Ehrengarde am Atatürk-Mausoleum

Türkei

Atatürk für alle Fälle

Vor einundsiebzig Jahren starb Mustafa Kemal Atatürk, der Begründer der modernen Türkei. Noch immer bringt man ihm höchste Verehrung entgegen. Auf sein Erbe berufen sich viele zu unterschiedlichen Zwecken. Hat er der Türkei mehr als ein säkulares Oberflächenkonstrukt gebracht? Von Karen Krüger, Istanbul

Lesermeinungen zum Beitrag

21. November 2009 22:58

Für Grünschnabel

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Zur Gedächtnisauffrischung : Nach dem Luxemburger Gipfel 1997 hat die Türkei alle Verhandlungen zur EU eingefroren. Zwei Jahre später während des EU-Gipfel 1999 in Helsinki, landete eine Sondermaschine gegen Mitternacht in Ankara. Innen waren nur zwei Personen. Von der Rolltreppe hinunter liefen Solona und der damalige Kommissar für Erweiterung, Günther Verheugen. Einer hielt einen Brief in der Hand, geschrieben vom finnischen Staatspräsidenten Ahtisaari. Türkei wurde zum Gipfel eingeladen, um ihr offiziell Kandidatenstatus gewähren. In dem Brief wurde außerdem der Türkei versichert, dass Zypernkonflikt zu keiner Zeit zur Vorbedingung zu machen. Mehrere Jahre später sagte man, dieses Schreiben hinsichtlich Zypern sei (de Jure) nicht bindend gewesen.

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21. November 2009 09:39

ein ungutes Gefühl...

Jo^ Saka (Jojo41)

Die Argumente, die hier aufgefahren werden, machen deutlich, wie tief die alten Ängste (nicht nur im FAZ Establishment) sitzen und allem Anschein nach schon seit Jahrhunderten mit der Muttermilch aufgesogen werden. Zwei Dinge versteh ich nicht: Warum hält die EU an dem Aufnahmeverfahren fest, wenn doch ein großer Teil der Bevölerung Bedenken trägt? Geht es um finanzielle Interessen? Will man die Türkei nicht brüskieren und das Verfahren noch Jahrzehnte hinauszögern? Was steht am Ende? Aufnahme oder Ablehnung? Die zweite Frage lautet: Haben die Türken keinen Stolz, dass sie so unermüdlich an einer Aufnahme festhalten, obwohl ihnen seit Jahren nur Antipathie entgegenbrandet? Geht es also ihnen auch nur um Förderung und Geld? - Ich habe keine gutes Gefühl bei dem Gedanken, d. Türkei aufzunehmen. Weniger, weil ich die Befürchtung habe, dass die Türkei nicht doch einige ihrer Probleme in den Griff kriegen könnte, sondern weil die Türkei sich längerfristig wieder abspalten und damit ihrem innersten Ruf folgen würde. Lassen Sie uns etwas Bleibendes schaffen, dass nicht im kurzlebigen Zeitenstrom zurückbröckelt, wie d. ehemalige Jugoslawien und d. Sowjetunion... Eine privil. Partnerschaft lässt d. Türkei alle Chancen nach Osten und Westen

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20. November 2009 19:39

@ Charlotte Simmens

Murat Korkmaz (Spartacus30)

Man könnte meinen, dass Sie ja für eine gute Sache "kämpfen". Nur leider scheinen die Staats- und Regierungschefs -auch die konservativen und urchrichstlichdenkenden unter ihnen- der Europäischen Union Ihre Stimme überhört zu haben, als sie den Beginn des Beitrittsprozesses der Türkei in Helsinki angestoßen haben. Wie schade für Sie...

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20. November 2009 18:37

@Jerusalem [das Jahr der Schande, der Gewalt, des Meineids]...

Harry LeRoy (Cimon)

Während ich es immer wieder unterhaltsam finde, wenn gewisse, reichlich vorlaute Orientalen sich im Zwischennetz die Namen von den Todfeinden des christlichen Abendlandes, wie in diesem Fall den des Schlächters von Konstantinopel, zulegen und dann versuchen als Apostel des Weltfriedens und Völkerversöhner hausieren zu gehen! Was jedoch das Altfränkische anbelangt so sind die mir zugeschriebenen 1000 Jahre sicherlich ganz nett, aber 2500 Jahre trifft es dann doch besser, da mir die Perserkriege der alten Griechen, der Alexanderzug, die Kriege von Sulla, Lucullus und Pompeius dem Großen doch näher stehen als die bewaffneten Pilgerschaften des Mittelalters! Der Kampf des freien Europas gegen das despotische Morgenland tobt schließlich erheblich länger als es den Mohammedanismus gibt, auch wenn dieser mit den Sarazenen und Türken zwei Weltreiche gegen das christliche Europa vergeblich aufgeboten hat. Was das heilige Land und den Kreuzzug aber anbelangt, so pflichte ich hier Walter von der Vogelweide bei: "Herr Kaiser, ich bin hergesandt Als Gottesbot aus Himmelshand – Ihr herrscht auf Erden, er im Himmel droben. Er klagt, daß fern im Heiligen Lande Euch, seinem Vogt zu Schimpf und Schande Die Heiden wider Gott und Christum toben."

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19. November 2009 12:47

Jo ^ Saka (Karen Krüger)

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Die Europäer haben es selbst in der Hand diesem Schmierentheater ein Ende zu bereiten. Warum machen das nicht, in dem sie expressis verbis der Türkei sagen, sie möchten den Beitritt der Türkei in die EU nicht, Punktum und basta, genug damit, Schluss! Nein das wollen Sie nicht, sie möchten sie ausbeuten, ausbluten lassen, ihre hervorragende geopolitische Lage für ihre unersetzliche Gier nach Energiequellen ausnützen. Deshalb diese Hinhaltetaktik! Kapiert Frau Jo ^ Saka(Karen Krüger)! Außerdem Sie betonen gerade, “weil sich 3 % ihres Staatsgebietes in Europa befinden”, schauen Sie auf die Landkarte, wo befindet sich die das EU-Mitglied Zypern?

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19. November 2009 11:37

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

Charlotte Simmens (Charlet)

Auch Sie scheinen nicht mehr viel davon zu halten, dass der Staat der Turkvölker Namens Türkei Mitglied der EU wird. Ihre Sicht der Dinge ist unbedingt zu unterstützen. Aber was tun Sie dafür? Leben Sie in der Türkei und kämpfen für Ihre Überzeugung? Falls nicht, gehen Sie und überzeugen Ihre Landsleute davon, dass die EU und die ganze degenerierte, sich über das Türkentum lustig machende westliche Gesellschaft doch nicht dem Ideal des großen Führers entspricht. Die überwiegende Zahl der Europäer würde es Ihnen und Ihresgleichen danken.

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19. November 2009 10:22

Quo vadis, Türkiye?

Jo^ Saka (Jojo41)

Die Hunde bellen, weil die Karawane selber nicht weiß, wohin sie zieht...
Nehmen Sie doch das Unbehagen der Europäer, wie auch Türken, ernst. Es fehlt das kleinste gemeinsame Vielfache, das Verbindende, der gemeinsame Zweck, der nicht nur unsere Kanzlerin zweifeln lässt. Die EU ist mehr als nur ein neuzeitlicher Handelsplatz, auf den die Türkei auch gehört, weil sich 3 % ihres Staatsgebietes in Europa befinden oder weil die Generalität ihre Kinder zum Tennisspielen nach USA schickt. Ich finde es nach den Verdauungsproblemen mit Griechenland oder den Staaten Osteuropas ehrlichgesagt absurd, jetzt noch einen mehr asiatischen als europäischen Staat mit 70.000.000 Menschen zu integrieren, von denen die meißten Menschen nicht nur integrationsunfähig sondern auch noch -unwillig sind. (Dass Sarrazin nicht unrecht hat, ist meiner Meinung nach hinreichend belegt.) Ich gehe davon aus, dass die Türkei nicht die Geduld haben wird, diese ihr so fremd erscheinenden Reformprozesse auszusitzen, ohne ihren "großtürkischen" Traum wenigstens als Primus oder Hegemon inter pares zu realisieren und gleich erst einmal mit Syrien und Iran zu paktieren. Warum integrieren, was sowieso auseinander fällt? Tun wir uns das also bitte trotz Atatürk nicht an!

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18. November 2009 20:06

es bleibt zum Schluß zu bemerken...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Hunde bellen und die Karawane ziehen weiter...

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18. November 2009 19:11

@ Jo Saka

Murat Korkmaz (Spartacus30)

scheinen- deren Aufzählung aber den Rahmen dieser Diskussionsrunde hier sprengen würde. Also, gibt es doch Gemeinsamkeiten, über die Sie und manch andere Leser hier sich schwer tun zu schreiben.
Ich lasse mich lieber von der Vision Atatürks-Annäherung an den Westen, mit dem Ziel des ewigen Friedens mit jenem- leiten, als mich auf einen Kampf der Kulturen à la Huntington einzulassen, welcher auch dem primären Ziel der Gründung der Euopäischen Gemeinschaft zuwiderlaufen würde: Frieden auf dem Kontinent.

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18. November 2009 19:00

@ Jo Saka

Murat Korkmaz (Spartacus30)

Sie haben nur teilweise recht. Es stimmt, dass der übertriebene Personenkult- ja sogar Götzenkult- in der Türkei die Reformen Atatürks manchmal überschattet. Dieser Personenkult existiert aber auch in Ländern wie Frankreich und den Vereinigten Staaten, von denen Sie sicherlich nicht behaupten würden, dass es sich hierbei um Bananenrepubliken handeln würde. Ausserdem ist man nicht automatisch ein "Kemalist", nur weil man die Reformen Atatürks studiert hat, wobei auch nicht immer ganz klar ist, was unter Kemalismus verstanden wird.
Einen ausgeprägten Fahnenkult, martialische Auftritte und eine stolze Nation können sie unweit von hier, in unserem Nachbarland am Unabhängigkeitstag erleben. Spanien und Irland pochen auf ihre nationale Einheit, predigen den Erhalt des unitären Staates, wo es nur geht. Trotz Hegel, Kant und Voltaire war das freie Denken in vielen osteuropäischen Mitgliedsstaaten bis gestern in gravierender Weise eingeschränkt. Dass Freiheiten auch in Europa beschnitten werden, zeigen die unzähligen gerichtlichen Verfahren vor den nationalen und europäischen "Kadis".Die Türken hatten vielleicht keine Kants und Schillers, dafür hatten Sie andere Denker und Philosophen-die Ihnen anscheinend leider unbekannt zu sein

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17. November 2009 21:49

Europa, um der Freiheit Willen!

