
Elke Heidenreich hat recht und spricht vielen Menschen aus der Seele. Der Kabarettist Georg Schramm hat einmal in einem seiner grandiosen Auftritte von einer geistig und seelisch verkrüppelten Jugend gesprochen. Die Privatsender haben einen Großteil zu dieser Verstümmelung beigetragen. Leider ziehen die öffentlich rechtlichen Sender unbeirrt nach. Es sollten die unfähigen Verantwortlichen beim ZDF entlassen werden, nicht Elke Heidenreich. Jene sind nicht in der Lage unsere Gebühren sinnvoll zu nutzen.

ist, dass die größten und auch bösesten Kritiker von Elke Heidenreich Frauen sind. Sollte mir das zu denken geben?

Geht es noch tiefer? Mich wundert sie nicht, diese geistlose Veranstaltung. Eine geistlose Veranstaltung in einer geistlosen Zeit. Nur damit ich nicht missverstanden werde: Ich stimme Frau Heidenreich völlig zu. Wenn eine die Menschenwürde verachtende und an geistiger Armut nicht meht zu unterbietende Sendung wie "Deutschland sucht den Superstar" da ausgezeichnet wird, dann haben die öffentlichen Sender die da mitmachten, ihren öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag völlig verfehlt und volle Kritik verdient. Wenn dann ein Herr Bellut nicht die Souveranität besitzt sich sachlich mit so einer Kritik auseinander zu setzen, wie das z.Bsp. ein Thomas Gottschalk mit Reich-Ranitzki tat, dann ist er fehl an seinem Platze. Herr Bellut warum haben sie kein öffentliches Gespräch mit Frau Heidenreich gewagt? Hatten sie Angst zu unterliegen? Ich erinner mich noch sehr gut an die Diskussion vom Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer mit dem damaligen quiekenden Supersternchen. Wie wurde Frau Schwarzer damals belächelt. So ist halt die heuitige Zeit. Es gilt nur noch die Subkultur des Mobs. Und dann wundern wir uns über eine desorientierte und desillusionierte Jugend die als U-Bahn Schläger in Erscheinung tritt. Die Folgen werden nicht ausbleiben.

Wie schade, daß sie ausgerechnet an Thomas Gottschalk ihren Frust abläßt. Der hat es nicht verdient, dessen 'Wetten das' ist eine Unterhaltungssendung mit einem Niveau das ich mir gefallen lasse. Fernsehen kann nicht nur aus Literatur und hoher Kunst bestehen, es soll und muss auch eine ganze Familie unterhalten können. Gottschalk hat dies trotz privater Konkurrenz immer geschafft OHNE dabei niedrigste Instinkte anzusprechen. Das was im Privatfernsehen geboten wird ist "unterirdisch" und wurde dennoch geehrt damit der Proportz einer solchen Veranstaltung stimmt. DAS hat Frau Heidenreich zurecht kritisiert. Wenn das ZDF einen Reich-Ranicki zusammen mit Vertretern der 'Dschungel-Camp Fraktion' auf die Bühne holt, DAS sollte einem fraglich stimmen. Nicht weil das ZDF Programm so schlecht ist, das ist es nicht, aber weil man sich, mal wieder, ohne Not an Formate anbiedert die man eigentlich nur mit Begriffen aus der Sprache des Sanitärhandwerks beschreiben kann.

Liebe Kommentatoren! Lest den Artikel doch nochmal in Ruhe: Frau Heidenreich kritisiert EINE PREISVERLEIHUNGS-SHOW, nicht 'das Fernsehen'! Es ist auch keine umfassende Gesellschaftskritik. Wenn die Fernsehmacher jeder noch so platten Sendung einen Preis zukommen lassen will, weil sie Quote macht, dann ist das soweit erstmal ok... Wenn diese aber alles - ohne Berücksichtigung der Qualität - in EINER Sendung abwickeln (was auch nur mit einem allglatten=nicht fassbaren Moderator gehen kann), genau dann kann es zu solchen Momenten kommen: ehren sie ihn, oder benutzen sie ihn??? Da ist es dann nicht mehr weit zur Idee, Nelson Mandela im Rahmen der Eröffnung der 500. IKEA-Filiale den Ehrenpreis für sein Lebenswerk zu überreichen, eingerahmt vom Männergesangverein Elberfeld-Süd, der Cheerleader-Truppe vom SV Hambüchen 05 und dem Top-Act, der Jazzband des Humboldgymnasiums Castrop-Rauxel. Und ich finde nach wie vor: diese Veranstaltung hat sie schön seziert. Schade, daß sie bisher die Einzige ist aus den Reihen der Fernsehmacher...

Mir fällt zuerst eine wichtige Lebensregel ein: Man sollte nie im Zustand emotionaler Aufgewühltheit Urteile fällen oder Entscheidungen treffen. Die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen ist enorm hoch. Emotionen bestimmen bei Frau Heidenreich und vielen Kommentaren einen erheblichen Teil der Kritik. MRR hat ja irgendwo einen Nerv getroffen, den Finger in die Wunde gelegt. Lehnt er dabei das Fernsehen (der im Fokus stehenden Sender) vollständig ab? Zielt er nur auf bestimmte Teile? Versteht er sich selbst als Richter über andere oder hat er eher eine Positionsbestimmung für sich selbst geäußert? Sollte diese als Anregung aufgegriffen werden und was genau sollte man am Fernsehen besser machen? Was heißt besser und für wen? Frau Heidenreich schrieb möglicherweise ihren Artikel nicht aus rein altruistischer Motivation. War ihre Kritik damit in jedem Punkt übertrieben, ungerechtfertigt oder gar falsch? Die spannende Frage ist: wie schafft man es, mit der Öffentlichkeit zusammen das Fernsehen anspruchsvoll weiterzuentwickeln, ohne Einschaltquoten zum Maß aller Dinge zu machen? Intendanten und betroffene Prominente sollten hiermit souverän, sachlich und zielorientert aber auch veränderungsbereit umgehen.

Wenn es eines letzten Beweises bedurfte, wie sehr sich Frau Heidenreich selbst überschätzt, hat sie íhn mit diesem peinlichen, vor Anmaßung nur so strotzenden Beitrag geliefert. Schade nur, dass sie damit der an sich berechtigten Kritik an der anscheinend unaufhaltsamen Verflachung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens einen Bärendienst erweist!

Ihr Kommentar liest sich wie die Stellungnahme einer rotzigen, 20 jährigen, frisch gebackenen Klugscheißer-Abiturientin. Ihr Beitrag ist nicht nur völlig überflüssig, sondern auch noch stilistisch schlecht geschrieben. Für wen halten Sie sich? Für die Hüterin der deutschen Kultur? Und was zum Teufel gehen Sie dann überhaupt zu einer solchen Veranstaltung? Daß es bei derartigen Abenden nicht um Qualität, sondern gegenseitige Sympathiebekundungen und Bauchpinseleien geht, durschaut jeder auch nur halbwegs intelligente Mensch - wahrscheinlich sogar Thomas Gottschalk. Generell scheinen sie Probleme mit der, von Ihnen so oft angesprochenen Intelligenz zu haben und sie mit Kultiviertheit zu verwechseln. Deshalb sage ich es noch einmal in aller Deutlichkeit: Intelligenz hat mit Kultiviertheit nichts zu tun, ja nicht einmal mit Bildung. Aber ich kann Sie beruhigen, denn mit dieser Fehleinschätzung sind sie nicht allein, sie ist typisch für alle Bildungsspießer. Also danke für Ihre aufrüttelnden Worte; oder zumindest den Versuch, aber ich finde die Rolle der kritischen Beobachterin will Ihnen nicht so ganz passen, Sie hängen Ihr Fähnchen doch auch bloß nach dem Wind.

Liebe Elke Heidenreich, trefflicher lässt sich wohl nicht beschreiben, was den prominentesten und sicher klügsten Kritikergiganten angesichts des (Nicht) Dargebotenen zur Eruption bringen musste: Es liegt nun an den Intendanten selbst, die Thesen zu widerlegen. Sollte den Sendern allein jedoch der Glaube fehlen und sollten sie es tatsächlich wagen, sich Ihrerseits der Kritiker zu entledigen, dann sollten sich die Gebührenzahler Ihrer Macht bewusst sein frei nach dem Motto: Wir sind die Seher! Time is money, die Gebühren zahlen wir und die Zeit läuft für die TV-Macher allmählich ab, wenn sie die Signale nicht erkennen. Eruptionen sind nur die Vorboten von Erdbeben. Ich fühle mit Ihnen, Frau Heidenreich. Herzlichst, Ihr Klaus Harnisch, Bonn.

So viele Zeilen brauche ich nicht: Die Elke Heidenreich hat absolut recht und auch ich habe am selten genutzen TV MRR zugejubelt,-- endlci mal EINER der es den Eseln dort sagt. Herzlich billhueter

Danke Elke, Sie haben mir aus der Seele geschrieben. Nur Schade, daß MRR sich auf dieses blöde Angebot vom Haribo-Mann eingelassen hat und diesen auch noch duzt. Claudius Kunze, Düsseldorf

Bevor ich zu Frau Heidenreich komme...: Der Begriff „Deutscher Fernsehpreis“ legt nahe, daß hier deutsche Fernsehsendungen prämiert werden. Und wer jetzt glaubt, daß nur von ihm wertgeschätzte Sendungen mit kulturellem Anspruch und geistigem Niveau hieran teilnehmen dürften, der hat Demokratie missverstanden. Also muß er sich gefallen lassen, daß das breite Spektrum Fernsehen hier präsent sein wird. Das wird auch MRR gewußt haben, allerdings hatte er als Nicht-TV-Konsument oder nur arte-Kenner keine Vorstellung von der vielfältigen Einfalt dieser Programme. Daß er nach knapp zwei Stunden zu dem Schluss kam, daß er nicht in dieses Umfeld gehört und den Preis somit nicht annehmen kann, ist ihm nicht zu verdenken und eine völlig logische Schlussfolgerung. Die Worte, die er hierfür fand waren präzise und letztlich für niemanden beleidigend. Das Resultat war dann auch nicht nur für diesen Abend wunderbar und Gottschalk bewies sich einmal mehr als geistreich und sicher auf diesem Hochseilparkett, bewundernswert. Danach meldeten sich natürlich viele zu Wort, auch viele, die besser geschwiegen hätten. So Frau Heidenreich. Warum, habe ich bereits ausgeführt.

Der ganze Artikel liest sich wie der Aufschrei eines televisionär missbrauchten Opfers, dass sich die ganze Zeit über in der eigenen Sendung, die auch noch (und das ist der Gipfel der Demütigung) ihren eigenen Namen trug, sozusagen im Dienste der Literatur prostituierte. Aber nicht genug, um die Heilsbotschaft des guten Buches in die Äther zu tragen hat sie sich auf den Canossaweg begeben und Sender für Sender unter, wie ich mir vorstelle, seelischen und sicherlich auch körperlichen Schmerzen, abgegrast um in widerwärtigen Sendungen vom gedruckten Wort zu predigen. Natürlich nicht ohne einen Scheck zu bekommen den sie sicherlich gleich gespendet hat, denn mit der Annahme eines solchen Blutgeldes kann man ja wohl nicht recht schlafen. Wenn man dann zu hause ist ist man natürlich nicht mehr in der Lage eine Fernsehzeitung zu konsultieren um vorab nach Werken mit geistiger Schöpfungshöhe zu selektieren und dann aktiv Fern zu sehen. Ja als Literaturintelektülle hat man es nicht leicht und ich bin froh dass endlich mal jemand auspackt. Wer weiss vielleicht ist das leiden ja noch nicht zu Ende und EH und MRR müssen noch einen Preis abholen: den deutschen Comedypreis!

Nach MRRs Ablehnung des Fernsehpreises meldeten sich viele zu Wort, auch viele, die besser geschwiegen hätten. So Frau Heidenreich. Mit ihrem Artikel hat sie sich selbst als das geoutet, was sie dort Herrn Gottschalk unterstellt. Sie ist nicht intelligent, sie ist nicht charmant, sie hat keinen Witz, statt dessen scheint sie reichlich bigott zu sein. Nachdem sie doch nur zu der von ihr so verhassten Veranstaltung ging um MRR zu ehren, hätte sie diese gemeinsam mit ihm auch verlassen können. Aber tapfer litt sie zwei weitere Stunden und dem nicht genug, stürzte sie sich noch ins Getümmel der Party, stellte sich offensichtlich mit Freude der Kamera eines der von ihr so verachteten Promi-Klatsch-Magazine, präsentierte ihre extra für diesen Abend angezogenen Pömps, um mit Claus Kleber das Tanzparkett zu erobern, wie sie freimütig ausplauderte. So gestärkt hat sie dann am Sonntag ihr gekränktes Ego, daß nicht sie die Laudatio halten durfte diesen Hass-Artikel geschrieben. Sollte dies der verzweifelte Versuch sein von ihren mangelnden Qualitäten als Moderatorin abzulenken und das mögliche Absetzen ihrer Sendung als Reaktion auf ihre Fernseh-Kritik zu schieben, hoffe ich sehr, daß sie damit nicht durchkommt.

Ich wünsche MRR alles Gute und die Kraft für weiter solcher Auftritte. Frau Elke Heidenreich kann ich nur zustimmen. Der uns bereitete und unsägliche Schwachsinn der über die Bildschirme flimmert, reicht aus, um einen Großteil der Gesellschaft nachhaltig zu verdummen. Wer mit offenen Augen durch unsere Straßen geht, wird sehen wie die Saat blüht. Die Frage die ich mir stelle lautet; wird dieser Müll gesendet weil der Zuschauer so dämmlich ist, oder ist der Zuschauer so dämmlich weil jener Müll gesendet wurde? Frau Heidenreich, ich freue mich auf Ihre nächste "Lesen".

... die öffentlich-rechtlichen Sender haben Frau Heidenreich bekannt gemacht. Das sollten sich all die, die ihr hier fleißig Beifall zollen, einmal bewusst machen und vor allem Frau Heidenreich selbst sollte sich darüber klar werden. Niemand erwartet dafür kriecherische Dankbarkeit, aber mindestens ein kurzes Innehalten und Besinnen vorm Schreiben. Auch wenn Frau Heidenreich sich wünscht: Zitat ".. hättest du mal die Klappe gehalten" - gesagt ist gesagt und der Flurschaden, den sie angerichtet hat, ist nur schwer wieder zu bereinigen. Gegen sachlich vorgebrachte, konstruktive Kritik hat niemand etwas, auch und erst Recht nicht ihr Haussender. Sehr wohl aber etwas gegen Kritik, die das richtige Augenmaß und Stil vermissen lassen.

Hut ab vor einem Herrn Reichh-Ranicki, der ebenfalls sein Lebenswerk kennt und sich nicht einreihen wollte in die Reihe der Preisempfänger. Wir leben in Deutschland, einem Land, das das Recht auf individuelle Meinungsfreiheit zu einem der Grundrechte erhoben hat. Mit diesem Recht geht die Pressefreiheit Hand in Hand, denn jeder der entscheidet braucht Infos zu pro und contra. Ich gehöre zu der nicht kleinen Gruppe der Bundesbürger, die ihre Informationen aus den vielen Alternativen zum Fernsehen holen und kein Fernsehen besitzen. habe Ich konnte und wollte die Sendung mit Herrn Gottschalk deshalb nicht sehen und verlasse mich auf den Wortlaut der in der begründenden Rede von Herrn Reich-Ranickis wohl überlegten Sätze. Das gelesene Wort ist nach wie vor von höchster Aussagekraft. Ich kann nur sagen, dass Frau Heidenreich als anerkannte Fachfrau im bereich Print wie auch Fernsehen die schlaflosen Nächte, von denen ich ebenfalls gelesen habe, zukünftig anderen Anlässen zuschreiben sollte, denn die zunehmende Zahl der Fernsehverweigerer in einer Gesellschaft von Event und Einschaltquoten dokumentieren schon lange eine mehr als kritische Haltung gegenüber dem Anreiz der Fernsehprogramme und grüße aus München.

Danke, danke, liebe Frau Heidenreich, für diesen wunderbar zornigen Text. Der alte Reich-Ranicki und Sie haben zwei Volltreffer gelandet in den Weichteilen des öffentlich-rechtlichen Systems. Dass es diesmal richtig weh getan hat, beweist der Blick auf einige der Kommentare zu Ihrem Artikel ebenso wie der hochnotpeinliche Versuch leitender Fernsehfunktionäre, mit dem Skandalon Reich-Ranicki "entspannt " umzugehen. Die Verkrampfung, die hinter den rhetorischen Lockerungsübungen der vergangenen Tage zu spüren ist, zeigt doch nur, wie nervös die Stimmung in den Funkhäusern wirklich ist: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland (immer noch das reichste der Welt) hat abgewirtschaftet, sein Zustand ähnelt auf frappante Weise dem unseres Bankensystems vor wenigen Wochen: Eine gigantische Blase, kurz vor dem Platzen. Das wissen die Damen und Herren am Lerchenberg und in den ARD-Häusern von Hamburg bis München. Sie haben allen Grund, nervös zu sein.

Liebe Frau Heidenreich! Ich schaue mir solche Sendungen längst nicht mehr an, weil ich weiß, was da auf mich zukäme, täte ich es doch. Ich verstehe solche Veranstaltungen auch im Grunde gar nicht, wo der Eine für den herausragenden Anspruch seiner Arbeit ausgezeichnet wird, während keine 2 Minuten später der Andere für das Fehlen desselben und der damit einhergehenden Massentauglichkeit gewürdigt wird. Wenn Sie mich fragen, ist Herr Reich-Ranicki sowieso nur eingeladen worden, damit sich die öffentlich-lächerlichen Sendeanstalten nicht eine komplette Verseichtung vorwerfen lassen müssen. Deswegen wundere ich mich ein bisschen darüber, dass sich Herr Reich-Ranicki, ein Mann mit 88 Jahren Lebenserfahrung (die er ja nicht auf dem Mars gesammelt hat), erwartungsfroh in eine solche Veranstaltung setzt und allen Ernstes damit rechnet, dort angemessen für sein Lebenswerk geehrt zu werden, während Sie auf der selben Veranstaltung wohl wissend später und nur sehr widerwillig auftauchen, wie Sie schreiben. Wäre es nicht klüger gewesen, ihren Freund VORHER anzurufen, um ihm zu sagen, er möge da bloß nicht hingehen? Oder war diese "Abrechnung" von Ihnen beiden am Ende womöglich inszeniert? Zutrauen würde ich es Ihnen ja... T. Dihrberg

Liebe Frau Heidenreich, bravo für Ihre mutigen Wörter und Scharfsinnigkeit, die sind heute mehr als wichtig. Sollte die fürchterliche Diktatur im Osten Europas gestern eine Herausforderung für den Geist gewesen sein, läuft der Abendland heute Gefahr im Wohlstand und ideologische Besinnungslosigkeit fatal sich zu verdummen. Es gibt ein intellektuelles Recht (und Pflicht) nicht nur gegen politische, ideologische und religiöse Tyranneien, sonder auch gegen die Verdummung des Volkes durch die Medien in den besten demokratischen Zeiten sich lautstark zu äußern. Dass Sie es gemacht haben, verdient sehr viel Respekt. Bestimmt werden Sie öffentlich auf dem Scheiterhaufen der Fernsehlandschaft geworfen, weil, was Sie sagen, ketzerisch ist und diese Republik gerade politisch, ökonomisch und kulturell von tausenden Konformisten geleitet wird. Es tut mir für Sie leid. Anderseits wird das, was Sie offen gesagt haben, eine fürchterliche mahnende Wahrheit bleiben. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin viel Mut. Danke G. Halili, München

Wer geniesst noch wirklich das TV-Programm mit gutem Gewissen? Ist es nicht unser aller Ärger dem Herr Ranicki und Frau Heidenreich Luft gemacht hat? Viele Leser wirken überrascht wenn Medienkritik auch mal impulsiv, direkt und frustriert erfolgt. Der "gerechte Zorn" wirkt arrogant und überheblich, das verletzt uns alle als Konsumenten und vor allem die Medienschaffenden. Kein Teil unserer Gesellschaft sollte sich so abgrenzen und über andere hinwegheben. Diese Kritikan den sonst so im Hintergrund stehenden Kritikern ist treffend, doch warum sollte man überrascht sein? Überrascht das Kritiker kritisieren? Come on... Die Vermittlung von intelektuellem Denken ist immer ein Prozess, das ist durch die Begriffsklärung bereits definiert. Nichts anderes kann von bildendem Fernsehen gefordert werden. Das lit. Quartett war eine Diskussionsrunde, keine abgefilmte Vortragsreihe. Man verstehe den Zorn von Frau Heidenreich nicht als arrogante Forderung nach mehr Inhalten für die Bildungselite. Fernsehen ist noch immer das mächtigste Medienwerkzeug unserer Zeit und jede Bildungsschicht hat das Potential ihre Fähigkeiten im sozialen Verständnis- und Entwicklungsprozess durch kontroverse und fordernde Inhalte zu verbessern.

