.. würde in 9 Monaten ausbrechen, wenn morgen per Gesetz verkündet würde, daß nur noch Eltern von zwei Kindern eine Rente bekommen werden, welche die Sozialhilfe deutlich übersteigt.
So aber werden die Alten von 2030 unter Altersgenossen bleiben, denn sie haben sich statt um Kinder um ihre Karriere und ihre Urlaube gekümmert. Schließlich konnten sie sich immer darauf verlassen, dass sie einmal Rentenzahlungen von den Kindern Anderer erhalten werden.
Mit der Lebenserwartung ist ähnlich, wie mit der Börse – es wird ja nicht ewig steigen. Jeder Trend bricht irgendwann ab.
Wenn die Hälfte der Gesellschaft zu Pflegefällen wird, muss die andere Hälfte zu Pflegender werden. Oder nicht? Es ist illusorisch zu glauben, dass die eine oder andere Hälfte ein hohes alter erreicht und das die gewöhnten sozialen Strukturen noch bestehen bleiben
Die Anzeichen sind schon da.
1.Alleinlebenden Männer leben wesentlich kürzer als die, die in den geordneten familiären Verhältnissen ein fortgeschrittenes Alter erreichen. Die Faustregel ist: mit 50 geschieden, mit 55 ein Jobverlust, mit 70 in die Kiste. Diese Gruppe nimmt in der Gesellschaft zu.
2.Wenn heute schon 40 % der Jugendlichen übergewichtig sind (früher maximal 5 %), dann wird kaum einer aus dieser Gruppe (medizinischer Fortschritt hin oder her) ein 90. Lebensjahr erreichen.
3.Mit der beruflichen Überforderung, dem Existenzangst und Leistungsdruck ist es ähnlich wie mit dem Rauchen – die Folgen werden wir erst in 20 Jahren biologisch zu spüren bekommen. Die jetzt alternde Teil der Nation sind die Teilhaber des Wirtschaftswunder: Es ging immer aufwärts. Das Leben war einfach: es gab 1 Telefontarif und nicht 358 verschiedene.
im Vergleich zu Frank Schirrmacher.
Lieber Herr Schirrmacher, haben Sie das erstn gemeint:
„junge Frauen <werden> im Arbeitsleben so dringend gebraucht“.
Dass Frauen arbeiten wird seit Jahren behauptet, behauptet, behauptet.
Die Wahrheit ist:
Es sind ca. 30% der Frauen die arbeiten, bzw. Frauen arbeiten 30% so viel wie Männer.
Das war so, das ist so, und das wird immer so sein.
Was muss eigentlich noch passieren, damit die „Intellektuellen“ in ihrem Elfenbeinturm begreifen, dass Frauen nicht arbeiten. Ist es wirklich so schwer zu begreifen, dass die angebliche „Beschäftigungs“quote das eine, tatsächliche Arbeit das andere ist?
Herr Schirrmacher, glauben Sie wirklich das Sitzen auf den Stühlen im sogenannten „öffentlichen Dienst“ hätte was mit Arbeit zu tun? Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass bei den Arbeitskämpfen dort nur die streiken, die in diesem Bereich tatsächlich arbeiten, die Müllmänner, die Straßenkehrer?
Und warum ist das für Sie kein Anlass mal darüber nachdenken, dass eben diese Berufe zu 100% von Männern ausgeübt werden?
Die Fakten des Beitrages mögen ja stimmen. Der Grundtenor aber schmeckt mir nicht. Mit zwar erst 38 Jahren habe ich aber schon lernen dürfen: "Wenn du glaubst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her...". Daher würde ich mir mehr Optimismus in die Diskussion wünschen. Zufrieden bin ich in der Balance von eigenem Anspruch und Wirklichkeit, mal durch Anstrengung oder mal durch Verzicht.... jetzt und im Alter. Im Altgriechischunterricht lernte ich: "Den Ängstlichen beisst sogar das Schaf"- nur so als Aufmunterung für all diejenigen, die nach diesen vielen Horrorszenarien meinen, sie müßten aus Angst vor dem Alter jetzt schon sterben.
Mich erstaunt diese Behauptung:
"...die demographische Situation im Jahre 2030 zwingt die Staaten dazu, sich der Alten kostensparend zu entledigen..."
Weil doch später ausgeführt wird, daß im Jahre 2030 die über Fünfzigjährigen die absolute Mehrheit der Bevölkerung stellen werden und die unter Fünfzundzwanzigjähjrigen die absolute Minderheit.
Und diese Alten, die die Macht haben, werden sich kaum selbst ein Euthanasieprogramm verordnen.
In meinen Augen ist das wirklich Schlimme an der demografischen Entwicklung, daß sich Alter zwar auf Erfahrung reimt, aber nicht auf Erneuerung.
Die Vergreisung wird sich von den Köpfen wie ein Krebs ausbreiten und einen triumphalen Marsch durch alle Institutionen antreten. Ihre Metastasen werden die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft mehr und mehr verlangsamen und diese irgendwann den Rückwärtsgang einlegen. Denn die Wurzeln wissentschaftlich-technischen und sozioökonomischen Fortschritts sind revolutionäres und nicht reaktionäres Denken.
Das Alter jedoch ist reaktiv und nicht antizipativ.
Und als die ersten Dampflokomotiven fuhren, beschwor die honorige Intelligenz des Landes, diesen und jenen zuständigen Regierenden, solch schändlichen Frevel am Volke zu unterbinden, weil sonst die schwarze Pest und die Cholera das gesamte Volk dahinraffen würden. Tja, wir haben die Dampflok nicht nur schadlos überlebt, wir sind mit ihr in eine bessere Zukunft gefahren. Mensch Leute, das alles ist ein evolutionärer Vorgang und wir werden uns nach und nach an die Gegebenheiten anpassen.
Mit dem ewigen Leben, das ist so eine Sache, viel gepredigt und gepriesen wenn es so weit ist, verzichtet man auf die Ewigkeit und bleibt.
Den Jungen gebe ich zu bedenken, die Zeit vergeht schnell und die Jugend noch schneller und der Spruch:
„Die jungen Menschen von heute sollten gelegentlich daran denken, dass sie die alten Herrschaften von morgen sein werden“. Evelyn Waugh
Ewig oder sanftmütig : „Die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen, aber nicht die Schürfrechte“ sind Sprüche . Die Wirklichkeit ist hart und oft erbarmungslos. Wir sollten über Alter keine abwertende dumme Sprüche abgeben. Kindesmissbrauch wird bestraft aber die Alten denen Kinder viel zu verdanken haben können nicht schnell genug abgeschoben werden. Vielleicht bringen die eingeleiteten Reformen den Prozeß des älter werdens zum Stoppen. Die heutige Jugend darf dann früher abtreten.
Walter Wasilewski
Nein, der demografische Wandel stelle keine Gefahr dar, - "gefährlich" sei nur, ihn zu ignorieren".
Demograf Vaupel
Max-Planck-Institut für demografische Forschung
der beitrag von herrn schirrmacher ist eine ernueter hinweis, dass er sich vielleicht bei einem linkeren blatt als der faz eine aufgabe suchen sollte
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