Jo^ Saka (Jojo41)

Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass Atatürk eine starke Führungspersönlichkeit war, gewiss visionär, möglicherweise etwas faschistoid; vielleicht auch ein wenig genialisch. Es gehört mit Sicherheit Mut und eine gewisse Klugheit dazu, einen Staat auf eine völlig neue Basis stellen zu wollen. Wenn man die Dinge aber so herum betrachtet möchte, dann komme ich zu dem Ergebnis, dass das türkische Volk über diese Initialzündung das eigenständige Denken und der freie Willen der liberaleren Ottomanen abhanden gekommen. Aus den Diskussionsbeiträgen der Kemalisten hier wird schon am schlichten Zungenschlag deutlich, dass die breite türkische Masse nur ein Volk von kollektiven Träumern ist, das nichts kann, als Atatürk zu kanonisieren. Geradezu dankbar scheint der gemeine Türke zu sein, für ein rigides Regelwerk, für ihre blutrote Fahne, für die Nationalfeiertage, die Pflichtbesuche am Mausuleum. Die Türkei hat sich damit selber degradiert zu einer Mischung aus einer Science-Fiction-Schmonzette a la 1984 und einer turkvölkischen-Bananenrepublik. Eins wird mir hier mal wieder ganz deutlich: Nach Europa gehört sie einfach nicht - ihr fehlt die Dialektik des Denkens, Luthers Widerspruchsgeist und Hegels Vernunft ! Europa? Never ever!

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17. November 2009 21:28

Und Sie...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Schon 1921 konnte Lenin vorausahnen, als die türkische Republik noch in weiter Ferne lag:
“ Mustafa Kemal war kein Sozialist. Es ist aber offensichtlich , dass er einen vollkommenen Verstand besitzt, guter Organisator, fortschrittlicher, gedanklich gefestigter kluger Führer ist. Er führt gegen die Ausbeuter einen Befreiungskrieg. Ich bin fest überzeugt, dass er den Stolz der Imperialisten brechen und den Sultan samt seiner Entourage in den Schranken weisen wird.”
Wladimir I. Lenin, 1921

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17. November 2009 21:25

Und Sie...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

“Atatürk erinnert an die historischen Erfolge einer großen Person dieses Jahrhunderts, an einen das türkische Volk inspirierenden und weit voraus blickenden militärischen Führer, mit starkem und großen Mut. Die Gründung der unabhängigen Türkei aus den Ruinen eines Imperiums, eine ehrenhafte Proklamation der unabhängigen und freien neuen Türkei, sowie der Schutz dieser seit der Gründung, sind ein Werk des türkischen Volkes Atatürks. Zweifelsohne gibt es kein besseres Beispiel für so tief- und weitgehende Reformen eines Landes wie der Türkei und solch ein Selbstvertrauen einer Nation."
John F.Kennedy , 1963
“In Kürze der zeit kann im Leben einer Nation solche radikale Veränderungen selten geschehen. Die Personen , die solche über das gewohnte Maß hinausgehende Taten vollbringen, haben in wahrsten Sinne des Wortes den Namen eines außergewöhnlichen Menschen verdient. Deshalb kann die Türkei darauf stolz sein.”
Eleftherios Venizelos, griechischer Ministerpräsident 1933, über Atatürk.

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17. November 2009 15:07

Und Sie...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

"Kemal Atatürk war der Held meiner Jugendjahre. Wir waren damals mit unserer eigenen Unabhängigkeitsbewegung beschäftigt. Ich wurde mit meinen Freunden festgenommen. Wir verfolgten aus der Haftanstalt die Bemühungen und den Kampf Kemal Paşa’s zur Befreiung der Türkei von ausländischen Herrschern und fremdem Einfluss. Ich kann mich noch an unsere Freude und Feier im Gefängnis erinnern, als wir die Meldung vom großen Sieg hörten. Später haben wir von seinen Reformen gelesen. Damals waren wir noch nicht in der Lage, auch nur eine einzige dieser Reformen zu bewerten. Ich habe diese Bemühungen Kemal Paşa’s hoch geschätzt. Seine Dynamik und Unermüdlichkeit hat einen großen Einfluss auf die Menschen. Leider fand ich keine Gelegenheit ihn zu besuchen. Darüber bin ich sehr traurig.
Er ist einer derjenigen, die das moderne Zeitalter das Ostens formten. Ich bin weiterhin einer der größten Bewunderer Atatürks."
Nehru,1963
Indischer Ministerpräsident

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17. November 2009 11:19

Und Sie...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Als damals 1921 der Befreiungskrieg noch im Gange war, unterschrieb Frankreich mit der neuen türkischen Regierung ein Abkommen (Ankara-Abkommen). Den damaligen französischen Ministerpräsident, Aristide Briand, bezichtigten die Abgeordneten des Verrats. Er habe mit den Banditen auf den Bergen verhandelt. Er sagte: “ Ich bin stolz mit einem solchen Helden(Mustafa Kemal) ein Abkommen unterschrieben zu haben.” Aristide Briand ,1921 im französischen Parlament.
"Ich trauere um zwei Dinge. Erstens, wie die ganze Welt, trauere ich um den Tod dieses großen Mannes. Zweitens, bedauere ich zutiefst, dass ich meinen innigsten Wunsch, ihn kennenzulernen, nun nicht mehr erfüllen kann."
Franklin D. Roosvelt , Weißes Haus 1938.
"Mustafa Kemal Atatürk war zweifelsohne einer der größten Staatsmänner der Vorkriegszeit im 20. Jahrhundert, ein großer Revolutionär und Reformierer mit Courage. Die Welt hat einen der bemerkenswertesten Persönlichkeiten unseres Zeitalters verloren."
Ben Gurion
Israelischer Ministerpräsident (1963)

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16. November 2009 23:48

Ein Genie

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Als der englische Premierminister David Lloyd George 1922 im englischen Parlament für die Niederlage gegen die damalige Türkei kritiesiert wurde, sagte er: " Freunde, die Jahrhunderte bringen selten einen Genie hervor. Leider das Glück war uns nicht hold, dieser Genie war in unserem
Jahrhundert der türkischen Nation gegönnt. Was hätte man gegen die Genialität eines Mustafa Kemal entgegen setzen können."

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16. November 2009 20:34

Präzedenzfälle

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

Der Personenkult, der um den Republikgründer getrieben wird,
incl. Pflichttermin für ausländische Politiker, wirkt 71 Jahre nach dessen Tod bizarr.
Bei allem Respekt, aber bspw. Bismarck war im politischen Leben der Bundesrepublik auch in ihren frühen Jahren längst irrelevant.
Ähnliche Szenen sah man in den letzten Jahren nur noch in Nordkorea, Persien, Syrien, Turkmenistan, Venezuela, Weißrußland, und (bis zum Untergang der UdSSR) in Moskau.
Da ist die Türkei in einer schönen Gesellschaft!

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16. November 2009 18:39

@ Herold Binsack

Murat Korkmaz (Spartacus30)

Dann sollten Sie ihre Kenntnisse des Türkischen wieder ein wenig auffrischen.;-)
Ich bin zwar kein Sprachexperte, aber ich weiß, dass es zumindest nicht "stolz" heißt. "Glücklich" würde noch durchgehen, aber ich habe an vielen Stellen die Übersetzung "Heil dem" gelesen. Man kann eben nicht alles korrekt übersetzen. Hier kommt es aber darauf an, dass dieser Slogan eben nicht falsch verstanden und missbraucht wird. Mit dem Stolzsein habe ich persönlich so meine Probleme, egal um welche Nationalität oder ethnische Herkunft es sich handelt. Sie müssen jedoch beipflichten, dass es den Kurden heute besser geht als gestern, dass Terroristen straffrei davonkommen.Das ist in Deutschland, in Sachen RAF und Klar undenkbar!
Sie können ihn nennen, wie Sie wollen.Eins dürfen Sie jedoch nicht verkennen, dass er lediglich sein Land verteidigt hat und von seinem legitimen, völkerrechtlichen Selbstverteidigungsrecht- soweit ich weiß, existiert dieses heute noch- Gebrauch gemacht hat. Das ist der große Unterschied zu "Ihren" großen "Schlächtern". Atatürk war gewiss nicht perfekt-wer ist/war das schon?- und seine Vorgehensweise ist mit unseren heutigen Demokratievorstellungen sicherlich nicht vereinbar. Dennoch war er zeitgemäß betrachtet =)

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16. November 2009 09:51

LEROY

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

.. ich muss mich doch immer wieder über Sie wundern! Sie denken nicht nur wie einer von gestern sondern wie einer von vor 1000 Jahren. Fehlt nur noch dass Sie die Christenheit auffordern dem Kreuz zu folgen und nach Plalästina zu gehen wie Ihr Papst Urban der II glaube ich war das, die Europäer dazu bewog nach Jerusalem zu ziehen. Solange es Kreuzzügler wie Sie gibt solange gibt es Leute die das Kalifat von Cordoba und das Emirat von Granada auferstehen lassen wollen. (Eine interessante Idee eigentlich) Eines sollten Sie jedoch bedenken.Von den 7 Kreuzzügen gingen 6 in die Hose. ;-)
Noch was. Mustafa Kemal war kein Despot.Er war der Gründer der türkischen Republik. Despoten finden sie in ihrer eigenen Geschichte nur zu genüge.

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15. November 2009 19:59

@Leroy

Ahmet Kocaman (ahmet_kocaman)

Was haben die Spanier mit ihrer Reconquista erreicht? Die muslimischen und jüdischen Kulturprodukte, die später einen nicht vernachlässigbaren Beitrag zur Aufklärung geleistet haben werden, wurden zerstört, während die ersten Osmanen sich in Richtung West bewegt haben, indem sie die Infrastruktur des östlichen römischen Reiches bewahrt haben. Es ist sehr bemerkenswert, dass Fatih Sultan Mehmet den Titel "Kaiser von Rom" nachvollgezogen hat und auch mit diesem Titel angesprochen wurde. Die rasche Eroberung des Balkans hätte sonst nicht alleine durch Schwert und Artillerietechnologie geschehen können.
Im Fall der lächerlichen Formen der Westlichkeit gebe ich Ihnen Recht. Atatürk hat durch die Befreieung Anatoliens eine Existenzbasis für die Türken geschaffen, mehr nicht. Wir haben also ein bisschen Zeit gewonnen.

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15. November 2009 17:56

Im Gedächtnis der Völker

Herold Binsack (Devin08)

@Korkmaz: Nach meinen, nur noch bescheidenen, Kenntnissen des Türkischen, heißt „ne mutlu“ „glücklich der“/„stolz der“ (der von sich sagen kann, dass er Türke ist) und nicht „Heil dem“. Und da die Kurden nun mal stolz sind Kurden zu sein, solche, denen es nicht erlaubt ist, zu sein, was sie sind, kommt ein solcher Spruch, der in der Türkei nicht nur jede Behörde, sondern auch geradezu jeden Raum schmückt – auch die Gefängnisräume, auch und gerade in Kurdistan -, den Kurden natürlich als Anmaßung daher, als permanente und solchermaßen unheimliche Bedrohung. Und da Sie sich offenbar gezwungen sahen, in der Übersetzung etwas zu mogeln, scheinen Sie diesem Recht zu geben. Und was den „großen Feldherrn“ angeht, das wird hier nicht bestritten, aber das widerspricht ja wohl auch nicht der Definition eines „großen Schlächters“. Was am Ende in der Erinnerung bleibt - und natürlich können Erinnerungen wanken -, im Gedächtnis der Völker, entscheiden auch die mit, welche in seinem Namen, das Schlachten fortsetzen, oder endlich beenden.

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15. November 2009 14:38

@ all

Murat Korkmaz (Spartacus30)

Atatürk war ein großer Staatsmann, der ganz genau gewusst, wie man das Land dem Westen annäherte, ohne sich dessen imperalistischen Interessen unterwerfen zu lassen. Das wollen und können bestimmte Leser hier einfach nicht akzeptieren.
Der Kemalismus hat nicht drei, sondern sechs Pfeiler. Daran kann man erkennen, dass hier einige Leser noch Nachholbedarf in Sachen Gesichte zu bewältigen haben.Gibt es denn einen Nationalismus, der nicht absurd ist?!
Ein Teil der hiesigen Leserschaft meint wohl, er könne hier mit Halbwissen aus dem "google" beeindrucken. Das zieht hier nicht. Deshalb finde ich die Beiträge mancher Leser einfach nur geschmacklos!
Atatürk, Vater der Türken, war nicht nur ein genialer General, der mit 258 TSD gefallenen Soldaten-in einer Schlacht!- den Feind an den Dardanellen vernichtend zurückschlug, er war auch ein weitsichtiger Politiker, der wusste, wie er den Unitarismus dem türkischen Volk implizieren konnte: Heil dem, der sich als Türke fühlt!Leider benutzen extremistische Kurden diesen Spruch als Beweis für einen angeblich betriebenen Rassismus.
Nicht umsonst wurde Atatürk von SEINEN FEINDEN zum Mann des letzten Jahrhunderts gekürt!Vergessen Sie das nicht!

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15. November 2009 01:45

@Ahmet Kocaman...

Harry LeRoy (Cimon)

O durchaus nicht! Denn die Zeit spielt hier keine Rolle und wenn, so in meinem Sinne: Da sich die Türkei momentan versucht aus dem Zwangschorset ihres letzten Despoten zu befreien und wenn das Militär nicht bald einen Staatsstreich veranstaltet, so wird ihr dies auch dieses Mal gelingen; ihre Seele/Wesen ist sie immer Teil des Orients geblieben, egal welche lächerlichen Formen des Westlichkeit ihrer Bevölkerung vom Despoten auch auferlegt worden sind; und daher ist die gefallene Stadt Konstantinopel, welche für 1.000 die Angriffe der Mohammedaner abgeschlagen hatte, momentan für Europa verloren; aber das waren auch Sevilla und Granada für 700 Jahre, was aber die Spanier bei ihrer Reconquista nicht sonderlich gestört hat...

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14. November 2009 17:46

@Leroy

Ahmet Kocaman (ahmet_kocaman)

Die türkische Republik wurde als das Gegenargument für die Behauptungen solcher Leute wie Sie gegründet. Die Zeit wird es zeigen, ob dieses Gegenargument sich als stark erweisen wird oder nicht.
Ich wollte Sie allerdings an etwas erinnern, damit Sie den Bezug auf die Realität nicht verlieren: "Die Behauptung, dass Istanbul derzeit zur westlichen Kultur gehört, ist genauso absurd wie die Behauptung, dass Belgrad zur türkischen Kultur gehört."

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14. November 2009 12:37

Die Pseudomorphosen, wieder...

Harry LeRoy (Cimon)

Ein spaßiges Phänomen ist der „moderne“ türkische „Staat“ ja schon – Republik will ich nicht sagen, sonst stehen Cato der Ältere und Perikles noch aus ihren Gräbern auf und rufen (zusammen mit Rousseau und Kant) aus: Nimmermehr! – im Grunde genommen handelt es sich dabei um nichts anderes als das, was Oswald Spengler eine Pseudomorphose genannt hat: "Historische Pseudomorphosen nenne ich Fälle, in welchen eine fremde alte Kultur so mächtig über dem Lande hegt, daß eine junge, die hier zu Hause ist, nicht zu Atem kommt und nicht nur zu keiner Bildung reiner, eigener Ausdrucksformen, sondern nicht ein mal zur vollen Entfaltung ihres Selbstbewußtseins gelangt. Alles was aus der Tiefe eines frühen Seelentums emporsteigt, wird in die Hohlformen des fremden Lebens ergossen; junge Gefühle erstarren in ältlichen Werken und statt des Sichaufreckens in eigener Gestaltungskraft wächst nur der Haß gegen die ferne Gewalt zur Riesengröße." - nur hat sich in diesem Fall die vitalere europäische (faustische) Kultur (die Magische des Orients war ja alt bevor sie jung war, dank Rom bzw. Aktium...) nicht selbst über einen Teil des Orients gelegt, sondern deren wirres Zerrbild wurde von einem einheimischen Despoten diesem übergestülpt...

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13. November 2009 19:18

Mollah Nasreddin

Herold Binsack (Devin08)

@Uenal: Da Sie es schon sagen, Nasreddin Hoca, das wäre wohl ein Held für mich, soweit er überhaupt eine geschichtliche und nicht mythologische Gestalt ist. Ein Mythos ist aber definitiv Ihr Einverleibe als Türke, denn nicht nur, dass es zu dessen Zeit, wann auch immer diese gewesen sein wollte, vielleicht im 15. Jhrdt, noch keine Türken gegeben hat, Turkvölker ja, Seldschuken wie Sie erwähnten, zum Beispiel, aber ganz definitiv keine Türkei. Im Übrigen war sein Wirken über den ganzen vorderen und mittleren Orient „verbreitet“, und es gibt unzählige Versionen auch bzgl. seines Namens: von Mollah Nasreddin, bei den Persern, über Hoja Nasriddin Afandi, unter den Usbeken, bis Afanti de gu shi, bei den Uiguren (Wiki). Selbst wenn er in Eskisehir geboren sein soll, wie in Wikipedia vermerkt, so gibt es auch die Möglichkeit, dass er in Buchara gelebt hat, zumindest dort, soll er dem Emir von Buchara gewaltig zugesetzt haben (Leonid Solowjew – Die Schelmenstreiche des N.). Eine Figur also, dem flämischen (nicht deutschen!) Ulenspiegel wohl mehr verwandt als jedem tatsächlich realen Volk, gleich wann und wo in der Geschichte. Wollen Sie es nicht merken, oder können Sie nicht,nämlich wohin Sie Ihr absurder Nationalismus treibt? - zu 33-45!

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13. November 2009 15:59

an Fathik_Mehmet

Jo^ Saka (Jojo41)

Lieber Mehmet der Eroberer,
schon Dein Name lässt nichts gutes verheißen; jedenfalls wird eigentlich schon vor dem Lesen klar, wes' Geistes Kind der Verfasser ist. - Zu den großen Traumata des türkisches Volkes gehört leider, dass das Osmanische Reich im Gegensatz zu anderen Ländern der Region trotz seiner Größe und Macht außer ein paar klugen Verwaltungsstrukturen keine bleibende Kulturleistung zustande bekommen hat. (Jedenfalls keine, die außer Döner und einem spezifischen Komplex den Rest der Welt interessiert) Woher nehmt Ihr also bloß immer diese Hybris, Euch mit einer Grandezza über andere Kulturen zu überheben? Man wird den Eindruck nicht los, dass Ihr selber erstaunt seid, wo Euch die Reiterhorden gewisser mongolischer Ethnien vor rund 1000 ganz hingetragen haben. Und schlimmer noch: "Die Türkei" hat in 1000 Jahren nicht hinbekommen, was die Vereinigten Staaten in 200 Jahren geschafft haben - Eine gesunde Identität! Stattdessen bietet man dem Volk einen nationalistischen Zauber und okulten Personenkult und den Zweiflern die Kerker von Imrali! - Wann kommt Ihr endlich an?

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13. November 2009 11:07

Herr Binsack und Herr Gruenebaum

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

..das ist schon unglaublich was Sie schreiben.Sie sehen also nichts ausser Leere und Hingemordete in der nationalen Geschichte der Türken.Und keine Helden.
Ich muss mich schwer wundern über soviel Abneigung oder Unwissen. Allein seit 1071 die Seldschuken unter Alpaslan Anatolien für das Türkentum eroberten haben die Tüken etliche nationale Helden wie Nasreddin Hoca,Battal Gazi oder Nene Hatun, Poeten und Schriftsteller wie Namik Kemal, Geistliche wie Mevlana Celaleddin Rumi und Haci Bektas(Alevitentum), Philosphen wie Yunus Emre und Abenteurer wie Köroglu hervorgebracht.Über die ersten osmanischen Herrscher bis zu reisenden Evliya Celebi wie Sagen über Ergenkon, Bozkurt, Atilla die Manas Sage, Oguzhan Saga und viele andere nicht zu vergessen. Aufgepasst, ich spreche nur vom Anatolischem Türkentum. Die kaspischen Türken (Azerbaidschander) und die Zeit vor 1071 angefangen mit Bilge Han um 600 nach Chr am Baikalsee in Sibirien, die Orhon Runen (türkische Runen am Orhon) erwähne ich nicht.
Ihre Beschreibung ist im höchstem Maße beleidigend.Es wäre etwa so als würde ich die interessante Deutsche Geschichte auf 1933 bis 1945 bis heute beschränken.
Herr Gruenebaum,
ich denke die Türken wollen schon lange nicht mehr in die EU!

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12. November 2009 20:31

Volk voller Unmündige

Herold Binsack (Devin08)

@Uenal:„Allein dieser Verdienst von Mustafa Kemal macht ihn zum Übervater.“Das nenne ich jetzt einen Freudschen Versprecher,selbst wenn ein Übersetzungsfehler enthalten wäre.Denn genau das ist er,in der Türkei:„Übervater“!Ein klareres Geständnis bzgl. des Wirkens des Kemalismus',gerade durch „sein“ Volk,den Türken,gibt es wohl nicht.Anstatt eine Nation der Türken zu schaffen,eine,die nicht die eigene Unterdrückung zu kompensieren sucht,hat er ein Volk voller Unmündige hinterlassen.Ein Volk,das zur „Nation“ hinaufschaut,auf die Repräsentanten der kemalistischen Diktatur,und eben nicht in sich hinein,denn dort fände es nur Leere,lauter Tote,keine nationale Helden,Hingemordete und deren Mörder.Seit Yakub Kadris bitteren Beobachtungen hat sich nicht viel getan.Nur hatten die,welche „wie in grauer Vorzeit noch in Steinhöhlen“ hausten „und mit den Tieren verwachsen“ waren,eine klare Identität,wenn sie nüchtern konstatierten:„Türken?,was ist das?,wir sind Muslime!“Und ich befürchte,dass der Machtzuwachs eines Erdogan genau darin wurzelt.ER schafft diesem entleerten Volk eine neue-alte Identität–eine islamische!Die nationale Identität aber,die hat es nicht weiter gebracht als zu jenem „Übervater".War es das wert,hierfür,all dies Morden?

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12. November 2009 14:59

Türkei und EU

Ronald Gruenebaum (bruxman)

Ich bin dankbar für die klare Aussage des Artikels: Der Kemalismus lebt.
Die drei Säulen des Kemalismus sind eine anti-westliche Grundhaltung (zu erklären aus dem durch die westlichen Mächte beschleunigtem Untergang des ottomanischen Reiches), die Säkularisierung und der ethnische Nationalismus.
Nur die Säkularisierung ist mit der EU kompatibel, und die ist, wie der Artikel zeigt, völlig oberflächlich und nicht verwurzelt. Insbesondere der Nationalismus geht mit dem Konzept der geteilten Souveränität in der EU überhaupt nicht zusammen.
Man stellt sich die Frage, warum die Türkei in die EU will. Sie wird sich dort nicht wiederfinden. Frust und Ärger wären programmiert. Wir sollten uns das im gemeinsamen Interesse ersparen.

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12. November 2009 14:58

Julia Muller

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

..Sie wissen tatsächlich nichts über ATATÜRK. Ich finde es äusserst beleidigend wie Sie über ihn schreiben. Klar mögen einige Ihn nicht, weil er Anatolien für das TÜRKISCHE Volk erhalten hat. Die Vielvölkerei und die fehlende nationale Identifikation hat zum Untergang des osmanischen Reiches geführt. Die Pläne der Aliierten die Türken aus Anatolien zu vertreiben schlugen fehl.Gott sei Dank. Alleiner dieser Verdienst von Mustafa Kemal macht ihn zum Übervater. Seine Militärischen und Staatsmännischen Leistungen sind unübertroffen und in der Geschichte der Türken einzigartig!Sie und die sogenannten Humanisten die Ihre Kommentare hier schreiben finden es selbstverständlich für bedauerlich, dass die KuvvayiMilliye Kräfte direkt nach dem 1.Weltkrieg die Zügel in die Hand nahmen. Der Humanist,Sie und andere hätten natürlich Anatolien nach dem ersten Weltkrieg unter europäischem Mandat mit mehrheitlich christlichen Einwohnern und Istanbul als Konstantinopel unter Internationaler Verwaltung lieber gesehen.Das ist mir schon klar. Ich sage nur eins. Damals hatten die Europäer die Chance gehabt Ihre Wünsche wahr werden zu lassen.Sie haben diese Chance nicht genutzt. Die Türken werden auf alle fälle klüger in der Zukunft sein!

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12. November 2009 06:59

an Frau Mueller

Thomas Kutzli (hibouh)

"Demokratie von oben aufdrängen hat nichts gebracht".... meinen Sie damit vielleicht die DDR?

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11. November 2009 22:27

Demokratie...

Julia Muller (Ohjemine)

von oben aufdrängen hat nichts gebracht, noch immer ist die Türkei in einer Identitätskrise und dieser ganze Faschismus hängt einem echt zum Halse raus. Wohin man blickt dieser extreme Kult um einen Mann, der alles andere als Superman war. Über nacht wurden Millionen Menschen zu Analphabeten, dieser ganze Nationalismus der andere Ethnien verleugnet und Tausende Menschen, Kurden etc. ihr Leben gekostet hat. Diejenigen die so eine Ideologie vertreten snd alle an diesen Greuel beteiligt. Wie einige kemalistische Leser hier, die es immer noch net begreifen wollen das er der Turkei mehr geschadet als gedienthat. Eine kleine Minderheit versucht immer noch diese schwachsinnigen Ideologien Atafuu... aufrechtzuerhalten. Aber wir sehen ja das die Erben Atafuu.. auch bald den Bach runtergehen. Man siehe nur Ergenekon etc. Diese ganzen Generäle korrupt und gefährlich und die im Namen Atafuu. die demokratisch gewählte Regierung stürzen wollen...Armselig

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11. November 2009 20:39

Türkiye Cumhuriyeti - Ein Volk aus dem Reagenzglas Atatürks

Jo^ Saka (Jojo41)

Selten hat ein Bericht über die Türkei den Nagel derart auf den Kopf getroffen, wie dieser: Die "Republik Türkei" ist ein am Reißbrett konstruiertes idealisiertes Staatengebilde. Die zu Grunde liegende Ideologie wurde von Atatürk und seinen Mitstreitern künstlich u. viel zu schnell aufoktroyiert. Ihr herer Geist ist daher auch nur ein auf Flaschen gezogenes Gefühl, das in Form von Nationalismus u. Narzissmus schon Kleinkindern in den Brei gemischt wird. Hier geht es nicht um den gesunden Patriotismus einer gesund geschrumpften ehemaligen Großmacht, sondern vielmehr um eine Art gezüchtetem Volkscharakter, der nur aus Verletzung und Minderwertigkeitskomplexen besteht. (Hierfür spricht schon alleine ein unglaublicher Fahnenkult.) Die Gottähnliche-Verehrung Attatürks passt indes auch nicht mehr in ein modernes Europa; sie erinnert mehr an das "Wir-Gefühl" asiatischer Ameisenstaaten, wo das Individum weniger zählt als das kollektive Gefühl. Europas Ablehnung bedient bedauerlicherweise genau diesen Minderwertigkeitskomplex. Aber wir sollten froh sein, dass die Türkei ihre hegemonialen Gelüste u. ethnisch-religiösen Wurzeln entdeckt, bevor wir sie in ein abendländisches Europa integrieren wollen. Diese Sollbruchstelle wäre vorgezeichnet

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11. November 2009 20:36

Vom Westen hofiert

Herold Binsack (Devin08)

Ethnische Homogenisierung“ ist eine nette Beschreibung dessen,was dort wirklich geschah und weiterhin geschieht,fortgesetzter Völkermord.Zuallererst an den Armeniern und dann auch an den Kurden und weiteren Minderheiten,wie auch nicht genehmen religiösen Gruppen.So bekomme ich jene brutalst mögliche Offenheit eines Kampfgefährten Kemals,nämlich Inönüs,einfach nicht aus dem Kopf: „Wir werden die Kurden wegmachen,wie die Armenier“ (nach der Zeitschrift Pogrom zitiert,in etwa so 1985,aus dem Gedächtnis).Es ist keine Frage der Moral,sondern es ist eine bestimmte politische Kultur,die Kemal zwecks Schaffung einer türkischen Nation – denn die gab es eben bis zu seiner Zeit noch nicht (siehe: Yakub Kadri – Der Fremdling)! - institutionalisierte:den Mord an all denen,die dem im Wege stehen.So was nennt man dann nationale Revolution,im Übrigen in klarer Absicht:es galt damals einer bolschewistischen Revolution zuvorzukommen,mit der die Bauern und Arbeitern des osmanischen Reiches stark sympathisierten. Auch der heimtückische Mord an den zu einem Treffen bestellten Kommunistenführern,um Mustapha Suphi – 1921 -, gehörte zu diesem Programm.Ein starkes Motiv für den Westen, diesen Mann,trotz dessen anti-englischer Agitation,zu hofieren.

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11. November 2009 20:29

Atatürk ist allgegenwaertig, weil der Kampf gegen die Reaktion noch weitergeht

Kim Bilirkim (Kimbilirkim)

Ist es so schwer Atatürk zu verstehen? Er war einfach zeitgenössisch und wollte eine zivilisierte Gesellschaft, mehr nicht. Wir erleben heute noch, wie schwer Laender mit mehrheitlich islamischen Bevölkerung haben, die keinen mit Atatürk vergleichbaren Staatsmann in ihrer Geschichte hatten. Frau Krüger hat auch nicht verstanden, wer in der Türkei für Atatürk eintritt und wer ihn beschimft. Am 10. November haben in Ankara fast 270.000 Menschen sein Mosoleum besucht. Wenn man schon nicht genügend Geschichtskenntnisse hat und sich nicht die Mühe macht, sich über Atatürksverdienste zu informieren, sollte man wenigstens die Meinung dieser Menschen respektieren. Wenn die Gegner siegen, wird offensichtlich was Atatürk für die Türkei bedeutet. Auslaendische Kritiker können dann ihr Irrtum vergessen und weitergehen. Für die Türken, die nicht in einer religiösen Staat leben wollen, wird es nicht so leicht.

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11. November 2009 19:39

Atatürk und der Dogmatismus

Aydin Baykara (aybayk)

Nach wie vor fehlen den europaeischen Berichterstattern das richtige Verstaendnis vom Atatürks' Nachlass. Bei denen geht alles immer nach einer bestimmten Schablone.
Zur Atatürks' Zeit bestimmten die Sekten bzw.Sektenführer (sogennante Scheichs) überall auf dem Land das öffentliche Leben. Das Individium hatte nicht seine Selbstswille, sie war dem Scheich in allen Fragen des Lebens untergeordnet. Entsprechend hatten diese Leute unbegrenztes Sagen auf dem Lande und sie waren fast unberührbar. So standen sie bei jedem Modernisierungsversuch in der Geschellschaft auf dem Wege.
Atatürk hatte alle solchen Sekten schliesen lassen und so die Scheichs halbwegs entmachtet. Er hat auf dieser Weise das Individium von den Fesseln der Religionsfanatikern retten wollen.
Sein Ziel konnte er leider nicht erreichen. Untergetauchten Sekten konnten sich nach 1950 wieder voll entfalten. Nach deren Predikt kann ein Muslim nur durch die Führung einer Sekte zum richtigen Glauben kommen. Die Sektenfüher sagt ihren Befolgern welche Partei sie waehlen. Und heute regieren deren Befolger die Türkei, aeusserlich erkennbar an deren typischen Schnurrbart. Das ist die türkische Art der Demokratie.

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11. November 2009 17:44

Liebe Frau Krüger

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

trotz ihrer beachtlichen Laufbahn und ihrem Aufenthalt in Istanbul haben Sie die Türkei und die Türken nicht begriffen. Aber das macht nichts. Nur, wir wollen den "Ulu Önder" unseren grossen Führer nicht enttabuisieren. Wir wollen ihn weiterhin lieben. Mustafa Kemal Pasa. Führer. Grösster Sohn unseres Volkes. Gründer des türkischen Vaterlandes. Oberkommandierender der Armeen und Held der Nation. Tief bewegt und trauernd als seiest du heute von uns gegangen Ehren wir dich und folgen deinem Ziel. Die Unabhängigkeit und Einheit des Staates.Die Unantastbarkeit seiner Grenzen. Der Wille zum Fortschritt und zur Bildung Mit dem Ziel - Wohlstand für das Volk. Stetiger Reformwille.Republikanismus. Die Liebe zur Nation und zum Vaterland. Frieden Daheim und Frieden in der Welt. Er möge im Licht ruhen. Tja sowas gibt es halt nur in der Türkei. Wenn "Personen-Kult" wie Sie das nennen ungezwungen und freiwillig vom Volk getragen wird, was gibt es schöneres einen Menschen auch nach 70 Jahren so zu verehren? Er is eben unvergleichlich.

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11. November 2009 17:34

Atatürk

Baykan Can (baykhan)

Es ist mir ein Rätsel, wie wenig kritisch der Westen mit dieser Person der Zeitgeschichte umgeht.
Immer wieder dieses verklärende, er habe die Türkei modernisiert, Staat und Religion getrennt, usw.
Als Humanist kann ich nur sagen, dieser Mann gehört aufs schärfste verurteilt. Er ist verantwortlich für Völkermord und Vertreibung.
Seit mehr als 80 Jahren nutzt ein sehr kleiner Teil der türkischen Gesellschaft diesen Mann und hat Heute ein überwiegend gegen alles nicht türkischem stehende hasserfüllte türkische Bevölkerung erschaffen.

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