Die Nachrichten aus den Unternehmen waren zuletzt allenfalls gemischt

Finanzmärkte

Ein Hoch auf das Ende der Rezession

Die wiedererlangte relative Stabilität der Finanzmärkte ist ein empfindliches Gebilde. Gerade hat EZB-Präsident Trichet ungewöhnlich deutlich vor einer zu laxen Ausgabenpolitik und ungedeckten Steuersenkungen gewarnt. Er sieht ein Risiko für den Aufschwung. Von Stefan Ruhkamp

Lesermeinungen zum Beitrag

16. November 2009 13:20

Einige Wirtschaftsprofessoren

Lars Kuntermann (Leserlein)

sagen für 2010 einen neuen Crash voraus.
Möglicherweise findet ein Crash / Neidergang der Kurse erst etwas später statt, da die Politik alles tut um diesen hinauszuzögern. Aber kommen wird er mit Sicherheit.

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16. November 2009 02:01

DS an FAZ.NET am 20091116

Dieter Spethmann (dspeth)

Dieser Optimismus dürfte sich als Illusion erweisen. Denn hinter den Aufwärtsbewegungen an den Aktienbörsen steht keine entsprechende Bewegung der Realwirtschaft. Vielmehr täuschen die Regierungen ihre Bürger gemeinsam mit den Notenbanken und Banken, damit sie gegen das Geld der Bürger immer mehr Staatssschuldverschreibungen ausgeben können, die niemals mehr eingelöst werden. Auch schwirren noch mehr als 1.000.000.000.000.000 Dollar an „Derivaten“ um die Welt, deren Risikovolumen in Relation zum Haftungskapital der Banken noch unbekannt ist. Deutschland leidet obendrein an europäischer Auszehrung. Der Staat EU entzieht uns mit seinem „Monetären Sozialismus“ schon heute 10% unseres BIP pa oder mehr. Erstens. Der Euro treibt unsere Zinsen: Mindestens 2% unseres BIP. Zweitens. Unsere Exportüberschüsse verschwinden in der EZB, die damit Importe der Euro-Defizitländer (11 von 16) bezahlt. In 2007 waren es 193 Mrd Euro, in 2008 noch 165, in diesem Jahr noch 101, nächstes Jahr wieder 134, alles Zahlen der Bundesregierung gemäß FAZ. Macht locker 4 – 8% unseres BIP. Drittens. Der negative Leistungsbilanzsaldo der EZB beläuft sich für dieses Jahr auf 137 Mrd USDollar, wovon die Deutsche Bundesbank ein Viertel trägt. Jetzt noch EU-Steuern.

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15. November 2009 21:57

War es nicht...

wolf haupricht (emilgilels)

gerade die EU, die DE vorwarf, zu wenig in Konjunkturprogramme -trotz fehlender Haushaltsdeckung- zu investieren? Dabei sind etliche Programme nicht überzeugend. Das ist es, was uns besonders zu schaffen machen wird. Die EU fordert stets und wir Steuerzahler zahlen die Zeche. Kein überzeugendes Vorbild.

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15. November 2009 20:03

Globalen Firmen geht es immer gut

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Man sollte nie von der eigenen örtlichen Situation auf andere schließen. Globale Großfirmen hängen heute längst nicht mehr vom Export ab, sondern produzieren und verkaufen ihre Produkte gleichzeitig in 100 und mehr verschiedenen Ländern mit völlig unterschiedlichen Wirtschaftssituationen. Falls Billitons australischer Kohle-Absatz nachlässt, so hat dies nicht den geringsten Einfluss auf Billitons kanadischen Kalimarkt. Procters indische Waschmittelfabrikation hat absolut nichts mit Procters EU-Umsatz an Batterien oder Rasierapparaten zu tun. Diesmal ist es tatsächlich anders.

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15. November 2009 18:23

Dieser small bounce ist praktisch nur technisch zu erklären,

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

fundamental jedenfalls nicht, denn es fehlt an belastbaren Fakten. Was wir täglich hören sind Umfrageergebnisse, Meinungen, Ansichten, Hoffnungen und vor allem - immer wieder reichlich - Stimmungen. Auf diese Weise läßt sich Positives verbreiten ohne daß man es nötig hätte, auf Tatsachen zurückgreifen zu müssen. Die kümmerlichen Ergebnisse bei Auftragslage, Umsatz und begründbaren Ausblicken der Unternehmen sind kein Anlaß zur Freude - selbst nicht in China, was ein anderes Thema wäre. Wenn über Monate deutlich weniger Bestellungen eingehen - und unmittelbar folgend die Auftragseingänge um ein bis drei Prozent ansteigen, was soll denn das wohl sein, etwa mehr als nur ein kleiner Abpraller vom bisherigen Tief, welches nur die obere Stufe ist auf der Treppe in den Keller?

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