Bevorich nicht davon überzeugt bin, daß GE und Hitachi oder Toshiba nicht bestochen haben, solange fällt es mir schwer, Siemens zu verurteilen.
nein, wird die Welt nicht genesen.
Da wird in Deutschland die Korruption per Gesetz einfach abgeschafft, und schon ist die Welt wieder ein Stück besser geworden. Das klappt bestimmt genauso gut wie bei der üblen Kernenergie.
Und wenn dann ein paar Vorgestrige es nicht einsehen wollen, zerrt sie in die Öffentlichkeit und vor Gericht.
Es soll doch mal einer der Besserwissenden erzählen, wie er damals in Afrika (z.B.) den Großauftrag über ... ohne Bestechung, nur mit fairen Mitteln, bekommen hat. Da bin ich gespannt.
... ist das Wort beispilellos. Wer im internationalen Business Aufträge akquiriert, muss sich den vor Ort-Gepflogenheiten anpassen, sonst läuft nix. Ob Siemens unbedingt der Erfinder dieser Geschäftspraktiken ist, wage ich zu bezweifeln. Ich weiß es aber ganz sicher nicht, so wie auch andere es ganz sicher auch nicht wissen können.
Und damit habe ich auch schon die Crux in diesem Zusammenhang erwähnt. Niemand weiß Genaues aber alle Spekulieren wild herum mit Attributen wie beispielhaft, aussgewöhnlich, etc..
Merkwürdig, daß Deutschlands bestbezahlter Chefaufseher und langjäriger Vorsitzender des wichtigen Prüfungsausschusses bei Siemens, Gerhard Cromme, von den Vorgängen in der Korruptionsaffäre nichts gewußt haben will. Entweder war er überfordert oder er hat oberflächlich gehandelt. Es ging um Summen, die ihm bzw. seinen Mitabeitern bei sorgfältiger Arbeit nicht entgangen sein dürften. Was er jetzt betreibt, gleicht dem berühmten "Ritt auf der Rasierklinge". Bin gespannt, was von Pierer vorbringen wird.
Im übrigen teile ich die Meinung des Leserbriefschreibers Marcel Meier. Grundsätzlich muß man sagen: Schade um diesen Sittenverfall.
Bis heute hat niemand erklaeren koennen, worin eigentlich die Schaeden fuer Siemens aus der "Korruption" und konkret in welcher Hoehe bestanden haben sollen, wenn man mal absieht von den Unsummen die von Cromme, Loescher und Co. zum Schaden der Aktionaere verursacht wurden. Wenn "Schmiergelder" gezahlt wurden, haben diese doch jeweils zu Auftraegen gefuehrt, zur Auslastung der Fabriken und der Beschaeftigung der Mitarbeiter, zum Ertrag. Bis vor wenigen Jahren waren diese Betraege sogar steuerlich absetzfaehig, und zwar, weil vorallem die auslaendischen Konkurrenten so arbeiteten und wohl auch heute noch arbeiten. Es wurde behauptet, dass das in den USA nie vorgekommen sei, was ich fuer Unsinn halte. Noch heute koennen die US-Unternehmen ueber Tochterfirmen in Steueroasen exportieren, die dann ihrerseits die Schmiergelder zahlen. Eine andere Methode: man zahlt, nach Abwicklung des Auftrags, "Vertragsstrafen"....
ich glaube, dass sich manager mal wieder ihren fuehrungsaufgaben zuwenden und in ihren unternehmen fuer hochwertige und innovative produkte sorgen sollten, damit soll sich schon so mancher kunde bestechen lassen haben!
Was glauben die Verurteiler/Besserwisser/Gutmenschen eigentlich wie es im big business zugeht- alle haben sich lieb und der Netteste bekommt den Auftrag?