
Ich kann diese Kritik nicht teilen, da schließlich die Literanturangabe zur Studie dem Artikel beigefügt ist. Jeder, der sich also tatsächlich für die Details des Studiendesigns interessiert, kann das nachrecherchieren (sogar im Internet: http://www.iza.org/index_html?lang=en&mainframe=http%3A//www.iza.org/en/webcontent/personnel/photos/index_html%3Fkey%3D3411&topSelect=personnel&subSelect=fellows). Als größeres Versäumnis des Artikels empfinde ich vielmehr, dass der Nutzen staatlicher frühkindlicher Bildung für die Kinder selbst lediglich angedeutet wird. Genau dazu haben aber dieselben Autoren anhand desselben Datenpanels vor einem halben Jahr ebenfalls publiziert und konnten äußerst günstige Effekten für den späteren Bildungs- und Berufserfolg der Kinder nachweisen - so wie vor ihnen schon viele andere (siehe dazu: http://www.uis.no/getfile.php/SV/Magne%20Mogstad.pdf).

Der Satz, der die Grundthese des ganzen Artikels erklären soll, lautet:
"Der starke Ausbau der staatlich organisierten Betreuung in Norwegen zwischen 1972 und 1996 könne nur rund vier der 55 Prozentpunkte des Anstiegs der Erwerbsquote von Müttern in dieser Zeit erklären." Wie die beiden Forscher(?) zu dieser Erkenntnis kommen, wird uns aber verschwiegen.
Man kann also diesem Satz glauben, oder es auch lassen. Da steh ich nun, ...