Ach ja... Frau Heidenreich hat gestern einen Mediapreis eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksendes angenommen. Ich denke, die arbeiten alle so, das man sich schämen muss?! Gilt das auch für die Auswahl der Preisträger? Also es tut mir leid, Frau Heidenreich hat ihre Sympathiepunkte, die sie bei mir bisher hatte, wirklich sowas von verspielt. Selbst im Nachgang auf die FAZ erfolgende Äußerungen werden nicht differenzierter. Sie sollte sich aus den Medien zurück ziehen und ihren Groll woanders ausleben. Es ist einfach abstoßend.

Erlangen, 15.10.2008 Sehr geehrte Frau E. Heidenreich, ich kann mich Ihren Ausführungen nur anschließen. Sie haben Alles, womit sich meine Gedanken schon jahrelang beschäftigen, zum Ausdruck gebracht. Somit kann und brauche ich dem nichts hinzu zu fügen. Vielleicht wäre es angebracht, den so genannten Moderatoren, Comedien, Schauspinnern, VIPs, Stars und Sternchen etc. Nachhilfeunterricht in deutscher sprachlicher Ausdrucksform angedeihen zu lassen, damit wir in der Zukunft auf die vielen "ääh, emm, ich denke ..., ich glaube ..., ich würde sagen ..., verzichten dürfen oder diesen von der Agentur für Arbeit eine Tätigkeit bei der Telegrammaufnahme vermittelt wird, weil sie "Spezialisten" für Sätze ohne Subjekt und Prädikat sind. Mit vorzüglicher Hochachtung Earnest F. Right Erlangen

Um den Beitrag von Frau Heidenreich durchzuhalten, bedarf es einer gehörigen Portion Geduld und "kalten Blutes"! Sie nennt sich "Journalistin", schreibt aber weder differenziert noch objektivsondern diffamiert pauschal! Frau Heidenreich maßt sich an, in unser aller Namen zu sprechen. Das zeugt von einer Realitätsferne, die sie bei den Verantwortlichen der Sender anprangert – so schnell kommt ein Vorwurf zurück. Wenn Frau Heidenreich so angewidert vom deutschen Fernsehen ist, dann stellen sich mir die folgenden Fragen: Wem verdankt sie ihre Bekanntheit? Es sind es diejenigen die diese "hirnlose Scheiße" produzieren! Womit meint Frau Heidenreich, sich selbst von den "jämmerlichen Produkten" abzuheben? Sie formuliert ihren Artikel schnoddrig im Stil und auch noch voll grammatischer Fehler. So kann man sie nicht ernst nehmen! Frau Heidenreich sollte sich ihrer wahren "Größe" wieder bewusst werden. Sich mit Reich-Ranicki in eine Reihe zu stellen, ist anmaßend! Und so sehr zu betonen, wie eng sie doch mit "MRR" sei, das ist der untaugliche Versuch, vom Glanz eines wirklich Intellektuellen ein wenig abzubekommen. Manch ein Prominenter hat den richtigen Zeitpunkt für den würdigen Abgang verpasst, Frau Heidenreich ist darüber weit hinaus.

Sie haben mir aus der Seele gesprochen! Bitte werden Sie nicht müde. Ihr Wort hat Gewicht, im Gegensatz zu dem der armen Zuschauer, die sich diesen Schwachsinn, wie gestern Abend wieder Dieter Bohlen und Mario Barth bei J.B.Kerner, ansehen oder abschalten müssen. Gerhart Grüber

Hallo, da es hier um die Unterhaltungsbranche geht (auch Literatur gehört dazu), ist der Unterhaltungswert beim Eklat deutlich höher. Also Mission erfüllt. Allerdings sollte man sich hüten, öffentlich die Intelligenz anderer Menschen zu bewerten. Freundliche Grüße

SONDERN NUR FÜR IHRE SENDUNG. PEER STEINBRÜCK SAGTE KÜRZLICH VOR DEM UNTERNEHMERKONGRESS: "ES GIBT DREI PUNKTE, DIE ICH FÜR DIE ZUKUNFT DES LANDES FÜR GANZ WICHTIG HALTE. DER ERSTE IST:BILDUNG; DER ZWEITE IST BILDUNG; DER DRITTE IST BILDUNG.DIE KULTURSENDUNGEN, JA ALLES MIT ANSPRUCH AN REFEXION, IST LÄNGST IN DIE NACHT GERUTSCHT, WEIL DANN DIE EINSCHALTQUOTE SCHLAFEN GEGANGEN IST, DIE JA ANGEBLICH PERMANENT BEDIENT WERDEN MUSS, WEIL SIE SICH IM BESITZ DER WAHRHEIT GLAUBT. HEINER MÜLLER SCHRIEB:"MINORITÄTEN WERDEN VON DER MASSE ÜBERFAHREN UND DIE SCHAUT SICH NICHT MAL UM". ALS DAS FERNSEHEN NOCH NICHT TOTAL AMERIKANISIERT WAR (DIE AMERIKANER HABEN DEN DIREKTEN WEG VON DER BARBAREI IN DIE DEKADENZ GENOMMEN, OHNE DEN UMWEG ÜBER KULTUR), GAB ES IN DER "PRIME TIME" BEISPIELSWEISE LESSINGS NATHAN ZU SEHEN UND DAS HABEN AUCH MILLIONEN GESCHAUT. W. THOMA´S SATZ: "DER KÖDER MUSS DEM FISCH SCHMECKEN, NICHT DEM ANGLER" ENTSPRICHT, IN SEINEM HOHEN ANTEIL AN ZYNISMUS, GANZ DEM ZEITGEIST UND BEDARF KEINER KOMMENTIERUNG. WIE WUNDERBAR SIND DA MRR UND E.H., DIE SICH MIT GLAUBWÜRDIGKEIT STEITBAR IN MEDIENVORGÄNGE EINMISCHEN. ICH MÖCHTE DARAN ERINNERN, DASS DAS ZDF ROGER WILLEMSEN KENNTNISREICHE, INTELLEGENTE TALK-SHOW GEKIPPT HAT UA...........

Die „einflussreichste deutsche Intellektuelle“ laut Cicero 2008 hat wieder zugeschlagen und dem deutschen TV-Massenpublikum den Spiegel vorgehalten. Das Ergebnis war so vorhersehbar wie ein Auftritt von Dieter Bohlen in einer Literatursendung. Intellektuelle Überheblichkeit und Arroganz gepaart mit dem typisch elitären Geschmack harmoniert nicht zum Geschmack des deutschen TV Massenpublikums. Fernsehen wird für das breite Publikum und nicht zur Unterhaltung intellektueller Eliten gemacht. Die haben ihre Heimat in den gebührenfinanzierten Sonderkanälen wie Arte, Phönix etc. Nur so können die Werbemillionen eingenommen werden mit deren Hilfe die Programmvielfalt in Deutschland sichergestellt wird. Denn seien wir ehrlich: Keiner von uns träumt angesichts der ohnehin hohen Lebenshaltungskosten von GEZ Gebühren, die 20 Euro und mehr im Monat betragen nur um ein TV zu ermöglichen, dass konsequent am Geschmack der Zuschauermehrheit vorbeiproduziert wird. Frau Heidenreich wäre besser bei ihren Büchern zu Hause geblieben als bei dieser Veranstaltung. Gleiches gilt für MRR, der eigentlich hätte wissen müssen bei welcher Veranstaltung er Gast und Geehrter war.

Wie kann es sich Frau Heidenreich bitteschön nur anmaßen, das deutsche Fernsehen zu kritisieren?! Sie macht(e) eine erfolglose Literatursendung, die so langweilig ist/war, dass man sich beim ZDF nun zurecht fragt, ob es weiter geht oder nicht. Egal, was Frau Heidenreich über das deutsche Fernsehen denkt, kann es ja nicht sein, dass sie alle in einem Topf wirft. Beim Fersehpreis wurden hervorragende Journalisten ausgezeichnet, z.B. Herr Kuntze für seine großartige Altersheim-Reportage oder die Auslandsreporter. Ist das denn auch "hirnlose Scheiße"? Meiner Meinung nach sind sowohl Herr Reich-Ranicki als auch Trittbrettfahrerin Frau Heidenreich dermaßen arrogant und selbstherrlich, dass Sie völlig vergessen, dass sich im deutschen Fernsehen niemand (aber wirklich auch NIEMAND) für sie interessiert. Lasst die Leute doch DSDS gucken, wenn sie wollen. Keiner zwingt sie. Vielleicht sollte man die Leute lieber zwingen, sich "Lesen" anzusehen... dann hätte die Sendung wenigstens ein paar Zuschauer. Aber dann würden die meisten auch schnell erkennen, dass für sie "Lesen" die "hirnlose Scheiße" ist und nicht DSDS. Zurecht oder nicht? Das bleibt jedem selbst überlassen.

DIE EINMISCHUNG HAT VERVE, EMOTION, EMPÖRUNG, ZORN, UNMITTELBARKEIT UND DER APELL GEHT AN MENSCHLICHKEIT IN HALTUNG UND TAT, DABEI IST ES GARNICHT SO ZENTRAL, OB SIE IN JEDEM PUNKT RECHT HAT, - SIE IST GLAUBHAFT UND DECKUNGSGLEICH. DAS ALLEINE IST SCHON,DER GROßEN SELTENHEIT WEGEN GANZ HERRLICH UND WICHTIG IN EINER DERART DURCHMODERIERTEN GESELLSCHAFT; ALSO DER PLURALISTISCHEN, IN DER JEDER RECHT ZU HABEN SCHEINT. ALS NEIL POSTMAN´S BUCH "WIR AMÜSIEREN UNS ZU TODE" ERSCHIEN, HAT MAN IN DEUTSCHLAND NOCH VON SCHWARZMALEREI GESCHRIEBEN. BAUDRILLARD SCHRIEB:"DAS SCHULSYSTEM, DIE MEDIEN, DIE MASSENKULTUR UND-INFORMATION SIND ES, DIE DAFÜR SORGEN, DASS DIE MENSCHEN ZU KOPIEN WERDEN, DIE EINANDER ENTSPRECHEN". ICH GLAUBE, DASS DIE VON MIR GERADE GELESENEN EINWÄNDE GEGEN DIE ÄUßERUNGEN VON E.H. HAUPTSÄCHLICH AUS DEM ÄRGER KOMMEN, DIE VERFLACHUNG UND AMERIKANISIERUNG GARNICHT BEMERKT ZU HABEN ( DIE KÖCHE IN DER PREISVERLEIHUNG UND DIE PRÄMIERUNG VON DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR) UND NUN DURCH FRAU HEIDENREICH HINWEIS, AUF IHRE FAKTISCHE KLONUNG VERWIESEN WERDEN; WAS IHNEN WENIG PASST. DAS SCHEINT MIR DER HAUPTBEWEGGRUND, DENN ELKE HEIDENREICH IST JA NICHT FÜR DEN SENDER - AN DEM SIE ARBEITET- VERANTWORTLICH ZU MACHEN, SONDERN NUR

... du hast ein Imperativ-Problem. Nein, geh hin und mach den mal ohne Deppen-Apostroph. "Er sagte mir: geh’ hin zum Deutschen Fernsehpreis, schließlich kriegt den Marcel Reich-Ranicki, dem hast du viel zu verdanken, zeig’ und sag’ ihm das, aber geh’ nicht zu früh ..."

Sehr geehrte Frau Heidenreich, ich stimme Ihnen in jedem Punkt zu! Ich bin nicht immer mit der Art und Weise einverstanden wie Herr Reich-Ranicki mit Literatur und ihren Autoren umgeht, aber ich kann ihm nur zustimmen wenn er einen solchen Preis bei einer solchen Veranstaltung und von einem solchen Laudator nicht annehmen möchte. Es ist ein Lichtblick, dass es Menschen wie Sie und Herrn Reich-Ranicki gibt, die den Kampf um unsere Kultur nicht aufgeben und auch die Konfrontation in der Öffentlichkeit nicht scheuen. Ich kann Sie nur ermutigen weiterzumachen und sehe mich bestätigt, dass ich meinen Widerstand gegen die Verdummung in unserem Fernsehen nicht aufgeben werde. Vielen Dank!

Man sollte sich über die treibendenden psychologischen Antriebe bzw. Hintergründe jetzt im Klaren werden, was dem, von MRR und Elke Heidenreich, kritisierten Fernsehmüll zugrunde liegt: Es ist die sich sozial-epidemiologisch umgreifenden Profilierungsneurosen der Showstars, Fernseh-Macher und der Eliten. Diese findet man immer mehr (und ist dorthin wie ein Virus übergeschwappt) auch in den Kreisen, die man Eliten nennt, ain erster Linie Universitäten und in der Politik, die sich dem Showgeschäft immer mehr ähnelt und sich neuerdings in grossen medienwirksamen Marketing-Shows gegenseitig hochjubeln, hochranken und ihre Kritiker ausgrenzen. Was wir sehen und lernen ist: das es einen Unterschied zwischen den sich auf diesen Bühnen feiernden, toll geschminkten Eliten (hierzu zählt man auch die Show- und Fernseh-Stars) und der echten kritischen Intelligenz gibt. Frau Heidenreich und MRR haben sich hiermit wieder auf ihre kritische Intelligenz besonnen, weil sie merken, (auch getragen durch die aktuellen Ereignisse der Finanz- und Managerkrise) das die Zeit dafür gekommen ist!

In einem gebe ich Frau Heidenreich recht: Es findet tatsächlich viel TV-Volksverdummung statt, und zwar sowohl beim Öffentlich-Rechtlichen als auch bei den Privaten. Nun berührt es aber merkwürdig, wenn eine Dame, die so vehement Niveau von ihrer Umgebung einfordert, selbst so niveaulos-pauschal mit Abwertungen und Diffamierungen um sich wirft. Es wirkt dermaßen selbstgerecht, eitel und überheblich, daß die eigentlich bedenkenswerte Kritik im Dünkel und Schlamm ertrinkt. Herr Gottschalk mag "Geschmackssache" sein, allerdings kann man ihm weder Intelligenz noch Charme noch Witz absprechen. Wenn Frau Heidenreich die Bemerkung von den "Weglauf-Kindern" dermaßen 1:1 nimmt, zeugt das von einem eigenen Mangel an den von ihr bei Gottschalk vermißten Eigenschaften. Bissiger als Gottschalk kann man den Erfolg einer solchen RTL-Doku-Sendung nicht kommentieren! Aber für solche Feinheiten hatte Frau H. wohl vor lauter Ekel und Entsetzen keine Wahrnehmung mehr. Allerdings wäre sie so gerne Laudatorin bei dieser "hirnlosen Scheiße" gewesen... interessant! Auch dieses ganze "ich hätte" und "wäre am liebsten..." Frau H. spricht sicher manch Wichtiges an. Aber es erstickt, wie gesagt, an eigener nivaulosen Emotionalität.

Redet doch endlich mal Tacheles hier! Worum geht's denn wirklich? Es geht darum, dass die Ranickis, Heidenreichs & Co. mit der neuen Medienlandschaft nicht klar kommen. Sie sind Relikte aus jenen Tagen, da tatsächlich ein elitärer Zirkel auf wenigen Hörfunk- oder TV-Kanälen von der Kanzel dem breiten Publikum predigen durfte, was "gut" und "schlecht" sei, was man lesen solle, was nicht, was man glauben solle, was nicht. Heute? Heute haben Ranicki oder "Frau Stratmann" gerade mal Zeit zum Luftschnappen für den großen kritischen Rundumschlag, da haben sich mündige Bürger längst schon kompakte Informationspakete aus dem Internet beschafft, sich eine umfassende eigene Meinung gebildet und von zahllosen lebensnahen (!) Rezensionen anderer Leser profitiert. Eure goldenen Zeiten sind vorbei, ihr Ranickis und Heidenreichs: Ihr seid nicht mehr die "Hauptdarsteller"! Ihr müsst Euch heute brav in die riesige Gruppe derer einreihen, die ebenfalls mitreden wollen und dürfen! Gut, diese neue Meinungs"vielfalt" gebärt auch viel Schwachsinn. Aber Ranicki sollte genau diese Vielfalt eher lautstark loben denn verdammen!

sehr geehrte frau heidenreich, sie haben wahrscheinlich mit allem, was sie schreiben recht - aber nicht das recht zu der arroganz, die überall in ihren sätzen durchblickt. ich glaube, sie sind kaum besser, als die, die sie kritisieren...

Liebe Frau Heidenreich, bis eben noch fand ich Sie echt spitze. Dieser Artikel aus Ihrer Feder trifft mich wirklich und der Begriff Fremdschämen wird für mich Realität. Echt beeindruckend wie Sie sich mit Karacho auf den Ranicki Zug schwingen und sich so absolut stillos in den Vordergrund zu drängen versuchen, dagegen ist die DSDS Jury ja der reinste Kindergarten. In welchem Vertrag steht denn geschrieben dass Sie sich nebst Gatten beim Deutschen Fernsehpreis zeigen 'müssen'? Würde mich wirklich interessieren, den Fernsehpreis gibt es ja schon ein bisschen länger und damit ist Ihnen die Veran- staltung sicher nicht gänzlich unbekannt. Warum bleiben Sie denn nicht einfach zuhause wenn Sie das alles so anödet? Spannend wäre zu wissen, wie Sie sich über die Veranstaltung geäussert hätten hätte nicht Herr Reich-Ranicki eine solche Vorlage gegeben oder Sie hätten gar einen Preis erhalten. Dieser Versuch zu suggerieren Sie seien mit MRR auf Augenhöhe ist arm. Ich jedenfalls zähle Sie seit diesem Artikel zu jenen die Sie so intolerant und kleinkariert verhöhnen, schade eigentlich...

