Oskar Pinochio Lafontaine zitiert den Träumer der Besten aller Welten, J. J. Rousseau. Er sollte auch Voltaire lesen, der u.a. in Candide die reale Welt dagegenstellt. Anscheinend meint Lafontaine es gut, wenn er durch Mindestlöhne die Beschäftigung erhöhen will. Aber leider führen in der wirklichen Welt erhöhte Kosten zu Umgehungen wie Ersatz durch Maschinen oder Schwarzarbeit. Oder die potentielen Kunden gehen eben seltener zum teureren Freiseur, der dann weniger Personal beschäftigen kann. Die böse Marktwirtschaft führt laut dem Autor zu Monopolen, (Oligopolen) und damit zwangsläufig zu erhöhten Preisen gegenüber staatlich gesteuerten 'Anbietern. Dass diese Betriebe ebenfalls das Ausruhen auf hohen gesteuerten Preisen einschliesslich Quersubventionierungen (öffentlicher Personennahverkehr durch Strom-, Gas- Wasserpreise) nach sich ziehen, übersieht Lafontaine grosszügig. Werden Kriege nicht auch oder gerade durch sozialistisch bezeichnete Staaten verursacht? Sind dort nicht ebenfalls Waffenlieferanten wie in den USA?
Sehr geehrter Herr Lafontaine,
haben 40 Sozialismus nicht ausgereicht um zu zeigen, dass Sozialismus nicht Freiheit, sondern Knechtschaft sind? Wenn der Staat der Meinung ist, er wisse besser was gut für die Bürger ist und deswegen soviel wie möglich verstaatlicht, so hat der Bürger noch weniger Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit.
Mindestlöhne führen zu staatlich verordneter Arbeitslosigkeit und zu großen Wohlfahrtsverlusten. So etwas lernt man schon im ersten Semester des VWL- Studiums. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ein heraufsetzen der Löhne die Arbeitslosigkeit reduziert? Welcher Betrieb stellt denn noch mehr Arbeiter ein, wenn die Löhne steigen?
Die Verstaatlichung von Unternehmen ist das schlimmste, was passieren kann. Staatsbetriebe arbeiten nicht wirtschaftlich und es so zu viel teureren Dienstleistungen (z.B. Stadtreinigung, Öffentliche Verkehrsmittel...).
Gerade der Bereich Telekommunikation hat doch gezeigt, dass das Aufbrechen des Monopols zu mehr Wettbewerb und sinkenden Preisen führt.
Sie fordern die Wohlhabenden zugunsten der Ärmeren zur Kasse zu bitten. Wo bleibt dann der Anreiz sich Wohlstand zu erarbeiten? Es wird doch sowieso weggenommen.
Arne Rosenow, Dipl.Volksw., Berlin
Angst und Duckmäusertum, Unwillen und Unfähigkeit, das eigene Leben auf eine angemessene Weise meistern zu können ist kein Urzustand, wie Lafontaine behauptet, sondern verursacht und gefördert durch eben das, was er staatliche Hilfestellung nennt.
Ausbau und Verfestigung staatlicher Regulierung, wie von Lafontaine propagiert, garantiert stets genug Nachschub an "Unmündigen" - und hauptberuflichen Politikern und verwaltungsbesessenen Funktionären vom Schlage dieses egozentrischen politischen Opportunisten ein gutes Auskommen und überdurchschnittliches Einkommen.
An diesem Beitrag stimmt jede Aussage und jedes formulierte Ziel. Alles ist wohl begründet.
Aber die Gegner von O.L. und der Linken sind fakten- und vernunftresistent. Ich bin auf die kommenden Kommentare gespannt.