wolf haupricht (emilgilels)

Als Opfer russischen Muskelspiels hat sich Putin die Türkei auserkoren. Dort dürfen seit einigen Tagen türkische LKW die Grenze nach RU nur mit "Sonderzollgebühren" einreisen. Tatsache ist aber, dass diese LKW mit türkischer Ware die Grenze nach RU nicht überschreiten dürfen, weil sie an der Grenze - anders als bisher - nicht abgefertigt werden. Ursach ist: RU nimmt es der Türkei übel, dass es amerikanische Kriegsschiffe mit Hilfsgütern ins Schwarze Meer habe einfahren lassen. Das ist Putins "gesunder Menschenverstand", wie er ihn interpretiert. Die Folge ist, dass zahlreiche Investoren wg der unklaren Lage sich aus den türkischen u.a. Vorhaben in RU zurückgezogen haben.

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03. September 2008 19:29

Nur eine Frage an diejenigen, die...

Marzo Matto (maerzc)

soviel Verständnis für Russlands aktuelle Politik haben: Inwieweit unterscheiden sich der Einmarsch der Russen in Südossetien und Abchasien und die kriegerischen Aktivitäten auf georgischem Gebiet von Hitlers Angriff auf Tschechien oder später Polen? (Nebenbei wurde Polen, wenn ich mich recht entsinne, noch von einem anderen Land angegriffen, nicht wahr?) Oder gilt nur wieder für die in langen Jahren an deutschen Universitäten von Marxistischen Gruppen und anderen Kostgängern Moskaus und Pekings geschulten Geschichtsexperten mit der tiefroten Brille: “some are more equal”? Schon Caesar schrieb “Galli flent - die Gallier heulen", wenn er - humanitär verantwortungsvoll wie die Kreml-Imperialisten - einen weiteren “Befreiungskrieg” vom Zaun brach. Diese bauernschlaue, nur für Blinde oder Parteigänger nachvollziehbare Art, Kriege zu rechtfertigen, war schon immer dieselbe. Notabene: Das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit.

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03. September 2008 19:27

Womit der georgische Präsident die russische Führung geärgert hat. Teil 2

Kacha Macharadse (waschli)

Obwohl die russischen Truppen sich völkerrechtswidrig auf dem georgischen Territorium einmarschiert sind, haben diese den georgischen Angriff nicht erwartet und der „paranoide“ georgische Präsident sprach in seiner Fernsehansprache in der Nacht vom 7. zum 8. August nur von der Bekämpfung der ossetischen Milizen. Das Feuer der georgischen Artillerie galt aber auf einer engen Bergstrasse bewegender russischer Panzerkolonne. Nach Angaben georgischer Militärs wurden dabei die Artilleriesysteme mit einer Reichweite von 45 Km benutzt und es wurden auch Streubomben eingesetzt. Die Empörung der russlandtreuen Kommentatoren ahnend, möchte ich anmerken, dass Russland selbst die Streubomben bei den Bombardements der georgischen Stellungen in und um Zchinwali eingesetzt hat. Die russische Seite spricht lediglich von ca. 80 getöteten Soldaten, verschweigt aber die Materialschäden. Wahrscheinlich sind diese so hoch, dass sie die Glaubwürdigkeit der Angaben über die Anzahl der gefallenen Soldaten in Frage stellen würden. Die Handlung der georgischen Seite stellt nach Ansicht russischer Führung ein Verbrechen dar, obwohl georgische Führung das Recht und die Pflicht hatte das Land vor russischer Aggression zu schützen.