Dass MRR sich seinem Ruf entsprechend verhalten hat, finde ich gut und richtig. Die Qualität dieser Sendung (und die vieler anderen im Öffentlich-Rechtlichen und bei den Privaten) hat dieses Verhalten längst verdient. Mindestens genauso schlecht geht es mir aber, wenn ich Kommentare wie den von Frau Heidenreich lese: Natürlich war ihr eigentlicher Platz in der 4. Reihe (schaut her, so wichtig bin ich!), natürlich wäre sie für's Laudatio prädestiniert gewesen (und warum hat sie nicht?), natürlich hat sie sich für MRR geschämt (und warum ist sie nicht aufgestanden und hat demonstrativ mit ihm den Saal verlassen?). Und wenn ich lese, dass sie meint, "... eine Sendung zu machen, die in gewisser Weise die seine fortführt ..." wird mir ganz übel! Glaubt sie wirklich, dass sie auch nur annähernd an die wunderbaren Auseinandersetzungen für und wider einzelne Buchtitel des früheren "Literarischen Quartetts" herankommt, indem sie alle anstehenden Titel in ihrer eigenen Sendung kurz hoch hält und uns verkündet: "Ein wirklich lesenswertes Buch! Ich habe selten ein so gutes Buch gelesen!" Mehr nicht!? Bleibt nur zu hoffen, dass das ZDF die angebotene Eigenkündigung annimmt!

Der alte Meister hat es uns mal wieder gezeigt : das Volk fliegt auf Drama und Klamauk, panem et circenses, es schlägt sich und verträgt sich. So hat Reich-Ranitzki denn die Ödnis der Verteilung von Fernsehpreisen innerhalb weniger Minuten ordentlich aufgemischt: erst den Preis donnernd abgelehnt, dann einen Extraauftritt mit den (!) Intendanten erzockt und schließlich den Moderator, der ihn jetzt duzen darf, abgeküßt. Sowas hat sogar der Gottschalk noch nicht erlebt. Den Preis hat der alte Fuchs am Ende natürlich dennoch mitgenommen, man weiß ja nie, wofür er gut ist - und der Pott (oder ist es eine Art Säule ?) macht sich trotz allem vielleicht ganz gut in der Liste der Ehrungen, die zu gegebener Zeit erwähnt werden müssen. Auch Heidenreich weiß natürlich, wie man Quote macht. Wir lernen, daß sie gerne ein passende Rede gehalten hätte. Else Stratmanns Kommentar zum Fernsehpreis wäre vielleicht lustig und gut für ihre Quote gewesen. Es wollte das aber dort keiner und so gab nur Karten für die letzte Reihe - oder doch für die vierte ? Na, auch egal, uns Zuschauern jedenfalls. Immerhin durfte sie sich in der FAZ verbreiten und auf Atze ätzen. Showbusiness eben, alles gut geheuchelte Empörung, aber nichts sonst.

Willkommen in Club! Wie fast immer ist auch dieser Bericht von Frau Heidenreich unterhaltsam glänzend geschrieben. Weniger glänzend war jedoch ihr eigener Auftritt, den man nach Schluss dieser zweifelhaften Gala, kurz auf dem Bildschirm erleben konnte. Weitgehend unfrisiert und blass, ein Mauerblümchen ohne grossen Mut zur Selbstäusserung. Nun, sie hat es in ihrem Artikel nachgeholt. Man sagt gebührenden Dank!

... die Ihr jetzt Heuchelei vorwerft oder vermutet! Wer sei sie denn eigentlich, dies zu tun? Und der Aufbau dieses Pamphlets, könnte wirklich besser sein, sprachlich auch verbesserungswürdig. Jaja, so sind sie, Deine deutschen Intellektuellen. Wirklich schade, daß die FAZ schon wieder nicht EUCH gebeten hat, das Statement zu diesem Anlaß zu schreiben! Zur Heuchelei: Ja, sie ist beim Fernsehen und Rundfunk. Aber eben nicht bei DSDS, Mariendoof, RTL exclusiv, Salesch, Kaiser und Konsorten. NIE in all den Jahren. Und das war und ist geradlinig und hat Rückgrat. Und in diese Linie paßt auch dieser wütende, traurige Artikel. Emotional - ohne Anspruch auf den Pulitzer-Preis. Leute wie Ihr werft auch Robbie Williams vor, daß er nicht Sinatras Stimme hat und von Sammy Davis Jr. trennen ihn Welten. Nur das perfekte Genie darf kritisieren. Ihr selbst dürft! Ihr alle trinkt nur Kaffe aus dem fairen Handel und eßt Fleisch von glücklichen Kühen, trennt Müll und habt alles von Pina Bausch gesehen. Denkt mal 'ne Viertelstunde drüber nach. Vielleicht reicht es am Ende doch noch für ein: Gut gemacht! Danke, Elke! (Viertelstunde? Schafft Ihr schon! :) )

Danke - Elke ! Ihr und MRR's Zorn macht mich hoffnungsfroh, dass endlich ein Umdenken in den Schaltzentralen der Sender erfolgt - denn Ihre Stimmen sind nicht nur unüberhörbar - sie haben auch das notwendige Gewicht.

natürlich ist die Kritik auch einem erlaubt, der zuvor sein Leben lang von eben diesem Medium profitierte, nur so entsprechend bekannt werden konnte. Aber er muss sich dann auch fragen lassen, wie es sein kann, an einer solchen Ehrung überhaupt Teil zu nehmen, wenn doch das Machwerk jener, die ihn auszeichnen wollen, so grottenschlecht ist? Heidenreich wie MRR sind Instinktmenschen. Das macht sie mir sympathisch, für andere aber auch unberechenbar. Sympathisch an dem Artikel ist, dass Frau Heidenreich keinen Hehl aus ihrer Parteilichkeit macht. Dennoch sind die Anwürfe zu persönlich geraten, so dass es die Angesprochenen viel zu einfach haben, sich den Schuh nicht anziehen zu müssen. Wirklich stark sind die Zeilen, die MRR's Abgang beschreiben: Kritiker leben sehr einsam - oder werden es, wenn klar wird, dass sie ihr Wesen jedermann gegenüber gleich offenbaren...

Selbstverständlich haben Sie völlig recht, Frau Heidenreich. Aber 'mitgefangen, mitgehangen'. Das gilt weniger für MRR als für Sie. Nachdem man dem Medium TV so erfolgreich geworden ist wie Sie, hat es schon 'ein Gschmäckle' [sagt ein seit ewigen Zeiten im Schwabenland lebender, aber in der Wolle gefärbter Rheinländer - denn das ist das passende Wort !] wenn Sie über das Seichte räsonieren. Wie gesagt: Sie haben recht, aber hätten ihn dann aiuch vorher warnen sollen/können ! Michael Richter, Seekirch

Der Artikel von Frau Heidenreich war für mich fast ebenso qualvoll zu lesen, wie die Preisverleihung für MRR gewesen sein muß. Er strotzt nur so von Eitelkeit. Anscheinend war ihr der Eklat lediglich ein willkommener Anlaß zum Versuch, ihr Image durch Selbstbeweihräucherung aufzupolieren. Wenn sie über die mangelhafte Qualität der meisten Fernsehsendungen schimpft, stimme ich ihr voll und ganz zu, habe aber längst die Konsequenz gezogen und schalte den Apparat einfach nur noch höchst selten mal ein. (Der in jeder Hinsicht hervorragende Film "Der ewige Gärtner" lief vor wenigen Tagen übrigens auf dem von ihr geschmähten Sender Sat1 zur besten Sendezeit um 20.15 h. - Aber auch den habe ich mir nicht angesehen, weil mich die Reklame stört - gute Filme kaufe ich mir auf DVD. Denn ich sehe lieber einen guten Film mehrmals als immer wieder neuen Quatsch, der mittels Werbung auch noch zeitraubend in die Länge gezogen wird. Daß ich auf diese Weise inzwischen die fünfstündige BBC-Verfilmung von Jane Austen's "Pride and Prejudice" Satz für Satz auf Englisch mitsprechen kann, hat meine Fähigkeiten in der englischen Konversation erfreulich bereichert). Ich kann es nur jedem empfehlen, der beim "Fernsehen" Spaß haben will ...

sie ist trotz skepsis gekommen, danach geblieben, danach kurz ihren "frust" geschrieben. nur, wie glaubhaft ist das? erscheint mir als inzenierung von einigen leuten, welche sich kennen. WERBUNG. man kann selbst kündigen, hier nicht geschehen, nur werbewirksam geschrieben: "Sollen sie mich doch rausschmeißen" und der einzige, welchem bei der verleihung der kiefer ganz unten hing, war doch auch ein abhängiger der öffentlichen. heist der kerner, oder ist es ein anderer pastor? die intendanten wirkten doch fast gefasst nach Gott Schalks rettung, oder? war es ein geplanter "eklat" um die neue wirtschaftskrise zu vertuschen? fliege lieber weiter, um zu verkünden "wir müssen nun was tun" (copyright merkel)

Danke, MRR, Danke Frau Heidenreich. Abr warum, um Alles so spät? Es ist doch nicht erst gestern gesxhehen, dass sich die öffentlich Rechtliche nauf das Niveau der privten herabgelassen haben! Es gibt doch schon lange Kritiker , die den Umgang mit unseren Gebühren anprangern, und fordern, dass sich die Öffentlich Rechtlichen von dem Verdummungsangebot der Privaten distanzieren. Dass MRR als kaum-Seher das nicht bemrkt habe will ,ist durchaus glaubhaft, Frau Heidenreich sitzt abert noch immer mittendrin. Aber vielleicht braucht man manchmal einen Wutasubruch eines klugen, alten, lebenserfahrenen Mannes, damit man den Mut findet, der eigenen Wut Bahn brechen lassen zu können. Ihr zorn, und der von MRR ist berechtigt. Und ihre Beschreibung von Thomas Gottschalk ist treffend. Ich hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen, TG außerhalb der Bühne kennenzulernen und kann Frau Heidenreichs Beschreeibung nur vollständig zustimmen. Wäre ich anwesend gewesen, ich wäre vor MRR niedergekniet, hätte er das zugelassen. und ich würde auch vor Elke Heidenreich niederknieen,, ließe sie das zu, für ihre Wutrede. Danke an Beide!

Lieber Marcel Reich-Ranicki! Liebe Elke Heidenreich! Ein großes von Herzen kommendes Dankeschön möchte ich Ihnen beiden sagen: Durch Ihre kritischen Anmerkungen bei der beabsichtigten Preisverleihung und Ihren Kommentar zu dem "Skandal" haben Sie beide auf ein meiner Meinung nach sehr großes Problem bei der (Medien)-Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen aufmerksam gemacht: die immer mehr um sich greifende Niveaulosigkeit auch der Fernsehsendungen bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, ganz zu schweigen von denen der privaten Sender!!! Wenn Sendungen, die "arm, verblödet, kulturlos und lächerlich"sind, zusammen mit ihren Machern durch einen Fernsehpreis ausgezeichnet werden (weil sie die erforderlichen Quoten erreichen), dann ist das Arbeiten genau gegen diese Verdummung von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sehr interessant war die Mimik der während der Rede von MRR eingeblendeten Prominenten: Als die Ernsthaftigkeit seiner Begründungen verstanden wurde (das dauerte sehr lange), war auf einigen Gesichtern sogar so etwas wie Zustimmung und Verständnis abzulesen. Ja, und großes Unbehagen ob der Tatsache, ja auch Gast dieser Veranstaltung zu sein.

Bravo Herr Reich-Ranicki, danke Frau Heidenreich! Endlich spricht jemand die unbequeme Wahrheit klar und deutlich aus. Was wäre unsere Welt ohne solche couragierten Menschen?

Liebe Frau Heidenreich, vielen Dank dafür, dass Sie das ausgesprochen haben, was mich schon lange stört. Nur wenn einzelne Menschen Gesicht zeigen, die beseelt sind von einer Idee, diese konsequent durchhalten und sich auch der Kritik stellen, können unsere (in diesem Fall 4) Kinder sich eine eigene Meinung jenseits des mainstreams bilden. Eine gesichtslose "Bildungsoffensive" und zwangsweise Uwe Johnson in der 12. Klasse hilft da nicht viel. Danke für die "zweite Ebene" und dass sie als Person sichtbar werden!

Liebe Frau Heidenreich, DANKE! Zum erstenmal bereue ich den Deutschen Fernsehpreis nie angeschaut zu haben. Grüsse

Als Reich-Ranicki noch mit und sich über Literatur im Fernsehen unterhielt, sah ich diese Sendungen in elterlichen Wohnzimmer. Zu Beginn meines Studiums entschied ich mich bewußt gegen ein eigenes Fernsehgerät und diese Entscheidung halte ich bis heute, zusammen mit meiner Familie durch. Denn Fernsehen ist entbehrlich! Die Nachrichten sind eine schlechte Videokollage, die Magazine, Talkshows und Unterhaltungssendungen verursachen höchstens Kopfschmerzen, und die Filme längst auf DVD erhältlich. Das Radio ist, was zumindest den DLF angeht, erträglich. Zur Unterhaltung und Bildung dient längst meine kleine Bibliothek und die Gebühren für die Zumutung deutsche Fernsehen spare ich mir schon seit über einem Jahrzehnt. Selbst Reich-Ranickis Schelte für die Veranstaltung, deren Macher und deren tägliches Programm kann auf YouTube gesehen werden. Elke Heidenreich hat recht, wenn sie sagt, auch eine Diskussion mit den Intendanten bringe nichts. Hier hilft nur abmelden - keine Fernsehgebühren und keine Zuschauerquoten für die organisierte Volksverdummung! Fernsehen ist entbehrlich!

Da brauchte es einen MRR damit sich E. Heidenreich, die ja schon vorher wusste, wie grässlich solche Veranstaltungen sind, endlich von dieser hirnlosen Scheiße distanziert. Merkwürdig, dass sie nach dieser Veranstaltung, zu der sie eine Stunde zu spät, aber immer noch früh genug gekommen war, um festzustellen, wie jämmerlich das alles ist, nicht schnurstracks nach Hause gefahren ist, sondern sich kichernd am Arm von Claus Kleber über die hohen Absätze ihrer Schuhe ausgelassen hat, extra für diesen Abend aus der Mottenkiste gezogen, um darin einen Preis zu feiern, den sie wohl für überflüssig hält. Mit dem schicksten Vertreter des Senders, für den sie sich schämt. Wieso hat sie MRR nicht gewarnt, wenn sie schon so oft mit ihm telefoniert und sich ausserdem auch noch mit ihm einig war, dass nur eine in Frage komme, ihn zu loben, nämlich sie. Wieso hat sie ihn dieser Tortur ausgesetzt? Wieso ihn nicht darauf hingewiesen, dass der Ablauf, den er als Preisträger vorher bekommt, und in dem jeder Programmpunkt und jede Ehrung aufgeführt sind, ernst zu nehmen ist? MRR, immer noch wach im Kopf, hätte wissen können, was auf ihn zukommt. Und nicht hingehen müssen. Genausowenig wie Frau Heidenreich. Ob sie ihre Sendung nun wohl aufgibt?

So schlecht ist es doch um die Rettung des Abendlandes nicht bestellt. Noch gibt es ja den MRR. Noch gilt: "Er braucht micht nicht", wie die gute Frau Heidenreich so bescheiden feststellt. Da ist man ja doch ein Stück weit erleichtert, denn wenn´s drauf ankommt, dann haben wir sie ja noch in der Hinterhand: "Hätte ich zu diesem Zeitpunkt die Laudatio gehalten, es wäre etwas sehr Eisiges daraus geworden, verlasst Euch drauf". Wetten, dass?! Lieber nicht...

Bravo, Frau Heidenreich, Sie haben ales gesagt,was ich auch dachte. oder sagen Wolte. Warum müsten die Fernsehen Leute dem wunderbaren alten Mann so lange warten lassen, auf Nichts, gar Nichts... Luft... wirklich ein Werdummungsabend.

Frau Heidenreich spricht mir aus der Seele und die vielen positiven Stimmen zu ihrem Beitrag lassen in mir wieder die Hoffnung keimen, dass es um die Kultur in Deutschland doch nicht so schlecht bestellt ist, wie es uns im Fernsehen tagtäglich vorgeführt wird. Ich habe die Preisverleihung nicht gesehen, das würde ich mir niemals antun und Thomas Gottschalk ist für mich seit seiner letzten "Wetten dass"-Sendung, mit seinen Würstlstrickerinnen und seinem Senfbad nun endgültig gestorben. Dass Sendungen wie DSDS und Germanys Next Topmodel einen Preis bekommen, ist so unsäglich haarsträubend, dass man glauben möchte, dies wäre nur ein schlechter Scherz. Da diese Preisnominierungen ja nur durch die Einschaltquoten ermöglicht werden, muss man sich fragen, ob es wirklich so viele Menschen in Deutschland gibt, die einen Horizont von 15 m Feldweg und den IQ einer Gehirnamputierten Stubenfliege zu haben scheinen.

Elke Elke, je vous adore. So viel Mut und so viel Talent. Merci, Danke.

"Als wir noch nicht von Funk und Fernsehen kaputt gemacht worden sind" - erinnern Sie sich an diese Zeit? Ich kann es leider nicht. Von Frau Heidenreich trennen mich 43, von Herrn Reich-Ranicki 66 Jahre an Lebenszeit und -erfahrung. Und selbstverständlich nicht nur das. Aber was mich mit beider Geiste verbindet, ist die Liebe und die Hochschätzung der Literatur als höchstem Kulturträger, der Kultur als Lebensnotwendigkeit, auf Menschlichkeit gründend und Menschlichkeit vermittelnd. Danke Marcel Reich-Ranicki für Ihr unerschütterliches Wesen und Ihre Direktheit. Sie sind ein Vorbild. Danke Elke Heidenreich für Ihren ehrlichen Ausdruck der Wut. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Was Reich-Ranicki uns allen mit immer noch aufbäumender Energie entgegenschleuderte, ob wir's hören wollten oder nicht, musste nicht nur "mal" gesagt werden, sondern MUSS festes, ständiges Thema sein. Es wird bewusst, in welch erbärmliche Umstände wir uns nach und nach verfahren haben, und uns weiter verfahren. (wird es das??) Jammern auf hohem Niveau im Sumpf des Niveaulosen? Ja. Nicht schweigen, niemals! Reich-Ranicki ist alt, Fr. Heidenreich ist des Kampfes müde - lassen Sie uns weiterkämpfen. Es lohnt. (musste ich jetzt "mal" sagen). Danke

Es liegt ein schaler Geschmack auf der sehr schlüssigen Beschreibung der Elke Heidenreich über den peinlichen Abend: Hätte sie sich mit dem gleichen Engagement geäußert, wenn der alte Herr nicht die Wogen mit seiner Autorität schon einmal geteilt hätte? Wollen wir es mal hoffen.

Vielen Dank, liebe Elke Heidenreich, für diesen wundervollen Artikel. Ausschalten und "bewusstes Fernsehen", wie einige Leute hier altklug vorschlagen, ist keine Option, denn es gibt kaum Alternativen. Entweder zur Primetime senderweise "Scheisse" (Familie Effenberg beim Häuserkauf etc) konsumieren - oder bis 23 Uhr warten, um einen guten Spielfilm ohne Werbeunterbrechung oder eine gute Dokumentation zu sehen. Dazwischen gibt es leider keinerlei Grautöne. Ich frage mich schon längst, wofür ich eigentlich GEZ-Gebühren bezahle ....

Daß ARD/ZDF zu gruseligen Schrottsendern degeneriert sind, dies einmal öffentlich laut und deutlich zu sagen, war nicht – wie bei des Kaisers neuen Kleidern – einem Kind vorbehalten, sondern dem 88-jährigen MRR. Auf jeden Fall aber einem Außenseiter, den man offensichtlich für ebenso korrupt und käuflich gehalten hatte wie es die meisten anderen Medienschaffenden offenbar sind, die sich tagtäglich fleißig mühen, dem Fernsehvolk Hirn und Sinne mit Schwachsinn zuzuschmieren.

Es ist für mich eine Freude, dass eine bekannte Medienprominente so klare Worte dazu sagt , eine Trauer , dass sich diese Wahrheit in den allermeisten Programmen der öffentlich -rechtlichen Serndern täglich wiederholt .

Wenn man sich - möglicherweise inhaltlich durchaus berechtigt - über die Niveaulosigkeit des Kulturbetriebs im deutschen Fernsehen ausläßt, dann sollte man das wenigstens in korrekter Rechtschreibung tun. "Wir waren uns einig, das [sic] der das nicht tun sollte" "zur Besten [sic] Unterhaltungssendung" etc. Außerdem sollte Frau Heidenreich einmal darüber nachdenken, ob sich der Ausdruck von Kulturlarmoyanz widerspruchsfrei mit Fäkalausdrücken verträgt.

Gott sei Dank, dass diese schwachsinnige Volksverdummungsindustrie endlich einmal einmal von Leuten die gehört werden eine passende Abreibung bekommt! Danke Marcel, danke Elke Liebe Grüsse aus Deidesheim Rudolf Pfeil

Ich danke Ihnen im Namen aller gequälten Zuschauer, die dieses Programm seit Jahren konsequent boykotieren. Ich halte mich nicht für besonders Intellektuell, aber ich verfüge noch über eine Grundsubstanz von Geschmack. Gequält von Hobbyschauspielern und Laiendarstellern sowie der Garde der Ferresties, angewidert von Realtyshows und Panoptikumspräsentationen, setze ich meine ganze Hoffnung auf Sie und alle Mutigen die sich der Verblödungsmaschinerie von RTL ,Sat1, ARD, ZDF u.s.w. und auch der Bild widersetzen. Ich bitte Sie, geben Sie den Kampf nicht auf. Zeigen Sie, wie Sie es hier tun, Charakter.

Liebe Frau Heidenreich, Ihnen und Herrn Reich- Ranicki ein laut schallendes Bravo. Endlich hat einmal ein Mann Statur gezeigt und Sie haben einen nicht zu übertreffenden Kommentar mit viel Courage draufgesetzt. Meinen Dank an Sie und an Herrn Reich- Ranicki

Mit großer Erleichterung habe ich heute Ihren Artikel von Frau Heidenreich gelesen. Man kann ihr nur gratulieren. Auch ich, muß ich gestehen, hatte mir die Aufzeichnung der Fernsehpreisverleihung gestern abend angesehen-zum 1. Mal- und war zutiefst schockiert mit welch banalen Darbietungen man im Öffentlich Rechtlichen inzwischen rechnen muß. Es war wirklich eine Zumutung Sendungen wie "DSDS" preisgekrönt zu sehen. Herr Reich-Ranicki hat sich wirklich wohltuend vom restlichen Gelaber abgehoben. Frau Heidenreich, Danke.

man liest doch gern die Einordnung dieser Sendung als "hirnlose Scheiße", und wenn's gegen Gottschalk geht, bin ich immer dabei. Nun darf er sich sogar mit MRR duzen - der Tiefpunkt!

Eine ganze Generation wendet sich bereits vom Fernsehen ab, weil es endlich Alternativen gibt. Hin zum Internet, zu wirklich internationalen und selbst ausgesuchten Inhalten. Die deutschen sogenannten (Fernseh-) Intellektuellen Ranicki und Heidenreich merken nun auch allmählich, was Fernsehen heute eigentlich ist. Glaubt Elke Heidenreich im Ernst, sie sei besser als Gottschalk, obwohl sie bei der selben "Firma" ist? Sich über Atze Schröder zu mockieren ist billig. Veronica Ferres, die schon Schwitzehändchen hat wenn sie nur nach Berlin fliegt, kommentarlos als "Star" durchgehen zu lassen, das ist tragisch.

Wenn man sich die Laudatio von Herrn Gottschalk anhört, bekommt man ein Gefühl dafür, auf welchem Niveau sich diese Veranstaltung befand. Da hatten es die Leute die hinten saßen gut. Frau hat den Überblick und kann sich genüsslich und amüsiert, denn schönsten Tritt in den Hintern anschauen, den es seit langem im deutschen Fernsehen zu sehen gab. Im hohen Alter mit solcher Raffinesse die lieben, klatschenden Intendanten und sonstigen Zombies vorzuführen ist eine echte Leistung. Da sollten wir uns alle eine Scheibe abschneiden. Wenn man gelobt wird und mit Preisen bedacht möchte man ja auch erstmal dankbar sein. Trotzdem so schön die Kurve zu bekommen, alle abzuwatschen, inklusive den vorherigen Preisträgern, macht wirklich Spass. Deshalb ARTE auf Programmplatz 1.

Eine Reaktion, wie die von Hr. Reich-Ranicki war lange überfällig. In einer Zeit, in der Pisa-Studien zu Aufschreien in den Kultur- und Bildungsministerien führen, war es längst an der Zeit, dass auch mal jemand den Fernsehmachern ein Stopp-Schild vor die Nase setzt. Das alte Motto:Fresst Scheiße, denn 100.000 Fliegen können sich nicht irren, muss auch bei Bewertungen von Sendungen respektive deren Inhalte, langsam ausgedient haben. Die Auszeichnung eines Literaturpapstes in einen derartigen Rahmen zu zwängen, zeugt nicht nur von Geschmacklosigkeit, sondern dokumentiert auch das ganze Dilemma, in dem sich das deutsche Fernsehen befindet. Außerdem hebt es auch die geistige Armseligkeit der Verantwortlichen hervor, die sich scheinbar unkritisch und selbstherrlich an diesen Populismen bewegen. Dass ein 88jähriger, kranker, aber unabhängiger Mann, aufstehen muss, um hier den Finger auf die Wunde zu legen, macht die ganze Angelegenheit noch peinlicher. Insofern danke auch ich Ihnen, sehr geehrte Fr.Heidenreich, dass Sie MRR, mit Ihrem Kommentar den Rücken stärken. Als anerkannte Intellektuelle des dt. Fernsehens und unabhängige Person des öffentlichen Lebens, haben Sie dem „Eklat“ durch IhrenBeitrag noch mehr Bedeutung verliehen.

Mein Gott, was für ein absurdes Affentheater! Über wen soll man eigentlich zuerst herzhaft lachen? Über jenen armen alten, verbitterten Mann, der sich noch einmal in seinem Leben für wenige Minute in den Mittelpunkt poltern und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte (was vermutlich inszeniert war). Oder über jene bemitleidenswerte Elke, die auf faz.net mal ihr verzagtes Herz ausschütten darf, zugleich aber als raffinierte windschnittige Pseudo-"Intellektuelle" zudem die Chance nutzt, aus dem Ranicki-Erdbeben auch für sich kurzzeitig Kapital zu schlagen. Zumal es endlich die lang ersehnte Gelegenheit gibt, auch mit dem ZDF-Tanzbären Thomas Gottschalk abzurechnen. Jenem verhassten Kollegen, der beim ZDF alles das auskosten darf, was man der frustrierten Elke in ihrer kleinen muffigen Bücherecke vorenthält: Fette Gagen, pralle Vorzugspakete und endlose Narrenfreiheit. Und dann hier im Forum die eitlen Wichtigtuer, die den "Niedergang des Fernsehens" bewinseln. Was für ein Unfug. Weder hatten wir vor 30 Jahren "intellektuelleres" Fernsehen, noch versinken wir im TV-Müll. Klar, viele neue Kanäle provozieren viel Schrott. Doch TV-Perlen gibt es heute wie damals mit gleicher Präsenz. Man muss nur heute gezielter danach suchen!

Bei all den hochwohlgeborenen Leserkommentaren kommt mir ein wunderbares Lied von Reinhard Mey in den Sinn: "Anspruchsvoll, hm, anspruchsvoll - ach Gott, was sind wir alle anspruchsvoll ..." - TF

Recht hat sie! Wir sehen schon seit Jahren nicht mehr fern, höchstens vielleicht einmal wenn ein interessanter Spielfilm kommt (gewöhnlich nach 23:00 Uhr) und vielleicht mal eines der seltenen Konzerte aus dem Jazz- oder Klassikbereich, ganz ganz selten aus dem Rockbereich (eine Ausnahme war der Auftritt von Van der Graaf Generator beim Jazzfestival in Leverkusen im Jahre 2005, aber natürlich im Dritten). Wir hören lieber Radio (WDR 3); da bekommt man wenigstens ein intelligentes Angebot. ARTE und 3Sat lohnen sich ja noch einzuschalten, nur hat man irgendwann genug von geographischen oder historischen Informationssendungen. Aber was man auf den anderen Sendern, inklusive ARD und ZDF, mittlerweile angeboten bekommt ist nichts als Volksverdummung. Das war mal anders. Vielleicht sollten sich die öffentlich-rechtlichen Sender zu Gerhard Schröders Maxime "Fordern, nicht fördern" durchringen.

Liebe Frau Heidenreich, vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel! MfG aus HH Thomas JOhannsen

Ich bin sicher nicht der einzige - aber ich habe Sie vor kurzem bei der wunderbaren Preisverleihung des Deutschen Anthologiepreises erlebt - und da ist es nur allzu verständlich, wenn Sie diese wirklich vor Dummheit strotzende Veranstaltung vollkommen zu Recht brüskieren - wenn ich lese, dass diese vor Dummen Humor strotzende Figur Atze Schröder dort auch noch auftrat, verstehe ich schon fast nicht, wieso sie nicht schon früher gingen - denn spätestens bei seinem Auftritt schalte ich das Fernsehen ab. (Es sei denn, will anthropologische Studien betreiben).

Liebe Frau Heidenreich, wer zu den Medien geht, darf sich nicht wundern, wenn die Medien mit ihm machen, was Medien mit Menschen machen. Es war ein kolossaler Regiefehler, den großen alten Mann der deutschen Literaturkritik in eine Reihung zu stellen, in die er einfach nicht gehört. Respekt und Rücksicht erfordern, einen solchen Mann am Anfang oder am Ende zu ehren. Wenn am Ende, dann ohne ihm zuzumuten, im Saal zu warten. Ihr Bericht sprüht nur so von Ihrer Empörung. Er ist ein frisch empfundenes, kraftvolles, couragiertes Pamphlet. Dass Sie, als Insider, den Stein werfen, ehrt Sie. Der Stein ist freilich ein Bumerang. Sie werfen ihn, er fliegt hinaus, aber Sie werfen ihn ja AUF das Glashaus, und darum kehrt er in den Glaspalast zurück. Es scheppert doppelt. Das Klirren hört sich an wie eine Fuge von Bach. Wunderbar. Liebe Grüße Friedemann Grenz

Liebe Frau Heidenreich, ich könnte Sie umarmen. ENDLICH jemand, der etwas zu sagen wagt, obwohl das "Brot" des Senders "essend"! Ich empfinde die gesamte Jubelei und Selbstbeweihräucherung der immer selben Hohlköpfe als genauso unerträglich und unsere TV-Landschaft zum Brechen. Dieser Abend war eine einzige Peinlichkeit, M.R.R wie eine Befreiung. Danke - für Ihren Mut, Ihre Präsenz und Ihre Arbeit, ich schätze Sie schon, seit es Sie in den Medien gibt. Herzliche Grüsse,Evelyn Lamberts

Noch ein Nachtrag zu meinem gestrigen Kommentar: 2003 hat Elke Heidenreich den “Bambi” akzeptiert (!). Hält sie diese Preisverleihung für ehrwürdiger als den Deutschen Fernsehpreis? Oder wird sie die nächste “Bambi”-Zeremonie sprengen und ähnlich wie Rambo Reich-Ranicki Verleger Burda das güldene Kitzlein vor den Latz knallen?

Vielen Dank Herr Reich-Ranicki für Ihren grandiosen Auftritt. Sie hatten ganz Recht. Vielen Dank Frau Heidenreich für diesen Kommentar. Vielen Dank FAZ, dass sie ihn gedruckt haben. Ich habe mir mittlerweile andere Beschäftigungen gesucht und greife nur noch in aller größter Not oder bei einer guten Sendung zur Fernbedienung. Letzterer Grund ist leider sehr sehr selten geworden, vor allem bei ARD und ZDF.

Würde es doch nur mehr Reich-Ranickis und Elke Heidenreichs im deutschen Fernsehen geben.

Hervorragend! Mehr kann ich zu der fulminanten Benennung des dümmlichen Proletenjahrmarkts, den das Fernsehen seit langen Jahren abzieht, und der seinen Höhepunkt in der Verleihung von Plastikstatuen an wächserne TV-Puppen beim "Fernsehpreis" erreicht, nicht sagen. Einfach klasse, wie Frau Heidenreich den Dreck, den vollversorgte Bürohengste bei ARD und ZDF zu verantworten haben, hier benennt. Diese Menschen sind Untote, Zombies. Wenn Physiognomie Phänotypus etwas besagen, dann bei diesen alten, unbeweglichen Damen und Herren: die sehen alle gleich aus! - Graue Haare, Nullobrillen, gefrorenes und falsches Bürogrinsen. So schnarchen die sich, von den GEZ-Gebühren erhalten, durchs Leben und glauben in totaler Hybris und Selbstgefäligkeit, sie seien das A und O dieser Republik. Doch sollte sich hinter den Kritiken von Heidenreich und MRR der geheime Wunsch nach "Verbesserung" des Fernsehens verbergen, so bin ich fest davon überzeugt, dass dies zum Scheitern verurteilt ist. Das TV wird ein hohler und immer billiger werdender Jahrmarkt bleiben. Deshalb bleibt für uns alle nur eine Konsequenz: der massive GEZ-Gebührenboykott! Entzieht diesen hohlen Selbstdarstellern und vollversorgten Sessenfurzern die Existenzgrundlage! Sofort!

Bravo,Bravo,Bravo! So und nicht anders muß man mit diesen Verblödern umspringen.

Bislang schätzte ich Frau Heidenreich, aber das hier ist einfach nur populistisch und zudem scheinheilig. Sie arbeitet seit 5 Jahren für das ZDF und jetzt schämt sie sich plötzlich? Wie oft war sie schon beim Fernsehpreis!! Hat sich soviel in den letzten Jahren im Fernsehen und der Gala geändert? Wohl kaum. Fernsehen wie auch Literatur muss mehr bieten als nur den hohen Anspruch. Denn wir ALLE wollen mehr - wollen Vielfalt. Wir brauchen auch mal das Seichte, das Unterhaltende, was zum Abschalten. Trotzdem gibt nach wie vor ausgezeichnete Dokumentationen, Reportagen, Magazine, Ratgeber und Kulturbeiträge. Wir haben heute mehr Auswahl denn je, aber all jene, die hier "Danke, danke - wie recht sie hat" schreiben, die schalten es doch gar nicht ein! Das sind doch scheinheilige Kommentare! Wäre Deutschland solch ein Volk intellektueller, die nach Bildung und Anspruch lechzen, dann wären arte, 3sat, BR-alpha und DeutschlandRadio die Quotenbringer, aber sie sind es nicht. Frau Heidenreich, wenn Sie sich schämen, dann zahlen Sie Ihr ZDF-Honorar zurück und lassen Ihren Vertrag auslaufen ODER nutzen Ihre Stellung, um etwas zu bewegen. Aber bitte kritisieren Sie differenziert und nicht so flach, unsachlich und wenig konkret wie hier.

Diese Veranstaltung habe ich mir angesehen,wg. dem angekündigten Auftritt von MRR Man kann über die Wahl des Moderators, der Räumlichkeiten, den Sinn und Zweck solcher Veranstaltungen grundsätzlich geteilter Meinung sein.Aber wenn ein 88 Jahre alter, körperlich geschwächter Mensch gezwungen wird, sich stundenlang diesen Schachsinn anzusehen, um dann seine Ehrung in Empfang zu nehmen finde ich das unglaublich gedankenlos, fast schamlos. Einem Menschen, der das Warschauer Ghetto, den Holocaust überlebt hat. Verwunderlich, daß MRR das so lange ertragen hat. Mal ganz abgesehen von der Qualität der Veranstaltung. Meinen Dank an Frau Heidenreich! Traurig, daß sie nach so vielen Jahren Tätigkeit in den Medien erkennen muß, daß ein Diskussionsforum Gottschalk/ MRR nichts ändern wird an den bedauerlichen Zuständen in der TVwelt,und nicht nur dort wird sich nichts ändern. Geben sie trotzdem nicht auf, Kritik zu üben. Sie haben eine Stimme, die man hört.

Verehrte Frau Heidenreich, ich finde es in höchstem Maße unanständig von Ihnen, ausgerechnet dem Sender, der Sie regelmäßig Ihre (leider oft reichlich dünnen) Meinungen über gewisse Literaturen verkünden lässt, derart infam in den Rücken zu fallen. Wenn Sie einmal den Blick über den Rand Ihrer Bücher in die wahre Welt lenkten würden Sie eventuell registrieren, welch beachtliches Niveau deutsche TV-Filme im Besonderen und das deutsche Fernsehen im Allgemeinen hat. Und zum geschätzten Herrn MRR ist zu sagen: Wer im Gestern lebt, dem fällt es mitunter schwer, das Heute kommentieren und er sollte nicht aus einem Elfenbeinturm, in dem es nur Thomas Mann zu geben scheint, die moderne Welt mit hochkarätigen Fernsehschaffenden und mündigen Zuschauern brüskieren.

Danke, dass Sie das Niveau unseres Fernsehens mal in Frage stellen! Es gibt sicher noch mehr Menschen in Deutschland, die gerne mehr Kultur sehen würden. Aber - Millionen Fliegen können sich nicht irren,...

Frau Heidenreich, sie haben freilich ein wenig übertrieben, weil sie MRR so verehren und mitgelitten haben. Aber diese Übertreibung war der richtige Kommentar auf die schleichende mediale Dekandenz, der wir alle ausgesetzt sind. Ich danke Ihnen für diesen Beitrag!

