Was ist das für eine unglückliche Figur von Publizist die diese fortwährenden “Hass” Kritiken gegen die Late-Night Show im Ersten veröffentlicht? Offensichtlich hat er einen derartigen Hass bezüglich des Herrn Pocher entwickelt durch den jegliche Form von seriöser Kritik im Keim erstickt wird. Wer solch utopische Ansprüche an eine Sendung mit zwei gleich gestellten Moderatoren stellt ist vielleicht bei Sat1 besser aufgehoben.
Mit der ARD steht es ohnhin nicht zum Besten, anders ist das intellektuelle Abgleiten des ehemaligen Flagschiffs am Sonntagabend des Polittalks, der inzwischen von Fr. Will moderiert wird, nicht zu erklären. Diese hat sich offenbar zum Ziel gesetzt das Betroffenheitsfernsehen von Fr. Schreinemakers mit einem persönlichen Hartz IV Forderungskatalog in Einklang zu bringen. Insofern zeigt sich das einzig positive an der Rundfunkgebührenpflicht. Diese bringt nämlich, wenn auch nur moralisch, für die Beschäftigten des öffentlichen Fernsehens die Pflicht mit intellektuellen Mindestanforderungen zu genügen, was leider immer öfter nicht der Fall ist.
Mir geht es langsam gehörig auf die Nerven, dass sich die Medien in der Harald Schmidt Show, ihr neues Empörungsopfer gesucht haben.
Ich habe mir letztlich die Sendung mit Lady Bitch Ray zusammen mit meinen Freunden, die allesamt Studenten sind, angeschaut und wir haben uns sehr gut amüsiert. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen die sich ständig beklagen entweder keine Kapazitäten haben um den Witz in dieser Sendung zu verstehen oder sich schlicht und ergreifend an einigen Punkten stören, die sie daran behindern, die lustigen Dinge dieser Sendung zu sehen.
Es mag sein, dass unsere Generation durch Internet und andere Medien auch einfach eine ander Tolleranzschwelle entwickelt hat. Wir leben in einer Welt in der ständig öffentlich gelogen und betrogen wird und in der der Respekt vor anderen Menschen sehr gering ausgeprägt ist(Mehrwertsteuerlüge, Ypsilanti, Irak, Tempelhof (mehr Stimmen für den Erhalt als Wähler für die SPD in Berlin)usw..).
Mir ist es allemal lieber wenn Dinge mal offen unter die Gürtellinie gehen, als mir ständig geheuchelte Freundlichkeit und Betroffenheit anschauen zu müssen.
Ich hoffe Harald Schmidt beglückt mich auch weiterhin...
Es gab schon niveaulosere Sendungen im deutschen Öffenlichen und langweiligere Ausstrahlungen allemal.
Die besagte Show vom 24.04., die hier nun gerade so verissen wird, ist zudem eine der unterhaltsamsten des Duos. Und selbst der finale Rüffel des Meisters an seinen Lehrling birgt viel unterhaltendes.
Das Duo und insbesondere H. Schmidt gerade mit dieser Sendung abstrafen zu wollen wirkt konstruiert.
Hat da die FAZ eventuell einen Seitenhieb in einem Beitrag gegen Ende der Sendung in den falschen Hals bekommen?
Jedenfalls steht es der FAZ auch nicht gut zu Gesicht moralapostolischer als der Papst daher zu kommen.
Also, lasst die Kirche mal im Dorf, liebe Redaktion, und lasst Euren gefallenen Engel mal machen, denn er weiß sicher selbst sehr genau, was er tut.
Immerhin ist Harald Schmidt Pocher in der letzten Sendung die ich gesehen habe mal gehörig über den Mund gefahren, als der den weiblichen Gast (hatte gerade zugeschaltet) auf seine üblich derbe Manier auf den Arm nehmen wollte.
Sinngemäss sagte er etwas wie: "Also das macht man aber nicht, Oli, Leute die einen nicht verstehen so übel veräppeln, das lernst Du hoffentlich auch noch!".
Ich hoffe nur, dass das nicht auch ein müder abgesprochener Witz war, sondern mal eine ernsthafte Kritik an "Herrn Pochers Sinn für Humor" (ja, ich weiss, ein Oxymoron;-).
Bitte, Harald, ich kann mich dem Flehen des Authors hier nur anschliessen - wenn Du noch einen Funken Verstand oder Anstand besitzt, dann schick' diesen möchtegern Comedian dahin wo er hingehört, vielleicht in die Kantine hinter die Theke, oder in die Witze-Redaktion für RTL Samstag Nacht...
Josh
Wenn Dick und Doof sich gegenseitig schubsen oder Buster Keaton Torte ins Antlitz kriegt, das ist witzig.
Wenn Henryk M. Broder einen guten Tag hat und Unhöflichkeit als Kunstform etabliert, das ist witzig.
Wenn ein Feuilletonist im Fernsehen feinsinnige Subtilitäten erwartet, das ist - auf eine Art - auch witzig.
Tatsache ist: Schmidt und Pocher, auch wenn es mal ins zotige abrutscht, sind sicher nicht weniger subtil als so manche Operninszenierung in deutschen Staatstheatern.
Oder als so manche andere Kunst im einschlägigen Szene-Zirkus von Galerien und Vernissagen, wo Bedeutung bzw. die Simulation von Bedeutung in großen braunen Tüten verkauft wird, nur leider ohne Tüten.
Übrigens war Harald Schmidt früher, als alles noch besser war, eigentlich auch nicht wirklich besser. Manchmal war er beinahe genial, aber das kann er immer noch.
Und Pocher, wer hätte das gedacht, ist absolut fähig zur Selbstironie, was an sich schon recht subtil ist.
Da könnte sich z.B. Frank "Moderatorengott" Plasberg durchaus ein Scheibchen abschneiden oder Anne "Gouvernante" Will, um mal im Ersten zu bleiben.
Kurz und gut: Es ist nicht immer doll bei Schmidt und Pocher, aber doll genug, um als liebgewordene kalte TV-Dusche zu dienen, Donnerstagabend.
Harald Schmidt ist müde geworden wie die Zuschauer des leitmedialen Elends, das sich über sie ergißt. Ein Döschen Vaginalsekret der Powerfrau Lady Bitch- irgendwie schon sinnbildlich für den stinkenden Zerfall einer infantilen 68er- multikultipowerfrauengenderrockgegenrechtsclaudiaroth- Gesellschaft.
Gags? Nicht mehr möglich in der Agonie. Die Zuständigkeit für jene hat eine burleske Politikerkaste an sich gerissen und füllt sie wahrhaft voll aus: Kasper Beck, Seppl Merkel, vdL und die pittoresken Schwuchteln zu Hamburg und Berlin- nitschewo, was macht das schon, nach uns die Sintflut. Sie wird kommen. Schmidt weiß das. Er geht von dannen und weint bitterlich.
Schmidt war der einzig fähige Late-Night-Moderator, den das deutsche TV bisher hatte - bevor er zur ARD kam. Seit seiner "Kreativpause" ist er vor allem eins - unkreativ und lahm.
Und Pocher oder Ruf - die können vielleicht vieles machen, was heute als Comedy an Funfreitagen durchgeht, aber Late-Night können sie nicht. Die Mindestvoraussetzung dafür wäre mal ein Zeitungsabo einer Tageszeitung und die Fähigkeit und den Willen, mehr als drei Absätze zu lesen. Das spreche ich den beiden Oberprolls hier einfach mal ab.
Late-Night lebt von der Tagesaktualität und gezielten Spitzen und mehr oder weniger kleinen Tabubrüchen. Um einen Bruch hinzukriegen, braucht man aber erstmal ein gewisses Niveau - sonst fällts keinem auf. Schmidt und Pocher haben schon lange keins mehr. Die "FC Bayern"-Einspieler sind ganz amüsant und die eine oder andere Pocher-Parodie auch - der Rest entweder peinlich oder zum Gähnen. Wenn man von diesem miesen Niveau aus noch Tabubrüche hinkriegen will, dann bleibt eben nur noch das Primitive. Und da sind die beiden seit letzter Woche.
Schade drum, Schmidt war mal richtig gut - mittlerweile ist er fast so peinlich wie Waldi Hartmann in seinem EM-Klub ...
ich weiß gar nicht, warum es immer noch Leute gibt, wie etwa einen Michael Hanfeld, die konstant versuchen, diese Late Night Show von Anfang an schlecht zu reden und maßlos zu kritisieren. Muss die ARD (zusammen mit dem ZDF) immer noch der Sender für die Generation ab 50 sein, nur weil sie erst durch öffentliche Gebühren möglich sind, und muss sie deshalb auch nur diese Gruppe bedienen, da sie ja die Mehrheit im Staat repräsentieren? Schmidt und Pocher haben mal einen ganz anderen Ansatz gewagt haben und sozusagen ein jüngeres Publikum für die ARD zu begeistern versuchen. Es müssen ja nicht immer Witze sein die es ersten schon jahrzehnte lang gibt und dadurch nicht besser geworden sind und die das Motto haben--lach oder ich beiss dich--.
Wie wäre es denn mal mit einem kritischen Beitrag zum Musikantenstadl, oder gefällt der zuvielen?!
liebe ARD, Ihr wollt doch Geld sparen. Hört auf mit dem Schwachsinn