Beck hat dem Drängen Frau Ypsilantis wenig entgegenzusetzen gehabt

Kommentar

Die Kapitulation der SPD

Hessen wird einen Richtungswechsel nach links erleben, wie es ihn bisher in keinem der alten Länder gegeben hat. Beck hat, von Frau Ypsilanti gedrängt, vor der Linkspartei kapituliert. Dem SPD-Vorsitzenden bleibt nur die Vorwärtsstrategie: den Deutschen endlich reinen Wein einschenken. Von Berthold Kohler

Lesermeinungen zum Beitrag

06. März 2008 10:41

SPD und Linke

Dieter Hintze (d.hintze)

Da sagte das Huhn zum Schwein: Lass uns zusammentun, wir machen Rührei mit Speck, ich liefere das Rührei, du den Speck. Da sagte das Schwein: da werde ich doch geschlachtet! Ja sagte das Huhn, wenn sich zwei zusammentun, wird immer einer geschlachtet.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 10:14

Auch interressant zu lesen

Harry Hain (zx10)

ist der Beitrag auf
http://www.rheinischer-merkur.de/2008_08_Stasi__Mauer___w.26555.0.html?&no_cache=1
zum "blinden linken Auge".

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:54

genug geredet....

Andreas Baustein (ABaustein)

.... ist inzwischen. Obgelich von Beginn an feststand -wer Yps nur ein wenig zugehört hatte- dass sie mit am liebsten wehenden Fahnen zur Linken rennen würde. Die Programme der hessischen SPD und der Linken sind nahezu indentisch. Was hat ein solches Programm der der SPD genützt? Nix! Das Schielen nach politischen Rändern hat noch nie jemandem genützt. Die Menschen wollen k l a r e Aussagen von pragmatischen Politikern, die auch nach der Wahl eingehalten werden können. Die Linke beherbergt traditionell Kader-Kommunisten bester Manier. Straff geführt, wie man das aus Diktaturen eben kennt. Da benötigt es auch eine "neue" Stasi. Warum werden denn die Linken in Hessen jetzt von Herrn Gysi aus der Parteizentrale gesteuert. Der scheint doch die richtigen Verhandlungen mit Yps zu führen. Auf das "Gimmick", das in den bekannten Yps-Heftchen war, wird man gespannt sein.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:48

Es fehlt eine Mauer in Deutschland

Harry Hain (zx10)

und in Europa. Nordkorea ist für viele zu weit weg, um zu erkennen was sozialistisches Gedankengut bewirkt. Mit dem "Verlust" der Mauer verloren wir auch die "Abschreckung". Sozialistisch ist nicht gleich sozial. Ganz im Gegenteil. Die Kinder, die dieses Jahr volljährig werden, haben nie die Auswirkungen sozialistischer Gesellschafts(alp)träume sehen oder erleben müssen. Gott sei Dank. Statt aber diese Sachverhalte den Menschen in Erinnerung zu rufen, beschäftigt man sich oft einseitig mit dem Nationalsozialismus und bleibt auf dem linken Auge fast blind. Beide Gesellschaftssystem sind/waren totalitär. Wer sich dem linken, wie auch dem rechten Aussenspektrum, nähert verliert allmählich sein freiheitlich-demokratisches Fundament - wenn er denn eins hatte. Wenn dies langsam geschieht, merken es viele wohl erst, wenn es zu spät ist.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:36

Umettiketieren

Klaus Klausen (KlausKl)

"Unter keinen Umständen mit den Linken"

jetzt findet man "inhaltliche Gemeinsamkeiten". Ach ne. Die Beliebigkeit, mit der die Argumentation nun hin zu einer Zusammenarbeit ausgetauscht werden, nachdem die SPD die Linke so verhement bekämpft hat, hat schon was schauerliches (Noch schauerlicher, dass Fr. Ypsilanti tatsächlich inhaltlich so weit links ist, dass sie Deckungsgleich mit der Linken ist.)
Das klassischen Demokratieverständnis, dass sich unterschiedliche Parteien mit Programmen um die Wählerschaft bemühen, kann wohl für die SPD nicht mehr gelten. Dass Wahlprogramme nicht eingehalten werden, ist ja bekannt, aber in dieser Art und Weise ist es wohl noch nicht vorgekommen.
2. Beispiel: Keine Mehrwertsteuererhöhung. Dann waren es 3%.

Im Lebensmittelbereich, insb. in der Fleischwaren-Industrie wäre die SPD wohl schon längst verurteilt worden.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:28

"Wir machen den Weg frei !" (II)

Markus Teuber (arathorn)

Und der gerne gemachte Verweis auf Italien (oder Griechenland) ... triftt nicht:

Wo sonst in der Welt könnte die Frage : "der Sozialismus (in der DDR) war nicht falsch ,sondern nur (in der DDR) falsch ausgeführt" so unreflektiert Zuspruch finden,wie in Deutschland ?!

Nicht umsonst hatte Karl Marx fest daran geglaubt,daß die Sozialistische Weltrevolution von Deutschland (!) aus los maschieren würde.Von Rußland aus konnte er sich es beim besten WIllen nicht vorstellen!

Gut,die Weltrevolution wird natürlich nicht nochmal losmaschieren -auch nicht von Deutschland aus.

Aber den Schutt ,den sie angerichtet und hinterlassen hat,an dem trägt Deutschland die berühmten 20 Jahre (eigentlich sind es ja 19) danach immer noch!
Und in den anderen Ländern des ehemlaigen K-Blocks ist es genauso :ein Blick zB nach Rußland genügt doch wohl!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:19

"Wir machen den Weg frei !" (I)

Markus Teuber (arathorn)

Das neue Parteimotto der SPD .

Es wird der Weg frei gemacht für den Marsch in die 3. sozialistische Republik (2 gab es ja schon- die erste allerdings ausgerechnet in Bayern ,die Münchner Räterepublik und -wie wir uns ja alle SICHERLICH noch erinnern können - die DDR).

Mich verwundert lediglich die Verharmlosungsversuche der Vielzahl von Politiker (aus der SPD) sowie aus dem sog. "Volk" (wie hier in manchem Leserbrief).
Ob es sich dabei nicht um das berühmte "Pfeiffen im dunklen Wald" handelt ?

Dieser "Pfeiffer" glauben immer noch ,man könnte die SED-PDS-Linke -dort,wo es nötig ist,im Zaum halten (etwas,was man in Deutschland auch schon 2mal geglaubt hat : 1931/32 -die Konservativen glaubten,Schickelgruber im Zaum halten zu können -und 1946 ,als die Ostzonen-Teile der SPD,die sich mit der KPD zur SED vereinigt hat,auch glaubten,ein bißchen von der Radikalität derselben abschleifen zu können) und wieder einzufangen !

"Die paar Kommunisten" - hört man es allüberall tönen.
Falls es die ehemaligen WASG-Mitglieder (und das Wahlvolk) noch nicht gemerkt haben sollten :
IHR seid bei der Linken in der Minderzahl - nicht die SED-PDS-Veteranen !

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:18

wenn die REPS nur in irgendeinem Landtag säßen

Erwin Steinhauer (hauer2)

(ohne Mehrheiten zu bilden) hätten wir täglich die Titelseiten aller meinungsmachenden Zeitungen aus den SPD-gesteuerten Verlagen mit "dem Untergang der liberalen Gesellschaft" voll;

Die braune Soße haben wir gottseidank überwunden;die roten Socken dagegen nicht.

Längst sind wir zu einer medial gesteuerten Gesellschaft geworden, die den gesunden Menschenverstand zu Gunsten einer "political correctness" über Bord geworfen hat.

Außer der FAZ und ein paar kleiner Blättern schreibt kaum ein mediales Organ über den Verfall der politischen Kultur in geeinten Deutschland (bravo, Herr Kohler für den Mut, politisch unkorrekt zu agieren) - halt: das stimmt nicht ganz: die FDP war ja Schuld (das haben uns brav alle schreibenden und sprechenden Journalisten erklärt, noch bevor die Herren Stiegler und Co dies verkündeten). Die FDP war also Schuld , dass die SPD das machen mussssste, was sie doch eigentlich schon lange wollte...

...nämlich mal (wieder) was "Neues" auszuprobieren: 20 Jahre nach em Mauerfall war die NEUE Wende auch längst mal wieder fällig - oder? Chorfreundschaften verbinden eben weltweit - die "Internationale" hat man ja immer mit den anderen gesungen und nach Fidels Abgang werden ín der ersten Reihe Sänger frei

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:06

Die Kapitulation der SPD

Gerhard Stutz (Colop)

Nur eine kurze Anmerkung:

Sehen Sie es doch so: Der Wähler hat einen Test gemacht. Da ging es um Glaubwürdigkeit und Demokratieverständnis.
Im Moment hat es den Anschein, als hätte die SPD den Test gewonnen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:48

Gesabbel

Matthias Zinn (mattizinn)

Ulrich Sabel verführt mit seiner Polemik zum Kalauern; genauer, nomen est omen: Reines (Ge)Sab(b)el!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:41

Traurig, traurig

Roland Worms (schlumpf65)

im Bemühen, irgendwie einen bedeutsameren Platz in der Parteienlandschaft zu bekommen, die die SPD aus ihren schlechten Umfragewerten herausführen könnte, ist ein "Links-Aktionismus" ausgebrochen. Im Bemühen, den "linken Rand" abzuschöpfen glaubt man, den Linken die Themen abzugraben. Auch wenn das vielleicht zum Teil gelingen mag, geht die Strategie in die Hose. Bei einem großen Teil der Wähler der "Linke" steht nach m. E. die Funktion der Partei weit vor deren Inhalten: offener Protest gegen alles, Aufbegehren gegen Bestehendes, Hilflosigkeit usw. scheinen mir weit wichtiger sein als intellektuelle Öffnung zum Marxismus. Warum sollten auch auf einmal tausende Menschen plötzlich ihr grundsätzliches "Strickmuster" ablegen und "links" denken? Und hier liegt das Problem der SPD: Als große Partei wird sie die Funktion der "Linke" nie abdecken können. Da nützen auch Inhalte nichts. Viele Wähler sind diffus unzufrieden und wählen (leider) zunehmend nach momentanen Befindlichkeiten. Aus Stimmungen auf Überzeugungen zu schließen war schon immer falsch. Der Schmusekurs mit den Linken ist ein doktern an Symptomen, die Ursachen beseitigt er nicht und wird die SPD zunehmend bedeutungsloser machen. Die SPD ist auf einem gefährlichen Holzweg!!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:40

Ausgesorgt

Konstantin Richter (kiloromeo)

Nach meiner unmaßgeblichen Meinung hat Yps vor allem ein Ziel. Ministerpräsidentin zu werden. Egal wie. Wenn sie 3 Monate durchhält, hat sie für den Rest ihres Lebens ausgesorgt - selbstredend auf Kosten des Steuerzahlers. Diese Frau hat die Eurozeichen in den Augen und nicht das Wohl des Landes. Bei Schröder war es ja auch nicht anders. Vom Jusochef zum dicken Fisch. Und Frau Nahles würde sich ja auch liebend gerne irgendwo, irgendwie an den Bezüge-Tropf hängen, nur muß die noch ein bißchen taktieren bis sie endlich am Ziel ist und sich eine schöne, fette Pfründe gesichert hat. Tja, so sind sie eben, unsere linken "Sozis"...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:19

LINKEN-Trojaner Ibsilandi bohrt Mutterschiff SPD an

rene dustmann (reduma)

Wenn die CDU weiter pennt könnte es der SPD gelingen als die "konservativen Linken" alte Plätze zu besetzen. Das setzt zwar Charaktere, Denker und Persönlichkeiten voraus die in der SPD nirgends zu finden sind aber Handeln ist trotz allem angesagt.
Damit meine ich nicht das Echogejaule eines Pofalla auf das Heil-Geschwätz sonder eine klare und dezidierte Ausrichtung auf Werte die bis gestern noch galten: freiheitlich demokratische Grundordnung. Und das entsprechende Handeln.

Die SPD ist weidwundgeschossen und der Kapitän, welcher den Frachter auf Grund gesetzt hat, ist krank, meldet sich nicht. Wie krank muss man eigentlich sein um in solch einer Diskussion nicht handelnd einzugreifen?

Was Hessen betrifft sehe ich nicht so rot wie viele, denn das Land ist stark, die Bürokratie zäh und die Roten unfähig. Die Ibsilandi macht doch nur den LINKEN-Trojaner in der SPD und das allein schon aus Selbstzweck. Vieles wird sich, allein der demagogischen Verbohrtheit wegen, von allein lösen.

Teuer wird´s halt, wie immer wenn die Sozen rudern...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 06:52

Alte Ziele

Ralf Dreßler (koenigdernachtuhu)

Die hessische SPD wird sich wundern, welch alte Ziele sie bei den Linken vorfinden wird.
Viele Mitglieder, die jetzt der Linken angehören, haben die Partei unter Gerhard Schröder verlassen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 03:29

@L Lae - Ihre Überschrift ist das Beste das ich seit Jahren gelesen habe!

Michael Menzel (Galenos)


Natürlich ist auch der Kommentar von Berthold Kohler "erste Sahne", wenn auch angemessen nüchtern gehalten.

Aber dieses alte Ulbricht Zitat hier und jetzt aus der Versenkung zu holen ist unglaublich treffend und unvergleichlich gut die Situation beschreibend.

Ich mußte mehrere Minuten laut lachen bis ich wieder ernüchtert zur Betrachtung der verlogenen Oper in Hessen gedanklich zurückkehren mußte. Ja, so viel Unheil damals am 15. Juni 1961 dem Ausspruch von Ulbricht folgte kann sich wieder einstellen. Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
16 - 30 von 42 Lesermeinungen
Zum AnfangZurück 1 | 2 | 3 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche