
Herr Ott: dieser link in das SPIEGEL-Archiv ist ja äußerst bemerkenswert. Danke an die FAZ.Redaktion, diesen auch veröffentlicht zu haben!!!
In diesem Artikel bewahrheitet sich, was viele vermuteten oder aber auch bereits gewusst haben. Zweifler ist der zugegebenermaßen lange aber leicht geschriebene Artikel ans Herz gelegt um hier weiter kreativ und emotional etwas gebremster zu posten. Hätte sich seinerzeit die Presse einigen können, den Vorfall (Stufe 0! - liebe Leser und Autoren: kein STÖRfall) in allen Organen so dezidiert zu bringen, hätte der 'Erz-Umweltengel' bereits seien Hut nehmen können.

Kam der Notstrom für das desolate Kernkraftwerk vielleicht gar vom einem Solarstromaggregat ?

Zwei Jahre haben wir den Pannenreaktor Krümmel nicht vermisst. Strom gab es in dieser Zeit genug. Wenn man davon ausgeht, dass Vattenfall keinen Strom kaufen musste um seinen Lieferverpflichtungen nachzukommen, maximiert Krümmel den Gewinn erheblich. Welch ein Glücksfall: Zuhause in Schweden die Früchte genießen und das Risiko weit weg zu wissen. Und unsere Politiker? Für ein paar Euro Steuern nehmen sie unsere Gefährdung in Kauf. Kiel ist ja auch einigermaßen entfernt. Protest? Aber ja: ein paar Mütter aus Geesthacht.

Um es vorweg zuschicken, in Deutschland ist kein einziger Reaktor vom Typ Tschernobyl in Betrieb.Alles andere ist reine spekulation und dient der Angstmache. Ein Reaktor, wie der in Krümmel verfügt über verschiedenen Sicherungen, die über den Betrieb mit Strom aus dem Fremdnetz weit hinausgehen. Der Betrieb über das Fremdnetz ist ein normaler Vorgang, wenn keine Spannung aus eigenem Betrieb zur Verfügung steht, z.B. bei normalen Wartungsarbeiten. Darüberhinaus stehen vier Notstromagreate zur Verfügung, von denen jeder unabhängig von den Anderen, genügend Spannung zur Verfügung stellt, um den Reaktor gefahrlos und gekühlt herunterzufahren. D.h. in Krümmel fiel der Trafo aus, es konnte keine Eigenspannung erzeugt werden, damit wurde auf Fremdnetz umgeschaltet, was sicher funktionierte. Zudem sind die Reaktoren in Deutschland wassermoderiert (Tschernobylreaktor war Graphitmoderiert), was eine weitere Sicherheitsstufe bedeutet. wenn der Reaktor nach Ausfall der Kühlung nicht abgeschaltet wird, dann verdampft des Wasser und die Kettenreaktion kommt zum erliegen. Man sollte sich nichts vormachen, die Kerntechnik ist nicht gefahrlos, aber sicher beherrschbar. Zudem ist die Endlagerfrage, wie Finnland beweist, technisch beantwortet.

Wie wird bei der Führerscheinprüfung getestet ob man in der Lage ist ein Auto sicher zu fahren ? Der Prüfling macht eine Probefahrt um zu zeigen, daß er die Regeln beherrscht. Was passiert wenn er bei dieser Probefahrt eine Regel verletzt ? Er fällt durch. Ist es dabei wichtig ob bei dieser Regelverletzung eine echte und reale Gefahr bestand ? Nein ! Auch wenn ein Prüfling nur mit Schritttempo auf einer völlig leeren Kreuzung bei der weit und breit kein anderes Fahrzeug in Sicht ist über ein Stoppschild rollt ist er durchgefallen. Es kommt also gar nicht darauf an, daß eine reale Gefahr bestand. Das gleiche gilt für Vattenfall. Sie haben es nicht geschafft ein KKW störungsfrei zu betreiben und die gesetzlichen Regeln für das Melden von Vorkomnissen korrekt zu befolgen. Das der Vorfall selber harmlos war (man also bei einer leeren Kreuzung über das Stoppschild gerollt ist) ist dabei unerheblich.

@ Herrn Mengel: Ich werde nicht von Vattenfall bezahlt, sondern benutze mein Gehirn. Wer das nicht tut, schreibt eben belanglose Kommentare.

