Problemfall Batterie

Autos an der Steckdose

Das Benzin ist teuer wie nie. Da träumen viele Autofahrer von einer Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor. Tatsächlich liefern sich die Autohersteller ein bizarres Wettrennen, wer das erste serienreife Elektromobil mit einer Reichweite von etwas mehr als hundert Kilometer auf den Markt bringt. Von Henning Peitsmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Juli 2008 23:43

Ein Satz ist irrtümlich zu lang

Ralf Randell (M8R-nojrpo)

> schonen [...] die Umwelt – jedenfalls dann, wenn der Strom aus Wind-, Wasser oder Atomkraftwerken stammt. Franz-Josef-Strauß, wachen Sie auf! Atomkraft ist nie im Leben umweltfreundlich. Oder soll ich einmal die radioaktiven Abfälle für die nächsten 25 000 Jahre in Ihrem Keller strahlen lassen? Haben Sie diese Zeit, einen störungsfreien Betrieb vorausgesetzt, vergessen? Haben Sie die Nachrichten gelesen, wie allein in den letzten Tagen zwei Umwelt-Schweinereien in Frankreich passiert sind? Sie kennen doch den Spruch "Die Erde ist eine Scheibe, Schweine können fliegen und Atomkraft ist sicher (Greenpeace)". Ansonsten ein gelungener Artike. Es ist nur schade, daß die deutschen und andere Autohersteller nicht schneller schalten und Elektrofahrzeuge in Großserienproduktion herausbringen. General Motos wird es tun - wenn es General Motors bis 2010 und danach noch geben wird. Wenn sie sich nicht mit unsinnigen 20-Liter-Benzinautos in die Geschichte manövriert haben. Man sieht: Toyota ist der weltgrößte Autohersteller geworden. So schnell kann es gehen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 18:23

Warum keine alternative Kraftstoffe

Stefan Linus (stefanlinus)

Warum nicht über alternative Kraftstoffe nachdenken? Es gibt wesentlich grössere Kohle und Erdgasvorkommen und es existieren schon heute Verfahren, Erdgas und Kohle in flüssigen Treibstoff zu verwandeln und das zu wettbewerbsfähigen Konditionen (ab etwa 60 Dollar pro Barrel Rohölpreis). Zur Stromerzeugung kann man ja Atomenergie und Solarthermie verwenden. Die dafür benötigte Wüstenfläche hält sich in Grenzen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 16:46

Über 100km Reichweite hatte schon

Jens Schacherl (Skarrin)

mein Renault Express electrique Bj. 1995 mit NiCd-Akkus! Ebenso der Solectria Sunrise mit NiMH-Akkus, der schon 1997 mit Highway-Tempo von Boston nach New York fuhr, und die Elektro-A-Klasse (ZEBRA-Akku) im selben Jahr mit über 200km inkl. einer Bergfahrt mit 1740 Höhenmetern. Wie es scheint haben also die Autofirmen das Wissen, dass sie noch vor 10 Jahren hatten, wieder vergessen - da wurden wohl alle alte Unterlagen vernichtet und die Entwickler gleich mehreren Gehirnwäschen unterzogen!? Die Verluste beim Stromtransport über HGÜ-Leitungen betragen nur ca. 3%/1000km, und wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, wäre selbst bei einem Elektrofahrzeug-Anteil von 25% bis 2020 nur eine zusätzliche Leistung von 0-8 neuen Großkraftwerken erforderlich: nämlich mit intelligentem, verteiltem Lademanagement der Fahrzeuge. Anstatt sich über Fakten und den aktuellen Stand der (Akku-)Technik zu informieren, wiederholen viele ewiggestrige Explosionsmotorfanatiker hier aber nur völlig unsinnige Vorurteile und halten "Und der Strom kommt wohl aus der Steckdose!" allen Ernstes für ein Sachargument. Kein Wunder gibt es einen gravierenden Ingenieursmangel in Deutschland! Die Japaner könnens besser.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 16:30

Auch haha,Herr Würz !

