Hans Magnus Enzensberger, geboren am 11. November 1929

Enzensberger zum Achtzigsten

Überschaum und Maß

Spezial Wer wird er heute sein? Hans Magnus Enzensberger, eine der beweglichsten intellektuellen Instanzen der Republik, erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen. Heute wird er achtzig Jahre alt. Von Felicitas von Lovenberg

Lesermeinungen zum Beitrag

19. November 2009 11:48

"fesch und flott drauflosgeplappert oder wie man sich Recherchearbeit erspart"

Elisabeth Loibner (thalgrund)

Immer häufiger muss man in der FAZ neuerdings fesch und flott klingenwollende Artikel im Stile einer Lifestylekolumne lesen. Hier etwa: "erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen", "wer schreibt der bleibt", "der lieber die Initative als recht behält", "Wenn es Enzensberger nicht gäbe, man müsste ihn sich erfinden - was denn, in Ermangelung eindeutiger Verhältnisse, unter der Hand auch oft geschehen ist". Wir haben wieder viel dazu gelernt, Danke!

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13. November 2009 20:59

Ich kenne den HME schon seit 1961 in New York

michael roloff (mikerol)

hab vieles von ihm uebersetzt, verlegt, sehr viel gelernt, schaetze besonders seine
Essays ueber Nelly Sachs und Bartolomo de las Casas, ich glaub er ist nicht ganz so schluepfrig wie es einem manchal vorkommt.

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12. November 2009 23:22

Wie dichtet man schweigend?

Herold Binsack (Devin08)

„der nur redet (de rebus quae geruntur), / und der kaum etwas ausrichtet“. Enzensberger spielt gerne und gut mit Worten, die den Anschein erwecken, als wäre ihm selbst, deren volle Bedeutung nicht klar. Im Leser die Vorstellung eines gewissermaßen naiven Spiels – nicht gespielte Naivität - im Umgang mit Sprache evozieren, das macht die Kunst. Und doch als ich das vernahm, fiel mir ein, was ich dieser Tage gelesen habe: „...sodass Photonen mit einer sehr hohen Energie ein wenig langsamer vorankommen als solche mit geringerer Energie.“ (Noch immer kein Schaum:
http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~E4615352E44304A82A0935BCAD8767F1B~ATpl~Ecommon~Scontent.htm). Ich weiß, die Quantenmechanik zu zitieren, ist modern, wo Vergleiche mit ihr doch fast immer hinken. Bedenkt man aber, dass Energie auch ein ähnlich „flüchtiges Element“ ist – im Verhältnis zu den Dingen -, wie Worte, so bietet sich eine Analogie an.
Viel reden, gleich wie gut, richtet im Verhältnis dazu kaum etwas aus. Alle Völker wissen das. „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“, meint der Volksmund, oder gar mit Hölderlin, dass „der wahre Dichter schweige“. Die Frage ist nur: wie dichtet man schweigend?

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12. November 2009 09:38

Enzensberger zum Achtzigsten

gisbert heimes (gisbert4)

und ein Leserkommentar in der FAZ, der sich mit seinem Foto beschäftigt.
.
Na gut. Vielleicht, weil HME eine Ausgeburt der Beliebigkeit ist; des Systems, auf dem solche Existenzen wie er wie Sumpfblüten schwimmen. Schön anzuschauen sind sie allemal.

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11. November 2009 16:21

Enzensberger-Foto

Hartmut Becker (Bigeye4all)

Das Foto ist ja unbeschreiblich grauenhaft, als wäre Enzensberger völlig debil.
Und das zu seinem Geburtstag! Das Foto konterkarriert in jedweder Weise nicht nur seine Leistung, sondern auch diesen Geburtstagsartikel. Absurd!
Hartmut Becker

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