Problemfall Batterie

Autos an der Steckdose

Das Benzin ist teuer wie nie. Da träumen viele Autofahrer von einer Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor. Tatsächlich liefern sich die Autohersteller ein bizarres Wettrennen, wer das erste serienreife Elektromobil mit einer Reichweite von etwas mehr als hundert Kilometer auf den Markt bringt. Von Henning Peitsmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Juli 2008 20:37

Wie bereits tausendmal gezeigt ...

erik krams (fromf)

Wie bereits tausendmal gezeigt,ist es kaum möglich eine grosse Anzahl von Elektrofahrzeugen zu betreiben,die ihre Energie aus dem Stromnetz beziehen. Die Stromversorgung ohne Elektrofahrzeuge ist nicht einmal gesichert,wie soll das funktionieren ?Regenerative Energien ? Wollen wir Deutschland mit Windkraftanlagen zupflastern (selbst das würde nicht genügen) ? Die einzige mittelfristige Lösung kann nur sein,den Verbrauch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu minimieren.Da gibt es Ansätze. Die Lösung eines Hybrids mit stationär laufendem Verbrennungsmotor (Wikungsgrad !),einem Generator und elektrischem Antrieb ist vielversprechend. Bei manchen Dieselloks wird das bereits so gemacht,funktioniert ausgezeichnet. Bei einem Strassenfahrzeug würde man einen Pufferakku für Kurzstrecken einschleifen.Diese Konzepte sind vorgestellt und hoffentlich bald zu kaufen. Man betreibt praktisch sein eigenes kleines Kraftwerk innerhalb des Fahrzeuges. Langfristig dann reiner Elektroantrieb,wenn für das Problem der Energierzeugung eine Lösung gefunden ist (Kernfusion?,irgend etwas anderes?). Weitere Möglihkiten gibt es nicht.Punkt.

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22. Juli 2008 20:29

Warum eigentlich nicht?

Thomas Berger (tberger)

Und nein, das wird nicht wieder eine Apologie der Kernenergie, sondern ich möchte hier eine Lanze für erneuerbare Energien brechen. Erneuerbare Energien sind aufgrund der Unvorhersehbarkeit der zur Verfügung stehenden Leistung für das Gesamtstromnetz (noch?) untauglich. Das liegt daran, daß die entsprechenden Energiequellen ihre Leistung nicht konstant abgeben, und die Energie nicht speicherbar ist. Sie merken, worauf ich hinaus will: Wenn eine entsprechende Speichermöglichkeit besteht, wie z.B. bei einem fahrzeuggebundenen Akkumulator, dann sind erneuerbare Energien sinnvoll nutzbar. Konkret: Sie parken Ihr Auto nachts in der Garage, auf der sich ein Windrad lustig dreht (OK, Lautstärke, Elektrosmog und zerhackte Feng-Shui-Drachen lassen wir mal beiseite). Ein gewisse Grundladeleistung wird währenddessen vom gewöhnlichen Stromnetz erbracht. Probleme mit Einspeisungsschwankungen haben wir nicht, da das Windrad nicht an das allgemeine Netz angeschlossen ist. Am Parkplatz bei Ihrer Arbeitsstelle das Gleiche - vielleicht hat Ihr Arbeitgeber dann auch schon ein paar fortentwickelte siliziumfreie Solarzellen auf dem Dach. So blöd ist die Sache mit dem E-Auto also im Prinzip nicht.

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22. Juli 2008 19:25

Nur ja nicht nach vorne blicken !!

Karl Friederichs (KFrieder1)

Während Herr Peitsmeier die Vergangenheit beschwört steht bei Toyota meines Wissens mit dem Prius 2009 das Steckdosenauto vor der Tür. Nicht für Langstrecken, aber für den Weg zur Arbeit oder in die Stadt. Die Erwartungen (oder Hoffnungen ?) des Herrn Peitsmeier, dass alles beim alten bleibt, sind also nicht ganz realistisch.

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22. Juli 2008 19:15

Vielleicht nicht unbedingt Propaganda, aber dann zumindest Dummheit...

Bernd Michalski (michalski2)

...dürfte wohl dahinter stecken (statt eine klugen Kopfes, sorry ;-) ), wenn sich einer vorstellt, dass ausgerechnet der Strom für das eigene Auto "aus Wind-, Wasser oder Atomkraftwerken stammt". --- In Wirklichkeit kommt der Strom nun einmal aus der ganz normalen, allgemeinen Steckdose, und die wird aus dem allgemeinen Netz gespeist, und je höher die Stromnachfrage ist, desto später können alte fossile Kraftwerke vom Netz genommen werden. --- D.h. praktisch: Solange es noch einigermaßen reichlich alte fossile Kraftwerke vom Netz zu nehmen gibt, solange kann kein einzelner Stromverbraucher sich zu Recht einbilden, "sein persönlicher" Stromverbrauch sei klimafreundlich. --- Viele, viele Elektro-Autos in kurzer Frist wären also das genaue Gegenteil von Klimaschutz, denn wann wird es wohl soweit sein, dass nur noch ein paar vereinzelte Prozent des Strombedarfs fossil bzw. stark klimaschädlich gedeckt werden? --- Dann bedenke man in ökologischer Sicht vielleicht noch, welcher Energie- und Ressourcenaufwand in leistungsfähigen Batterien steckt. Seit wann sind Akkus Öko? --- Nee, liebe Leute, verrennt Euch mal nicht so voreilig in das "Plug-in-Elektroauto". E-Hybrid-Elemente schön und gut, aber Steckdosen-Autos vorerst Nein Danke.

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22. Juli 2008 18:55

Dämlicher geht´s nicht - Vorschläge sind umweltschädlicher als Hummer-SUVs

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Die Auto-Accus sind so giftig und so umweltschädlich in ihrer Herstellung, dass selbst der SUV-Sprit-Säufer Hummer in der Ökobilanz besser abschneidet (ist wirklich so!) Und dann werden diese Elektro-Autos auch noch mit Strom aus Kohlekraftwerken gespeist, deren Energie-Effizienz höchstens bei 50 - 60 % liegt. Prost Mahlzeit! Was um Gottes Willen soll daran ökologisch sein? Gestern hat man die Rapsöl-Autosau durchs Dorf getrieben als preiswert und umweltschonend, bis die rot-grünen Gutmenschen gemerkt haben, dass aufgrund ihrer Energiepolitik Hunderttausende Menschen in der Dritten Welt ihr Schüsselchen Mais nicht mehr bezahlen können und wegen der rot-grünen Umweltpolitik hier in Deutschland fortan Hunger leiden müssen. Heute investieren diese Deppen in eine Technologie, die allein einem Oligopol nützt: den 4 großen Strom-Konzernen in der BRD. Kann man auf einem solchen Scherbenhaufen eine umweltbewusste und generationenverantwortliche Verkehrspolitik gründen? Wohl kaum!

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22. Juli 2008 18:42

Elektroautos bringen nur Vorteile

Frank Muschalle (Royalflush)

Wie schon die ZEIT überrascht nun auch die FAZ mit einem elektroskeptischem Kommentar. Hier einige Korrekturen: - Der GM Volt "soll das Reichweitenproblem" nicht "gelöst haben" (um nicht zu sagen: gerüchterhalber), sondern er verlängert seine Reichweite mit einem kleinen Verbrennungsmotor, der bei Bedarf über den Generator die Batterie auflädt. Diese Technik ist bekannt und wird auch für andere Elektroautos geplant. - Im Unterschied zum Biosprit ist der Elektroantrieb nicht irgendein neuer Versuch einer Alternative, sondern er entkoppelt ganz grundsätzlich die Nutzenergie von der Primärenergie. Egal welche Primärenergie verstromt wird, das Antriebsprinzip bleibt das gleiche. Dies ist von unschätzbarem strategischen Wert in einer EU mit CO2-Strafsteuern. Fortan verschiebt sich diese Frage zum Autofahrer. - Die Bahn fährt mit Wasserkraft und Kernenergie und wird von den GRÜNEN als umweltfreundliches Verkehrsmittel bezeichnet. - Unser Gefühl für Leistung im Auto ist geprägt vom verlustreichen Verbrennungsmotor. Elektrisch braucht man viel weniger Nennleistung. Deshalb steigt der Stromverbrauch gerade mal um ca. 30%. - Das Batterietauschsystem steht und fällt mit standardisierten Batterien.

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22. Juli 2008 18:28

Effektivste Lösung wohl erstmal ein Hybrid...

Marco Zedler (Rhein-Kultur)

Bei der derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit von Akkumulatoren, dürfte es nur noch wenige Jahre benötigen bis leistungsfähige Lithium-Akkus auch für E-Cars bereitstehen. Erst kürzlich wurden neue Isolatoren für hochleistungsfähige Lithium-Akkus vorgestellt. Dies ermöglicht dünnere/kleinere und damit leichtere Akkus mit dennoch hohen Kapazitäten zu fertigen. Dennoch werden auch diese anfänglich sicherlich nicht die Reichweiten erreichen wie Sie mit einer Tankfüllung Benzin möglich sind. Daher wird die effektivste Lösung wohl erstmal ein Hybrid (kleiner Hilfsgenerator betrieben mit Biokraftstoffen) sein.

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22. Juli 2008 18:13

"Bizarr"

Reinhold Eysel (Eysel)

... ist diese Diskussion wirklich. Kommt mir ähnlich vor wie "bei uns kommt der Strom aus der Steckdose". Der einzige Nutzen den ich sehe ist der "propagandistische" für einige Weltunterganspropheten und deren leider zahlreich "Jünger". Sowhl Machbarkeit, als auch Kosten und sogar die Ökobilanz der dafür nötigen zusätzlichen NEUEN Infrastruktur werden schlicht unter den Tisch gekehrt.

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22. Juli 2008 18:06

Elektroauto als Zweitwagen

Michael Krämer (CrazyCrow)

Meines Erachtens gehen die Automobilhersteller in ihren Studien von falschen Voraussetzungen aus. Sie fragen sich (oder die Kunden) wie es wäre, wenn das jetzige Auto durch ein Elektroauto ersetzt würde. Mit diesen Erwartungen darf man aber nicht an eine völlig neue Technologie herangehen. Ein Elektroauto wird noch nicht so bald eine Reichweite von 600 km haben, Klimaanlage und Heizung mit dem Batteriestrom betreiben, dabei die Ladekapazität eines Minivans haben und sagen wir mal 20.000 € kosten. Ich denke, daß es einen hinreichend großen Markt für ein Elektroauto als Zweitwagen gibt, das für die (in der Regel) kurze Strecke zum Brötchenholen oder zur Arbeit reicht. Dazu braucht man auch keine Infrastruktur zum Batterietausch. Ich wünsche mir einen Elektro-Kleinwagen, mit folgenden Eigenschaften: - eine Batterie, die auch nach fünf Jahren noch für etwa 50km Reichweite gut ist - 80-100km/h Spitzengeschwindigkeit, um gut im Stadtverkehr mitzuschwimmen - zwei Sitzplätze und etwas Laderaum für den Einkauf - eine notfalls mit Brennspiritus zu betreibende Heizung und gegen Aufpreis auch eine Klimaanlage - Steuerfreiheit - und alles zum Preis von etwa 12.000€ Den alten Diesel behalte ich allerdings erst mal für die Langstrecken...

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22. Juli 2008 17:57

Die Batterie ist das Problem?!?

Stephan Jansen (StephanJan)

Falsche Überschrift; man sollte nie die Rechnung ohne den Wirt machen. In diesem Falle heisst der Wirt eindeutig Fiskus. Oder glaubt jemand allen Ernstes, dieses 'Cleverle' wüsste auch nur ansatzweise, wie er auf 50 Milliarden Euronen Mineralölsteuer verzichten könnte? Selbst wenn die E-Autos beim Fahren noch vollautomatisch kleine Bäumchen pflanzen sollten, werden wir dies nicht erleben, nämlich dass die 'Strombetankung' günstiger wird als die Betankung von Verbrennungsmotoren.

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22. Juli 2008 17:56

Wo bleibt die Sonne?

Kathrin Weber (Trynx)

Ich wundere mich das in dem ganzen Artikel und auch in den Leserbeiträgen nicht einmal die Solarkraft erwähnt wird. Auf jeden Fall wäre es die bessere Alternative gewesen, statt die Atomenergie in ein grünes Licht zu rücken. Man stelle sich vor welches Potential darin liegt... Wie viel Fläche hat ein Auto anzubieten, die mit Voltaikanlagen zugepflastert werden könnte... Da sollte man auch mal drüber nachdenken, ebenso wie über die eigene "Solarzapfsäule" für zuhause.

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22. Juli 2008 17:51

GM -Käufergunst

Christian Bützow (seccow)

Ich halte es schlicht für eine Verzerrung von Tatsachen und für unredlich, wenn der Autor meint schreiben zu müssen, GM würde von seinen Kunden geächtet. Die Absatzflaute hat den gesamten amerikanischen Markt und jeden Hersteller getroffen, auch die deutschen "Musterschüler". Man kann jedoch sicher sein, dass GM sich gerade wegen der vielversprechenden Aktivitäten im Bereich der E-Fahrzeugentwicklung eindrucksvoll behaupten und auf die Straße der Gewinner zurückkehren wird. Das Ziel von GM, in jeder Klasse das verbrauchsgünstigste Fahrzeug auf dem Markt anbieten zu wollen, sollte durchaus ernst genommen werden. Dies wird z.B. mit dem neuen OPEL Insignia sicher gelingen. Aber auch in den USA hat sich der Chevy Malibu an die Spitze seiner Klasse gesetzt, wo jahrelang die japanischen Hersteller einen Stammplatz inne hatten. GM kommt spät, dafür aber gewaltig!

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22. Juli 2008 17:02

Physikalische Grenzen

Marvin Parsons (mapar)

Batterien bzw. Akkus können nicht beliebig leichter werden bzw. mehr Kapazität bekommen. Selbst bei Ausreizung aller Möglichkeiten und ohne Rücksicht auf die Kosten wird die Batterie immer viel mehr wiegen als "Sprit" des gleichen Energiehaushalts. Elektoautos werden also bestenfalls Nischenautos sein, wo keine große Reichweite benötigt wird. Solange der Verbrennungsmotor nicht gesetzlich verboten ist wird er auf absehbare Zeit die Masse der Kraftfahrzeuge beherrschen. Kein anderer Antrieb bringt mit 30 oder 40 kg Treibstoff ein Auto 1000 km weit. Auch wenn der Biosprit erstmal gescheitert ist, er ist wohl die Zukunft. Die bisherigen Verfahren waren zu aufwendig und umweltbelastend in der Gewinnung. Neue Verfahren können praktisch jedes organische Material, ob aus "Abfall" der Landwirtschaft oder jede Pflanze, die jeweils lokal am umweltschonendsten anzubauen ist, fast vollständig zu Treibstoff umwandeln. Der kann mit der vorhandenen Infrastruktur verteilt werden und wird von den handelsüblichen Motoren ohne nennenswerte Modifikationen vertragen. Dagegen haben Autos mit 500 kg schwere Batterien, für die weder Kraftwerkskapazität noch ein entsprechend leistungsfähiges Stromnetz vorhanden sind, kaum Chancen.

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22. Juli 2008 16:55

Propaganda?

Alf Steinbach (alfst)

Was ist das hier denn für ein Satz? In der FAZ? "In der Theorie schonen sie nicht nur den Geldbeutel ihrer Besitzer, sondern auch die Umwelt – jedenfalls dann, wenn der Strom aus Wind-, Wasser oder Atomkraftwerken stammt." Seit wann ist Kernkraft umweltfreundlich? Ist irgendetwas geschehen, was niemand ausser Herrn Peitsmeier mitbekommen hat?

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