Griechenland

Die Fackel brennt - Proteste flammen auf

Bildergalerie Es war das erste Mal in der Geschichte der Entzündung des olympischen Feuers, dass diese Zeremonie auf spektakuläre Art zur Bühne für politische Demonstration wurde. Und die Offiziellen des Olympischen Komitees schweigen. Von Torsten Haselbauer, Olympia

Lesermeinungen zum Beitrag

24. März 2008 20:15

Der Staat Tibet?

Stefan Gigga (GodSaveAmerica)

Die Unabhängigkeitserklärung der Tibeter 1912 wurde von keinem Staat der Erde anerkannt, sondern alle Staaten sahen und sehen Tibet als Teil Chinas.
Für die tibetische Bevölkerung war die Zeit zwischen 1912 und 1950 eine Katastrophe. Eine kleine Minderheit aus Adligen und Lamas tyrannisierte 95 % der Menschen. Für diese Oberschicht waren die Menschen Leibeigene die verkauft, gequält oder sogar straflos getötet wurden konnten. Besonders perfide war die Herstellung von Trommel für lamaistische Kloster. Für die Bespannung wurde die Haut von tibetischen Jungfrauen genutzt.
Nach dem Einmarsch der Volksbefreiungsarmee 1950 wurde die tibetische Oberschicht aufgefordert Reformen durchzuführen. Dies wurde verweigert. Daraufhin wurde die Leibeigenschaft durch die KPCh abgeschafft. Die Oberschicht reagierte darauf mit dem Aufstand von 1959, der mangels Unterstützung der Bevölkerung schnell zusammenbrach.
Wer sich ernsthaft für Tibet interessiert sollte die entsprechende Fachliteratur lesen, und nicht Berichte wie „7 Jahre in Tibet“ von Hitler-Bewunderer Heinrich Harrer.
Stefan Gigga, Diplom-Regionalwissenschaftler China

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24. März 2008 19:59

Olympia 2008 in Peking - wie 1936 in Berlin

Matthias Zinn (mattizinn)

Die Spiele, sollten sie denn in Peking stattfinden, würden an das Olympia Adolf Nazi's (Helmut Schmidt) in Berlin erinnern. Auch damals war vielen, allzuvielen im Ausland klar, welch Schreckensregime der "Führer" in Deutschland seit drei 1933 befehligte.
Dennoch kamen sie, rannten sie, sprangen sie, schwammen sie und ritten sie; um Gold, das sinngemäß bereits blutgefleckt war - eineinhalb Jahre später dann völlig schamlos die "Kristallnacht".
Daß Deutschland sich 2008 nicht zu einem Boykott gegen Olympia in Peking entschließen kann, ist nur allzu verständlich, ökonomisch gesehen. Aber nicht entschuldbar, ethisch gewertet.
Wie werden sich unsere Medaillengewinner wohl fühlen, wenn sie Gold-umhängt nach hause kommen und hoffentlich viele über sie hinwegsehen?
Noch ist es Zeit für ein wenig Zivilcourage.

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24. März 2008 19:32

Ich schalte einfach den Ferseher ab!

Marco bREUER (M.Breuer)

Es ist beschämend zu lesen, dass man die Spiele nicht boykottieren soll. Man hat bei früheren Konflikten nicht reagier- deswegen sollte man auch jetzt nicht reagieren. Was soll dieser Blödsinn? Ist es wirklich so schwer sein Gehirn einzuschalten? Meine Großeltern haben nichts gegen die Nazis unternommen als werde ich auch nichts gegen den aufkeimenden Neonazismus unternehmen!? Ich werde mir im Fernsehn definitiv keine olympischen Übertragungen anschauen und einfach auf andere Sendungen schalten. Aber vielleicht ist das gar nicht notwendig. Vielleicht werfen die Chinesen wieder alle ausländischen Medien aus dem Land.

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24. März 2008 17:29

Die Entzündung des Olympischen Feuers für China ist eine Farce

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Die Olympische Idee basiert auf uneingeschränkter Gewaltlosigkeit. Die Entzündung des Olympischen Feuers für die gewalttätige Diktatur in China kann daher nur als widerwärtige Farce bezeichnet werden, als ein in jeder Hinsicht pervertierter Ritus für ein kommunistisches Gewaltregime, das unschuldige Studenten genauso ermordet wie friedfertige Mönche in Tibet. Der mutige Demonstrant hat heute verhindert, dass die chinesischen Diktatoren und deren Helfershelder, auch in der internationalen Wirtschaft und Politik (die charakterlosen Verantwortlichen des IOC eingeschlossen) die Entzündung des Olympischen Feuers für ihre durchsichtigen Ziele fruchtbar machen konnten. Statt dessen hat dieser Demonstrant vor den Augen der Welt dafür gesorgt, dass das Olympische Feuer dieses Jahr als Fanal für die chinesische Unterdrückung des kleinen tibetischen Volkes in die Geschichte eingehen wird.

Der normale Sportbegeisterte wird sich ohne Scham keine einzige Sendung aus dieser grauenhaften Diktatur anschauen können, solange China in Tibet Menschen demütigt, foltert und ermordet.

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24. März 2008 17:26

Als...

Frank Garbe (Frank_Garbe)

...die USA Bomben auf Vientam warfen, südamerikanische Häfen verminten, als mit wesltichen Waffen Menschen auf dem Balkan starben schrie niemand "Boykott der Olympischen Spiel in den USA". Großbritannien marschierte an der Seite der USA In den Irak ein - und bekam die Olympischen Spiele. Wer hier fordert man müsse die Olympischen Spiele in Chine boykottieren, macht sich einfach nur noch lächerlich und offenbart seine Doppelzüngigkeit. Was wäre wohl los, wenn morgen im Saarland oder Bayern Randalier Polizeistationen niederbrennen? Sicherlich wäre jene die die ach so friedlichen Tibeter jetzt unterstützen dann auch für eine Unabhängigkeit dieser Staaten.

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24. März 2008 16:56

Fernseher einfach umschalten

arthur hund (arturhund)

Man kann ja verstehen, dass die Sportorganisationen inklusive IOC und ihre Vertreter zu viel zu verlieren haben - wer gibt schon gerne seine vermeintliche Prominenz und seine fetten Pfründe auf?

Für uns Zuschauer gilt das nicht. Wir können den Fernseher einfach auf ein anderes Programm schalten, wenn der grosse Zirkus Olympia und die angehefteten Werbebanner gezeigt wird.

Das scheint mir die vernünftigste Reaktion.

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24. März 2008 15:19

Feige Floskeln der Verantwortlichen

Tobias Kochbeck (Tobisas)

Ich bin echt enttäuscht über die feigen, scheinheiligen Floskeln der VErantwortlichen beim DOSB und dem IOC.
China ist eine kommunistische Diktatur, welche die olympischen Spiele niemals hätte austragen dürfen, solange in diesem Land Menschenrechte nach wie vor mit Füßen getreten werden.
Mir wir schlecht, wenn ich bedenke, dass unsere Funktionäre zu feige sind, sich gegen ein solches Regime aufzubegehren und sich lieber hinter Floskeln und fadenscheinigen Regeln des IOC verstecken. Olympia war immer politisch und wird es immer sein, deshalb kann ich als Sportfunktionär und als Athlet nicht so tun, als ob mich die Menschenrechtsverletzungen in China nichts angingen.
Die diesjährigen Spiele müssen boykottiert werden, um dem chinesischen Volk zu zeigen, dass wir gegen Unterdrückung, Misshandlungen, Folter und politische Verfolgung sind.
Wir sollten uns auf die Seite derer stellen, die von China brutal unterdrückt werden und nichta uf die Seite des Geldes, welches leider offensichtlich tatsächlich die Macht hat!

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24. März 2008 15:15

"Der Demonstrant soll zu den Reportern gehören"

Heinz Wagner (isula)


Die westlichen Medien und alle ihnen zugewandten kochen z. Zt. ihr Süppchen an der olympischen Idee. Da gelingt es einem Mann mit dem Vertrauensstatus eines Reporters - sofern diese Darstellung zutrifft - den Zugang zur Nähe der Funktionäre der obersten Sportbehörde zu erschleichen, um eine antichinesische Demonstration zu veranstalten, mit einer exiltibetischen Flagge. Dem Bilde nach handelt es sich bei dieser Person nicht einmal um einen Tibeter. Ein unerhörter Vorgang! Den
olympischen Gedanken und der Souveränität des die Spiele austragenden Landes auf solche Weise vor der Weltöffentlichkeit zu diffamieren ist verurteilenwürdig.

Die vernehmbaren Stimmen zu den gegenwärtigen Vorgängen in China lassen indes erkennen, dass ihnen die olympische Idee einen feuchten Kehricht Wert ist. Wichtig ist das politische Kapital daraus.
Wäre dieses Deutschland, aus dem viele solcher Stimmen sich erheben, doch auch so oft auf den Siegespodesten Olympias vertreten. Das wäre doch was! Aber:
"Parturiunt montes, nascetur ridiculus mus"


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24. März 2008 13:06

An den olympischen Spielen der Antike ....

Friedrich Lorenz (LOCONS)

..... wurde eine absolute Friedenspflicht befolgt. Alle Zwistigkeiten, Kriege und Feindseligkeiten waren während dieser Zeit begraben.
Uebertragen auf heute heisst das nicht nur und nicht ausschliesslich, dass sich der Gastgeber China im olympischen Sinne zu verhalten hat, sondern auch die Gegenspieler, also Tibet und dessen Supporter, sollten die Feindseligkeiten und Anfeindungen China gegenüber einstellen.
Was die antike Welt zustande brachte, dürfte doch wohl auch unter uns aufgeklärten Zeitgenossen möglich sein.

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24. März 2008 13:01

137.000 mal die Möglichkeit Flagge zu zeigen

rene dustmann (reduma)

Dieser kadergeführte Repressionsapparat, weit weg von Demokratie und Meinungsfreiheit, wird keinen Spaß haben an Olympia. Ab jetzt ist jeder Tag ein Chinabashing-Tag! Mindestens bis zum Ende der Spiele.

Ein Regime, das zulässt einer Mehrheit der Bevölkerung den Weg aus dem Mittelalter zu verwehren und statt dessen aberwitzige Summen in solche Spektakel der Selbstdarstellung pumpt, hat es nicht besser verdient.

Warum wir uns dabei die Finger schmutzig machen und das Spektakulum Olympia zur Unterstützung senden ist mir schleierhaft.
Geschäfte mit China zu machen ist eines, aber dieser Freakshow in Peking Feigenblätter zu liefern ist doch etwas anderes. Damit werden Despoten gestützt welche bei uns geradewegs ins Gefängnis flögen.

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24. März 2008 12:48

Frage am Rande

Thomas Berger (tberger)

Warum eigentlich ist Tibet so populär, während sich für die liberale und erfolgreiche Musterdemokratie Taiwan, die ihre eigene faszinierende Kultur bewahrt hat, kein Mensch interessiert?

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24. März 2008 12:15

Dieser Fackellauf

Till Diesing (Zabel24)

wird herrlich!

Für die chinesische Regierung wäre es schön gewesen, hätten die westlichen Länder die Piele blokiert.

Jetzt wird es das Horror-Szenario welches für Chinas Führung den absoluten Albtraum darstellt: Die Fackel ständig mit Tibetplakaten im Hintergrund, Free Tibet-Rufe, eine Eröffnungszeremonie an dem die meisten Sportler nicht teilnehmen werden, Sportler die nach der Entgegennahme der Medallie auf dem Podium ihr T-Shirt ausziehen und ein Free-Tibet-shirt darunter haben....

Die werden so zittern, die Propagandisten in den chinesischen Medien....

einfach zurücklehnen und genießen...

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24. März 2008 11:51

Dieser Fackellauf wird zu einer Farce,

Lukas Werth (lukaswerth)

und es ist eine Perversion der Bedeutung der olympischen Spiele und des Sportes, ihnen Priorität gegenüber Unterdrückung und gewaltsamem Tod einzuräumen. Die drei Demonstranten haben meine Hochachtung und es wäre schön. wenn auch ein paar Sportler nicht nur einfach die Fackel weiterreichen, sondern sich eine Aktion einfallen lassen, etwa ein Slogan auf ihrem Hemd, den sie erst entblößen, wenn sie die Fackel tragen.

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