Autohandel

So schlimm wie nie

Die Deutschen kaufen kaum noch Neuwagen. Selbst Umweltautos sind Ladenhüter. Die Autohändler klagen - und so mancher Betrieb steht vor dem Aus. Geld wird nur noch in der Werkstatt verdient, nicht mehr im Handel. Von Henning Peitsmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Juli 2008 11:05

Verfehlte Modellpolitik der Hersteller

Karsten Krug (kkrug)

als Toyota Fahrer beziehe ich mich auf Toyota, für andere Hersteller wäre es überwiegend noch katastrophaler. Der Auris ist insgesamnt zu teuer und die Ausstattungen sind nur für die teuersten einigermaßen komplett. Und dann muß man gleich die großen Motoren nehmen, 6-Gang nur beim Diesel. Die Mittelkonsole ist verhunzt. Übersichtlichkeit ist schlecht. Die Namensänderung war mistiger Marketinggag. Corolla und seine Tugenden fehlen. Avensis gilt das gleiche. Der Camry steht ganz im Abseits. Warum keine Hybrids. Für alle: "Premium" statt "Volkswagen", und wer denkt an die kleinen Leute? Besser ist Honda: Mild-Hybrid Mazda: kleinere und leichte Autos, toll weiter so!!! Kia: besseres Preis-Leistungsverhältnis

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:58

anders sozialisiert

Jürgen Zwiebel (Konspirant)

Mein Vater kaufte nur gebrauchte. Mein Bruder kauft nur gebrauchte. Ich habe in meinem Leben nur gebrauchte gekauft. 4 Stück. Und ich sehe keinen Grund, warum ich von dieser Familientradition abweichen sollte. Ich weiß ja nicht mal wie das geht, einen Neuwagen kaufen und habe ein ganz komisches Gefühl bei dem Gedanken, ein Autohaus zu betreten. Außerdem kaufe ich mir immer gute Stücke, ob Auto, Rasierer oder Stichsäge. Dinge mit denen ich sehr zufrieden bin. Es will sich mir nicht erschließen, warum ich etwas, das ich gut finde, das seinen Dienst zuverlässig verrichtet und dessen Macken ich in- und auswendig kenne, austauschen sollte, bevor es kaputt ist und sich nicht mehr kostengünstig reparieren lässt. Ich weiß auch nicht, warum mein Wagentyp, den ich seit Jahren dellenfrei durch die Stadt kutschiere, in der Versicherung und der Steuer hoch gestuft wird, obwohl er anstandslos TÜV und ASU bekommt bei 95 PS!! Und dennoch: Egal, was die drauf hauen, den alten behalten kommt immer billiger, als einen neuen kaufen. Wahrscheinlich wird diese Differenz auch als Marge gesehen, von der sich was abzweigen lässt. Es macht aus wirtschaftlicher Sicht einfach keinen Sinn, sich einen Neuwagen zu kaufen. Der Rest ist Image....

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:58

Autohändler klagen

Marvin Parsons (mapar)

Journalisten, klagende Autohandelskettenbesitzer und Verbandsfunktionäre sollten mal ein paar Autohändler als potentieller Käufer besuchen, ohne daß die Verkäufer wissen wer sie sind. Dann löst sich für sie das Rätsel der Kaufzurückhaltung zumindest teilweise. Die nicht überall, aber vielerorts anzutreffende Mischung aus Arroganz und Inkompetenz macht bestimmt nicht wenige Interessenten zu Bestellern eines Halbjahreswagens im Internet oder zu Kunden umtriebiger EU-Importeure. Auf die teure "Vertriebsleistung" großkotziger Schnösel kann man leicht verzichten. Was die Autos angeht: Die praktischen, günstigen Autos für diejenigen, die nicht 200 fahren müssen, gibt es. Sucht man beispielsweise einen Familienkombi, bekommt man einen Dacia (bis zu 7 Sitze) für unter 10.000 und einen Renault Kangoo (oder vergleichebares von anderen Herstellern) für unter 15.000 Euro. Beides sind kene Mercedes, werden aber normale Familienbeanspruchung über 10 Jahre aushalten. Wenn es unbedingt ein VW oder Opel sein muß, selber schuld, dann sollte man sich nicht über horrende Preise für mit überflüssiger Ausstattung überladene Fahrzeuge mit mäßiger Qualität beklagen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:36

So schlimm wie nie......

Jürgen Ries (leopard990)

Das ist erst der Anfang. Es wird noch viel schlimmer. Wenn nicht die Macht und Giergeilen Apostel ( Politiker ) bald von der Bildfläche verschwinden. Gruß Jürgen Ries

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:36

Die Rechnung des Herrn Trittin...

