
Ich habe eine dritte (oder erste?) »The Globe and Mail« entdeckt:
"The teen, a seasoned hunter, ..." [...] "...his uncle, Jimmy Nakoolak, a seasoned hunter, ..." [...]
"The pair had hunted the dangerous white carnivores before..."
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Nun, es lässt sich natürlich darüber streiten, welche weiße Fleischfresser damit gemeint sein könnte; jedoch legt der Kontext den Eisbären nahe. Gleichermaßen erklärt sich aus der Verwendung des Begriffes Fleischfresser auch, warum der Jugendliche die vermutlich hungrige und ihre Nachkommen verteidigende Eisbär-Mutter erschossen hat.

dann wäre uns manch scheinheiliger Kommentar erspart geblieben.

Der Begriff "Notwendig" wurde sicher eingebaut um größere Unruhen in der bRd zu verhindern.
Wenn man geschrieben hätte das ein Junge aus reiner Lust an der Jagd oder weil bei seinem Volk halt schon seit Jahrhunderten der Eisbär auf dem Speiseplan steht einen Bären geschossen hat, hätte es wohl Lichterketten der Gutmenschen mit "Warum" Schilder gegeben. Ein Junge der Jagd und es offensichtlich sogar noch beherscht paßt doch so garnicht ins Weltbild der Gutmenschen Mafia. Der soll lieber das sein Volk ein wenig "bunter" und "vielfälltiger" wird. Oder hieß das einfältiger ?

Lesen Sie eine andere >The Globe and Mail< als ich? Dort lese ich nämlich:
"His nephew, stranded on a drifting ice floe, was forced to shoot a polar bear that was stalking uncomfortably close, before he was plucked to safety a day later."
Und genau so kolportieren es alle kanadischen Medien. Der Eskimo war völlig legal und wie seit Jahrtausenden üblich auf der Jagd auf ein Eisbär-Männchen (das Bejagen [und nicht >erschießenDas mag Sie dann empören, dass der Junge die Fressmaschine erschossen hat; allerdings ist das Leben in der Arktis eben noch etwas ursprünglicher als im Streichelzoo in Kleinkleckersdorf.

... mein Vorschreiber hat da sehr gut recherchiert und den guten alten und ehrlichen Journalismus kurz aufleben lassen. Hoffentlich gibt es noch mehr solcher Leser, die die Schnappschußliga entlarven.

Dieser Beitrag ist völlig niveauarmer Sensationsjournalismus. Der Artikel verschweigt, dass der freundliche Teenager und sein netter Onkel tatsächlich ausgezogen waren, um Eisbären zu erschießen (nachzulesen etwas in der kanadischen Globe and Mail) und genau das hat der Junge dann ja auch getan. Was soll an dieser Stelle also der Euphemismus, er habe die Eisbärenmutter "aus Notwehr" erschossen? Abgesehen davon, dass dies begrifflich Blödsinn ist (Notwehr ist die Abwehr eines rechtswidrigen Angriffes - ein Eisbär, der von der Rechtsordnung wenig weiß, kann aber per se nicht rechtswidrig handeln), war dies das erklärte Ziel des Familienausflugs. Nebenbei bemerkt bedeutet der Tod der Mutter auch den Tod der Jungen, aber diese Information kann man dem von der Rettung des Jugendlichen beseelten Leser wohl nicht zumuten. Die ganze traurige Chose wird abgerundet durch die reißerische und völlig missverständliche Titelzeile: "Teenager überlebt auf Eisscholle neben Bären" - zutreffend wäre wohl gewesen: "Teenager überlebt auf Eisscholle neben toten Bären", aber - ach ja! - das hätte den offensichtlich (?) sensationsgierigen (?) Leser wohl kaum zur Verschwendung seiner begrenzten (?) Aufnahmefähigkeit animiert.