Eine Preisverleihung als Einzelveranstaltung kann in diesem Zusammenhang nicht herhalten für eine fundierte Kritik am Betrieb. Allein die Kritik an der Durchführung des Events von der Kritik an den Produkten der Branche zu trennen, ist eine fast unlösbare Aufgabe. Elke Heidenreich hat sich damit gar nicht lange aufgehalten, sie bietet einen bunten Mix an Unbehagen über einen langweiligen Abend, über doofe Sendungen und darüber, daß die Clowns im großen Zirkus die Stirn haben, ihre einzig ernsthaften Künstlerkollegen mit ihren Albernheiten zu beleidigen. Als Sahnehäubchen auf diese ungenießbare Melange setzt Heidenreich ihre heuchlerische Grandiosität mit sicherem Instinkt für die Affekte des Publikums. Sie war nur dabei, um nicht dazu zu gehören. Sie, die Nachfolgerin des einzig wahren Hüters der Kultur in der Unkultur, will sich “schämen” und dabei doch nur alle anderen beschämen, im Kielwasser des Großen Marcel Reich-Ranicki. Sie verdankt dem Fernsehen alles, worauf ihr Ruhm und ihr Kontostand beruhen. Das ist nicht “ein klein bisschen heuchlerisch“, das ist die aggressive Heuchelei einer Medienperson, die sich nie Gedanken darüber gemacht hat, daß sie selbt gemacht ist. feynsinn

für diesen hervorragenden emotionalen und intelligenten Artikel!

Tut das gut! Der Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen taugt nur noch zur Existenzberechtigung der GEZ und fast alls Sender senden quotengeil nur noch unerträgliche Daily Soaps und 'Talkshows', die das Rahmenprogramm für Werbeblöcke sind. Und diese verkommene Subkultur (Macher und Gemachte) hatte sich vorgenommen, jemanden zu ehren, der es wirklich verdient. Den Zusammenschnitt der Preisverleihung habe ich nicht im TV gesehen, aber er wird sich wie gewohnt auf die Beweihräucherung all der Halbintelligenzler beschränkt haben, die 'Fernsehen machen'. Daß dieser große alte Mann sich nicht dafür benutzen läßt: meine Hochachtung! Und daß es noch Menschen wie Frau Heidenreich gibt, die solche Schmierenkomödien sezieren und ihren Kern freilegen - und die FAZ das druckt: dafür meinen besonderen Dank! Das ist ein guter Tag. :)

Wir standen noch ganz unter dem Eindruck von RRs mutiger Rede. Dann haben wir Ihren Kommentar im Internet gelesen - und wir hoffen, dass es einen wirklich wirksamen Anstoss zu einer Diskussion mit Wirkungen geben wird! RR und Sie sprechen mit, meiner Frau und einer Zahl von Freunden aus der Seele!! Unser TV - Verhalten beschränkt sich seit vielen Jahren auf Politmaganzine (leider gekürzt!). Spielfilme undTagesthemen. Somit nutzen wir nur wenige Prozent unserer Gebühren, zahlen aber den ganzen anderen Mist mit! Nochmals DANKE, Wolfgang Rietig Berlin

seit langem begleiten mich die kritischen kommentare der frau heidenreich. sie provozieren mich nachzudenken und produzieren oft automatisch ein grinsen oder gar lachsalven. doch dieser beitrag war anders. viel emotionen, wut, zorn, und frust las ich daraus. aber trotz aller gefühle - das war unter der gürtellinie und hinterläßt einen herben beigeschmack. der inhalt ist nachvollziehbar. ich habe gar nichts gegen die bissige bemerkungen - im gegenteil. aber persönliche beleidigungen sind ein no go für mich! ich weiß, sachlichkeit ist ein schweres brot, wenn mann so wütend ist. doch ich erwarte sie von einem intelligenten menschen genauso, wie das kritische denken! fehlende sachlichkeit und intoleranz machen schnell unglaubwürdig. schade!

Danke Frau Heidenreich für diesen offenen und ehrlichen Kommentar. Machen Sie bitte weiter so, auch wenn Sie des Kampfes müde sind, aber einer muß das Werk MRR fortsetzen! Deutschland’s gegenwärtig herrschende Klasse ist überwiegend nicht von hohem Wissen, Weitsicht und strategischem Denken geprägt (sonst gäbe es die KPD/SED/PDS/Linke nicht). Und dieses Land benötigt populäre und bekannte Gesichter, die den rund geleckten, stromlinienförmigen, egoistisch-gierigen Herrschern ein “nicht weiter so” entgegen schleudert und vertritt. Vielleicht kommt es dann auch beim deutschen Fernsehen, wie bei den Banken, zu einer Änderung.

Der Strompreis kann gar nicht hoch genug sein, um diesem TV-Niveau eine Verdummungsbremse einzuziehen.

Liebe Elke Heidenreich, Sie haben mit Vielem, was sie schrieben, Recht. U.a. Langweilige, unvorbereitete Dankesreden, Empörung über die ausgezeichneten Sendungen und Mitwirkende. Und Marcel Reich-Ranicki hatte (möglicherweise? Ich denke zur Zeit noch darüber nach) Recht, den Preis abzulehnen. Womit Sie mich getroffen haben, liebe Frau Heidenreich, ist: "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten". Wenn Sie das tun, ist das bedauerlich. Aber ich tue es nicht und ich wehre mich gegen die Verallgemeinerung "man". Damit haben Sie mich persönlich getroffen. Bitte sprechen Sie nicht für die Kolleginnen und Kollegen, denen es geht wir mir. Sprechen Sie für sich und ersetzen Sie meinethalben "man" durch "ich". Es täte zwar nicht minder weh, das zu lesen, aber meine Verletzung wäre geringer. Ich bin stolz darauf, bei einem Sender arbeiten zu dürfen, der mit seinen digitalen Kanälen erfolgreich versucht ein Programm zu machen, das sowohl geistigem Anspruch, als auch intellektueller Neugier gerecht wird, das unterhält und informiert. Ich bin froh, bei einem Sender arbeiten zu dürfen, der ohne dümmlich-niveaulose Inhalte auskommt. 1250 Zeichen reichen nicht - es gibt noch viel zu sagen... Ihre Monika Ladewig

Ich könnte weinen, so wunderbar ist dieser Text.

Eigentlich ist es müßig, hier noch mehr hinzuzufügen, aber ein D A N K E soll es mir dann doch wert sein, dass MRR sich und uns diese Freude bereitete hat!

... um die Medienlandschaft noch zu genießen. Insbesondere die unglaublichen Deppensendungen, natürlich streng nach dem Bedarf der allgemeinen Bevölkerung konzipiert und produziert, nehmen überhand. Leider ist der Maßstab des Erstrebenswerten heutzutage offensichtlich die Idiotie und nicht die Intelligenz! In einer Demokratie wie wir sie haben, funktioniert das auch prächtig! Dank der wachsenden und inzwischen deutlichen Überzahl von Deppen gibt es immer mehr Produkte von Deppen für Deppen! Nun warten wir mal auf die Bundeskanzlerin Verona Pooth!

Wenn Reich-Ranicki den Fernsehmachern den Spiegel vorhält, ist das eine gute Sache und vor allem längst überflüssig. Was Sie, Frau Heidenreich, in Ihrem Pamphlet daraus machen, ist eher peinlich. Ihre Gemeinsamkeit mit MRR ist leider stark begrenzt, auch wenn Sie mit ihrer Büchersendung versuchen, in seine Fußstapfen zu treten. Vermutlich hat man Ihnen deshalb auch dazu geraten, schnell in dieselbe Kerbe zu schlagen. Man spürt dabei aber nur Ihr Leichtgewicht.

Ich fand es großartig, weil so ehrlich! Nur leider wird es nicht die Wirkung haben, die es haben könnte und sollte. In den letzten Jahren hat sich eine zu große Macht der Dummheit, Ignoranz, affektierter Eitelkeit und Opportunismus ausgebreitet, die ein derzeitiges Durchsetzen der Intelligenz, Qualität aber vor allem VERANTWORTUNG verhindern wird. Frau Heidenreich kann man für diese öffentliche Haltung nur danken, denn solche dämlichen Statements, wie die von der Ferres, werden wir in dieser Woche noch einige hören.

Ein ganz grossartiger Beitrag einer mutigen Frau. Bravo, liebe Frau Heidenreich.

Vielen Dank für Ihren Beitrag Frau Heidenreich, Sie haben Mut und Schneid Ihre Meinung zu äußern, und sprechen mir als aus der Seele. Allgemein hat die Qualität der Sendungen derart nachgelassen, dass sich so ein Abend erübrigt und ich war über die Reaktion von Herrn Reich-Ranickis ebenso begeistert. Endlich macht mal einer den Mund auf, und die fehlende Reaktion der Senderleiter spricht Bände. Wir alle sollten die "Glotze" gar nicht mehr einschalten, der Gesellschaft würde es besser gehen und unsere Kinder gesünder aufwachsen und weniger verdummen. ap

Frau Heidenreichs Kommentare, Einschätzungen und Aussagen in diesem Artikel sind einfach nur peinlich! Es ist unglaublich wie wichtig sie sich nimmt. Woher kommt dieses übersteigerte Selbstbewusstsein?

Völlig recht hat Elke Heidenreich. Dieser ganz Schwachsinn der auf den öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt wird ist eine Zumutung. Ein Bravo an die intelligente, menschliche und schreibgewandte Dame!

Für diesen mutigen Kommentar über MRR´s glorreichen Auftritt sollte Frau Heidenreich das Großkreuz erster Klasse verliehen werden. Hoffentlich wird mal was geändert an dieser permanenten Schwachsinnsberieselung. Olli

Wie wunderbar, dass es noch Menschen im deutschen Fernsehen gibt, die sich dieser hirnlosen Unterhaltungsindustrie, die so gar nicht unterhaltend ist, widersetzen. Danke für diesen Artikel, Frau Heidenreich, der einen preiswürdigen Preis verdient hätte.

...wofür, bitte genau hielten Sie denn den Deutschen Fernsehpreis? Möglicherweise sind Sie - gegen alle persönlichen Erfahrungen mit ähnlichen Veranstaltungen - davon ausgegangen, dass hier ein Raum für Diskussionen der kulturellen Elite zu Sinnfragen geschaffen werden sollte. Auch ich bedauere zutiefst, dass die Wahl von Moderatoren und Veranstaltungsort im Vorfeld nicht mit Ihnen persönlich besprochen wurde. Unter Umständen wäre eine zentral gelegene Bücherstube sinnvoller gewesen: Drinnen die kleine Sitzecke mit Raum für jene, welche Zeilen bewegen, statt Menschen. Dass die rhethorischen Fähigkeiten Gottschalk´s Ihren nicht ganz genügen - schade! Mich beeindruckt Ihr vordringlich realistischer Impuls, die Atze Schröders dieser Welt sozial mit intellektuell-philosophischen Erwartungen zu überfordern. Die Konsequenz, anhand einer im Vorfeld absehbaren Erfahrung einem Sender gegenüber die Sinnfage zu stellen - bravo! Wie fein pointiert Sie öffentlich das Stilmittel der Scham einzusetzen wissen: Man spürt - hier spricht die große Dame der Empathie. Eine Ikone, die viel vom Leben weiß. Fernsehen ist für Menschen. Das sind die aus dem "richtigen Leben", also manches Mal ganz anders, als Sie. Tragisch- und erleichternd.

...wenn es zum Zusammenbruch eines Systems kommt, plötzlich jeder Teilnehmer schon immer dagegen war, auch wenn er vorher kräftig mitgemischt hat. So wie sich in der Finanzkrise herausstellt, dass schon immer alle Banker und Politker gegen die Ausuferungen des Finanzsektors gewesen sind, so dürfen wir nun wohl in den nächsten Wochen erfahren, dass schon immer alle Fernsehmacher das deutsche Fernsehen niveaulos und unerträglich fanden. Frau Heidenreich macht hier den Anfang und auch wenn sie in der Sache recht haben mag, so stünde ihr doch ein wenig Demut gut. Es fällt schwer, an die Aufrichtigkeit von Systemkritik zu glauben, wenn sie von denen kommt, die sich in diesem System ganz gut eingerichtet haben. Über Herrn Reich-Ranicki muss man sich da ebenfalls wundern. Was die Fernsehsender so produzieren geschieht nicht gerade im Heimlichen. Es ist ja nicht so, dass plötzlich über Nacht nur noch Blödsinn gesendet wird. Das ist schon seit etlichen Jahren Methode. Bei ihm scheint der Fernsehpreis-Abend jedoch tatsächlich zu einer Katharsis geführt zu haben, selbst wenn diese vielleicht nur durch die schlechte Bestuhlung ausgelöst wurde, wie das Interview mit ihm nahelegt. Frau Heidenreichs Zustimmung klingt aber eher nach Mimesis.

Als ich in den Nachrichten von MRRs Reaktion auf die Preisverleihung hörte, wollte ich mir daraufhin (und nur deswegen!) diese Sendung mal anschauen. Ich habe eine volle Stunde lang durchgehalten, aber dann empört über die vergeudete Zeit einfach abgeschaltet. Chapeau, Elke Heidenreich! Sie sprechen aus, as wir genauso empfunden haben.

nichts für Ungut. Zu der Sendung über die Preisverleihung mögen sie ja Recht haben. Aber was ich mir von Ihnen im ZDF-Fernsehen zur Gegenwarts-Literatur habe anhören müssen, war auch nicht viel informativer als Supernanny. Ihr Versuch, sich als Literaturprofi zu gerieren, hat auch nicht zur Steigerung der Fernsehkultur beigetragen. Bei etwas mehr realistischer Selbstwahrnehmung hätten Sie dieses Angebot ablehnen und Denis Scheck vorschlagen müssen.

Ja, Sie haben ganz sicher recht mit dem, was Sie über diese Sendung und ihre (fast zum Verwechseln ähnlichen) TV-Geschwister schreiben. Und es ist in der Tat eine völlig instinktlose Zumutung, MRR in einer Reihe mit "Deutschland sucht den Superstar" als Preisträger "ehren" zu wollen. Eines aber vergessen Sie in Ihrer sprachlich doch etwas gewöhnungsbedürftigen Empörungsarie: Daß Sie gescholtenen TV-Sendern wie dem ZDF Ihre Popularität verdanken, die Ihnen erst die Möglichkeit gibt, sich an dieser Stelle öffentlich zu echauffieren. Sie ereifern sich über "Atze Schröder"-Humor, kommen dabei aber offenbar gar nicht auf die Idee, daß von Ihnen via TV angepriesenen Bücher in ihrer intellektuellen Durchschnittlichkeit und Massenkompatibilität gar nicht so weit von dem entfernt sein könnten, was Atze Schröder für das Kabarett darstellt. Kurzum, Sie sitzen im Glashaus, Frau Heidenreich, und werfen munter mit Steinen ...

... verdient Vertrauen! (Sartre). Gerade las ich mit großem Vergnügen den SPON-Artikel über die Partei-Klatsche für Cem Özdemir ("Die Rache des Pietcong" - Danke dafür, CCM!), da werde ich hier (i.e.: bei den Lesermeinungen) Zeugin eines weiteren "An-die-Wand-Nagelns" durch das "politisch-korrekte Mittelmaß". Ich muss Elke nicht lieben, den knorrigen Marcel nicht verehren, Tommy G. unerträglich finden, ich kann bisweilen über Simpel-Atze lachen, "uns Diedää" fasziniert beim propagierten "Planieren statt Sanieren" beobachten... und vertrete ganz entschieden die Meinung, dass Intellekt und Bildung klare Worte nicht ausschließen, ja, diese sogar regelrecht zur zwingenden Notwendigkeit erheben! Verquaste, pseudo-altsprachliche und/oder Fremdterminologie-verliebte Betroffenheits-Poesie taugt gerade mal für die dafür vorgesehenen Alben, milde belächelt und dazu bestimmt zu verstauben. Tut niemandem weh und bewirkt ... rein gar nix. Nee, nee. Druff, wo "Hier bitte deutlich und klar verständlich reinsprechen!" draufsteht. Dann klappt´s auch mit dem Verständnis (= Denkvermögen, Wissen, Fassungsvermögen).

Es war längst überfällig, dass jemand den Mund aufmacht, hatte man doch in den letzten Jahren oder sogar Jahrzehnten das Gefühl, dass sich in unserem Land kein Mensch mehr Gedanken über dieses Medium macht - trotz seiner enormen gesellschaftlichen Bedeutung. Es drängt sich aber der Verdacht auf, dass Herr Reich-Ranicki sein Fernsehgerät nur sehr selten nutzt - denn welcher Müll da täglich gezeigt wird, ist ja schon lange nicht mehr erträglich. Wer sich - um nur ein Beispiel zu nennen - nur wenige Minuten lang Dialoge aus einer der Telenovelas von ARD oder ZDF anhört, der begreift aber auch, dass Thomas Gottschalk eher noch den oberen intellktuellen Rand des öffentlich rechtlichen Fernsehens repräsentiert.

Es bedarf eines glasklaren aber doch vom Inhalt her eher unspektakulären Wortes MRR, dass Sie urplötzlich, als Insider der deutschen Fernsehkultur, erkennen, wie hohl diese ist?Ist Ihr Beitrag eine Kritik der deutschen Fernsehkultur, der Populärkultur schlechthin, die sie als “fernsehberühmter” Gast wohlwissentlich repräsentieren, oder aber, eben deshalb, eine Selbstkritik?Das wären dann wohl Krokodilstränen-in Ihrer Position hätten Sie sich eine ähnliche Kritik längst leisten können/sollen.Es verwundert, dass Sie ausführlichst über die Lächerlichkeit des Medienspektakel herziehen, sich Ihrer Anwesenheit schämen, aber daran teilnehmen, wenn auch nur wegen Ihres Sechsten Sinnes und nicht in Reihe 4.Ihr Artikel ist nicht über MRR sondern über Elke Heidenreich.Der Einschub verdeutlicht dies, und die Redundanz Ihrer Allwissenheit und Vorausschau.Sie prangern den fehlenden Einsatz der Programmdirektoren an. Wo waren die Moderatorinnen in diesem Augenblick, warum kam keine auf die Bühne, um etwas zu sagen?Vielleicht hätte es schon genügt, einfach in die Luft zu springen.Sie haben Recht:Er braucht sie nicht.Nicht als Laudatorin, und noch viel weinger als Verfasserin einer Jermiade.Aber vielleicht das deutsche Fernsehpublikum.

...MRR musste kommen, um dem Sauhaufen genannt "Öffentliches Fernsehen" den Spiegel vorzuhalten. W I E P E I N L I C H !!! Da sage ich nur, ALLE auf HartzIV-Diät setzen und Gottschalk in Südkalifornien (Malibu) versauern lassen (weil er dort sowieso nur ne Nullnummer ist-deswegen kommen diese ganzen Flöten immer wieder nach BRD). :)

....wegen ihrer Zivilcourge und Schwimmen gegen den linksliberal-emanzipatorischen Medienstrom. Die Laudatio müsste der mit dem Wind (und manchmal auch aus China) fliegende J.B. Kerner halten. Dann hätte er nochmal die Gelegenheit, seine Entschuldigung an die inzwischen gerichtlich rehabilitierte Eva Herman zu untermauern.

Die Börse im 1.2. und Dritten hat viel Sendezeit zu gestalten obschon das ausnahmsweise nicht die Quotenregel berührt. Ich habe mich schon oft gefragt, wie man mit diesen heißen Kurven, hochinteressanten Zahlenreihen und whohlklingenden Firmennamen es immer wieder schafft, die Massen zu begeistern. Daß die Berichterstattung von den Parketts des Mammons etwas mit der niveaulosen Fernsehwelt und den hochbrisanten Finanzskandalen zu tun haben könnte, ist natürlich reine "Spekulation". Eine etwas weniger polemische Anmerkung habe ich noch Frau Heidenreich; Intelligenz kann man sich nicht erarbeiten und man sollte mit ihr auch keine Wertungen vornehmen. Es gibt durchaus kluge Menschen, die weniger intelligent als Sie sind. Ich würde statt mangelnder Intelligenz lieber Gleichgültigkeit schreiben. Diese naive Gleichgültigkeit + Medienverdummung hat uns schon 2 große Weltkriege beschert.