In einigen Beiträgen wird die Frage gestellt, ob Herr Gabriel evtl ein Lügner sei.
Zweiflern sei als Lektüre das SPIEGEL-Archiv mit folgendem Link empfohlen:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=53364516&top=SPIEGEL
Bei Verbindungsproblemen: Spiegel Nr. 43/2007 ab Seite 48
Bereits dort ist alles gesagt, was zur „Seriosität“ des Herrn zu sagen ist.

Ganz so harmlos war die Sache nicht. Der Reaktor musste mit Netzstrom versorgt werden, um ordnungsgemäß heruntergefahren zu werden und um die Kühlung aufrecht zu erhalten.
Bei dem Tschernobyl-Reaktor war diese Möglichkeit nicht vorgesehen, unter anderem deswegen konnte eine Kernschmelze dort nicht verhindert werden. Von den vielen Sicherungen des Reaktors Krümmel, hat eine essentielle Sicherung gehalten - aber danach hätte es, soweit ich erkenne, keine mehr gegeben!
Siedewasser-Reaktoren sind ohnehin nicht einer der sichersten Reaktortypen (Der Primär-Kühlkreislauf hängt an den Turbinen, die durchaus spektakulär Versagen können Das dabei Dampf aus dem Primärkreislauf austreten könnte, halte ich nicht für unrealistisch).
Als Hamburgger fühle ich mich nicht wirklich wohl, mit diesem technischen Relikt in der Nähe.
Nebenbei, die "belanglos"-Wertungen auch bei einigen vernünftigen Kommentaren lassen fast vermuten, dass einige der Bewertungen vielleicht von einer IP-Adresse stammen könnten, die einer interessierten Firma gehört. Das ist natürlich nur eine Vermutung. Vielleicht ein eifriger PR-Mitarbeiter beim Guerilla-Marketing?

ich bin sicher wenn der Stuhl des Pfoertners vom KKW Kruemmel zerbrochen waere, der Mann waere zum Arzt gefahren, dann haette Herr Gabriel eine aehnliche Medienshow veranstaltet.
Ein Schaden ist es das Nachrichtenagenturen die vom Minister gewuenschte Meldung fabriziert haben und das diese so veroeffentlciht wurde.
Die Meldung haette eigentlich lauten muessen: Unserieoser Minister sucht sich zu Lasten Deutschlands - Schaden durch nutzlosen Stillstand eines KKW - im Wahlkampf zu positionieren.
Vandale

Herr Michler, der Punkt ist gar nicht die Gefährlichkeit der Vorkomnisse (vermutlich waren diese nicht besonders gefährlich) sondern die Tatsache, daß ein AtomKonzern sämtliche seiner Kräfte, Ressourcen und Kenntnisse eingesetzt hat diesen harmlosen Vorfall zu vermeiden, es aber nicht geschafft hat. Das zeigt wie unbeherrschbar die Technik ist. Vattenfall hat ALLES(!) aufgeboten was ihnen möglich war diesen PR-Gau zu vermeiden. Sie haben es trotzdem nicht geschafft die Technik zu beherrschen. Das sollte zu denken geben...

...wie wäre es, wenn Sie nicht nur andere hier in missionarischem Eifer belehren, sondern auch einmal andere Kommentare lesen und die darin geäusserten Tatsachen zur Kenntnis nehmen, z.B. dass es sich hier nach internationaler, allgemein anerkannter Definition garnicht um einen Störfall handelt.