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03. September 2008 18:08

@ Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sönke Peters (soenkepeters)

„Einst“ lieber Herr Garbe, lebten in Kanada nur Indianer und Franzosen, „einst“ war Palermo mal der Sitz des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen, „einst“ war Kreta venezianisch .... Die „Angriffe Georgiens auf Abchasien und Südossetien zu Beginn der 90ziger“ hat es nicht gegeben. Es handelt sich hierbei, wenn überhaupt um Sezessionskriege. Ich habe Ihre Äußerung, die sinngemäß lautete, Kosovo sei anders als Südossetien, weil es „die Amis“ anders wollten, kritisiert und Gründe dafür geliefert. Sie weichen aus und reden jetzt von „de-facto“ und kommen mit dem "einstigen" Zarenreich. ... Ich zitiere Sie: „Den Angriffskrieg führte hier nicht Russland, sondern Georgien. Dies wurde von goergische Seite noch nicht einmal bestritten ...“. Sie wissen, dass das eine Lüge ist, Herr Garbe. Putin hat Georgien angegriffen und labert „Gleiwitzer-Sender-Unsinn“. Kann Putin seinem Jugendkampfbund erzählen, aber mir nicht. Sie wissen auch, dass diese Frage aber gar nichts mit dem Kosovo zu tun hat. Ablenkungsmanöver fehlgeschlagen, Herr Garbe. Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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03. September 2008 18:03

An Hr.Teuber, Danke für Ihren informativen und aufklärenden Beitrag

Jan Skalski (Skalski)

Danke für Ihren informativen und für viele Menschen aufklärenden Beitrag.

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03. September 2008 17:07

An Hr.Miller, Ihre Argumentation bzgl. der Autos in Polen ist hier fehl am Platz

Jan Skalski (Skalski)

mit solchen Argumenten können Sie sich anderes Forum aussuchen. Wir reden hier anhand der Autos über den Lebensstandardunterschied zwischen den BRD mit US-Soldaten (VW, Mercedes) und der DDR mit russischen Soldaten (Trabi), (auf die ich keine Antwort erhalten habe) im Zusammenhang mit dem Aufenthalt der amerikanischen/ausl. Soldaten in BRD, und wie gewünscht und angestrebt als eine Sicherheitsgarantie (die Westdeutschland seit über 60 Jahren hat) in Mittel-Ost-Europa und dazu in Georgien. Die Fragen waren, auf die ich jetzt keine Antwort bekommen hatte: Warum hatten die Westdeutschen (alte BRD) gute Autos, guten Lebensstandard, dazu noch den Reisepass in der Schublade, und gleichzeitig die Ostdeutschen (alte DDR) schlechte Autos, schlechten Lebensstandard und keinen Reisepass in der Schublade? Warum haben die Deutschen (West) die Amerikaner vor 50 bzw. vor 55 Jahren nicht rausgeschmissen,dafür auch nichts getan, und zus.die atomaren Pershings installiert? Warum haben die Deutschen im Jahr 1991 die Russen rausgeschmissen, aber nicht die Amerikaner? Warum wollen die Ost-Europäer und die Georgier die Amerikaner als Sicherheitsgarantie im Lande haben? Können Sie wenigsten einen Teil von diesen Fragen ohne Hasstiraden beantworten?

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03. September 2008 16:58

@Herr Peters

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Einst leben in Abchasien und Südossetien über 80% Abchasen bzw. Südosseten, dann wurden während der Zarenzeit dort Russen und Georgen angesiedelt. Diese Debatte ist also völliger Unsinn, denn hier kann sich jeder einen Zeitpunkt mit dem ihm genehmen Zahlen heraussuchen. Ohne die vorherrigen Angriffe Georgiens auf Abchasien und Südossetien zu Beginn der 90ziger wäre es dort zu keinen Vertreibungen bzw. Fluchtbewegungen gekommen. De-facto gibt es keinen Status Unterschied zwischen dem Kosovo und Abchasien und Südossetien, ausser der Tatsache das Abchasien vor dem Beitritt zum Russischen Zarenreich unabhängig war und die Südosseten seit jeher eine Vereinigung mit Nordossetien/Alania anstreben. Den Angriffskrieg führte hier nicht Russland, sondern Georgien. Dies wurde von goergische Seite noch nicht einmal bestritten, bis man - völlig überraschend - feststellte, daß man gegen die russischen Truppen absolut chancenlos ist. Dann brauchte man ganz schnell eine neue Story, um sich zum Opfer zu stilisieren.

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03. September 2008 16:39

Herr Teuber

Walter Wilke (ExFrankfurter)

Zitat: "Im Inneren des Landes haben es die Absolventen der ehemaligen KGB- und Rote Armee-Kadettenschulen ja schon wieder geschafft, die sowjetischen Verhältnisse mit einem ungebremsten Nationalismus ,nahezu wolllüstigem Schwelgen in Phantasien des stetigen Bedroht- und Umzingelt-Seins, der aus zwei Klassen bestehenden "klassenlosen" Gesellschaft , "hoch-demokratischen" Wahlen und einer ausdrücklich "nicht" gleichgeschalteten Presse wiederherzustellen!". Wissen Sie das aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen?

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03. September 2008 16:35

Herr Peters

Walter Wilke (ExFrankfurter)

Für Ihre Aussage zu Abchasien "Da lebten 1995 noch 17% Abchasen aber 70% Georgier." sollten Sie vielleicht eine Quelle nennen.

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03. September 2008 16:31

Herr von Zoltan, ich bin schuldig

Walter Wilke (ExFrankfurter)

Herr von Zoltan, ich bin schuldig, die Frage war provokativ. Aber Herr Garbe hat es sehr schön auf den Punkt gebracht.

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03. September 2008 16:30

Herr Miller,

Markus Teuber (arathorn)

das ist ja eine ganz neue Betrachtung der Zusammenhänge der Jahre 1948 bis 1990 ,die man sonst nur so bei den Kommunisten oder Rechtsradikalen findet ! Meines Wissens nach waren die Amerikaner mit ausdrücklicher Billigung und auf Wunsch ALLER Westeuropäischen Nationen in Westeuropa stationiert ! Die Amerikaner waren nicht nur in Deutschland ,sondern auch in Italien,den Benelux-Ländern,England stationiert. Bis zum Jahr 1959 war das US-Militär ebenso in Frankreich stationiert. AUßerdem waren/sind in Deutschland während dieser Zeit Briten und Franzosen sowie niederländische Truppen stationiert.Nicht als irgendwelche Besatzer ,sondern als Natotruppen,um die Sowjets aus Westeuropa fern zu halten. In den Jahren 1960 - 1965 gab es in den USA sehr starke Überlegungen bis hin zu Kongreß-Initiativen,die Truppen aus Europa abzuziehen und die Verteidigung Europas den Europäern selbst zu überlassen.Da begann unter den Europäern aber ein einzigartiges Zittern und viel,viel Lobbyarbeit in Washington ! Im übrigen fahren in Polen europäische Autos auch erst,nachdem der üble Sowjetkommunismus besiegt und die Rote Armee abgezogen war.Also, in Westberlin (und sonstwo im Westen) fuhren diese Autos schon,als Osteuropa noch im Würgegriff der Sowjets w

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03. September 2008 15:49

@Jan Skalski

Robert Miller (Dr_Rob)

1. Deutschland hat die Amerikaner damals wie heute nicht rausgeschmissen, weil man es schlicht nicht konnte. Genauso wie Polen die Sowjetunion übrigens. 2. Was das Auto-Beispiel angeht, so hinkt Ihre Argumentation hier doch gewaltig. Gegenargument von mir: Es fahren auffallend viele deutsche Autos in Polen rum, trotz dass es dort noch keine US-Militärbasen gibt. Wissen Sie eine Erklärung für dieses Phänomen? Ich schon :-)

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03. September 2008 15:38

@Hr.Siegen

Norbert Czech (nczech)

Nur durch die konsequente Einführung der Marktwirtschaft (dank Amerika und Erhard) und der starken Präsenz amerikanischer Truppen sind wir seit 1990 (eigentlich schon früher durch Päckchenschicken, Zwangsumtausch und Kredite) in der Lage, die schlimmsten Auswüchse und Katastrophen des 40-jährigen sozialistischen Experiments namens DDR halbwegs abzufedern. Ansonsten wäre Gesamtdeutschland heute auf dem Stand von Moldawien. Ich frage mich zunehmend, woher die Rußlandhörigkeit der Ex- DDR- Bevölkerung stammt und weshalb die antiamerikanische Gehirnwäsche immer noch funktioniert.

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03. September 2008 15:21

@ Frank Garbe (Frank_Garbe)

Sönke Peters (soenkepeters)

Einst genossen Abchasien, Südossetien und das Kosovo das Gleiche: den Status einer Provinz mit autonomen Status. Dann beschloss Herr Milosevic, dem Kosovo genau diese Autonomie abzuerkennen und es Serbien mit Haut und Haaren ohne jede politischen Sonderstatus einzuverleiben, es zu einem rein serbischen Landesteil zu machen, obwohl es zu 80% von Kosovo-Albanern bevölkert war; und von Serbien wurden ethnische Säuberungen eingeleitet. ... Georgien hat NIE die Autonomie z. B. Südossetiens in Zweifel gezogen!!!! Als anderes Beispiel mal Abchasien: Da lebten 1995 noch 17% Abchasen aber 70% Georgier. Inzwischen sind mit Hilfe Moskaus alle Georgier vertrieben worden und Putin hat einen Angriffskrieg gegen Georgien geführt, so dass man unter dem Schutzmantel der Panzer und Kampflugzeuge, dieses Gebiet aus Georgien herausreißen kann.

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03. September 2008 14:26

"Wenn die Ukraine

Markus Teuber (arathorn)

der Nato beitrete,werde die Krim „sich erheben“ ! Diese "Warnung" des russischen Nato-Botschafters läßt hoffen. Mal sehen ,wer als nächtes dran ist auf der russischen Okkupations-Liste.Da sich Rußland offensichtlich alles das wiederholen will,was es als Sowjetunion verloren hat,kann es ja nicht mehr so lange dauern,bis das (nun) russische Hauptquartier der Westgruppe der Roten Armee wieder in Potsdam steht. Im Inneren des Landes haben es die Absolventen der ehemaligen KGB- und Rote Armee-Kadettenschulen ja schon wieder geschafft, die sowjetischen Verhältnisse mit einem ungebremsten Nationalismus ,nahezu wolllüstigem Schwelgen in Phantasien des stetigen Bedroht- und Umzingelt-Seins, der aus zwei Klassen bestehenden "klassenlosen" Gesellschaft , "hoch-demokratischen" Wahlen und einer ausdrücklich "nicht" gleichgeschalteten Presse wiederherzustellen!

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03. September 2008 13:31

@Hr.Siegen

Jan Skalski (Skalski)

Bei allen Zweifel drängt sich die Frage – warum haben die Deutschen (West) die Amerikaner vor 50 bzw. vor 55 Jahren nicht rausgeschmissen – ich helfe mit der möglichen Antwort - dann wäre Russland schnell da, und vorbei ist das Wirtschaftswunder. Es wäre auch Vorteilhaft auch den Fahrzeugbestand zu Wendezeit im Jahr 1990 zwischen den beiden deutschen Staaten (alte BRD und die DDR) zu vergleichen: a.Mit russischen Soldaten ( DDR-Deutschland) Trabi nach 10 jähriger Wartezeit ohne Reisepass in der Schublade. b.Mit amerikanischen Soldaten (BRD-Deutschland) – gute Autos Volkswagen, Mercedes, Renault, etc. auf dem damaligen Stand der Technik , ohne Wartezeit und ein Reisepass in der Schublade. Wenn jemanden das nicht aufgefallen ist, bzw. nicht wissen will, ist selber schuld. Warum sind die US-Soldaten seit über 60 Jahren in Westdeutschland da? Warum suchen die Mittel-Ost-Europäischen Staaten, auch Georgien die Nähe zu USA ?

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03. September 2008 12:28

...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Nunja der Unterschied zum Kosovo lässt sich eigentlich leicht auf den Punkt bringen: Dessen Unabhängigkeite wurde von "den Guten" herbeigebombt und unterstützt. Nun wollen aber genau diese "Guten" Georgien als Verbündeten, da kann macht es sich schlecht, gegen dessen Willen zu agieren.

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03. September 2008 12:23

Dick, Donald und George

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

konnten wir auch nicht aufhalten, obwohl ihr Privatkrieg im Irak vermutlich (die genauen Zahlen dürfen ja nicht genannt werden) Hunderttausende Todesopfer gefordert hat. Warum sollte sich der russische Präsident um unsere Meinung scheren, bei solchen Vorbildern ?

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03. September 2008 09:47

Skalski - Logik

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Amerikanische Soldaten 'zum eigenen Vorteil'(der Deutschen) in Deutschland? Was noch zu beweisen waere!

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03. September 2008 07:50

An Hr.Twer, Was haben US-Amerikanische Soldaten in Georgia zu suchen?

Jan Skalski (Skalski)

Sie schreiben:“ Die Europaer sollten es besser wissen. Anstatt sich ueber die Reaktion Russlands zu wundern, sollten sie sich fragen: Was haben US-Amerikanische Soldaten in Georgia zu suchen? Diese Frage müssen Sie an die (West-)Europäer stellen, und vor allem an die Deutschen, die die US-Soldaten zum eigenem Vorteil seit über 60 Jahren im Lande haben. Die mögliche Antwort – weil es richtig ist. Und wenn es richtig ist die US-Soldaten in Westeuropa und vor allem in Deutschland zu haben (sonst hätte es die US-Soldaten in Westeuropa und vor allem in Deutschland nicht gegeben), dann muss es auch richtig sein die US-Soldaten in Georgien zu haben. Ist doch logisch, oder?

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03. September 2008 07:44

Saakaschwili

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Interessant ist, dass Cheney (laut BBC) auf dem Weg nach Baku, Kiev usw. ist. Wahrscheinlich soll an dem Ursprung allen "Übels" - dem Erdölparadis Aserbaidschan ein neuer Wili gezüchtet werden, denn der alte Wili hat sich ja nur teilweise bewährt. Anzunehmen ist, dass die Azerbaidschaner sich doch nicht auf das Finkelstein-Spiel oben genannten Herrns nicht einlassen werden, angesichts des in die "trousers" gegangenen Georgiens. Ich verstehe gar nicht, warum Russland noch irgendwelche Erklärungen bezüglich Georgien, EU und USA abgeben muß - das beginnt nämlich auch zu nerven. Einfach die Akte schließen und basta, wenn Ausschluß aus G8: no problem und das Rumgegackere unserer "Diplomaten" in Brüssel einfach ignorieren.

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03. September 2008 07:31

... und ich gehe davon aus,

Heinz Mayer (Bundespraesident)

daß die Urteilsfähigkeit eines Herrn Medwedew bezüglich der Einschätzung von Saakaschwili kaum angezweifelt werden kann, denn als Zögling eines Herrn Putin, dessen politischer Weg von Leichen geradezu gesäumt wird, hat man gelernt.

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03. September 2008 00:04

Europäische "Vernunft"

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Die "Vernunft" Europas besteht nach Putins Ansicht offenbar darin, dass wir wieder einmal wie üblich gar nichts unternehmen, ganz egal welche Abenteuer er noch zu unternehmen gedenkt.

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02. September 2008 23:21

Dies und das, Herr Wilke,

Gabor von Zoltan (Putinras)

finden sich in den Jahren vor diesem Konflikt. Konnte man alles mitverfolgen... wenn man denn wollte! ...Sowohl im Kosovo, wie im Kaukasus (wie vor allem auch - gilt für beide Fälle - in der russischen Politik). Und zwar recht schnell und offensichtlich. Der Gedanke, dass jemand sogar noch flapsig hinzuschreiben wagt, dass er sich eigentlich gar nicht mit dem Thema beschäftigt und beschäftigen will, zugleich aber schon durchscheinen lässt, dass er trotzdem bereits weiss, wo die eigentliche Wurzel des Übels liegt (also sogar ohne dass er dies oder das weiss!) und zugleich von jemandem doch bitte rasch erklärt (oder bestätigt) haben will, wie der Hase läuft, beelendet mich mächtig. Wie soll denn die EU zu der einen reifen politischen Stimme finden, wenn dies die Bürger sind, die sie repräsentieren muss?

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02. September 2008 22:45

Hartes moralisches Verdikt

Gabor von Zoltan (Putinras)

Aus dem Munde eines Mannes, der erst durch Bombenanschläge auf die eigene Zivilbevölkerung an die Macht kam (die Aufzählung der unzähligen schwarzen Flecken, seit er am Ruder ist, würde wohl den Rahmen der FAZ-online-Kapazität sprengen), ist dies ein vernichtendes Urteil über das Rückgrat der EU. Sind wir alle Schröder?!

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02. September 2008 21:24

Waws haben die USA mit all den Konflikten zu tun?

Vlad Twer (twervlad)

Die Europaer sollten es besser wissen. Anstatt sich ueber die Reaktion Russlands zu wundern, sollten sie sich fragen: Was haben US-Amerikanische Soldaten in Georgia zu suchen? Warum hat man Kosovo gegen den Willen Russlands anerkannt? Was machen die USA in Irak?, usw... . Die Fragen liessen sich beliebig fortsetzen. Die Antwort ist folgende: Aufgrund der geostrategischen Lage, zwischen zwei Ozeanen liegend, riskiert USA praktisch niemals einen Krieg auf eigenem Boden, im Unterschied zu praktisch allen anderen Nationen in der Welt. Daher, bewusst oder nicht, erlauben sie sich den "Luxus" bei der Durchsetzung ihrer Interessen viel weiter reizen zu koennen, als es vernuemftig waere. Selbst wenn sie ueberreizen, was haeufig genug passiert, gibt es fuer sie keine Konsequenzen - siehe juengstes Beispiel Georgien. Niemand spricht das Recht der Geogier ab in gesicherten Grenzen zu leben, jedoch kann man dies nur erreichen, wenn man die Interessen aller beruecksichtigt, so u.a. den Wunsch Russlands nicht von NATO Stuetzpunkten umgeben zu werden, sei es in Polen, oder in der Ukraine. Die USA haben ein einfaches Mittel: Einen der Streithaene unterstuetzen bis man als "Retter" gerufen wird und seine Bedingungen diktieren kann. Gruss aus USA.

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02. September 2008 21:10

Was ist der Unterschied zwischen Ossetien und dem Kosovo

Walter Wilke (ExFrankfurter)

Vielleicht weiß ich ja dies und das nicht, und es findet sich jemand, der es erklären kann. Den einzigen Unterschied sehe ich in der amerikanischen Interessenlage.

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02. September 2008 20:28

„Die EU hat Vernunft bewiesen“

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Fragt sich: was hätte Moskau unter Unvernunft verstanden? Hätten Sanktionen am Ende doch Russland empfindlich treffen können? Anscheinend ist Russland bei weitem nicht so stark, wie einige im Westen immer wieder glauben machen möchten. Also dann: EU-Freihandelsabkommen mit Georgien jetzt; NATO-Beitirtt Georgiens sobald wie möglich.

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