Wieandt: Ich habe nicht gesagt, dass wir schon am Ende der Sanierung sind

Im Gespräch: HRE-Chef Wieandt

„Wir haben die Bank stabilisiert“

Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer hat schon wieder einen Milliardenverlust auf- getürmt und braucht frisches Kapital. Vorstandschef Axel Wieandt glaubt dennoch, dass die HRE eines Tages reprivatisiert werden kann.

Lesermeinungen zum Beitrag

16. November 2009 08:57

Zwei signifikante Fehler stecken in diesem Artikel, ....

Dieter Liepold (abraze)

.... die ihn wertlos machen:
1. Wir, der Souverän, in seiner Eigenschaft als Steuerzahler, hat die Bank stabilisiert, sofern davon die Rede sein kann.
2. Bankmanagement ist kein Entertainment. Das selbstgefällige, inhaltlose Gerede schadet allen Beteiligten.

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16. November 2009 00:31

Ist das dem Bürder wirklich noch zumutbar?

frederic koppenberg (hypron)

Ist es denn dem Bürger und Steuerzahler wirklich noch zumutbar weiterhin für ein marodes Unternehmen Steuergelder zu verwenden und wenn nur als Sicherheit?
Wäre es nicht irgendwann angebracht, den staatlichen Einfluss zu begrenzen und den Markt die ganze Geschichte regeln zu lassen?
Aber dafür ist es nach der verstaatlichung ja vermutlich eh zu spät.

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15. November 2009 23:46

@Wieandt

Reiner Luecker (Reinerluecker)

Wer aber auch wer soll diese Bank kaufen wollen, wenn Sie wirklich mal wieder plaziert werden soll! Vergessen können Leute die in 50 Jahren kommen bzw geboren werden und sagen doll die Bank kauf ich! Besser ist es die Geschäfte abzuwickeln und sonst alles einzustellen. Einfach gesagt die Bücher zuschließen. ich weiß bis heute nicht warum Frau Merkel so drauf bestanden hat die Rechte der Bank zuübernehmen, wenn Sie keinen Pfennig bzw. Cent von den banken als Schadensersatz verlangt. Die Deutsch Bank bzw die Privatbanken, Landesbanken verdrückten sich und hoffen drauf auf neue Gewinne ohne sich nur einen Streich an den Schaden zubeteilien zuwollen. Kurzarbeit, Krankenversicherungsbeiträge, Rentenversicherungsbeiträge noch die Pflegeversicherungsbeiträge die einen überaus hohen Schaden im Deutschen Haushalt asl Bestand aufweisen. Die fast monetären Handlungsunfähigkeit der regierenden Deutschen Politik. Der Schaden hat das Volk die Banken nicht!

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15. November 2009 23:27

Abstammung

Michael Meier (never1)

man wächst an seiner Aufgabe......trotzdem bleibt er ein besserer Bankbeamter, der - ungewöhnlich für die Branche - ein Dehbuch mal neu schreiben muss. In D werden 55 Jahre nach Kriegsende familiäre Beziehungen und ABstammung immer karriererelvanter.

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15. November 2009 23:04

Jahrhundertblamage der Beratungsfirmen-wortreiche Nebelkerzen aus der Wagenburg

Klaus Winkel (Farben)

Die Finanzkrise offenbart keinesfalls eine Krise der Marktwirtschaft, sondern ein Aushöhlen der Unternehmenskontrolle.
Eine Momentaufnahme:
Da verkauft die Allianz ( beraten durch McKinsey) ihr Fehlinvestment Dresdner Bank ( beraten durch McKinsey) an die bald kollabierende Commerzbank ( beraten durch McKinsey).
Bei dieser Gelegenheit "unterläuft" es den Beteiligten , dass Ansprüche auf leistunglose Millionenboni entstehen, die anschließend die Gerichte beschäftigen.
Vorstand der glücklosen Commerzbank ( beraten durch McKinsey ) ist Martin Blessing ( vormals McKinsey ).
Dorothee Blessing ( Goldman Sachs ), Ehefrau des Martin Blessing, ist die Schwester von Axel Wieandt ( vormals McKinsey ). Dieser gibt den CEO der berüchtigten HRE ( beraten durch McKinsey).
Carl Wieandt , Bruder von Dorothee Blessing und des Axel Wieand, ist aktueller Statthalter eines Beratungsunternehmens - McKinsey ( sie werden es geahnt haben ).
Die HSH Nordbank ( beraten durch McKinsey ) soll nicht unerwähnt bleiben, machte sie doch kürzlich auch durch eine verfristete Millionen-Zahlung an Goldman Sachs von sich reden.
Die Scheinerfolgsparolen der Banken zeugen vom gleichen Realitätsverlust wie das Maulheldentum der untergegangenen DDR.

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15. November 2009 20:34

Wir haben die Bank stabilisiert

Judy Wenz (judyw)

Wen meint er nur mit "wir"?
Einen staatlichen Betrieb, der auf unabsehbare Zeit einen ständigen sehr hohen Verlust verursachen wird, als stabil zu bezeichnen - also will er uns jetzt auf den Arm nehmen oder nur ärgern?

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15. November 2009 18:40

Kaum stabilisiert. Aber nun setzen wir doch mal all die anderen Namen ein,

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

die weltweit immer noch so (ge)schön(t) dastehen, dann haben wir ein klein wenig Wahrheit geschaffen, die sich hinter den (bei der HRE, da staatlich, nicht mehr erforderlichen) weiten Mänteln von Bilanzerleichterungen, Informationssperren und Worthülsenakrobatik verbergen - mit ausdrücklicher staatlicher Hilfe, sogar auf dortige Anweisung hin. Der erste an dieser Stelle (vor lange über einem Jahr) unterbreitete Vorschlag zur Sanierung des Finanzsektors lautete: "Ändert einfach die Bewertungsvorschriften, schon ist die Krise weg". So kam es - aber daß die Krise weg wäre, war doch nur ein sarkastischer Scherz! Merkt denn das immer noch niemand?

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15. November 2009 18:22

@ Markus Eichner: Für den Staat nie rentabel

Leon Hartner (l.hartner)

Die HRE wird, selbst wenn sie irgendwann hohe Gewinne erwirtschaftet, die Summe, die der Staat "investiert" hat, nie wieder abwerfen. Aber das war auch nicht der Sinn der Geldzahlungen an die HRE. Der Sinn war, noch schlimmeres zu verhindern.
Jetzt, nach der Krise gilt es das beste aus der Situation zu machen. Und da gehört uU auch ein Verkauf der HRE dazu. Denn wie sich bei anderen Staatsbanken gezeigt hat, geht staatliches Agieren im Bankenmarkt für gewöhnlich schief.

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15. November 2009 17:40

"too big to fail"

Pascal Jost (CoolP)

Wer dieses Prädikat einmal inne hatte, dann gerettet wurde und nun weiterhin bezuschusst wirtschaftet ... verliert so schnell keine Systemrelevanz. Das bedeutet: Auch wenn Herr Wieandt, seine Ideale und die kreativen Ideen, welche auch schon den Vorgänger auszeichneten, versagen, wird wer einspringen? Sie ahnen es ...
Siehst du beim Fass den Boden nicht, dann ist es entweder sehr groß oder hat einfach keinen.

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15. November 2009 16:47

"härtester Sanierungsjob" ???

Stefan Uhlig (printul)

Ein wirklich putziges Interview! Herr Wieandt ist also in Augen der FAZ ein ganz harter Sanierer. Wenn doch Ihre Redakteure wüssten, was eine Sanierung ausmacht, würden sie sich ihre Worte vorher genauer überlegen. Herr Wieandt ist kein Sanierer, sondern quasi ein beamteter Vertreter des Staates in einer seiner "neuen" Banken. Den Job hat er familienbedingt bekommen. Wenn Herr Wieandt wieder mal paar Milliarden braucht, ruft er einfach den Finanzminster an. Der zahlt dann sofort. Früher Steinbrück, jetzt Schäuble. Der hoch dotierte Job ist für ihn mit Null Komma Null Risiko verbunden. Wenn es nicht klappt, geht er zurück zur Deutschen Bank. Oder der Familien-Clan hat eine andere Aufgabe für ihn.
In einer echten Sanierung muss der Sanierer jeden Tag mit den Kapitalgebern um jeden Euro kämpfen, um das Unternehmen am Leben zu halten. Meist ist jedoch irgendwann Schluss, siehe jüngst Quelle, Arcandor, vielleicht bald auch Opel.
Wenn eine Sanierung so ablaufen würde wie die von der HRE, dann wäre das ein Traumjob. Die FAZ kann ja Herrn Wieandt einen Orden verleihen für seinen ach so knalllharten, hochriskanten und gefährlichen Job. Was da wohl die echten Sanierer dazu sagen würden ....

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15. November 2009 15:50

Guter Beitrag!

Andreas Lieb (Andol)

Ein sehr guter Beitrag, Herr Eichner. Die Rettung und anschließende Reprivatisierung ist so und so ein Zuschussgeschäft. Die Gewinne wurden lange privatisiert, jetzt die horrenden Verlust eben mal kurz sozialisiert. Ganz einfach. Einen Fehler haben Sie jedoch begangen. Ihre Rechung geht nur auf, wenn sie die Zinsen ausklammern. Rechnen Sie die noch ein, würden noch ungeheuerlichere Zahlen rauskommen.

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15. November 2009 14:58

Reprivatisierung?

Markus Eichner (Bogeyfox)

Als Steuerzahler und damit indirekter Zwangsteilhaber der HRE, verstehe ich zwar nur die Hälfte von den tollen Ideen, die Herr Wieandt erzählt, aber was die Aussage der Reprivatisierung angeht, so kann ich nur herzhaft Lachen. Wenn also der Steuerzahler 200 Mrd. Euro investiert hat, die Bank rentabel ist, verkloppen wir Sie für 1 Mrd. an die Personen, die uns in die Krise gebracht haben und dürfen uns als Steuerzahler noch bedanken? Oder glaubt Herr Wieandt, dass irgendjemand die gesamten Kosten an dieser Bankenrettung in den nächsten Jahren bezahlen wird, nur weil die Bank unter dem Strich dann wieder 400 Millionen Gewinn macht? Da darf er bei 200 Mrd. dann erst mal 500 Jahre warten bis er einen Cent mit der Bank verdient. Selbst bei 150 Mrd. an Steuergeldern sind es noch 375 Jahre. Da die Rettung der HRE bis jetzt mind. 130 Mrd gekostet hat, dürfte diese Rechenbeispiele nicht weit von der Wahrheit entfernt sein. Und selbst wenn die Bank 2 Mrd Gewinn konstant erwirtschaftet, würde es über 7 Jahre dauern bis ein Cent dabei herauskommt... So einfach kann Mathe sein, wenn man ehrlich damit umgeht ... Ein Steuerzahler

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