Schäden kommen immer wieder vor. Sinn innovativer Technik ist es, die Schäden abzufangen und einzugrenzen. Das hat mit unserer Technik in den KKWs bisher IMMER funktioniert. Wo anders leider nicht immer:>>>Am 22.12.08 ereignete sich nahe des Kohlekraftwerks Kingston in Tennessee/USA ein Unfall. Etwa 4 Milliarden Liter Asche aus dem Kraftwerk zerstörten 12 Häuser und überdecken nun 160 Hektar Ackerland. Ein Großteil der Asche gelangte in den Emory River, einen Zufluss des Tennessee River, der für viele Menschen die Wasserversorgung gewährleistet.<< DAS hört sich für mich schon nach STÖRUNG an. War aber ja nur ein Kohlekraftwerk ... und gaaaanz weit weg ;) >> Ein sich zum Großbrand entwickelndes Feuer in der Leitwarte des Braunkohle-Kraftwerks von RWE-Power in Grevenbroich-Frimmersdorf löste in der Nacht zum 21. Juli 2005 einen rund zehnstündigen Großeinsatz von Einsatzkräften der Feuerwehren aus Grevenbroich, Neuss, Mönchengladbach, Viersen und Bedburg sowie der Werksfeuerwehr von RWE Power aus.<< schon näher dran, aber ja auch nur ein Kohlekraftwerk ;). Die maximale Gewinnoptimierung eines Enerpieproduzenten schließe ich nicht aus, ob sie bei den derzeitigen Kontrollen indes Schadensursache ist, bezweifle ich trotz allem.

Man kann sich vorstellen, daß das KKW Krümmel wie keines andere von den Betreibern unter besonderer Beobachtung stand. Vattenfall wusste von der besonderen politischen Brisanz dieses Reaktors, schließlich hatte die Öffentlichkeit dem Konzern hier schon eine "2. Chance" eingeräumt. Deswegen glaube ich dem Konzern sofort, daß hier alles menschenmögliche getan wurde um einen weiteren Störfall zu verhindern. Nicht weil man so um besondere Sicherheit besorgt wäre aber natürlich weil Vattenfall wusste, welche wirtschaftlichen Konsequenzen ein weiterer Störfall haben würde. Was zeigt uns also, daß es TROTZ(!) dieser besonderen Bemühungen gleich wieder zu einem Störfall gekommen ist ? Die Technik ist schlicht unbeherrschbar ! Aus der Sicht des Betreibers war das jetzt der ökonomische GAU den er mit allen Mitteln probiert hat zu vermeiden. Er hat es offensichtlich trotzdem nicht geschafft. Wer sollte da noch glauben, daß man einen echten GAU vermeiden kann ? Sie haben alles getan was möglich, aber das ist offensichtlich nicht genug...

Wie zu erwarten war, sprang Umweltmisnister Gabriel sofort auf das Thema auf und schon wurde aus einer Strörung ein GAU. Erkennbar geht es den Ministern Trauernicht und Gabriel, sowie den sonstigen Kernkraftgegnern nicht um die Sache ansich, sondern um eine gute Gelegenheit, die Kerntechnik in Deutschland weiter zu diskreditieren. Sachkunde ist für diese Debatte auch nicht nötig, ja eher hinderlich, könnte man doch sonst der Lüge bezichtigt werden. So kann auch aus einem Kurzschluß in einem Trafo schnell eine Katastrophe konstruiert werden, da es keine Rolle spielt, was wo wie abgelaufen ist und welche Auswirkungen diese Abläufe für die Sicherheit der Gesamtanlage hatten. So wie sich das Ereignis heute darstellt erreicht der neuerliche Trafokurzschluß auf der "International Nuclear Event Scale" (INES) eine Stufe von 0 oder 1 (0=Keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung, 1=Abweichung von den zulässigen Bereichen für den sicheren Betrieb der Anlage) (7=Schwerste Freisetzung:Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld).
Vattenfall die Eignung als Betreiber von Kernkraftwerken abzusprechen ist dazu noch böswillig, da es keine Belege dafür gibt.

Im Diagram und im Artikel fehlen wesentliche Backup-Elemente bzw. bleiben unerwähnt, die in der Regel automatisch aktiv werden. Der ausgefallene Generator versorgt nur im Normalbetrieb das KKW mit dem für den Betrieb notwendigen Strom. Wenn diese Versorgung ausfällt, wird der Kraftwerk durch externe Quellen, wie ein gewöhnlicher Stromverbraucher, versorgt. Fällt auch diese aus, springt eines der 4 Notstromaggregate an, dessen Leistung ausreicht, den noch heißen Reaktor sicher herunterzufahren. Der Artikel ist informativer als die vorherige DPA Meldung, aber bei der technisch anspruchsvollen Materie Kernenergie, bei dem auch Details für eine sachgerechte Beurteilung eine große Rolle spielen, reicht er, wie man an vielen Kommentaren ablesen kann, noch nicht aus. Was zu Recht von allen kritisiert wird, ist die schlampige Ausführung (Unerreichbarkeit von leitendem Personal des Betreibers und der Behörden am Wochenende ?) der gesetzlich vorgeschriebenen Informationpflicht an die zuständigen Behörden. Dieses Manko hat aber nur wenig mit der Technologie Kernenergie an sich zu tun. Nur weil, hypothetisch angenommen, die Fluggesellschaft xyz Mist gebaut hat, kann man nicht das Flugzeug als Verkehrsmittel pauschal in Frage stellen.

wenn sie wie viele andere von einem Störfall reden. Soweit bekannt, handelt es sich bei dem Vorfall nach der INES-Skala um ein Ereignis mit keiner sicherheitstechnischen Bedeutung (INES Stufe 0), oder allenfalls um eine Störung (INES Stufe 1), aber nicht um einen Störfall (INES Stufe 2). Aber bei Hysterie verschließen ja gerne viele Menschen die Augen, anstatt genau dann richtig hinzusehen, wenn es darauf ankommt. Wenn Hr. Gabriel als der verantwortliche Minister von einem Störfall redet, hat er sich damit selbst disqualifiziert, auch dadurch daß er den von Schwätzern und Journalisten propagierten falschen Sprachgebrauch nicht richtigstellt. Seit Deutschland kommerziell Kernkraftwerke betreibt, hat es in D überhaupt nur 3 Störfälle gegeben und an Unfällen überhaupt keine (INES Stufe 4 und höher).

Von Oekologen wird immer wieder gefordert "alte" KKW abzuschalten. Ein KKW besteht aus m-dickem Beton und bis zu 25cm dickem Stahl die diesem die Grundlage fuer ein langes Anlageleben geben. Die Weiterentwicklung der KKW wurde in den mueden Industrienationen vor 25 Jahren eingestellt. Die jungen Industriestaaten Indien, China, Korea werden noch ein paar Jahre brauchen um der Kerntechnik eigene Impulse zu geben. Demzufolge haben viele US KKW mittlerweile Betriebsgenehmigungen von 60 Jahren. Antraege auf Verlaengerungen bis 80 Jahre sind in der Pruefung.
Die Leistung bestehender KKW laesst sich weiter steigern (Tunen). Moeglicherweise koennten bestehende KKW wie Isar II oder Emsland auf die Leistung eines EPR gesteigert werden.
Ein 30 Jahre altes KKW stillzulegen ist etwa so weise wie ein 3 Jahre altes Auto zu verschrotten.
Vandale

Wohl eher eine gewöhnliche Betriebsstörung.
Bitte an die FAZ:
Nicht boulevardesk werden.
Sondern lieber mal nachschlagen.
a) Störfallverordnung
b) Strahlenschutzverordnung
Danke.

Wenn man die Kommentierung, deren irgendwie gesteuerte Bewertung in der Faz liest, könnte man meinen es hätte den gesellschaftlichen Konsenz zum Ausstieg nie gegeben. Der langfistige Ausstieg aus einer im Grunde veralteten Technologie sollte in einem Land das auf die technologische Führerschaft pocht in keinster Weise wiederaufgerollt werden. Der Kern des Problemes sind doch nicht die Gegner der Kernkraft sondern unzuverlässige Betreibe wie Vattenfall, die nicht zu ersten mal durch stümperhafte Kommunikation bei Pannen auffallen. Das der alte Bock, den Vattenfall nicht selbst errichtete, als Cash-Cow funktioniert, mag man ja aus betriebswirtschaftlichen Gründen nachvollziehen können. Das vereinbarte Informationsoffenheit, gerade bei der sensiblen Thematik permanent unterlaufen wird, zeugt von einer bornierten Überheblichkeit der Betreiber, oder von totalem Unvermögen. Die Lizenz sollte entzogen und ggf. einem "Konkurrenten" übertragen werden, womit wir bei der eigentlichen Problematik der Energiewirtschaft in der BRD angekommen sind. Die Besatzungsmächte ENBW, RWE, EON und Vattenfall sind Kartelle, die unter tatkräftiger Mithilfe korrupter Politiker die Bevölkerung melken, haben also wenig Interesse an gewinnreduz. Innovation.

Ein Eigenbedarfstransformator ist unter anderm für den Strombedarf des Kühlsystems zuständig. Fällt er aus, versagt die Kühlung. Ich würde sagen, ja, ein Eigenbedarfstrafo im AKW ist nicht mit einem Trafo in einem herkömmlichen Kraftwerk zu vergleichen.
Laut Vattenfall mußte beim Stromausfall am Mittwoch die Füllmenge des Reaktordruckbehälters von Hand reguliert werden.
Ein Absacken der Füllmenge unter eine bestimmte Grenze führt zur Kernschmelze.

Angebot: In fünf Minuten schreibe ich Vattenfall ein kleines Programm, welches für den Fall einer ungeplanten Abschaltung des Reaktors eine automatische Mail an die Aufsichtsbehörde absetzt. Und als Gegenleistung hätte ich gern nur 1% der zusätzlichen PR-Kosten, die nun anfallen werden, um den neuerlichen "Kommunikations-GAU" wieder halbwegs gerade zu biegen. Ein gutes Angebot, möchte man meinen. Warum nur habe ich das Gefühl, dass der Betrieber Vattenfall darauf nicht eingehen wird?

@Kurt Michler: ja, bei Kohlekraftwerken gibt es sicher auch öfter Trafo-Kurzschlüsse.
Trotzdem liegen die Dinge hier anders, denn die Systeme sind nicht unabhängig voneinander. Fällt der Maschinentrafo aus (der die erzeugte Energie des Generators ins Netz einspeist), müssen eine Reihe komplexer Steuerungsfunktionen ablaufen. Die Turbine und der Reaktor müssen heruntergefahren, der Frischdampf umgeleitet und die Eigenversorgung des Reaktors (z.B. Kühlwasserpumpen) auf das Fremdnetz umgeschaltet werden. Der Reaktor muss danach noch längere Zeit weiter gekühlt werden. Wenn der ganze "Abschalt"prozess reibungslos läuft, dann gut. Es kann aber auch sein, dass dabei weitere Steuerungsfehler zutage treten (da so etwas ja auch nicht alle Tage passiert), die dann auch den nuklearen Teil betreffen (so geschehen beim Trafobrand vor 2 Jahren).
Deshalb kann man NICHT einfach sagen, dass der Trafo mit der Reaktorsicherheit nichts zu tun hätte.
Von Vattenfall muss man verlangen, dass sie den Betrieb ihrer Anlagen im Griff haben. Diese ständigen Pannen sprechen da jedenfalls nicht dafür. Wenn sie Krümmel nicht sauber betreiben können, sollten sie es lieber stilllegen. Sage ich als Kernkraftbefürworter. Aber bitte nur SICHERE Kernkraftwerke.

Liebe FAZ,
wäre es nicht eine Recherche wert, wieviel die nochmalige "Überprüfung der Zuverlässigkeit der Betreiber" kosten wird ?
Ich schätze mal, fünfstellig.
Plus sechs- oder siebenstellige Verluste durch sachlich unbegründeten Verzögerungen
vor Erteilung der Wiederanfahrgenehmigung ?

Die Atomaufsicht wird in Deutschland durch die Laender gewaehrleistet. Der Bund ist den Laendern gegenueber weisungsbefugt. Im Zuge des Deutschen Atomausstiegs hatte Schroeder/Trittin den Energieversorgern damit gedroht die hohen Rueckstellungen fuer Atommuell und den Abriss der Anlagen zu besteuern und die Betreiber so zu schikanieren das sie das Atomgeschaeft aufgaeben. Damit hat er die Betreiber die unbefristete Betreibserlaubnisse hatten, dazu erpresst den auf 32 Jahre reduzierten Laufzeiten fuer die umweltfreundlichen Kernkraftwerke zuzustimmen.
Wenn jetzt Herr Gabriel die Betreiber der Kernkraftwerke medienwirksam und vollkommen unnoetig schikaniert, in der FTD stand das Kruemmel erst wieder ans Netz geht wenn die Bundesbehoerde zustimmt, jeder Tag kostet 1-2 Mio Euro, so begeht er zumindest Wortbruch.
Es ist auch faszinierend wenn viele Leser sich begeistert von den Schikanen - ein Transformator ist eigentlich fuer ein KKW nicht sicherheitsrelevant - zeigen. Dem Staat und der Gesellschaft gehen jeden Tag den ein umweltfreundliches Kernkraftwerk steht erhebliche Steuereinnahmen verloren.
Artikel zum Thema Energie - Trummler anklicken - Homepage
Vandale

da kommt ihm Krümmel wieder gerade recht. Ein Kurzschluß im Trafo ist ärgerlich, besonders wenn es nun den zweiten erwischt. An sich sind die Dinger wartungsfrei und können auch nicht in dem Sinne gewartet werden. Gefährlich ist das nicht. Und die Elektronik und Elektrik sind zweierlei. Wir weden abwarten müssen, was am Ende gefunden wird. Vorschnelles Getöse, wie Gabriel und Trauernicht gerade machen, haben sie auch vor 2 Jahren gemacht und hinterher, leider sehr lautlos, konnte man lesen, daß die Minister so gelogen hatten, daß sie eigentlich hätten zurücktreten müssen. Frau Trauernicht schimpft über späte Information. Sie weiß genau, daß die atomrechliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) ein solches Ereignis nicht als S (sofort) einstuft. Außerdem sieht das Ministerium über die Fernüberwachung eine Reaktorschnellabschaltung sofort und automatisch. Was soll man denn melden, wenn man erst einmal Ursachen klären muß? "Der Reaktor ist aus, kein Leck (= keine Radioaktivität), aber sonst wissen wir noch nichts", das meldet kein vernünftiger Mensch. Trauernicht und Gabriel sind jedenfalls mit der Atomaufsicht völlig überfordert, Fachkunde, nicht Demagogie sind hier gefragt!

Wenn man die Zahl der Störfälle und ihre realen Konsequenzen für Menschen und Natur mit denen von Kohlekraftwerken und anderen Energieträgern vergleicht, wird es sehr schnell deutlich, dass die Kernkraft wesentlich weniger Schaden anrichtet als die Alternativen, die derzeit zur Verfügung stehen.
Die Deutschen neigen dazu, bei jeder Panne (die bei Kernkraftwerken wesentlich besser begrenzt bzw. abgeschirmt wird als anderswo) den Tschernobyl-Geist heraufzubeschwören. Aber selbst diese "Katastrophe" hat weniger Schaden angerichtet, als die Emissionen aus Kohlekraftwerken es seit Jahrzehnten tun.
Die Sicherheitstechnik der neuen Kraftwerk-Generation machen Ereignisse, die den Menschen in Deutschland Angst machen, dermaßen unwahrscheinlich, dass es lächerlich wirkt, wenn Politiker wie Herr Gabriel eine Panne in einem alten Kraftwerk hernehmen, um die Ausstiegsdiskussion wieder auf den Tisch zu bringen. Die Zeit und die Erkenntnisse wird seinem intellektuellen Ansehen sehr schaden.
Wenn Kimmel nicht sicher ist, muss es abgeschaltet bleiben. Das Risiko muss aber in Relation gesehen werden. Das als Anlass zu nehmen, die derzeit beste Energietechnik an sich in Frage zustellen, ist verantwortungslos gegenüber den Menschen und der Natur.

Auch wenn man nicht jeden Störfall als den Ernstfall ansehen muss, so ist es eine Tatsache, dass die Entscheidung gegen die Kernkraft richtig war und durch keine Koalition der Welt rückgängig gemacht werden darf. Nur absolute Fortschrittsfeinde, die es nach wie vor ablehnen, für eine nachhaltige Energiepolitik zu sorgen, können das anders sehen. Das "Krümmel-Monster" hat gesprochen.

und kräftig die Ängste all derer schüren, die vom Thema nichts verstehen, aber grad deswegen "all das Zeugs" nicht wollen nach der Devise: wat de buer nich kent, dat fret he nich! ( Plattdeutsch für: was ich nicht verstehe, will ich nicht ). Nach dieser Devise würden wir alle zusammen mit Gabriel noch auf allen Vieren laufen, was letzterer anstreben mag, ihm allerdings in diesem Leben für alle anderen - hoffentlich - nicht gelingen wird.

....sonst wird das Kernkraftwerk nicht abgeschaltet. Und keiner hat von etwas gewusst. Tschernobyl lässt grüssen.

In Schweden sprechen die Vattenfall Manager von den "stupid Germans", weil man dieses Volk so einfach geldmäßig melken könnte. Lächerlich können wir uns auch selber machen, da brauchen wir nicht noch Vattenfall dazu. Die wissen nicht mehr wo sie die unverschämt hohen Gewinne eigentlich unterbringen wollen und überwachen trotzdem ihre Kernkraftwerke in unserem schönen Land schlampig. Das Risiko liegt ja auch nur in dem Land der „Bekloppten“. Schlimm ist, dass wir uns diese anfängerhafte Betriebsführung immer so einfach gefallen lassen. Warum nur?? Die immer wiederkehrenden Entschuldigungen nerven. Beispiel: "es tut uns wirklich aufrichtig leid, dass es zu einer Kernschmelze gekommen ist aber wir versprechen Besserung. Es wird nicht wieder vorkommen!"
Also: aufhören mit der Beklopptheit und Vattenfall endlich den Platzverweis aussprechen. Wir können sehr gut auch ohne diese arroganten Anfänger auskommen.

Wenn die Angaben zutreffend sind, lag die Störfallursache nicht im kerntechnischen Teil der Anlage, sondern ein Transformator arbeitete fehlerhaft. Transformatoren kommen ja auch in konventionellen Kraftwerken zum Einsatz. Weiss man, wie häufig dort solche Zwischenfälle vorkommen? Oder registriert das niemand, da dort nicht meldepflichtig? Aus den Reaktionen könnte man den Eindruck gewinnen, ein Transformatordefekt führe in einem KKW zu einer signifikant höheren Gefährdung als in konventionellen Kraftwerken. Meine Frage als Laie: Ist das so?

Es ist für Vattenfall ohne Zweifel ein Fiasko und klar ist auch das der Ausfall des
Trafos 2 jetzt nach fast 2 Jahren Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten wegen des Brandes des Trafos 1 einige Fragen aufwirft. Aber voller Häme und Zynismus
sind die Aktionen der " Atomkraftgegner " und deren Aufputscher. Einziger Sinn ihrer leicht zu durchschauenden Aktionen ist die Verunglimpfung der bösen Kernenergie, die von den Parteiideologen die sie jetzt verdammen, in den 6O-er
Jahren händeringend herbeizitiert wurde. Und noch eins, ein Ausfall eines Hochspannungstransformators in einem Kohle- oder Wasserkraftwerk, wäre der Rede nicht wert gewesen - auch für die Medien nicht. Und zum Schluß, das wäre für Vattenfall gut gewesen - man hatte ja Zeit - beide Trafos zu wechseln.
wedekind3 (Eberhard Wedekind)

Nicht der Störfall heizt die Debatte an, sondern die Kernkraftgegner, die den Störfall eben dazu benutzen.

hat mit Atomkraft soviel zu tun wie ein Atom-U-Boot mit einem alten Fahrrad.
Man merkt die Absicht, und wird bestätigt darin, daß die Verwendung solcher "Störfälle" nur benutzt wird um die verständnislose Bevölkerung zu verhetzen und gegen die Kernenergie ideologisch zu mißbrauchen.
Was war,- es war wieder ein Trafo; das letzte Glied, das am weitesten entfernt ist vom Kernreaktor. Die haben eben Pech in Krümel mit den Herstellern ihrer peripheren Aggregate. Und das wichtigste ist, die Notabschaltung hat wieder perfekt funktioniert und die funktionierende Kontrolle des Meilers wurde wieder unter Beweis gestellt.
Es ist also nichts und niemandem etwas passiert. Und Gabriel will die Atommeiler "untersuchen" lassen. Das ist so, wie wenn ein Blitz in eine Überlandleitung einschlägt und man dann eine Kohlekraftwerk auseinandernimmt, um zu prüfen, ob da ein Zusammenhang und dem Blitzeinschlag besteht.
Nichts als völlig absurde und ideologisch total irrationale Aktionen. Hauptsache es schadet dem politischen Feind. Von Gegner kann man schon nicht mehr sprechen bei diesem Haß und Fanatismus, mit dem der eigene Untergang gesund gebetet und verhindert werden soll.