Markus Teuber (arathorn)

Was ist ein Hybridauto eigentlich ? Doch auch nichts anderes als ein "Strom"-Auto mit (konventionellem) Hilfsmotor .Denn dies ist doch die eigentliche Idee (und Ideologie),die hinter der Sache steht (oder stehen müßte) .Da ca. 65% aller Auto-Fahrten in Städten ,mit Geschwindigkeiten unter 60 km/h und mit Entfernungen bis zu 70 km erbracht werden,müßte der Motoren-Schwerpunkt doch eindeutig auf dem "Strom-Antrieb" und nicht auf dem konventionellen Antrieb liegen,welcher nur der "Hilfsmotor" wäre,wenn obige Bedingungen überschritten werden. Offenbar liegt die derzeitige Sichtweise aber genau andersherum - der Strom-Teil ist der Hilfsmotor,der nur ein "bißchen zusätzliche Kraft" beisteuern soll! Und im anderen Fall würde dann auch ein "Solar-Baustein" am Auto mit Sinn machen. Ein viel wichtigere,alles entscheidende Problematik ist aber doch wohl die Frage,wie und wo denn "aufgetankt" werden soll?! Man stelle sich vor,aus jedem Miets-/Eigentumwohnungs-Haus hängen aus allen Fenstern eine gehörige Anzahl Kabel heraus,laufen über den Geh-/Fahrradweg und gar irgendwie über die Fahrbahn,um mein gegenüber geparktes Auto "aufzutanken"!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 15:53

Es gibt ein serienreifes Elekroauto

Ralf Müller (ralfreinermueller)

Es gibt schon lange ein serienreifes Elektroauto. Siehe http://www.think.no/ Eine Nachfrage meinerseits ergab einen Preis von ca. 25.000 Euro.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 12:50

So So

Ronald Gruenebaum (bruxman)

70% der weltweit erzeugten elektrischen Energie kommt aus fossilen Quellen (EU ca. 60%). Der Wirkungsgrad der Kraftwerke liegt bei ca. 35%, d.h. 2/3 der Primärenergie geht verloren. Dazu kommen noch einmal ca. 7% Leitungsverluste bis zur heimischen Steckdose. Es hat also derzeit überhaupt keinen Sinn, Autos mit Strom zu betreiben. Hier wird das Pferd vom Schwanz aufgezäumt. Erst muss unsere Energieerzeugung auf erneuerbare Quellen umgestellt werden, dann kann das Elektroauto kommen. Der umgekehrte Weg ist nicht anderes als ein Ökoverbrechen (aus Dummheit oder aus Berechnung).

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 12:22

@ Herr Weber

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Aber es geht hier um eine Lösung für den Massenmarkt. Selbst wenn es nur ein "Stadtauto" ist, wird ein Mindestmaß an Sicherheit, an Größe und an Leistung erwartet. Und den Komfort nicht zu vergessen. Und dafür reicht die Energie, die man alleine aus Solarenergie bereitstellen kann leider nicht aus. Natürlich krazen manche Prototypen immermal wieder an der 200km/h Marke, aber was sind das für Gefährte? Ich würde damit niemand, den ich nur etwas leiden kann auf eine Autobahn schicken. ;-) Über die Umweltverträglichkeit von aktuellen Batteriemöglichkeiten und ihre sinnvolle Nutzung haben sich schon genug andere ausgelassen. Wenn sich dort eine Lösung gefunden hat, dann kann man weiter denken. Bis dahin muss es einach zu großen Wirkungsgraderhöhungen bei den herkömmlichen Antriebssystemen (inkl. Gas) kommen. Meine Meinung: Solarautos - in den nächsten 30 Jahren auf keinen Fall. Solarenergie scheint schon eher eine Lösung zu bringen, aber leider nicht in Dtld. produziert!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 11:26

Reichweite von mehr als 100 KM !

Olaf Krone (okrone)

Guten Tag, die im Beitrag geschilderte max. Reichweite von 100 Km ist bereits bei weitem überschritten. Auch Geschwindigkeiten von mehr als 200 Km/h. Bitte entnehmen Sie die Informationen von der TESLA WebPage. MfG, Olaf Krone

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 11:05

Solarautos

Marc Stock (marcopolo79)

haben schlicht das Problem, dass der Wirkungsgrad einer Solarzelle heute irgendwo um die 15% liegt. Die Fläche die ein PKW bietet reicht schlicht nicht aus, um den Motor anzutreiben. Von der geringen Sonneneinstrahlung in D. reden wir jetzt mal besser nicht. Die Zukunft wird auch nicht im Elektroauto liegen. Hybridtechnik dürfte hier eher (langfristig) die Nase vorn haben. Als Übergangstechnologie bietet sich wohl Autogas an.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 10:54

Alternativ = gut!

Reinhold Eysel (Eysel)

Benzin, Diesel, Gas = schlecht. So läuft doch die ganze Diskussion! 1.) 100 Jahre Entwicklung stecken im Otto oder Dieselmotor. Dieser "Reifegrad" der Entwicklung muss erst mal von einer neuen Technologie erreicht werden! 2.) Wenn ich Strom in der Sahara produziere + transportiere ( politische + Abhängigkeits-Risiken ! ) habe ich enorme Transportverluste. 3.) Was kostet der Aufbau der Infrastruktur? Wer zahlt das wohl? Wird der Verbraucher das zahlen??? Wer sonst? 4.) Insgesamt SIND Autos sehr viel effizienter geworden. TROTZ all des "Zusatzkrams" der viel Strom verbraucht. Der Verbraucher WILL den "Kram" aber offensichtlich. Zahlt ihn. Ein Verzicht darauf, der ENORM sparen würde, wird nicht mal diskutiert. GEWICHT: Mein erster Golf wog 1000 Kg. Ein heutiger Golf leicht 1400. 5.) Ein Durchschnitts-Golf heute hat ca. 90PS. Vor 30 Jahren hatte er 60PS. Verbraucher WILL es! An der!!! Ecke sparen .... indiskutabel! Ebenso die Riesen-Vans! Verzicht? Neeeee.... das sollen "DIE ANDEREN" mal lieber regeln. Die BÖSE Industrie hat Bringschuld! Facit: Wenn wir heute mit moderner Motorentechnik 60 PS Autos ohne Zusatz-Gewichts-"Schnickschnack" fahren würden, wären 3 L Autos DIE REGEL!!! Das Problem WÄRE keines!!! l

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 10:20

Solarautos

Mathias Weber (skeiven-keiroon)

so lächerlich ist das meiner Meinung nach nicht, Herr Würz. Wie im Artikel schon steht versucht die Industrie (und die halbherzige Politik erledigt den notwendigen Rest, damit es funktioniert) den von der Mobilität abhängigen Nachfragern immer wieder "innovative" Technologien zu verkaufen. Ohne Frage sind von den Gesamtkosten einer Technologie, ca. 4/5 F&E-Kosten. Meine Aussage: 1997 ist schon mein Physiklehrer mit seinem Solarmobil vom Wohnhaus zur Arbeit gependelt. Fast jeden Tag. Es sind also andere Gründe die eine größere Rolle spielen. Weber

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
23. Juli 2008 05:27

Schlechte Recherche

Hans Soest (Mallon)

In Gesamtaussage stimme ich dem Artikel zu, er ist aber schlecht recherchiert. Mitsubishi Motors wird 2009 schon das erste Elektro-Auto auf den Markt bringen, Sie sprechen aber nur von GM. Bitte genauer die Faktenlage pruefen, bevor solche Sachartikel erscheinen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
22. Juli 2008 23:15

hahaha Solarautos - ich schmeiß mich weg

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Liebe Frau Weber, nichts für ungut, aber wissen sie eigentlich was sie da schreiben? Kennen sie die maximale Leistung, die die Sonne auf einem m² Fläche bringen kann? Dieser Wert liegt THEORETISCH bei 1KW/m². Das aber nur unter der Vorraussetzung, dass man eine Solarzelle mit 100% Wirkungsgrad hat. Sein sie froh wenn es 20% sind. Und dann haben wir noch das Problem das wir in Deutschland leben. Hier kommt die Sonne auf 100 - 150 Watt/m². Und jetzt können sie sich ausrechnen, wie viel Fläche notwendig ist um einen kleinen 50 PS Motor anzutreiben. Müssten etwa 37KW sein! Ansonsten kann ich vielen Vorrednern nur Zustimmen: 1. Es müssen umweltfreundliche Akkus entwickelt werden, bevor man an eine wirklich intelligente Nutzung von E-Autos denken kann. 2. Muss die Stromversorgung gesichert sein (vielleicht mit Parabolrinnenkraftwerken in der Sahara, die per Gleichstrom ans europäische Netz angeschlossen sind -> auch noch Spinnerei) . Und bis das Eintritt gilt nur eines: Effizenz, Effizienz, Effizienz.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
22. Juli 2008 21:41

Neues Patent: ca. 20 - 30% Kraftstoffersparnis durch Abgas-Wärmerückgewinnung

Heinrich Reents (Reents)

Der Autors wohl Recht. Der Verbrennungsmotor wird uns noch gut 2 Jahrzehnte bewegen wird - realistisch gesehen. Dennoch gibt es Hoffnung "Made in Germany". Mit einer neuen Universal-Technologie wird man durch Abgas-Wärmerückgewinnung ca. 20 bis 35 % (theoretisch sogar bis zu 55 %) KFZ-Treibstoff und Emissionen sparen können. Allerdings bedarf es dazu aber tatkräftiger Entscheider in den TOP-Führungsetagen der deutschen KFZ- und Zulieferindustrie. Dort ist die bahnbrechende Hochtechnologie zumeist auch schon bekannt. Hinter vorgehaltener Hand verweisen die KFZ-Hersteller (Erfinder ist dt. Automotive-, Maschinenbau- und Elektrotechnik-Professor Dr.-Ing.) auf die Zulieferer. Diese mögen doch dann mit dem fertigen Produkt wiederkommen. Die Zulieferer haben ihre Innovations-Budgets aber schon langfristig verplant usw. Schliesslich kann man mit der Entwicklung z.B. neuer Reifenmischungen doch satte 0,5 % Sprit sparen. Das ist doch was - oder ? Deshalb läuft es, wie schon immer (z.B. Hybrid, Rußpartikelfilter u.a.): man geht am besten gleich in die USA. Dort gibt es Leidensdruck, Geld, unternehmerische Entscheidungen und keine "Werbe-Sprüche" über Elektro-PKW. Schade Deutschland! Arnulf Nortmann Unternehmensberater Münster

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
22. Juli 2008 21:25

Pragmatische Sichtweise

Horst Trummler (Vandale6906)

Elektroautos machen sicherlich in fuer einige Anwendungen Sinn. In Ballungsgebieten mit guenstiger Stromerzeugung wie Oslo (Wasserkraft), Paris (umweltfreundliche Kernkraftwerke), Tokyo werden Elektroautos sicherlich eine brauchbare Alternative sein. Hier in der arabischen Wueste wo man am liebsten 30l Autos faehrt, die Bebauung weitraeumig ist und das Benzin 45 Hallal 7c (Koenigreich Saudi Arabien) oder 1000 Rial (Iran) kostet eher nicht. In Deutschland bieten Elektroautos die man mit Ueberschusstrom speisen koennte die einmalige Chance den Strom aus in oekoreligioeser Ueberzeugung erbauter umweltschaedlicher Windmuehlen ueberhaupt nutzen zu koennen (Derzeit kann nur ein geringer Teil diesen Stroms ueberhaupt genutzt werden). Vandale

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 15 von 29 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche