Mainzer Glücksgriff: Andreas Ivanschitz

Eintracht Frankfurts Scouting

Die Mangel-Verwalter

Seit Jahren macht die Eintracht Fehler auf dem Transfermarkt. Trainer Skibbe hat sich darüber lauthals beklagt. Jetzt deutet Vorstandschef Bruchhagen Veränderungen beim Scouting an. Von Marc Heinrich und Michael Wittershagen

Lesermeinungen zum Beitrag

16. November 2009 12:27

Sonnenkönig - auf seine Art

Andreas Winkler (fonzie)

HB reiht sich auf seine Art ein in das Völkchen der Sonnenkönige, die in der Bundesliga herrschen. Kritik ist nicht erlaubt, an ihm nicht und an seinen Mitarbeitern schon mal gar nicht. Funkel dafür zu loben, weil er die Aufstiegsspieler auf Bundesliganiveau gehoben hat, ist völlig okay. Dazu gehört aber auch die Kritik, dass Funkel, HB und Co. bisher völlig unfähig waren, die Mannschaft zu verstärken und eine Perspektive nach oben zu eröffnen. Amanatidis war die letzte echte Verstärkung, die das System HB-Funkel geholt hat. Schwegler rechne ich schon Skibbe zu. Ansonsten - Fehlschläge. Und auch aus der Jugend hat sich seit Russ und Ochs niemand mehr durchgesetzt. Also auch diese Baustelle sieht trist aus. Skibbe hat Recht, es muss sich einiges ändern an der Strategie der Eintracht!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 01:24

Verwalter von Mittelmaß und Masse!

Jürgen Fink (ein-frankfurter)

Das selbst verordnete Image eines wirtschaftlich vernünftig und sportlich kompetent agierenden Managers Bruchhagen weist seit geraumer Zeit Brüche auf. Mit bis zu 33 Spielern - z.Zt. noch 30 - hat man über einen längeren Zeitraum viel Mittelmaß aufgehäuft. Und sportlich gesehen eine hohe Dissonanz zwischen Ablösesummen und tatsächlichen Könnern erreicht (Beispiele Habib, Caio usw.). Mit einem kleineren Spieler-Kader, den man jährlich gezielt um sehr gute Spieler ergänzt, gibt man keinen Euro mehr aus, erreicht mittelfristig aber mehr Qualität. Qualität, die man benötigt, wenn man den Stellenwert, den Frankfurt national wie international verkörpert, auch im Fußball erreichen will. Es waren eben überragende Einzelkönner wie Detari, Stein, Yeboah oder Okocha, die der Eintracht ihren Stempel aufdrückten, die eine Mannschaft mit rissen. Der Frankfurter Fußballfan ist anspruchsvoll und gibt sich bei allen Verdiensten um Wiederaufstieg und Klassenerhalt auf Dauer mit Durchschnittskost nicht zufrieden. Der geschickte Mix zwischen teureren Einkäufen und preiswerteren Talenten müsste deshalb angestrebt werden. Dass die Einkaufspolitik überwiegend nichts taugt, sieht man auch daran, dass kaum Nachfrage nach Eintracht-Bankdrückern besteht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 20:35

Bruchhagen sollte sich mal an die eigene Nase fassen

Manfred Schmidt (ffm007)

Das von den Journalisten nie wirklich System Bruchhagen (also ewiges Schönreden und Tiefstapeln um keine Kritik einstecken zu müssen und um selbst nicht in die Schusslinie zu geraten, Kritikunfähigkeit, Gleichschaltung der Journalisten/Hofberichterstatter u.a.) hat in Frankfurt ausgedient. Skibbe hat mit seine Wutrede hoffentlich die letzten, die sich mit der Eintracht beschäftigen (auch die Journalisten, die für Bruchhagen und Funkel immer nur Hofberichterstattung betreiben), aufgerüttelt.
Die Transferbilanz der Eintracht und damit von Bruchhagen ist in der Tat verheerend. Es mag ja wirklich so sein, dass die Eintracht mit Bayern, Hamburg oder Schalke auch bei solidester Finanzpolitik nicht mithalten kann. Aber nach ihren finanziellen Voraussetzungen und Möglichkeiten und nach der Höhe ihres Profispieleretats müsste die Eintracht vielen anderen Vereinen deutlich überlegen sein. Trotzdem misst man sich - Jahre nach dem Aufstieg und obwohl man inzwischen viel Geld in die Hand genommen hat - sportlich jedenfalls immer noch mit den jeweiligen aktuellen Aufsteigern, mit Vereinen wie Mainz, Hannover, Bochum und Freiburg. Das muss einem doch zu denken geben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 17:03

Einfach zu widerlegen

Marco Pino (Neutrino)

Die Aussagen von Herrn Burchhagen sind relativ einfach zu widerlegen. Natürlich kann die Eintracht aus dem Stehgreif keine Weltstars kaufen. Nimmt man jedoch die Investitonen der letzten Jahre zusammen, wurde schon ein beachtlicher Betrag investiert. Leider jedoch waren die Einkäufe zu weit gestreut. 4 Millionen für Caio, 4 Millionen für Fenin, 2,5 Millionen für Bellaid, 2 Millionen für Korkmaz (etc) - allesamt fast zum Fenster rausgeworfen. Für das selbe Geld hätte man ein oder zwei gute, gestandene Spieler kaufen können, um den Rest der Mannschaft um diese herum aufzubauen. Doch die Realität ist, die Eintracht hat einen viel zu großen Kader halbgarer Spieler. Wenn man den Weg geht, junge Nachwuchsspieler zu kaufen, dann müssen auch die Strukturen da sein, diese weiter zu entwickeln. Das ist eine Hoffnung, die ich persönlich in Skibbe habe. Andere Vereine - populärstes Beispiel ist der FC Barcelona, aber auch Leverkusen oder Bremen - gehen diesen Weg konsequent. So lässt sich auch mit bescheideren Mitteln erfolgreich agieren: wenn Spieler wie Diego für 5 Millionen ein- und dann für 25 Millionen verkauft werden, ist das die wirtschaftliche und sportliche Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung. Sowas geht, Herr Bruchhagen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche