Hier kommen einige Ungreimtheiten zusammen. Doch zu einer sachlichen Berichterstattung kann es kaum mehr kommen. Die Technikphobie in D ist derart ausgeprägt, das ein Zwischenfall in einem AKW nicht mehr sachlich beleuchtet wird. Da kann schon ein nicht vom Gesetz her passender aber technisch einwandfreier Dübel in einem AKW als Zwischenfall gewertet. Die Kernkraft ist die sicherste und sauberste Energiequelle,die wir haben. Dr.med. Thomas Fix
Es ist sehr ärgerlich, wenn die Betreiber von Atomanlagen so tun als seien kleine Mengen ausgetretener Stoffe für den Menschen ungefährlich und das sogar noch mit einer "Strahlendosis" probieren zu begründen. Noch ärgerlicher ist aber, wenn Nachrichtenagenturen und Medien diesen Unsinn auch noch unkommentiert abdrucken. Es ist ein nicht zu vergleichender Unterschied ob ich meinen Körper einer elektromagnetischen Strahlung aussetze, z.B. bei einer Röntgenuntersuchung, im Flugzeug oder einer Führung im KKW oder ob ich ein strahlendes Nuklid in meinen Körper aufnehme. Die angegebene 'Dosis' bezieht sich immer nur auf die messbare und damit elektromagnetische Strahlung, die ist natürlich relativ ungefährlich, selbst wenn große Mengen an Uran irgendwo frei werden würden. ABER der tödliche Krebs entsteht eben schon bei winzigsten Mengen (ein Mikrogramm genügt) welche IM(!) Körper eingelagert werden. Solche Partikel sind weit jenseits der überhaupt messbaren Menge auf Dauer schon potentiell tödlich, weil die Körperzellen in unmittelbarer Umgebung des Partikels durch den 'Dauerbeschuss' anfangen zu entarten. Es ist eine schwer zu ertragende Propaganda, wenn dies einfach verschwiegen wird.
wie im Leserkommentar gefordert, ändert nichts daran, dass ganz offensichtlich in den verschiedenen Anlagen massiv geschlampt wird, Menschen in immer höheren Zahlen direkt gefährdet sind. Was die Frage aufwirft, sind die mittelbaren Gefahren wirklich so gering, wie es die auf die Knien vor dem Meiler herumrutschenden Atomlobbyisten glauben machen wollen, wenn sie noch nicht mal die eigenen Mitarbeiter schützen können.
Langsam nervt die ständige Vermengung der Vorkommnisse in den verschiedenen Anlagen am Standort Tricastin. Was ist den das für eine journalistische Qualität, wenn man verschiedene Betriebe verschiedener Betreiber (wie in einem Industriepark) ständig in einen Topf wirft? Es sieht derzeit so aus, als habe sich das aktuelle Vorkommnis tatsächlich im Kraftwerk ereignet. Das Ereignis vom 07. Juli war jedenfalls nicht im Kraftwerk und damit auch EdF nicht zuständig. In Atomkraftwerken gibt es prinzipiell keine Uranlösungen, das sollten auch die Leute, die mit Halbwissen über die Gefahren der Atomkraft ihre Umgebung kontaminieren, inzwischen begriffen haben. Ist es denn so schwer, Informationen über französische Anlagen und Standorte zu bekommen, bevor man etwas schreibt? Wenn man nichts weiß, soll man schweigen, also nur die reine Nachricht veröffentlichen und nicht Zusammenhänge herstellen, wo keine sind. Es ist sonst nichts als Propaganda.