Neues Buch zum Madeleine-Fall

„Die Eltern haben die tote Maddie versteckt“

Madeleine ist tot und ihre Leiche haben die Eltern versteckt - das zumindest behauptet der ehemalige portugiesische Kriminalinspektor Goncalo Amaral in seinem neuen Buch. Amaral hatte fünf Monate lang die Ermittlungen in dem Fall der verschwundenen Madeleine geführt. Von Leo Wieland, Madrid

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juli 2008 09:04

Meinungsfreiheit

St. Koch (Pensacola)

Ich halte es für unangebracht wenn nur die Eltern McCann Ihre Sicht der Dinge unkommentiert verbreiten dürfen. Um sich dieses Monopol zu erhalten, drohen sie jedem der es wagt Fragen zu stellen - deren Beantwortung eben jene besorgten und von Trauer gebeugten Eltern McCann und deren Freunde (!) abgelehnt haben. Wieso haben die Eltern die Spurenlage im Zimmer nicht plausibel erklären könen ? Wo sind die Bettlaken der beiden anderen Kinder abgeblieben ? Wieso wurde der Mietwagen vor seiner Rückgabe so penibel gereigt ? Die Eltern McCann haben sich entschieden viele der Fragen einfach nicht zu beantworten. Das kann Ihnen niemand verübeln, schließlich muß sich heutzutage keiner mehr selbst belasten. Dieses Verhalten widerspricht aber dem vorgetragenen Ziel, bei der Suche nach Ihrer Tochter alles zu tun was nötig ist. Und so sind die Verhaltensweisen der McCanns und der mitgereisten Freunde auch zu betrachten. An dieser Stelle kann es im Übrigen nicht verwundern, dass andere beginnen die Fragen zu stellen, die von den McCanns nicht beantwortet wurden. Allerdings würde ich es begrüßen wenn die Einnahmen aus Herrn Amaral´s Buchverkauf, darauf verwendet werden, z.B. die Belohnung für Hinweise zum Verbleib von Madeleine McCann zu erhöhen.

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25. Juli 2008 08:57

an Franz Müller

joanne Renstein (Impartial)

Die britische Polizei war von Tag 2 in Form der Leicestershire Police mit vielen Beamten dabei. Was man von den Privatdetektiven der McCanns zu halten hat, kann man heute im Correio da Manha lesen. Einer oder mehrere sind wegen versuchten Mordes angeklagt. Ein anderer wurde bereits wegen Kokaindiebstahls verurteilt.

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25. Juli 2008 01:00

Es wird spannender

Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)

Diese Ankündigung des Buches macht den Fall interessanter als er zu Ermittlungszeiten war. Er hat mich von Anfang an nur am Rande interessiert. Zu groß war der Trubel, zu unecht alles. Auch damals fragte ich mich schon, warum die Eltern bitte so einen PR- und Mediendrang zutage legten. Normalerweise sind es doch Freunde oder andere Nahstehde, die aktiv um Mithilfe bitten. Die Eltern trauern für gewöhnlich lieber. Auch wenn es keine juristische Beweisführung ist, aber: - warum arbeiteten die Eltern wie Pressesprecher statt zu trauern? - warum verweigerten FREUNDE, also an der Aufklärung Interessierte, die Hilfe bei der Rekonstruktion? Meinetwegen mögen andere weiterhin an Aliens in Nevada und eine gefälschte Mondlandung glauben - das hier erscheint mir jedoch deutlich dubioser.

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24. Juli 2008 22:36

@ Franz Müller

joanne Renstein (Impartial)

Ein wenig Information tut gut vor dem Kommentieren. Die britische Polizei war vom 2. Tag an dabei. Beamte der Leicestershire Police hatten einen eigenen Raum neben den portugiesischen Ermittlern zur Verfügung. Dies scheint ja gerade das Problem zu sein.... Die angeblichen britischen Privatermittler die sie ansprechen, sind die mehr als halbseidenen spanischen Privatdetektive der Agentur "Metodo3", deren Chefermittler im Fall Madeleine nach den dubiosen "Maddie Sichtungen" in Marokko wegen Diebstahls von großen Mengen an Kokain aus Polizeibeschlagnahmungen verhaftet wurde. Eben diese Ermittler haben lt. Amaral auch die als Kronzeugen noch im September eingeplante irische Familie Smith "besucht", die dann leider bei der Befragung von Zeugen durch die britische Polizei vergessen wurden.

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24. Juli 2008 22:07

Maddie - Popikone

henry nold (henrynold)

Maddie wurde von ihren Arzt-Eltern zu einer Pop-Ikone aufgebaut. Der Widerspruch des "Haltet den Dieb!" (Entführer) und der beleidigten Abwehr und Behinderung einer unabhängigen kriminalistischen Behandlung seitens der portugisischen Polizei ist zu offensichtlich. Der inszinierte Kokon der empörten Öffentlichkeit, Pabst/ und Honoratioren-Empfänge und Millionen an Spenden vernebelt die Wahrheit. Kritische Fragen stellen muß erlaubt sein. Hoffentlich wird es auch Übersetzungen des Buches in's englische geben.

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24. Juli 2008 20:08

Schlamperei bei den Portugiesen?

Franz Müller (Franzy)

War es nicht so, dass die McCanns von Anfang an gewünscht hatten, der Fall würde von Scotland Yard übernommen? Stattdessen verweigerten die portugiesischen Behörden lange Zeit den Briten die Mitarbeit, was ja auch aus Gründen des nationalen Stolzes verständlich ist, aber wenig europäischen Gemeinsinn widerspiegelt. Ich persönlich glaube, wir wären heute wesentlich weiter und der Fall aufgeklärt - egal in welcher Richtung -, wenn britische Spezialisten den Fall vom ersten Tag an hätten prüfen können. Jetzt werden sehr spät englische Privatdetektive auf die Spuren gesetzt, und ich bin echt gespannt, was die da zutage fördern. Hoffentlich finden sie das Kind.

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24. Juli 2008 19:14

Lügen ...

Stefani Orth (Cody118)

Der "Fall Maddie" hat etwas Beängstigendes an sich. Die britischen Medien berichten, was der Sprecher der Familie und ehemalige PR-Mann der britischen Regierung den Zeitungen vorgibt. Wer anderer Meinung ist, wird mit Klagen bedroht. Am 21. Juli hat ein portugiesischer Staatsanwalt bekanntgegeben, dass der Fall mangels Beweise eingestellt würde. Gleichzeitig aber betont, dass die Akten jederzeit wieder geöffnet werden könnten. Das Wort "unschuldig" wurde nicht verwendet. Weiterhin gibt es keine Hinweise auf eine Entführung, auf der anderen Seite jedoch zahllose Widersprüche in den Aussagen und Aktionen des Ehepaares McCann und seiner Freunde, den sogenannten "Tapas 9". Man scheint nicht daran interessiert, den Fall aufzuklären. Frage: Warum nicht ? Die einzigen brit. Ermittler, die in diesem Fall nicht manipulieren, sind m. M. die "sniffer dogs", die Spürhunde Eddie und Keela, Weltbeste ihres Fachs. Leichenspürhund Eddie hat sich noch nie vertan und hat im Apartment, aus dem Maddie verschwunden ist, zweifelsfrei den Geruch des Todes angezeigt. Goncalo Amaral, der in dem Fall die Ermittlungen bis September 2007 geleitet hat, hat in seinem soeben erschienenen Buch insbesondere die emotionale Kälte der Eltern von Maddie hervorgehoben

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24. Juli 2008 19:13

Interessant

Marco Zeino (Zeini)

Hoffentlich wird dieses Buch auch auf deutsch oder zumindest auf englisch publiziert. Es gibt wohl kaum jemanden, der objektiver von den Geschehnissen berichten kann als Amaral.

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24. Juli 2008 18:26

Ist so ein Buch nicht üble Nachrede, oder sogar Rufmord

Ralf Schelberg (ralfsb)

Ohne Frage musste die portugiesische Polizei allen Möglichkeiten nachgehen, um das Verschwinden des Mädchen zur klären. Leider nicht erfolgreich, alle Spuren verliefen im Sande. Aus welchen Gründen der Fall nicht geklärt werden konnte ist zunächst einmal unerheblich, nach allgemeiner Rechtsauffassung alle Beteiligten als unschuldig anzusehen. Selbst wer die Möglichkeit in Betracht zieht, die Eltern könnten in das Verschwinden ihrer Tochter verstrickt sein, kann dafür wohl kaum gerichtsverwertbare Beweise anführen. Ist es dann moralisch statthaft solch ein Buch zu veröffentlichen? Mögen Herrn Amaral Verhalten und Aussagen der Eltern unglaubwürdig auch erscheinen, so ist dies kein Grund ein derart menschenvernichtendes Werk in die Welt zu setzen. Ich stelle mir gerade mit Grausen vor, dass etwas dieser Art über mich oder ein Mitglied meiner Familie veröffentlicht würde. Wehren kann man sich kaum dagegen.

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24. Juli 2008 16:44

Danke

joanne Renstein (Impartial)

Danke für einen seit langem halbwegs neutralen Bericht. Amaral wurde heute vom Correio da Manha interviewt und die dort gemachten Äusserungen dürften wohl bei jedem Zweifel sowohl an den Geschichten der Eltern aufwerfen, als auch am Willen der britischen Polizei und Regierung, diesen Fall jemals aufzuklären. Schwerstwiegende Verdachtsmomente gegen einen der Freunde der McCanns wurden jedenfalls 6 Monate nicht der portugiesischen Polizei bekannt gegeben.

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