
... böser Feind, ergib Dich oder ich mache von meiner Schußwaffe gebrauch. Laut Paragraph xyz Absatz zxy darf ich das. Etwa so?

Die Androhung des Schusswaffengebrauchs erfolgt durch lauten Anruf: Englisch mit den Worten „United Nations – Stop, or I will fire!“ oder in Paschtu mit den Worten: ,Melgäro Mellatuna – Dreesch, ka ne se dasee kawum! (sprich: ,mellgärro mellatunah – dreesch, ka ne se dasee kawum; ne und se mit stummem „e“).
Auch darf auf flüchtende Taliban, die zuvor z.B. ein Fahrzeug mit deutschen Soldaten angriffen, nicht hinterher geschossen werden. (Quelle: BILD)

... erkennen wir in diesem Bericht. Nicht nur die Teufel Taliban müssen in Afghanistan bekämpft werden, sondern auch die Drogenbarone und die OrientCowboys die allgemein als Verbrecher zu bezeichnen sind. Weshalb verschwieg uns die Verantwortlichkeit diese Umstände? Wußten sie es selber nicht?
Das wird ein langer Kampfauftrag werden. Alles Gute an unsere Bundewehrangehörigen und die anderen Verbündeten aus allen Herrenländer.
Vor allem alles Gute an die Bürgerinnen und Bürger in Afghanistan, daß sie bald wieder frei sind von diesem Horror.

Mehr und mehr zeigen sich in Afghanistan Analogien zur sovjetischen Besatzungszeit: den vielfach als Besatzern empfundenen ausländischen Militärs gelingt es trotz grossen Einsatzes nicht, das Land zu kontrollieren, wobei selbst die "Lebensader" Fernstrassen immer nur teilweise unter Kontrolle stehen; an ihnen werden auch viele der Anschäge verübt, die schon deshalb für die Taliban "erfolgreich" sind, weil sie nicht verhindert werden können.
Im übrigen handelt es sich bei den Taliban ebenso wenig nur um "Terroristen" wie seinerzeit bei den Mudjaheddin, die von den Sovjets auch nur als radikalislamische Fundamentalisten dargestellt wurden.
Wenn nun unser Verteidigungminister daherkommt und behaupet, es handle sich in diesem Land nicht um einen "Krieg", weil die Taliban keine reguläre Armee seien und deshalb nicht als Combattenten behandelt werden könnten, dann befand sich die Wehrmacht in Jugoslavien gegen Tito auch nicht im Krieg, sondern nach der Kapitulation der königlich-jugoslavischen Armee nur noch im Anti-Terror-Kampf; ein interessanter Ansatz...

Danke für den interessanten Bericht.
Es wird deutlich, dass Stabilisierung Afghanistans nur gelingen kann, wenn man sie ganzheitlich betreibt, und das bedeutet auch, dass man die "Feinde Afghanistans" aktiv und offensiv bekämpfen muss. Unsere Verbündeten wissen das und handeln entsprechend. Die deutsche Politik will es nicht wissen und redet beschönigend bzw. irreführend, um nicht handeln zu müssen.
Im Rahmen der angelaufenen großen Operation im Süden werden die Taliban der Konfrontation ausweichen und sich im Norden Afghanistans konzentrieren, um dort massiv und mit geringem Risiko gegen "weiche" Ziele anzugreifen. Hoffentlich ist die deutsche "Taschenkarte" dann nicht nur marginal überarbeitet.

hat man das aus deutschem Munde noch nicht gehört.
Das Getön um die Bekämpfung der Taliban, und darum ging es ja bislang auschliesslich, war also nur Vorwand für den Kampf gegen eine allgegenwärtige Kriminalität in Afghanistan. Und Aufständische sind doch manchmal auch unsere Freunde, z.B. im Iran. Natürlich ist unbestritten, das Aufständische ein Volk auch terrorisieren können. Aber sie sind gleichermassen Teil des Volkes eines Landes, der bestimmte Ziele verfolgt, nämlich eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse. Wollten wir uns an der Bekämpfung dieser Bewegungen beteiligen, wäre unsere Bundeswehr mittlerweile über die ganze Welt verteilt.

So richtig erorbert hatten die Koalitionstruppen Afghanistan nie.

Die Strategie ist wohl einleuchtend. Möge sie auch erfolgreich sein. Ob es jedoch im Zusammmenhang mit der Wahl in Deutschland vermehrt Anschläge gegen deutsche Soldaten gibt und geben wird, wird nicht auszumachen sein. Jedoch, auch Deutschland steht im Krieg mit dem Terrorismus und die Front kann überall sein. Trittbrettfahrer gibt es allemal, auch auf der Ringroad in Afghanistan.