Duden nimmt 5000 neue Wörter auf

It-Girl unterm Heizpilz

Wenn sich das It-Girl unter dem Heizpilz der Raucherkneipe für die Clutch ihrer Nachbarin fremdschämt, dann ist es Zeit für eine neue Ausgabe des Duden. Wir stellen 16 neu aufgenommene Wörter vor. Von Kathrin Meyer und Jana Sinram

Lesermeinungen zum Beitrag

17. Juli 2009 19:23

Eine Sprache ist ein Naturprodukt...

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Eine Sprache, der man nicht erlaubt, sich durch ständige Neuaufnahme von Neologismen natürlich weiterzuentwickeln und zu verjüngen, ist zum Tode verurteilt. Sie wird im wahrsten Sinne des Wortes zu einer "toten" Sprache, die nur noch für Altphilologen von Interesse ist.

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17. Juli 2009 17:28

Mit diesem unnötigen Eifer gerade beim Duden (!) wird sich die

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

deutsche Sprache erst nach und nach entwerten und schließlich überflüssig machen. Schade darum, denn eigentlich hat es immer viel Spaß gemacht, sich darin herumzutreiben, drin zu wühlen, sich geradewegs zu suhlen, mit ihr umzugehen, auf die eine und auch ganz andere Weise sie zu nutzen, dann zu benutzen, gelegentlich zu mißbrauchen, sie zu ergänzen, zu erweitern, auch mal zu verkürzen und was sich sonst noch so alles machen läßt mit dieser großartigen ganz speziellen Erfindung, was mit anderen Sprachen, namentlich der englischen - nicht nur dem deutschen Muttersprachler - einfach nicht gelingen will.

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13. Juli 2009 11:45

Sprachentwicklung?

Viktor Reinoch (viktor84)

Es keine Sprachentwicklung, wenn völlig sinnlose Begriffe "eingedeutscht" werden. Das ist eine Entwicklung, jedoch eine die kritisch betrachtet werden sollte, denn der Gebrauch der Anglizismen erlaubt es doch dem Kenner dieser Wörter, diese geschickt einzusetzen um damit Nichtkenner zu manipulieren. Wieso wird allles auf Englisch beworben? Weil es sich "modern" und "toll" anhört? Wieso heißt es jetzt "After-Sales-Service" und nicht Kundendienst?
Aber wie in jedem Bereich wird alles neue ohne Kritik angenommen, um "up to date" zu sein und nichts zu verpassen. Ich frage mich nur, wer haftet, wenn ein Mensch ohne Englischkenntnisse ein Unfall baut, weil er das Auto wegen der englischen Begriffe nicht bedienen kann und dadurch eine Sicherheit abschaltet?

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10. Juli 2009 07:23

Sprachentwicklung ist unvermeidlich

Michael Friedrich (Cybermichl)

Ist es nicht unvermeidlich? Wie oft wandelt, verwandelt sich die Sprache? Reden wir so wie vor ein paar Jahrhunderten? Wer möchte so sprechen, wie uns die Edda vermittelt? Oder gar sich mittels Tarzanschreie aufmerksam machen? Ich weiß, ich übertreibe, aber ich halte jetzt mal das ganze Gejammer über den Fall der deutschen Sprache für unzutreffend und selbstbemitleidend.
Wir erleben eine Art Völkerwanderung, auch die zunehmende Globalisierung führt zur Sprachvermischung, die Unbildung der unteren Schichten entbehrt nicht einer gewissen Zwangsläufigkeit, der wir nicht entziehen, zumindest nicht ignorieren können.
Achja, voll krass wäre es, wenn der Duden uns vorschreibt, wie wir zu sprechen haben...zumindest hab ich das aus einigen Kommentaren so herausgehört.

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09. Juli 2009 23:49

Historie der Sprache

Frank Drech (djrf)

Bei manchen Wort welches aus dem (Rechtschreib-)Duden gestrichen wird, waere es doch interessant ein Historischen Duden(13) mit chronologischer Aufzaehlung, wann welches Wort der deutschen Sprache verlohren ging und vielleicht auch, wann welches Wort hinzukam, und wie lange sich welches halten konnte.
Sprache veraendert sich, dies gewiss, jedoch ist die Frage in wie weit und ob die Kultur, welche die Sprache immer auch schon brachte sich dadurch veraendert oder Verluste erleidet.
Wenn Verluste zugegen sind,sollte man einmal versuchen Ansaetze zu finden wie man diesen Verlust ausgleicht oder behebt.

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09. Juli 2009 23:46

@Herrn Berger: Lexikon untergegangener Wörter

Gunter Kuhnle (ggkuhnle)

Es gibt ein solches Buch, naemlich das "Kleine Lexikon untergegangener Wörter" von Nabil Osman. Sehr interessant und empfehlenswert.

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09. Juli 2009 21:09

Es ist ein Drama...

Reinhard Ettel (FredIV)

was aus unserer schönen deutschen Sprache geworden ist und was mit ihr passiert.
Früher hatte man neben dem Duden ein Fremdwörterbuch und wenn nötig ein ent-
sprechendes Wörterbuch.
Statt der Rechtschreibreformen hätte man ein Gesetz zu Schutz der deutschen Sprache machen sollen. Aber uns Deutschen ist eben nichts mehr heilig, nicht einmal unsere Sprache. Danke Duden!

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09. Juli 2009 20:11

@"duden du opfer"

Laurent Hulten (dakshinayan)

ganz meine rede !
geht mir genauso. ich kann es nicht mehr ertragen, die ganzen völlig bescheuerten konstruierten "möchte-gern-einen-auf-jugendlich-machen" anglizismen, vor allem auf den kommerziellen radiosendern.
das ganze "voten" der "community", die "spacig" beim "blockbutser movie" "chillt"....
AARRGGHH !!!!!!!!

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09. Juli 2009 16:54

Eine viel wichtigere Duden-Mission wäre es,

Peter Zentner (Caterwaul)

die Idiotie der den deutschsprachigen Ländern von legasthenischen Germanisten aufgezwungenen Rechtschreibreform abzuschaffen. Und sich fundiert für eine Rückkehr zum status quo ante bellum einzusetzen. Heute haben selbst Quali-Gazetten wie die "FAZ" orthographische Peinlichkeiten im Text, dass der Hund jammert. (Von "Spiegel Online" wollen wir gnädig schweigen.) Deutschlehrer aller Schulformen beklagen eine gegenüber der "alten", aber klaglos bewährten Rechtschreibung exponentiell hohe Fehlerhäufigkeit.
Die Wörterbuchverlage haben an diesem Schildbürgerstreich in drei Variationen, eine ratloser und zurückrudernder als die andere, genug verdient. Nun könnten sie sich ja für die Vernunft einer natürlich gewachsenen (sich überall, nur bei uns nicht, jeder Verordnung von oben widersetzenden) Sprache einsetzen und ein viertes Mal absahnen. Dieses Mal wär's auch verdient. Back to the roots!
Sogar das It-Girl wird diese Rückkehr zur Logik einer organisch gewachsenen Sprache lieben.

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09. Juli 2009 16:36

Duden du Opfer

Christian Naubert (chutes_niagara)

... von überflüßigen Anglizismen die keiner braucht. The Mainfact ist doch, dass der Point of View des Develops der german Sprache mittlerweile nur noch auf senseless englischen Begriffen besteht. In my opinion, ist das ein absolutes no go. Da sag ich shit dazu.
Ich find es teilweise unmöglich wie z.B. Pro Sieben, RTL 2, etc. ständig mit neuen englischen Begriffen ohne Sinn und Verstand um sich werfen. Hüter der deutschen Sprache ist der Duden leider nicht, da er hauptsächlich dem sog. "Volk aufs Maul schaut". Mich widert dieses Kauderwelsch jedenfalls an. Entweder Deutsch oder Englisch. Jedenfalls ist der Duden das Opfer dieses deutschen Drangs der Unternehmen und Marketingabteilungen, Englisch mit deutsch zu vermengen, der Modernität willens. Und so ist zumindest wieder ein Krieg verloren, der Krieg gegen die deutsche Sprache.

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09. Juli 2009 16:24

fraglich

lu fauk (Fauck)

ob wirklich jede beliebige situative Zusammensetzung wie euroskeptisch oder Umweltplakette in den Duden müssen. Solche Wörter kann jeder täglich dutzendfach neu bilden.

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09. Juli 2009 15:32

Untergang

Marian Kulke (makjuli)

Was man schon seit Jahren beobachten konnte, wird jetzt einmal mehr bestätigt. Der DUDEN dokumentiert den Untergang der deutschen Sprache.

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09. Juli 2009 14:52

Heizhilton

Craig Cmehil (ccmehil)

Hilton heizt aber als It-Girl mehr als ein Pilz.

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09. Juli 2009 12:43

Hübsche Eigenwerbung...

Thomas Berger (tberger)

...denn etwas anderes ist die Aufnahme solcher Modebegriffe in den Duden doch nicht. Ich frage mich übrigens, was aus den Wörtern wird, die in aller Hektik aufgenommen werden, und dann dem Vergessen anheimfallen. Gibt es eine "Expresslöschung" von neu hinzugefügten Begriffen? Oder sollte "twittern", wenn das Projekt scheitert, tatsächlich länger als eine Dekade im Duden verbleiben, während der Jahrweiser zu weichen hat? Das wäre in der Tat eine formidable Cochonnerie...
P.S. Ein Duden der veralteten Wörter - welch ein Mittel wäre das zur Erweiterung des eigenen Wortschatzes!

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