Wenn es Lobbyismus wäre hieße daß das man etwas gegen die InterflugKONKURRENZ machen müßte. Ernsthafte Konkurrenz war damals auf Grund der veralteten Maschinen nicht der Fall und heute auch nicht. Wieso soll man gegen einen klinisch Toten der seit Jahren auf dem Friedhof liegt Lobbyismus betreiben? Und vor allem: WER? Die Lufthansa? PanAm? United Airlines? Air Singapur? Das ist doch lächerlich, Herr Felgenhauer. Nein, Ihnen geht es doch eher darum daß Sie es nicht aushalten, daß in einer Demokratie folgende freie Meinungsäußerung als Presseartikel veröffentlich werden darf: die Verstrickung von Staat, Reisefreiheit und Vorzeigeunternehmen ist ein Kind der DDR-Diktatur . Da muß man dem Autor dann auch die eine oder andere bissige Bemerkung über die Melonenhutstewardessen zugestehen ohne in alte Ost-West-Schemata zu verfallen. Die Melonenhutstewardessen werden es aushalten, bitte keine falsche Rücksicht. Was ist mit den unzähligen Opfern des Systems; "Republikflüchtlinge", Bespitzelte, Ausreisewillige, die schweigende Masse, die die Wut in sich hineinfrißt und die nicht mal eben so die Gelegenheit hat nach Wien zu fliegen... DAS sind die Opfer, nicht die Verfasser rührseeliger Interflugseiten im Internet...
die Entscheidungsträger in einer Demokratie das Volk sind. Das Medium, durch das eine vorgefärbte Meinung vertrieben wird ist in diesem Fall eine allgemein zugängliche und als seriös eingeschätzte Zeitung. Ob der Herr Kern Mitglied einer politisch aktiven Gruppierung ist weiß ich leider nicht, es klingt aber so, als ob er sich strikt gegen die ehemalige DDR stellt (was ja vllt auch nachvollziehbar und sein gutes Recht ist, weshalb ich diesen Punkt ohne Wertung anführe). Damit nimmt er einen nicht neutralen politischen Standpunkt ein und vermittelt diesen über die FAZ (das Medium) an den Leser (Volk-Entscheidungsträger). Er übt also einen Einfluss aus und das meiner persönlichen Meinung nach auch nicht gerade Subtil. Meine Bemerkung zum Kommentarteil war auch nur noch einmal um zu verdeutlichen, das eine Abgrenzung zwischen einem Kommentar (der eine persönliche Meinung widerspiegeln kann) und dem eigentlichen Artikel (der so gehalten sein sollte, dass sich der Leser selbst ein Urteil bilden kann) wichtig ist.
Lobbyismus wird definiert über den Einfluß von einer Organistion über Medien auf Entscheidungsträger. Erklären Sie mir doch bitte an Hand dieser Definition wo Lobbyismus in dem Artikel steckt. Und vielen Dank, daß Sie mir erklären daß die Leserkommentare dazu dienen Meinungen auszutauschen. Hätt ich fast nicht bemerkt, dachte das wäre eine eine tauistische Meditationskunst. Super.
Ich sehe mich keines Falls als Ostalgiker, sondern als selbst denkenden Leser. Ich habe kein Problem mit der Meinung von Herrn Kern und respektiere diese, wenn ich einen Artikel lese, erwarte ich aber das mir erlaubt wird, mir selbst eine Meinung zu bilden. Dieses ständige Indoktrinieren, aufgrund der Haltung des Autors führt zu einer Meinungsvorgabe, die nur noch die Möglichkeit bietet sich anzuschließen oder sie abzulehnen. Das Bilden einer eigenen Meinung wird jedoch bedenklich stark in den Hintergrund gerückt und genau da sehe ich das Problem in diesem Artikel. Dafür ist genau dieser Diskussionplatz vorhanden, in dem Leser ihre Meinungen und Erfahrungen formulieren können und nicht der Artikel an sich, weil das dann nämlich Lobbyismus ist, den ich wie schon gesagt in einer seriösen Zeitung wie der FAZ nicht passend finde. Ich hoffe Sie (und weitere Leser) können meinen Kommentar zum Artikel nun verstehen, Herr Diesing.
Sie hätten doch wirklich mal etwas Positiver schreiben können! Jetzt seien sie aber doch mal nich so kleingeistig und vergessen mal das Ganze menschenverachtende System dahinter! Mensch da könnt man sich ja echauffieren, und das nur wegen den Bonbons!
Manche Leserreaktionen hier zeigen, daß der Autor kein bißchen übertrieben hat, als er die Interflug-DDR-Nostalgiker mit ausgemusterten Parteifunktionären verglich.
..so negativ und hämisch, Herr Kern? Hat die hübsche Stewardess Sie vergessen bei der Verteilung der Bonbons? Auch Lufthansa Personal trug schon alberne Uniformen, in den meisten Airlines dieser Welt fliegen ehemalige Militärpiloten und keine Airline dieser Welt zahlt gern die Strafen, die auch in Gender/Kanada für illegal einreisende Passagiere fällig werden. Und der Neckermann-Pauschalreisende fliegt auch heute nur selten Lufthansa, auch ohne Viermächtestatus und "Monopolstellung", alliierte Charterairlines flogen durchaus ab Berlin(West). Und ja, ich habe natürlich den Aufsatz "mein schönstes Ferienerlebnis" über meinen ersten Flug nach Bulgarien geschrieben. Schlimm? War aber Balkan Airlines.
...kann man einen nüchternen und sachlichen Artikel über eine Fluglinie schreiben, die dabei mithalf das die Mauer, die ihre eigenen Bürger einsperrt auch noch in Kanada bestand hat und die darauf achtete daß bloß ja nur die verheirateten artigen Besserossis mal in den Westen fliegen dürfen. Jo, kann man. Muß man aber natürlich nicht, liebe Ostalgikergemeinde.
Hieß die wirklich Interflug? Ich kannte die als häufiger Nutzer nur unter dem Namen Intersturz.
Stölln befindet sich nordwestlich von Berlin.
Ein sicherlich interessantes Thema, das der Herr Kern in seinem Artikel aufgreift. Aber läßt man den Lobyismus weg und konzentriert sich auf den Inhalt ist nicht eine Aussage im ganzen Text zu finden, die nur Halbwegs einem interessanten Fakt ähneld. Ganz ehrlich, das ist "Bild"-Niveau und hat mit Journalismus und einer halbwegs unparteiischen, informativen Berichterstattung nichts zu tun. Schade, dass solche Artikel in der FAZ abgedruckt werden.
Ein interessanter Artikel, den ich bis auf den obigen Verbesserungsvorschlag normalerweise nicht kommentieren würde. Schöneberg ist ein Bezirk in Berlin, Schönefeld der Flughafen. "Es bleibt Schönefeld"
Eigentlich schade, dass sich Herr Kern Klischees und Polemik bedienen muss, um seinen Artikel zu gestalten. Eine etwas aufwendigere Recherche der über 30 jährigen Interflug-Geschichte hätte doch sicherlich mehr zu Tage fördern können als das stetige Wiederholen von Hören-Sagen-Geschichten. Deren Benutzung ist für mich zumindest ein Beweis dafür, dass Herr Kern zum Beispiel genauso wenig Kenntnis von den Hintergründen der Liquidierung der Interflug hat, wie die "Systemfeinde im Internet", über die er eifrig urteilt. Ich habe das Buch von Herrn Breiler auch gelesen. Als interessierter Airline-Mitarbeiter habe ich die polemischen und oft einseitigen Inhalte des Buches überlesen und dennoch viel Neues erfahren. Würde ich diese Praktik bei dem vorliegenden Artikel anwenden, wären nur die Fotos übrig geblieben.