Dieser Kommentar von Frau Heidenreich bewegt sich auf dem gleichen Niveau dessen, was sie kritisiert. Ihre Äußerungen könnten vom Stilgehalt und Aussagekraft her problemlos in jede Talkshow auf RTL und Konsorten passen. Es entsteht ein Eindruck, als wolle sie sich schnell noch als Märtyrerin für Qualitätsfernsehen darstellen.

Danke für den Kommentar und Danke Marcel Reich-Ranicki! Auf der anderen Seite ist es natürlich schade, dass es erst einen 88-Jährigen braucht, um diesen Schwachsinn der sich deutsches Fernsehprogramm nennt, endlich einmal bloßzustellen. Heute abend liefen "Die Sieben Zwerge" auf RTL. Da war das ganze deutsche "Comedy"-Grauen vereinigt. So ähnlich stelle ich mir die Veranstaltung vor. Nur noch plus Atze Schröder und Thomas Gottschalk. Ein wunder, dass MRR überhaupt so lange ausgehalten hat!

ICH, ICH, ICH! Nicht DER, sondern ICH! Frau Heidenreich, vielen Dank für diesen Artikel, der auch dem letzten Zweifler Ihre unüberbietbare Dämlichkeit vor Augen führen dürfte! Das einzig Überraschende an Ihrem völlig durchgeknallten Artikel ist die Feststellung, daß Kritik den ersten vier Reihen des Auditoriums vorbehalten ist. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Henry Nannen Preis (Was für ein Name!)

Zugegeben, Elke Heidenreich wusste beim Verfassen ihres Artikels noch nicht, dass die Fernsehausstahlung der in Wahrheit wohl wesentlich längeren Veranstaltung auf gut erträgliche 150 Minuten getrimmt wurde. Und natürlich ähnelten sich die meisten Dankesreden, gab es viel zu lange und langweilige Laudatien (Hörbiger!, Stumph & Stumph!!) und dürften Sendungen wie "Die Ausreißer" und "DSDS" eigentlich nicht ausgezeichnet werden. Aber dem überwiegenden Teil der nominierten und ausgezeichneten Sendungen ihre Qualität abzusprechen, ist schlicht und einfach unwissende Dummheit und Ignoranz. Wenn man sich nämlich einmal genauer mit den Nominierungen und Preisträgern befasst, fällt auf, dass die Jury, zumindest was die fiktionalen Werke betrifft, eine ausgezeichnete Wahl getroffen hat und dabei durchaus mutige Entscheidungen fällte. Doch Heidenreichs Kritik befasst sich nicht mit exzellenten Filmen, wie "Contergan", "12 heißt : Ich liebe dich", oder "Bella Block". Und warum? Weil sie wahrscheinlich die wenigsten Programme gesehen hat, aber dennoch glaubt, über die Qualität des deutschen Fernsehens urteilen zu können. Oder war sie nur sauer, dass auch die Sendung "Switch Reloaded", in welcher sie genial parodiert wird, einen Preis bekam ?

Danke für die wahren Worte zu diesem Thema. Ich stimme in jedem Punkt ihres Urteils mit Ihnen überein.

Reich-Ranicki hat der selbstverliebten Scheinwelt des Fernsehens durch seinen Auftritt die Maske abgerissen. Die Peinlichkeit der Darbietung, der er beiwohnen musste, bewog ihn dazu, die Annahme eines Preises, den er ja wohl zunächst hatte entgegen nehmen wollen, letztlich zu verweigern; es muss ihm klar geworden worden sein, dass ihm nur die Aufgabe zugedacht worden war, jene TV-Zombies à la Gottschalk und Konsorten, die nur im Mond- bzw. Scheinwerferlicht Fleisch und Blut zu haben scheinen, aber in der Helle des Alltags in ihren Särgen auf den nächsten Sonnenuntergang warten, zu nobilitieren. Dies ist bewundernswert und nötigt mir allergrössten Respekt ab. Warum aber jetzt Elke Heidenreich?? Im Gegensatz zu Reich-Ranicki ist ihre Laufbahn in elementarer Weise mit dem Fernsehen verwoben, was sie offensichtlich nicht eingestehen mag. Ihre Qualitäten als Kritikerin sind zweifelhaft oder zumindest exzellent getarnt (zu meinem Entsetzen taucht sie jetzt auch noch als Gedichtinterpretin in der Frankfurter Anthologie auf). In einem Gemisch aus Eigentlichkeitsjargon und einer Art Proletarier-Idiom (oder dem, was sie dafür hält) versucht sie, von dem couragierten Auftreten Reich-Ranickis selbst Kapital zu schlagen. Das ist unerträglich.

Werte Frau Heidenreich unterstehen Sie sich! Kommen Sie mir bloss nicht auf die Idee, sich rausschmeissen zu lassen. Wo soll das denn noch enden? Das von Ihnen zu Recht beklagte Unterirdische, wer soll das stoppen, wer dem noch Paroli bieten? Danke an Reich-Ranicki für grosse und lange überfällige Worte. Danke aber auch an Sie, für alles Bisherige und dafür, dass Sie das Feld bitteschön nicht den anderen überlassen. Aufrichtige Grüsse Marc Frey

Bravo, Reich-Ranicki zurück ins ZDF! - Frau Heidenreich ins Unterschichtenfernsehen! A.Spaniol, Tholey

Sehr geehrte Frau Heidenreich, vielen Dank für Ihren erfrischenden, mutigen und ehrlichen Artikel. Wir stimmen Ihnen in allen Punkten 100% und von Herzen zu. Von dem volksverdummenden und niveaulosen TV - Schrott (bis auf einige wenige Ausnahmen) haben wir uns schon vor Jahren verabschiedet und leben lieber ein intensives und bewusstes Leben! Ihnen, Frau Heidenreich und auch Herrn Reich- Ranicki möchten wir hiermit unsere Bewunderung aussprechen. Kämpfen Sie weiter! Eva-Maria Kerkmann und Thomas Kunze.

Frau Heidenreich, Sie scheinen der Realität etwas enthoben. Ich habe mir die Ablehnung des Preises durch Marcel Reich-Ranitzki angesehen. Und habe weder "lähmendes Entsetzen", "Raunen", "vereinzeltes Klatschen" gehört oder wahrgenommen. Vielleicht haben wir verschiedene Sendungen gesehen? Ich meine die am 12.10. im ZDF. Im Gegenteil: lautes Gelächter, strahlende Gesichter - vor allen die der Indendanten-, Geklatsche . Da haben wahrscheinlich die wenigsten begriffen, was überhaupt Sache war und das Ganze als einen Jux empfunden - so zumindest mein Eindruck. Auch Sie sollten sich durch Ihre berechtigen Zorn nicht hinreißen lassen!

siehe Betreff... leider glaube ich aber, dass alle diese so wahren Formulierungen von den selbstverliebten TV-Protagonisten mit dem bauchnabelorientiertem Tunnelblick noch nicht einmal ignoriert werden.

Sehr geehrte Damen und Herren, der Kommentar, wenn man es so harmlos ausdrücken darf, von Elke Heidenreich paßt. Ich habe mir den Zusammenschnitt heute Abend bis zum Ingo Lück ange- sehen, dann war Schluß. Das muß man sich nicht antun. Und Atze Schröder, was soll das denn? Armes Deutschland. Herr Atze sagte neulich in einer Sendung etwas über Mütter, mir wurde schlecht. Es ist wirklich tröstlich, daß es in Deutschland noch Leute gibt, die öffentlich Dummheit beim Namen nennen. Ich wundere mich oft darüber, daß Menschen die gebildet und unabhängig sind, nicht Blödsinn als Blödsinn bezeichnen, sofort. Wahrscheinlich sind sie zu zurückhaltend. Zum Glück fand ich auf dem Sateliten einen Film mit Mario Adorf, ich ahne nichts vom Titel, aber ich sage Ihnen, gegen die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises war das die reinste Erholung. Mit freundlichen Grüßen Emil Alfter

dem kann ich nur voll zustimmen. ich warte noch auf dem tag, wo elektriker , klempner, schreiner usw. ihre eigene sendung bekommen. aber wie heißt es so schön in dem buch von "Michael Schmidt-Salomon"Manifest des evolutionären Humanismus". "Wer Mist will, bekommt auch Mist geliefert".

Danke für den Beitrag! Anscheinend sehen das die anderen Leser wohl etwas anders die den Schreibstil/Wortwahl dieses Artikels kommentieren, aber ist es denn nicht so dass das Angebot im Fernsehen auf einem beschämenden Niveau ist? Bildung und Kultur für Deutschland sieht anderst aus... Ein hoch auf Meinungsfreiheit! in welcher Form auch immer!

Endlich haben Hüter und Hüterin der Literatur und Kultur in Deutschland einmal gesagt, was längst gesagt werden mußte: das ZDF bringt und ehrt nur noch intellektuellen Abfall. Wer soll sich das ansehen und vorallem: wer applaudiert dort? Leider bis vor dem legendären Auftritt des MRR jeder in der Zuschauerhalle. Dieser Abend war wieder einmal der Zenit der Peinlichkeit und der ZDF-Intendant ist schon selber so verblödet, dass er nicht in der Lage ist, zu reagieren. Thomas Gottschalk reißt somit das Ruder-wie auch die Einschaltquoten an den sonstigen Samstagabenden (auch hier:wer will das eigentlich noch sehen??). Frau Heidenreich, Ihr Kommentar ist Wohltat und Lichtblick zugleich, vielen Dank!!

"Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde. Ich schäme mich." Na ja, Frau Heidenreich, Sie haben es selbst in der Hand. Warten Sie nicht, bis man Sie "rausschmeißt", sondern gehen Sie von sich aus, wenn Sie sich so sehr schämen. Außerdem: Man wird Sie nicht "rausschmeißen". Und das wissen Sie auch sehr genau. Ihr Auftritt erinnert an denjenigen eines ehemaligen Generalstaatsanwaltes in Schleswig-Holstein, der wegen politischer Differenzen mit seinem Dienstherrn gaaanz zivilcouragiert und medienwirksam sein Beamtenverhältnis beenden wollte. Bis er dann merkte, daß er damit seine Versorgungsbezüge eingebüßt hätte. Der Mann hatte sich vertan: Er wollte eigentlich "rausgeschmissen" werden, weil er dann finanziell weich gefallen wäre. So hat der Mann dann schnell seinen "Irrtum" korrigiert. Frau Heidenreich, ich glaube, daß Sie nicht von sich aus gehen werden. Und Ihr Sender nimmt Ihnen die Entscheidung auch nicht ab. Also? Weiter schämen!

Ich habe schon seit langem nicht mehr eine so ehrliche und offene Kommentierung zu einem öffentlichen Vorgang gelesen. Mein Kompliment an Elke Heidenreich. Wenn der so genannte "Eklat" von Reich-Ranicki und Stellungnahmen wie die von Elke Heidenreich und vielleicht auch noch anderer dazu führen würden, ernsthaft über die Qualität vieler Fernsehsender nachzudenken, hätte die Angelegenheit doch noch etwas gutes. So dumm, wie viele Fernsehbeiträge uns vermitteln wollen, ist der Zuschauer gewiss nicht. Gert-Peter Jacksteit

Frau Heidenreichs Kommentar ist vielleicht nicht das, was hier viele an Niveau lesen möchten, jedoch sollte man beachten: Frau Heidenreich kam des Nachts nach Hause, setzte sich an ihren PC und schrieb. Mit ähnlicher Stimmung wie MRR, Wut und Adrenalin. MRR sagte etwas im missbrauchtesten Medium, was so noch nie zur Kenntnis genommen wurde. All die kleinen Anprangerungen sehen dagegen wie David aus, denn ihn fehlte es an Aufmerksamkeit. Ich hätte gerne "Else Stratmann" hinauf gehen gesehen, hinauf zu diesem alten, frustrierten Mann, der kaum seine Zunge kontrollieren konnte. Else wäre die richtige Figur gewesen, um ihn herunter zu holen, zurück nach Hause und nicht in den Stuhl im Saale. Leider kann ich den Auftritt, der nun nicht mehr herausgeschnitten werden kann, erst in nächster Zeit bei youtube sehen, denn ich habe seit längerem kein TV-Set mehr. Axel.

Liebe Frau Heidenreich, ich danke Ihnen für diesen Artikel, ich fühle mich in meiner Meinung bestätigt. Sicherlich haben wir momentan ganz andere Probleme in diesem Land. Dennoch, die Verdummungsmaschine Fernsehen (wobei, die kann ja gar nicht dafür, es sind ja eher die Programmgestalter), fördert keinesfalls mit diesen Programmangeboten und den hochbezahlten Akteuren das Interesse des Zuschauers, geschweige denn die Bildung der Jugend. Wir werden mit soviel Schrott im täglichen Programm zugestopft, dass ich sehr froh bin einen Ausschalter an der Kiste zu haben.

So richtig kampfesmüde scheint Frau Heidenreich nicht zu sein. Stattdessen erscheint mir Ihr Text wie ein Kavallerie-Angriff vom hohen Ross. Unbarmherzig drischt sie auf die Doofen ein, die sich vom Oberdoofmann Gottschalk willfährig in jede intellektuelle Steppe führen lassen. Ich saß gestern Abend in Reihe neun und bin gewiss nicht hochbegabt. Es stimmt auch: Ein Hochamt der intelligenten Fernsehunterhaltung war die Veranstaltung gewiss nicht. Aber als Herr Reich-Ranicki in Zorn geriet, waren bereits Produktionen ausgezeichnet worden, die zeigen, was das Fernsehen in seinen guten Momenten leisten kann. Sven Kuntzes Selbstversuch als Altenheimbewohner. Oder die NDR-Dokumentation über die Verstrickung der Quandt-Familie in Nazi-Machenschaften. Eine ARD-Korrespondentin durfte sich einen Preis für ihre couragierte Berichterstattung aus Burma abholen. Also nicht nur Atze Schröder. Elke Heidenreich und Marcel Reich-Ranicki sind mit Recht berühmt. Aber ihre Karriere verdanken sie zu einem Teil eben auch dem Fernsehen. Beide stehen für die Weite der Welt des Geistes. Den verdienten Entertainer Gottschalk plump zu beleidigen mieft dagegen nach Kleingeist. Also nach der Einstellung, die RTL braucht, um mit DSDS Erfolg haben zu können.

Nur ganz kurz: Vielen Dank!

das weiß ich nicht, Frau Heidenreich. Aber warum keiner von denen auf die Bühne kam um was zu sagen - das ahne ich zumindest. Es liegt einfach daran, dass die das Reden (sofern die es je konnten) verlernt haben. Die haben sich selbst degradiert zu Wächtern der Political Correctnes, zu Meinungsblockwarten, die es als höchstes Verdienst ansehen so viel wie möglich zu verbieten. In ihrem Wahn sind die fixiert auf den Kampf gegen (die tatsächlich nur in deren Phantasie existierenden) Neonazis und für die Gleichstellung von KinderInnen, AusländerInnen und FrauInnen, dass die in der Konfrontation mit der wirklichen Welt hoffnungslos überfordert sind. Meinungsblockwart Kerner wusste sich selbst gegen die vollkommen harmlose Eva Herman nicht anders als mit Redeverbot zu helfen, Hohman wurde vom ZDF gelinkt in übelster Manier. Das Wüten der Schramma-SA vor 4 Wochen hat unsere wackere PC-Kamarilla bejubelt. Mal ehrlich, Frau Heidenreich, Sie haben nicht wirklich angenommen, dass die PC-Mafia zum großen Reich-Ranicki was zu sagen hat!?

Endlich mal was Wahres. Ich habe nichts gegen Unterhaltungssendungen, aber mit seinem dummen Gerede wäre Herr Gottschalk in den USA schon längs wegen diskriminierender Äußerungen aus allen Fernsehkanälen verbannt worden. Vielleicht könnte er noch auf einem Predigerkanal seinen Blödsinn verzapfen. Gut, Dummheit ist dort auch erlaubt, aber ich habe gegen diese absolute Niveaulosigkeit sowieso nur ein Rezept. Nicht ansehen. Aber ich weiß, es hilft nicht wirklich. Frau Heidenreich, absolute Hochachtung, Herr Reich Ranitzki, ich entschuldige hiermit sollte ich jemals gedacht haben, was redet der wieder für einen Unfug. Leider haben Sie zu 100% recht. Den Preis haben Sie nicht nötig, es gibt derzeit genügend Altmetallhädler.

Auch wenn ich ihr in der Sache größtenteils zustimme: Elke Heidenreich macht es sich da ein bisschen einfach. Das Niveau der Fernsehpreis-Verleihung und von Grabscher Gottschalk dürfte ihr schon seit Jahren bekannt sein. Wenn sie nicht Teil dessen sein mag, hätte sie dies vor der Veranstaltung mit einem ähnlichen Artikel begründen und einfach nicht hingehen sollen. Hinterher nachzutreten, ist leicht. Wenn sie über ähnlichen Mut wie Reich-Ranicki verfügte, hätte sie ihre exponierte Position als ZDF-Insiderin schon vorher für eine ähnlich offenherzige Schelte nutzen können. "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten," schreibt Heidenreich. Dafür gab es schon früher genügend Grund. Oder ist das ihr, die ihre Seherinnen-Fähigkeiten ziemlich eitel heraushängen lässt, erst jetzt aufgefallen?

Sehr geehrte Frau Heidenreich, inhaltlich stimme ich Ihrem Beitrag zu - sprachlich haben Sie aber wohl etwas von den "Atzes dieser Welt" gestern in Köln Ossendorf mitbekommen; dieser "Scheiß-"Stil war in der FAZ bisher nicht üblich. Hätten Sie Ihre berechtigte Kritik am TV-Niveau schon vor Herrn Reich-Ranicki einmal in ähnlicher Weise gegenüber den TV-Granden geäußert, wäre das anerkennenswert und mutig gewesen - Atze hätte gesagt: "Die hat wenigstens einen Arsch in der Hose!" (Sorry, aber Sie haben angefangen). So ist Ihr Beitrag nur ein peinliches Nachkarten auf Herrn Reich-Ranickis hervorragenden Beitrag zur TV-Kultur. Motto "ich auch, ich auch, ich wollts auch schon lange mal sagen". Freundliche Grüße

..an den Film fühle ich mich erinnert. Handlung des Streifens: Zwei Durchschnittsmenschen von heute reisen 500 Jahre in die Zukunft und müssen feststellen, dass die Verblödung der Menschheit galoppierende Ausmaße angenommen hat und sie auf einmal die mit Abstand klügsten Menschen der Welt sind. Heute werden Frau Heidenreich und Herr Reich-Ranicki aus ihrem Arte/Phoenix-Elfenbeinturm zum RTL/Sat.1-Fernsehpreis gebeamt und wundern sich, wenn Atze Schröder auf der Bühne herumturnt. Hoffentlich wird MRRs Gesicht in dem Moment in Großaufnahme gezeigt! Ganz so geistig auf der Höhe scheint MRR allerdings doch nicht mehr zu sein, denn die Veranstaltung findet wohl nicht zum ersten Mal statt, oder ist er nur zu abgehoben, vorher noch nie was von RTL-"Kultur" gehört zu haben? Atze Schröder sieht sich jedenfalls als Kabarettist... Einen Unterschied zum Film gibts aber doch, die Hauptfiguren dort sind sympathisch und nicht elitäre Schnösel nach dem Motto "Alles Idioten außer mir und Marcel". Insgesamt aber hat Herr Thoma recht, "Pure Comedy", habe Tränen gelacht ob der Verbissenheit von Frau Heidenreich, die sie nachts um 3 auf ihren PC einhacken lässt um ihren Frust übers Fernsehen abzulassen. Als obs zur Zeit keine anderen Themen gäbe.

Hoffnung in der öden Fernsehlandschaft! Danke Elke Heidenreich! Danke für solch klare Worte. Schade, daß Sie nicht die Laudatio für MRR hielten! Schade, daß Sie nicht einen Monat Herrn Schächter beim ZDF ersezen können. Unsere Fernsehlandschaft ist ein Spiegelbild unserer Schulen, der Sprache unserer Kinder. Doch bitte schmeißen Sie nicht hin. Dann kommt an Stelle von "Lesen" noch mehr Rosamunde Pilcher, noch mehr Musikantengedöns, noch mehr Dummheit. Gerade jetzt, gerade der Vorfall mit MRR auf der Fernsehverleihung ist ein Signal, daß wir uns zusammen tun gegen die geballte Ladung Volksverdummung im Fernsehen! Ich werde nie die Gelegenheit haben, Herr Reich-Ranicki persönlich kennen zu lernen. Deshalb bitte ich Sie, ihm meinen Respekt für den mutigen Auftritt zu übermitteln. Ilona Rothin, Köln

Wir zwangsweisen Gebührenzahler steuern mit unseren Zahlungen in keiner Weise das Tun der "Öffentlichen". Die haben eigene Regeln und wenig bis keinerlei "Kundenorientierung". Das Fernsehen wird durch Atze Schröder und Thomas Gottschalk in wunderbarer Weise seinem heimlichen öffentlichen Auftrag gerecht. Dieser lautet, verscheißert die Zuhörer und Zuseher "bis der Arzt kommt". Das versuchten die Macher, als sie in wunderbarer Weise den Literatur-Papst zu verherrlichten suchten. Elke Heidenreich bringt es, trotz eigener Existenzgefährdung, auf den Punkt. Gottschalk hätte noch anfügen sollen, dass Helmut Schmidt, gleicher Jahrgang wie RR, auf der Bühne mit Sondererlaubnis rauchen darf und RR - klaro - eine Krawallberechtigung hat...

Vorab: Reich-Ramicki hat jedes Recht der Welt einen Preis zu jeder Zeit anzunehmen, abzulehnen oder wieder zurück zu geben. Und mit der Begründung auf jeden Fall. Gottschalk hat es als Moderator (wohl) geschafft die Wogen so weit wie möglich zu glätten. - Das schaffen nur wenige. Frau Heidenreich, Sie spielen sich m.E. hier zu sehr auf. Sicherlich, auch sie haben die TV-Welt geprägt. Aber die Rolle einer moralischer Institution steht ihnen nicht wirklich gut. Und hinterher zu sagen, was man alles hätte machen können, hätte man denn gedurft und gewollt und gekonnt ... ist für mich einfach nur ein schlechter Stil.

was da gesagt, geschrieben, kommentiert wird. Man kann fast jedem Einzelaspekt zustimmen. Nur sollte man als Ganzes im Auge behalten, daß der Öffentlich-rechtliche Rundfunk schon auch sein Gutes hat. Auch als Kulturplattform. Ich fürchte, RR und Elke Heidenreich wären ohne ihn etwas weniger prominent. Und ob die Privaten zehn Rundfunksinfonieorchester unterhielten, wage ich auch zu bezweifeln. Diejenigen, die ihn so hart kritisieren, wissen häufig gar nicht, daß es Hörfunksender wie den Deutschlandfunk und Deutschlandradio gibt. Die mit relativ wenig Geld ein hervorragendes Informations- und Kulturprogramm machen (nein nein, ich bin nicht von denen). Im übrigen: über den Fernsehschrott kann man sich intellektuell viel gefahrloser und redlicher echauffieren als über die Finanzkrise...

Und außerdem: Wer so wie Frau Heidenreich Profiteur und Teil des Systems ist, welches sie in ihrem Beitrag wortreich beklagt, der darf gern mosern, er sollte allerdings auch ein Schaerflein Demut zeigen. Wer vermeintlich gegen den Strom schwimmt, dem sei gesagt, das er sich trotzdem im selben Fluss befindet. Ich waere mit dem deutschen Fernsehen schon dann zufrieden, wenn ich derlei Unfug nicht zwangsweise durch meine Gebuehren finanzieren muesste. Aber da hat Frau Heidenreich (Achtung: Unterstellung) vermutlich eine ganz andere Meinung.

Man mag über Elke Heidenreich denken wie man will, dieser Artikel ist einfach phantastisch. Vielleicht hätte sie neben Atze Schröder auch andere Dünnbrettbohrer wie Thomas Herrmanns oder Oliver Pocher erwähnen sollen. Möglicherweise waren die bei der Veranstaltung aber auch gar nicht dabei.

Danke Marcel Reich-Ranicki, danke Elke Heidenreich!!! Ich frage mich manchmal schon, in welchem Fernsehzeitalter wir leben, wenn ich informative Sendungen und Dokumentationen erst nach 22 Uhr sehen kann. Die Kinodokumentation "Unsere Erde" hat mit mehr als 3 Millionen Besuchern in D gezeigt, dass der Anspruch der Menschen ein anderer ist. Diese Naturdoku war wie eine Erlösung von dem Fernsehschwachsinn, der uns täglich zur besten Sendezeit serviert wird.

Wunderbar, Frau Heidenreich Sie haben mir als TV - Autorin völlig aus dem Herzen gesprochen. Das Schreiben für die völlig verflachte TV Kost habe ich irgendwann aufgegeben. Dieses Gewerbe ist durch und durch verdorben. Immer wieder sehe ich wie Redakteure unter einem Pseudonym Drehbücher schreiben, die sie selbst abnehmen und teilweise in Gremien auch noch fördern. Wie schön das jemand Kluges mit Zivilcourage wie R.R. die Wahrheit vor solch einem Publikum endlich mal ausspricht.

Bravo! Viel treffender kann man die Idiotie, die das deutsche Fernsehen beherrscht, nicht in Worte fassen. Vielen Dank Frau Heidenreich !

Rech - Ranickis bleibt was er ist, der gerechte und intelligente Beobachter unserer Schmalspur Sender, sprich öffentliches Fernsehen. Mit soviel Dummheit vereint mit Gottschalk und diesem Schröder auf der Bühne geehrt werden zu sollen, das war pure Zumutung. Wenn nur die 40 jährigen in all den Sendern soviel jugendlichen und erfrischenden Geist und Interlekt hätten wie dieser 89 jährige Reich Raniickis. Alle Hochachtung und meine Verehrung. Thomas Winnen

Wer mit Niveau kritisieren will sollte etwas weniger impulsiv schreiben. Das sprachliche Niveau dieses Beitrages ist schlichtweg katastrophal. Der Kern der getätigten Aussagen hat zwar sicherlich sein Berechtigung aber die Art und Weise wie diese übermittelt werden zeugen keinesfalls von der sich zugeschriebenen Eigenschaften... Dieser Beitrag ist schlichtweg der Tiefpunkt der diesjährigen Gastpublikationen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Also ich muss Eines schon mal feststellen: Frau Heidenreich scheint zu vergessen, dass der Deutsche Fernsehpreis und seine Verleihung eine Massenveranstaltung sind. Dieser Abend ist nicht für Intelektuelle gedacht. Der einzige Fehler, den ich erkennen kann, ist, dass der Ehrenpreis einer solchen Veranstaltung an einer anerkanntermaßen verdienten MAnn wie Reich-Ranicki gehen sollte. Nur: Reich-Ranicki und deutsches Massenfernsehen gehen nun mal nicht zusammen. (Siehe seine Verweise auf ARTE!). Auch ich finde Atze Schröder zum Kotzen, aber offensichtlich gibt es genügend Menschen, die da anderer Meinung sind. Das mag uns nicht gefallen, aber wir haben es zu akzeptieren. Mir gefallen manche Wahlergebnisse ja auch nicht... Nur eine weitere Anmerkung: Ich bin Lehrer an einer Realschule und wenn ich davon rede, was ich im Fernsehen gesehen habe (auch im ZDF!), höre ich meistens folgende Reaktion: ZDF (wahlweise auch ARD, ARTE oder eines der Dritten), IIIHHH! Es ist nicht so, dass Deutschland nur auf intelligentes Fernsehen wartet, da sollte man sich keinerlei Illusionen hingeben, viele Leute lesen ja schließlich auch die BILD und nicht die FAZ! Viele Grüße!

Bravo, ein Artikel der mir aus der Seele spricht!

Was bin ich froh, dass es noch Menschen Reich-Ranicki und auch Elke Heidenreich gibt, da gibt Hoffnung.

Elke Heidenreich hat mit ihrem Kommentar sehr viel Mut bewiesen und ohne Rücksicht auf ihren eigenen Job den Machern des deutschen Fernsehens für ihre Selbstbeweicherungsveranstaltung den Spiegel vorgehalten. Fernsehen als Volksverdummung, in dem Kultur nur noch Nchts oder gar nicht mehr vorkommt. Selbst die Nachrichtensendungen des öffentlich rechtlichen Rundfunks haben inzwischen "Unterschichten Fernsehniveau" erreicht. Dann lese ich doch lieber die FAZ oder gehe ins Kino.

weiß ich nicht. Wohltuend war MRR's (er möge mirt diese Abkürzung verzeihen)Reaktion auf jeden Fall. Und ebenso wohltuend ist der Heidenreich-Kommentar. Daß Leute in diesem unserem Lande mal laut sagen, dass Mist eben nichts anderes als Mist ist, hat leider den Seltenheitswert einer Supernova. Das macht es um so wertvoller. Wer gerne alte Männer bei Preisverleihungen sehen will, der warte auf Jopi Heesters.

Bravo Herr Reich-Ranicki, Bravo Frau Heidenreich... ich bin froh dass endlich einmal jemand von einem solchen Format diese Kritik an der richtigen Stelle angebracht hat. Ich selbst war viele Jahre fürs Fernsehen tätig und habe in den letzten Jahren den Niedergang der Unterhaltungskultur mitverfolgt... Ich hoffe nur, diese Kritik fällt auf fruchtbaren Boden und wird nicht in vielen Boulevardblättern als Munition gegen intellektuellen Anspruch verkehrt. Bravo!

Ich bin kein sonderlicher Freund der beiden - aber wo sie nun mal recht haben...

Herr Reich-Ranicki tut mir leid. In seinem Alter sollte man Urenkel verwöhnen und sich regelmäßig mit klugen Köpfen treffen. Fernsehauftritte dieserart dokumentieren nur seinen aufmerksamkeitsgeilen Charakter.

Was Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich jetzt getan, gesagt und geschrieben haben, gehört zum Allerbesten und Allerwichtigsten ihrer beider Werke. Der Dank an sie beide ist unendlich. Wenn sie dazu beitragen, das Imperium der Schwachsinnsproduzenten im deutschen Fernsehen zu Fall zu bringen, werden sie noch von den nachfolgenden Generationen gepriesen werden. Wann endlich werden diesen inkompetenten Fritzen jene Millionen der Zwangsgebühren, die die Zuschauer zu bezahlen haben für diese „hirnlose Scheiße“, wie Elke Heidenreich mit vollstem Recht sagt, wann endlich werden ihnen diese Gelder für immer gestrichen! Wann endlich werden sie ihren Ruhestand auf jener Pavian-Insel verbringen, auf der auch die schnellen Börsen- und Geldverdiener jetzt allmählich eintreffen. Erst wenn der auf unsere Kosten produzierte Kitsch in der Glotze endlich der Vergangenheit angehört, erst dann können wir aufatmen. Einen Vorgeschmack auf diese kommenden Zeiten geben uns Reich-Ranicki und Heidenreich.

Verzeihen´s gnä´Frau, aber darf man Ihren Artikel als Kartharsis einer Arrivierten verstehen, die durch diese grässliche Veranstaltung den letzten Impuls zur Abkehr von einem System erhalten hat, durch das sie selbst - wenn ich so sagen darf - wurde? Oder wollen Sie auf diese Weise die naive Unbescholtene geben, die noch nie mit diesem System zu tun hatte? Schön wär´s mit der Katharsis, aber so recht will ich Ihnen das nicht glauben. Denn es dürfte nicht die erste Fernsehpreis-Verleihung gewesen sein, der beizuwohnen Sie sich die zweifelhafte Ehre gaben. Und so wussten Sie, verehrte gnä´Frau, worauf Sie sich einließen: Auf stundenlangen Blödsinn eines grottigen Moderators, stundenlanges Gestammel der zu ehrenden Sternchen usw. usw. Prüfen Sie sich selbst: In den vergangenen Jahren haben sie trotz dieses Schwachsinns immer fleißig mitgeklatscht und gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Und da wollen Sie uns wirklich weismachen, Sie hätten nicht gewusst, welcher Abgrund an Banalitäten sich an diesem Abend vor Ihnen und allen anderen Gästen, die ihren guten Namen für eine solche Veranstaltung hergaben, auftun würde. Liebe gnä´Frau: Angesichts der Qualität Ihrer Kritiken nehme ich Ihnen vieles ab, aber das nun doch nicht!

Danke Frau Heidenreich, aber Verdummung läuft doch überall live. Die schleimsch.... Moderatoren gut trainiert und ausgleichend, spiegeln doch nur die Wirklichkeit insbesondere der Politik. Mam muss halt drüber reden.... politische

dieses statement für die menschliche würde.... nicht nur für MRR.... danke, frau heidenreich.

Sicher ein mutiger Schritt von Reich-Ranicki. Und ein guter und nötiger Artikel. Schade nur, dass der Sender (ich glaube ZDF), sich nun ins Fäustchen lacht: Die Einschaltquoten dürften für diesen Abend gesichert sein. Was will man mehr? Ich wusste bis gerade eben nichteinmal, dass diese "Show" heute überhaupt läuft.

Verehrte Frau Heidenreich, ich danke Ihnen von ganzen Herzen für Ihren Artikel. Leider - oder vielleicht auch nicht leider - ganz ich die Aufzeichnung heute abend nicht sehen. Denn ich habe vor wenigen Tagen kapituliert und meinen Fernseher entsorgt. Denn auch ich bin es leid mit über 200 € im Jahr dieses hirnlose Zeug oder Kurztripps von China nach Deutschland für dümmliche Sportmoderatoren zu sponsern. Jeden Indentanden hätte man längst für ein derartiges qualitätsloses Programm gefeuert. Aber es ist wie in vielen Bereich - so auch im Fernsehen: Der Mopp hat das sagen. Daher lest mehr Bücher und Zeitung, hört Radio und boykottiert das Fernsehen

Interessant wie sich der Abend auf der ZDF-Seite liest: "... faustdicke Überraschung ... MRR wollte den Preis zunächst nicht annehmen ... Thomas Gottschalk rettete die Situation ...". Nunja, darüber kann bzw. muss man sich wohl seine eigenen Gedanken machen, soweit man aufgrund der heutigen Verdummung durch das Fernsehen dazu noch in der Lage ist. Da die Reaktion MRR wohl der einzige tatsächliche kulturelle Höhepunkt war, darf man auch erwarten, diesen zu sehen. Schließlich schreibt das ZDF: "Das ZDF überträgt die Gala mit allen Höhepunkten am heutigen Sonntag ab 20.15 Uhr." Na, denn: Rein ins Gefecht! (ich werde mir es trotzdem nicht ansehen)

Recht hat sie, die Frau Heidenreich. Leider passiert so eine Reaktion wie nun von MRR viel zu selten. Leider gibt es so einen Kommentar wie von E. Heidenreich viel zu selten. Leider gibt es in unseren Medien viel zu wenig Qualität. Immerhin ist es ein Lichtblick, dass die FAZ dem Zorn von Frau Heidenreich ein Forum gibt! Ich wünsche mir, dass dieser ganze Mediendreck ein ähnliches Schicksal nimmt wie unsere Börsen, unsere Banken, unser halt- und moralloses Fun-Getue. Vielleicht führt ein wirtschaftlicher Dämpfer zu Einsicht in humane Werte?!

Ich sehe hier nur ein überflüssiges Pamphlet, das allenfalls den Zweck erfüllt, den FAZ-Starkritiker Reich-Ranicki wieder einmal über alle Maßen zu glorifizieren; eine einzige Apotheose, die nur aufgrund des Kontrasts funktioniert, daß hier geballte Intellektualität und peinlicher Fernsehmüll zusammengeführt wurden. Als wäre das Niveau dieser Preisverleihung und der Preisträger eine Überraschung. Im Grunde hätten MRR und Elke Heidenreich einfach zuhause bleiben können, ja, müssen. Das würde für mich signalisieren: Den beiden ist das zu dumm, berechtigterweise. Aber hingehen, zum Glück nicht in der vierten Reihe sitzen müssen, denn da sind ja Kameras; hingehen, obwohl Gottschalk moderiert; hingehen, obgleich hier DSDS geehrt wird; hingehen, weil man der Welt zeigen will, daß man da nicht hingehört - ich finde es reichlich verlogen, und zwar von beiden. Die Peinlichkeit der Preisverleihung war vorbestimmt, die Peinlichkeit für Frau Heidenreich und Herrn RR selbstverschuldet.

Bravo, Frau Heidenreich! An Ihrem Artikel stört mich nur eines sehr: Die offenbar unreflektiert übernommene Schreibweise "Henri Nannen Preis". Soviel ich weiß, hat Herr Reich-Ranicki diesen Preis damals trotz des unsäglichen Deppenleerzeichens leider entgegengenommen. Ich meine, daß es gerade jemandem, der sich um die deutschsprachige Literatur und die deutsche Sprache verdient gemacht hat, gut zu Gesicht gestanden hätte, den Finger dort ebenfalls in die Wunde zu legen. Wer weiß? Vielleicht erleben wir gerade die Anfänge einer Ranickischen Zornperiode? Ich fände das jedenfalls wunderbar!

Unbedingte Zustimmung zu Herrn Meyer und Herrn Wiltinger. Dieses berufsempörerische Geschreibe von Frau Heidenreich ist unglaublich peinlich. Sie lehnt den Preis ab, ist sich aber einig, dass besser sie statt Gottschalk die Laudatio halten soll. Was denn nun? Frau Heidenreich schämt sich für ihren Haussender. Ich schäme mich als Gebührenzahler und Leser seit Jahren einer solchen Sendung wie "Lesen!" ausgesetzt zu sein und dieses pseudoliterarische Kaffekränzchen mit finanzieren zu müssen. Und in der Tat: Reich-Ranicki hat die Trivialisierung des Literaturdiskurses vorangetrieben und Elke Heidenreich ist seine Aficionado. Reich-Ranicki hat und Heidenreich hätten auf eine perfide Art und Weise diesen Preis redlich verdient.

Die Verweigerung von RR, so einen Preis, bei so einer Show, hinzunehmen in allen Ehren. Der Text von Frau Heidenreich vermittelt mir aber den Eindruck einer Person, die mit alledem eigentlich nichts zu tun hätte (oder hat sie auch einen Preis ausgeschlagen, war sie überhaupt nominiert?). Hätte… Würde sie jetzt nicht krampfhaft versuchen auf RR’s Zug aufzuspringen und schnell die Banalität dieser Show, zu der sie freiwillig hinging, beklagen. „Ich wäre am liebsten gar nicht gegangen. Ich dachte es wäre besser die erste Stunde zu verpassen. Und ich bin ja auch so Prominent. Und dafür hab ich hab mich auch extra ganz weit nach hinten gesetzt, damit mich dort niemand sieht und ich heute schreiben kann, dass ich mich extra weit nach hinten gesetzt habe.“ Ich Ich Ich. Liebe Frau Heidenreich, es geht nicht um sie. Für mich sieht das nach einem kleinen Kind aus, das, weil ein anderes gelobt wurde, sich schnell mit den gleichen Federn schmücken möchte „Ich fand das aber auch gaaaanz doooof“. Aus dem Schatten nachtreten ist einfach ein ganz schlechter Stil! Hätten sie sich doch besser in Reihe 4 gesetzt und die ganze Zeit laut "BUUUUH" oder "Gottschalk in den Zoo" gerufen, das hätte eine eigene Duftmarke gesetzt.

Danke!! Elke Heidenreich für diesen treffenden Artikel. Bin allerdings(positiv) überrascht, sehe Heidenreich sonst eher auf der Gottschalk-Seite, meist, wenn man ihren Bücherempfehlungen folgt und sich dann ähnlich Stumpfsinniges antun mußte.

Sorry für meinen kulturellen Unverstand, mag sagt so was nicht und wird jetzt sicher als fürchterlicher Kulturbanause beschimpft: Aber das Fernsehen, insbesondere das öffentlich-rechtliche, wird aus Zwangsgebühren der Zuschauer finanziert. Also hat es dem Geschmack des Publikums gerecht zu werden, von dessen Geld es lebt. Und der ist nun einmal so, wie er ist, Gottschalk, Volksmusik und Superstars im Dschungelcamp. Man mag das beklagen, ich könnte mir auch anspruchvolleres vorstellen, nur Minderheitenprogramm zur kultrellen Zwangsbeglückung der Massen ist keine Alternative. Selbstgerechte Überheblichkeit einer selbsternannten Kulturelite - wie Frau Heidenreich es postuliert - ist nicht angebracht, solange diejneigen, die solches propagieren, es nicht vermögen Kultur ansprechend und unterhaltsam zu vermitteln. Die sogeannten Kultursendungen gehen jedenfalls am Zuschauer völlig vorbei und haben deshalb so grottenschlechte Quoten, dass selbst die - statt des früheren Testbilds gesendeten - Führerstandsmitfahrten im Nachtprogramm Straßenfeger dagegen sind.

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob Herr Reich-Ranicki wußte, wer oder was ihn bei der Veranstaltung erwartete. Aber Atze Schröder in seiner bescheidenen Begrenztheit hätte auch ich nicht ausgehalten.

... stellt sich hier als Moralapostel hin. Vor allem, da sie selbst am Anfang ihrer Karriere das Fernsehen genutzt hat. Und ihre Auftritte hatten ja auch nicht gerade einen erstklassigen kulturellen Anspruch. Reich-Ranicki gebe ich aber uneingeschränkt recht. Diese Show, wie auch viele Preisverleihungen gleicher Machart, ist nur eine Art Selbstbeweihräucherung der Sender. "Wenn die Zuschauer unseren Produktionen nicht gut finden, dann machen wir es eben selber". Die Verblödungsshows in der deutschen Fernsehlandschaft nehmen zu und warum sollte dann die entprechende Honoration nicht auf dem selben Niveau stattfinden!

Diese Veranstaltungen der Kulturszene spiegeln die seichte oberflächliche Realität der unsere Gesellschaft prägenden seelenlosen selbstbewegenden Hohlkörper wider. Warum gibt es nicht mehr Ranickis und Heidenreichs in allen Bereichen unserer Gesellschaft? Hör’n sie nicht hin? Seh’n sie nicht gut? Fehlt ihnen der Sinn oder fehlt ihnen Mut? ... und vielen Dank der FAZ, dass sie zunehmend mutige Kritik zu Wort kommen läßt und auch Artikel veröffentlicht in denen zu Recht das Wort "Scheiße" Erwähnung findet.

Dass das Fernsehen und andere Medien mittlerweile (fast) nur geistigen Schrott anbieten ist ein offenes Geheimnis. Jetzt aber wo der alte Herr Reich-Ranicki öffentlich für ein "Eklat" sorgt, kommt die opportunistische Meute hinterher und klatscht Beifall, jene, die "sie es immer wussten" und nun die Flagge des anspruchvollen Intellektuellismus hoch hissen. Ja Ja, Frau Heidenreich, Sie waren nur uneigennützig da, für den alten Mann, aber ansonsten, dieses vulgäre und ordinäre Mainstream, abscheulich, wie man das bloß nur aushält, furchtbar für die Bambi Preisträgerin 2003. Da liegt die Latte bekanntlich hoch, wie?!! ich habe mein Fernseher schon seit Jahren in den Schrott geschmissen. Sie, Frau Heidenreich, gehen in Abendrobe zum Fernseherpreis und erzählen Sie mir hinterher vom gerechten Zorn?? geschenkt!!!

Bravo, bravo, bravo. Es gibt sie also doch noch, diejenigen die im unsäglichen deutschen Fernsehgeschäft tätig sind, sich abmühen, sehenswerte Sendungen zu machen und dennoch Ihren gerechten Zorn gegen die Profiverdummer, Teleignoranten und Unterhaltungsbeamte herausschreiben. Elke Heidenreich sei Dank dafür, daß Sie Marcel Reich- Ranicki für das Ablehnen eines sogenannten Preises unterstützt.

Sehr geehrter Herr Meyer, diese Aussagen von Ihnen können fast nur als Provokation gewertet werden. Wie kommen Sie zu der Aussage, das Literarische Quartett sei vergleichbar mit DSDS? Unglaublich...Marcel Reich-Ranicki hat sich mit diesem Format gerade GEGEN die sterbende Kultur in der Medienlandschaft gewendet. Die Kritik Reich-Ranickis an Büchern war immer auf literaturwissenschaftlichen Fakten oder eben auf seiner wohl unerreichten Leseerfahrung begründet. Wenn Sie den Begriff "Literatur-DSDS" kreieren, stellen Sie erstens die Literatur auf eine Stufe mit drittklassigem Cover-Gesang und zweitens MRR auf eine Ebene mit Bohlen und den anderen scheinwerfersüchtigen "Experten". Das geht einfach nicht! Zumal Reich-Ranicki nicht immer nur gespottet hat und das Literarische Quartett nicht gerade zur Prime Time ausgestrahlt wurde. Fakt ist - trotz des immer wieder vorkommenden Spotts Reich-Ranickis - dass das Literarische Quartett die Kulturlandschaft im Fernsehen bereichert hat, was Sie von DSDS sicher nicht behaupten können. Dieses Format und seine medialen Auswüchse sind der Inbegriff der medialen Verdummung. Ihr letzter Satz wirkt zudem wie ein Schlag in das Gesicht Marcel Reich-Ranickis. Sehr unsensibel!

Danke Elke. Ich habe schon lange keine Glotze mehr. (Radio auch nicht..) Im Internetzeitalter reine Zeitverschwendung (bis auf Ausnahmen) - eigentlich nur zum Ruhigstellen bestimmter Personenkreise geeignet. Und da wird sich auch nix ändern.

ZDF und ARD bereiten bloß die Hirne zum Empfang von RTL und SAT1 vor . Die Intendanten und sonstige Menager spielen gleiche Rolle wie vor paar Wochen die Deppen, die an eine bankrotte Bank die Milliarden überweisen liessen. Wirklich kompetent und verantwortlich ist irgendein Abteilungsleiter, der ist aber im Urlaub. Im Kulturbereich schon seit langer Zeit. Gott sei Dank, wir haben die Kulturtasche.

Wenn die Zustände Sie, liebe Frau Heidenreich, so sehr schockieren und auch seit geraumer Zeit schockiert haben, frage ich mich ehrlich, warum Sie sich erst jetzt darüber beklagen. Sie ergreifen Party für MRR, dessen Auftritt gestern keineswegs schlecht gewesen ist - denn er hat Recht mit seinen Äußerungen über das Volks-Verdummungs-Fernsehen; aber mit diesem Text jetzt, einen Tag später, kommen Sie mir eher wie ein Mitläufer als wie ein überzeugter Mensch vor. Sie schreiben, dass Sie am liebsten wieder gegangen wären, aber MRR ehren wollten; das klingt für mich wenig glaubwürdig. Vielmehr wollten Sie nicht gehen, weil Sie dieses Schauspiel genossen haben, das sich Ihnen geboten hat. Hätten Sie einen ähnlichen Bericht ein paar Wochen zuvor geschrieben, vor dem "Eklat", dann hätte ich ihn gepriesen und gelobt, so aber bleibt mir nur Kritik übrig.

Es ist nur zu hoffen, dass dieser Lichtblick nicht vereitelt wird!

Es ist unverständlich, wie lange wir noch diesen/diese Sendung für Sendung vor sich und für andere dahinblödelnden Moderatoren Gottschalk u.v.a.m. ertragen müssen. Wetten dass ??? - Vermutlich noch lange. Das Gleiche gilt für die Kindersendung DSDS, was hat die im Abendprogramm verloren? Leider sind mittlerweile nahezu alle Fernsehsendungen, mit wenigen Ausnahmen, für die Tonne (zum Wegwerfen), werden jedoch sorgfältig für Wiederholungen aufbewahrt. Man hat ja sonst keine Ideen für niveauvolles Fernsehen. Die üblichen Talk-Shows und Soap-Operas erfüllen juristisch fast die Tatbestände der seelischen und Körper-Verletzung. Also, mehr Mut zum Ausschalten! Das schont die Nerven, fördert die Familienstimmung und die Kommunikation.

Als ich heute früh hörte, was da passiert ist, war ich auch grundehrlich glücklich. Seit Jahren geht das Niveau der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in den Keller. Ich ärgere mich mindestens einmal am Tag. Reich Ranicki hat getan, was sich niemand mehr getraut. Er sagte die Wahrheit, die reine Wahrheit nichts anders. Was den Leuten da zugemutet wird, ist eine Unverschämtheit und eine Herrschau des Zynismus.

Wann wird Elke Heidenreich endlich verstehen, dass auch das Fernsehen, mit ALL seinen guten und weniger guten Sendungen, KULTUR ist? Kultur ist nicht nur ihre Lesestunde oder das philosophische Quartett. Kultur sind auch DSDS oder die Super Nanny. Das Fernsehen ist so kunterbunt und vielfältig, so niveauvoll und niveaulos wie der Buchladen an der nächsten Straßenecke. Dort stehen auch Kochbücher, Lebenhilfefibeln, Kolportageromane und Literatur-Nobelpreisträger nebeneinander und kein Intellektueller findet es anstößig, in solch geistig leichtgewichtiger Umgebung zum Verkauf angeboten zu werden. Vieleicht ergibt sich für Frau Heidenreich auf der nächsten Henri-Nanne-Preisverleihung oder auf der Frankfurter Buchmesse die Gelegenheit, einen Ehrenpreis zurückweisen zu können - mit der Begründung, dass es immer noch Verleger und Autoren gibt, die sich trauen Bücher zu publizieren, die Mann und Frau lesen und verstehen können, ohne dass sie das Große Latinum absolviert haben müssen.

Wer hat denn Literatur zu einer Bohlen-Show gemacht? Richtig. Es war Marcel Reich-Ranicki, und die Bühne dafür bot ihm Frau Heidenreichs Haussender. Ach, MRR ist mit Bohlen nicht vergleichbar? Ganz anderes Niveau? - Das mag schon stimmen. Bohlen sagt öfters "scheiße" und "geil", MRR hält sich damit eher zurück. Das Programmformat aber ist im Kern dasselbe: Hüben werden Amateursänger fertiggemacht, drüben Bücher zerrissen, beides jeweils zur Belustigung des Publikums. Und das Publikum schaut nicht zu, um sich weiterzubilden, sondern wartet darauf, dass MRR sein Messer rausholt und ein "schlechtes" Buch genüsslich zerfleddert. Das ist "Literatur-DSDS", nichts weiter. Ob man, wie Frau Heidenreich glaubt, auf diese Weise Literatur den Menschen näher bringt oder sie nicht vielleicht einfach nur abwertet, indem man aus ihr ein Objekt des Spotts macht, wäre da die Frage. Wie auch immer, MRR hat sich diesen (vermutlich wirklich unterirdirschen) Abend redlich verdient.

Vielen lieben Dank für den Artikel!! Sie haben so recht. Nur was wird es bringen? Nichts. Die Intendanten werden weiterhin die Gebührengelder für ihr schwachsinniges Programm verschleudern, die Bürger werden weiterhin gezwungen sein, ihr Geld für ein schwachsinniges Programm zu zahlen, das sie nicht mehr ertragen können. Und die Verantwortlichen in den Sendern werden voller Zynismus sagen, dass jedes Publikum das Programm bekomme, das es verdiene. Man wird nicht selbstkritisch sein, und wenn doch, dann ohne Wirkung auf diesen allabendlichen Blödsinn, der die Menschen verdummt und einlullt, anstatt sie zu fordern und damit zu fördern. Denn um Änderungen umzusetzen, müsste man Risiken eingehen und neue Programme und Ideen entwickeln - oder einfach bei Arte und ab und an bei 3Sat vorbeischauen. Und dazu müssten die Verantwortlichen einen Charakter haben, dem das bisherige Programm schlicht nicht entspringen kann. Jeder Fernsehanstalt hat eben die Macher, die sie verdient.

Na so was, da spricht ja tatsaechlich einmal jemand Klartext, bezeichnet zB voellig zutreffend Atze Schroeder als 'Simpel' und die ganze Preisverleihungsshow als 'hirnlose Scheisse'. Bitte mehr von diesem gerechten Zorn!

ohne die veranstaltung besucht zu haben, konnte ich das leid von herrn reich-ranicki und frau heidenreich mitfühlen. herrn reich-ranicki bin ich dankbar für seine reaktion, frau heidenreich bewundere ich für diesen ehrlichen und mutigen artikel. wollen wir hoffen, dass dies eine debatte anstößt, die längst überfällig ist.

...dieser Mann! Lest endlich wieder mehr Zeitung und Bücher und schafft das Fernsehen ab. Der geistige und damit wirtschaftliche Absturz ist sonst unumkehrbar...

"Wenn ihre Sendung angekündigt wird, wendet sich ein Teil des Publikums vom Fernsehschirm ab. ... Damit mag es zusammenhängen, dass sie der Analyse literarischer Texte in der Regel nur wenig Zeit widmet, ja sie bisweilen einfach ignoriert. ... Wer erfahren möchte, warum ein literarisches Werk künstlerisch beachtlich ist, kommt ... bisweilen nicht auf seine Rechnung." An den "Verdummungsabenden" haben mE so einige mitgestrickt. Es verbreitet immer einen Hauch von Amusement, wenn populäre Schreiber Qualität+Bildung anmahnen und sich auf der Basis von Kolumnen in Frauenmagazinen zu kulturellen Gralshütern qualifizieren.

sein Name,seine Kritik komme- oder gehe zum Teufel- wie im Literaturhimmel,so auf der Erde. Wie waere es,wenn man einen Kritiker-Nobel Preis schaffen wuerde und ihn RR an die stolze Brust heften wuerde?Dann waere er endlich entprechend gewuerdig.Unter einem Nobel Preis ist alles unter seinem Niveau. Ruhm haelt nicht ewig...Also auch RR wird einmal alt...Was sind schon 88 jahre? Er wird naechtes jahr singen; mit 88 faengt das Kritikerleben an...

Danke, jedes Wort kann ich unterschreiben - und hinzufügen, daß die »Leidenden an diesen Zuständen« nicht nur »in diesen Sendern sind«. Der Eklat ist die Realität.

Hut ab, Herr Reich-Ranicki und auch Hut ab, Frau Heidenreich! Ich bin nach dem durchlesen des Artikels nun doch stark versucht, mir diese "hirnlose Scheiße" heute abend anzusehen, einfach nur um die (völlig begründete) Zornesrede von Reich-Ranicki zu genießen! :-)

Bravo, Elke Heidenreich, und vielen Dank. Nur das wird MRR gerecht. Heinz Spelthahn, Rechtsanwalt, Jülich.

Bislang habe ich Frau Heidenreich - wider jeden besseren Wissens - immer nur als Pseudoliteratin wahrgenommen, die sich an den vom ZDF hingehaltenen Strohhalm geklammert hat, um im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Plattform zur Selbstdarstellung zu erlangen. (Wie falsch ich damit gelegen habe, zeigte mir eine Stunde Internetrecherche sehr sehr schnell..vielleicht hätte ich auch nur einmal Frau Heidenreichs Sendung ansehen sollen...) Ich bin restlos begeistert von Frau Heidenreichs Artikel und der schonungslosen Offenheit und Ehrlichkeit, ohne Rücksicht auf persönliche Konsequenzen, die sicherlich öffentlich ausgetragen werden (würden...). Ich habe nicht geglaubt, dass jemand aus dieser Branche ein solch erstaunliches Rückgrat besitzt, wie Frau Heidenreich es heute demonstriert hat! Auch wenn es eher utopisch anmutet: ich hoffe, dies findet recht schell recht viele Nachahmer! Danke und Chapeau!!!

Teilweise dachte ich hier schreibt Kafka oder Heinrich Mann. Eigentlich sollte daraus wirklich ein Buch entstehen ist mein Vorschlag. Am Ende des Buches: Warum man GEZ bezahlt oder bezahlen sollte. Ingesamt wäre es gut, wenn man wirklich die Fernsehsendungen von div. unnötigen Talk-Verblödungen befreit. Selbst die Juristen in ihren Richter-Sendungen reden immermehr wie ein Kumpfel vom Stammtisch oder nuscheln eine Rechtsbelehrung herunter. Die Laien-Schauspieler geben dem Zuschauer Nachhilfe in Sachen Gossensprache. Braucht man das? Sicherlich hätte ich nichts dagegen, wenn man die Fernsehsender nach Ausrichtungen benennt: ARD-Kulturprogramm, ARD-Talk, ZDF-Serien u. ä.

Es steht viel richtiges im Artikel. Und doch hat das aus der Feder dieser Autorin den Geschmack von "haltet den Dieb" und Selbstlob. Sie ist Teil dieser Show, fällt auch nicht gerade durch echtes Niveau auf. Wie sind denn ihre Konsequenzen, ist sie rausgegangen, hat sie ihren Vertrag gekündigt, oder macht sie weiter mit? Und dann dieses Gottschalk-Bashing, wie originell, wie mutig. Thomas Gottschalk schlägt fast alle im Fernsehen hinsichtlich Bildung und Intelligenz, auch die eine oder andere pseudointelektuelle Fernsehtante. Und an Witz sowieso.