St. Koch (Pensacola)

...zahlt nun wieder der kleine Arbeitnehmer. Fiskalpolitische Habgier, grüne Profilierungssucht und falsch verstandenes Ökologiebewusstsein haben letztendlich dazu geführt, die Arbeitsplätze in den Werken zur Disposition zu stellen. Die auf mangelnde Absatzzahlen i.d.R. fälligen Entlassungen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nun Herr Trittin, es ist Zeit wirklich einzustehen für ihre Überzeugungen. Geben sie ruhig was ab von Ihren schönen Bezügen, die Ihnen der Steuerzahler finanziert und mit denen auch 5€/ltr. Kraftstoff ein Pappenstiel sein dürften. Da werden die von Ihnen generierten HartzIV-Empfänger jubeln. Bei der Gelegenheit können sie dann den Leuten gleich erklären wie grünes Ökologiebewußtsein und das nun neu entstehende Mobilitätsprivileg für Besserverdienende mit dem Geschwafel deutscher Politiker über Flexibilität und soziale Gerechtigkeit zusammenpassen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:16

Autofreier Sonntag

Ro3ert Schrey (etiterum)

Autofreier Sonntag muß vom Staat dekretiert werden. Denn wenn auch nur ein einziger unwilliger seinen Motor anwirft, so werden tausend Gerechte schwach und fahren hinterher.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:03

Geht mir au den Geist!

Reinhold Eysel (Eysel)

Dieses ganze dumme Gerede von Null-Emission bei Elektroautos geht mir auf den Geist! Woher kommt der Strom? Geht das Kabel wirklich bis zur Sonne? Wieviel an MEHR an Energie steckt in der ganzen aufwendigen Konstrktion der Hybride? All das wird oft u. weitgehend unterschlagen oder unvollständig "ideologiegeprägt" gerechnet. mehr Elektroautos und gleichzeitig A-Kraftwerke abschalten, keine Kohle-K-Werke mehr bauen und Braunkohle ist BÄ. Passt doch vorne und hinten nicht zusammen! Und dann die Sahara Träume. Technich vermutlich toll machbar. Aber was ist mit der Politik. Schon innerhalb Europas kann man sich nicht über Kleinkram einigen und dann will man sich gigantisch abhängig machen von Staaten, die seit Jahrzehnten "unruhig" sind? Und dann kommen Wellen- nd Wind-KW ins Spiel. PROMILLE des Bedarfs können die liefern... in Jahrzehnten! Sparen heisst das Motto. Aber das kriegen die Menschen hierzulande ja auch nicht hin. Idotische DÄMM-Verordnungen, die Dämmstoffhersteller begünstigen, aber einen Massivholzbau mindestens erschweren.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:03

Lebenserwartung der Autos, Nachhaltigkeit

Willi Sauer (Lotto2)

Nachhaltigkeit mit ihren vielfachen Möglichkeiten und deren Folgen wird viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dies ist auch ein Faktor der durch die Automobilbranche nicht spürbar vorbei geht. Bedingt durch die längere Garantiezeiten, länger Lebensdauer überlegt sich doch mancher ob es unbedingt nun ein neuestes Fahrzeug sein muss. Die lange Lebensdauer der heutigen Fahrzeuge mit den wesentlichen besseren Qualitätsmerkmalen ist natürlich für die Werkstätten nich gerade von Vorteil. Hinzu kommen dann auch noch z.Zt. höheren Nebenkosten und Auflagen. Hinzu kommt, daß in vielen Werkstätten viel zu wenig auf den Kunden eingegangen wird und der Service zu kurz kommt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:01

arme Autohändler

P. Efkemann (fliegepuk)

ich hab ständig ein Paket Taschentücher dabei, damit ich wenn ich von den armen Autohändlern und der armen armen Automobilindustrie lese, mit sofort die Tränen trocknen kann. Völlig überzogende Perisgestaltung, Ausstattungslinien die am normalen täglichen Bedarf hinaus gehen, Modell die immer größer werden. Ich im Ruhrgebiet ohne große Autobahnstrecken brauche weder ein Geländemobil, kein SUV, keinen Sportwagen sondern ein kleines handliches Auto. Sowas gibts heute nur noch vereinzelt; Peugeot 106, Citroen C1 oder Suzuki Spash, dazu noch ein zwei andere Asiaten sind die wenigen Ausnahmen. Ein Corsa, Polo oder Fiesta ist wahrscheinlich größer als noch ein Golf 3 war und fallen damit in die Mittelklasse...mit Mittelklassepreisen. Sowas will und kann ich mir als Neuwagen gar nicht leisten, Geld verbrennen geht schließlich auch mit Streichhölzern. Das sich Familien, die auf ein größeres Auto angewiesen sind sich auch kein neues leisten können, verwundert da wohl niemanden...naja außer den Händlern vielleicht. Es ist nur überraschend, wie lange die anderen brauchen, bevor sie Dacia's Preispolitik folgen. im übrigen auch völlig richtig, dass man sich jetzt nichts kauft, wenn man nicht weiß was die Technik in zwei, drei Jahren bietet.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:01

Warum? Es ist ganz einfach.

Dominik Mayer (dominikator)

Neuwagen sind zu teuer geworden. Der Markt wirds regeln.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:00

Die Zukunft verpennt!

Helmut Kröske (sodala)

Vor ca. 10 Jahren habe ich mir erlaubt bei den Firmen VW und Mercedes wegen eines Hybridfahrzeugs anzufragen und wie die technische Zukunft aussieht - Fehlanzeige, deren Auskunft: "Wir haben sehr sparsame Motoren auch Diesel sind sehr sparsam!" Für Rapsölfahrzeuge wurde keine Garantie gegeben bei der Umstellung. Toyota fing dann mit dem Prius als erstes an, leider ist mir aus familären Gründen dieses Fahrzeug zu klein, aber im Konzept o.K. Lexus, die Edelmarke von Toyota zu teuer. Fest steht, unsere Autonation Deutschland hat die Zukunft verpennt, dafür haben sich die Bosse die Gehälter erhöht?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 10:00

Re:Frank Steinke, Strom aus der Steckdose

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Ich empfehle ihnen den gut recherchierten und kompetent aufbereiteten 14 seitigen Artikel aus der WiWo 27 vom 30.6. über die Zukunft des Vollelektroauto. Daraus drei Zitate:" 2 Euro kostet der Strom für eine Fahrt über 100 km mit dem Elektroauto". " 6 Prozent stiege der Strombedarf in Deutschland, wenn alle Autos elektrisch führen." " Das ist die Zukunftstechnologie schlechthin." Aussage Thomas Weber, Entwicklungschef Daimler AG.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 09:56

Autos, Sinn und Preise

Thomas Berger (tberger)

M.E. sind die Autos heute noch durchaus zu billig, auch in Relation zu den früheren Preisen. Wer die heutigen Preise mit denen von vor zwanzig Jahren vergleicht, möge zunächst die angefallenen 50% Inflation (!) nicht vergessen. Des weiteren hat ein heutiger Golf das Gewicht und die Größe eines damaligen 3er BMW; es hat also ein, wie soll ich sagen, Klassen-Definitionssprung stattgefunden (die heutige Kompaktklasse wäre seinerzeit Mittelklasse gewesen). Dies gilt auch und besonders für Qualität und Ausstattung. Wer den satten Ton, mit dem heute auch eine Golf-Tür ins Schloß fällt, mit dem Blechknallen eines E30 vergleicht, wer überlegt, wieviel ein Auto mit Airbags, ESP, ABS, CD-Player, Klimaanlage, ferngesteuerter Zentralverriegelung etc pp damals gekostet hätte, sieht die Preise wohl etwas beständiger. Nichtsdestoweniger sollte man bedenken, daß für ein Auto ungeheure Mengen an Energie und Legierungen darauf verwendet werden, einen einzigen Menschen zu bewegen. Zukunft hat der individuelle Verkehr daher m.E. nicht...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 09:23

so schlimm - Kein Wunder

Harry Hain (zx10)

Ohne den Artikel gelesen zu haben (ich erwarte für mich keine neuen Erkenntnisse) kommentiere ich tortzdem einmal. Meinen letzten Neuwagen kaufte ich 1993, zu einem Preis eines heutigen Golf. Heute würde diese Wagenklasse (5er Kombi) doppelt soviel kosten. Mein Verdienst hat (netto wie brutto) hat sich nicht verdoppelt. Ganz im Gegenteil. Die Ursachen hierfür sind auch in dieser Zeitung hinreichend erwähnt und diskutiert worden. Nur scheinen die Erkenntnisse bei den politischen Geisterfahrern nicht anzukommen. Dort ist kennt man den Bürger der Mittelschicht nur als Melkkuh. Melkkuh? Ja dieses Wort konnte ich berits als Schüler auf einem ADAC-Aufkleber Mitte der 70er lesen. Das ist über 30 Jahre her. Hat sich etwas geändert? Ja. Es ist schlimmer und irrsinniger geworden.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. Juli 2008 09:21

Jammerei....

Michael Meier (never1)

...meiner Vorschreiber. Es gibt günstige (Skoda, Smart, Polo, Lupo) und billige (Logan) Autos auf dem deutschen Markt, die für fast alle Mobilitätsanforderungen ausreichend sind und mit kleiner Motorisierung auch sparsam bewegt werden können. Der deutsche Jammermichel will halt den Audi, BMW oder Daimler so günstig wie den Skoda haben, am besten arbeitet er dann noch bei einem dieser PRemium-Hrsteller.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
16 - 30 von 39 Lesermeinungen
Zum AnfangZurück 1 | 2 | 3 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche