Polizeieinsatz in Urumqi am Montag

Uigurenproteste in China

Böse Mächte

China rückt die widerspenstigen Uiguren in die Nähe der Terrororganisation Al Qaida. Die Vereinigten Staaten haben Peking dabei in die Hände gespielt. Nun kann Peking sich als Opfer finsterer Mächte darstellen, aber auch einen entscheidenden Fehler begehen. Von Peter Sturm

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2009 19:44

Ist der World Uyghur Congress in München???

Sergej Schukov (Resident7)

Berlin nutzt die Unruhen in der westchinesischen Region Xinjiang zu scharfen Attacken gegen Beijing. Die Volksrepublik müsse "eine schnelle und vorbehaltlose Aufklärung" der blutigen Auseinandersetzungen in die Wege leiten, fordern einige Politikern. Einflussreiche deutsche Medien erklären die Minderheitenpolitik Beijings für "gescheitert" und sehen China vor der "Explosion". Die uigurischen Separatisten, die am Wochenende mit einem antichinesischen Pogrom die mörderischen Unruhen in Gang gesetzt hatten, unterhalten bereits seit Jahren enge Verbindungen nach Deutschland. Federführend ist der World Uyghur Congress in München, der im Westen um Unterstützung für die uigurische Sezessionspolitik wirbt. Die Organisation hat im Mai auf ihrer jüngsten Generalversammlung in Washington ihre nächsten Schritte festgelegt. Sie findet auch im Auswärtigen Amt Gehör. Der World Uyghur Congress hat kurz vor den aktuellen Unruhen zu Kundgebungen und der blutigen Gewalt am Wochenende gegen Beijing aufgerufen.

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07. Juli 2009 00:18

Was soll das ?

Anton Quarksahne (Wuhu11)

Sehr geehrter Herr Sturm ich möchte eine Erklärung.
Nachdem ich von den Unruhen im Fernsehn gehört habe, wollte ich mehr Informationen, Bilder, Hintergründe. Eben das was man in einer Zeitung sucht.
Mir ist klar das dies ein Kommentar ist, und somit eine Meinung wiederspiegelt. Hier finde ich freilich keine Auflistung harter Fakten, aber zumindestendens eine Erklärung wie sie zu diesem Bild gekommen sind wünsche ich mir schon, denn sie ist mir einfach nicht ersichtlich.
Sie beschuldigen die chinesische Regierung, aber, da setzt meine Frage an, wozu ? Das gibt es schon zuhauf, bisher war immer die Regierung schuld, was ist mit der Bevölkerung, den Han-Chinesen, den Uguren.
Gibt es öfters solche Proteste, waren diese friedlich, was tut der Auto normal Chinese um mehr Freiheit zu erlangen, die sicher beschränkt ist. Warum muss China die Freiheit der Bevölkerung überhaupt einschränken ?
Mir fällt es schwer meine Kritik in Worte zu fassen, der Hauptkritikpunkt ist nicht nur ihre Meinung sondern auch mit ihr Stil. Selbst die Aufnahme der Uiguren in die Terrorliste legen sie als "hoffentlich unfreiwillig" aus.
Wo steht denn Europa, USA in diesem Konflikt, können wir das nicht besser als die Chinesen mit der Verantwortung ?

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06. Juli 2009 23:39

Was soll das ?

Anton Quarksahne (Wuhu11)

Sehr geehrter Herr Sturm ich möchte eine Erklärung.
Nachdem ich von den Unruhen im Fernsehn gehört habe, wollte ich mehr Informationen, Bilder, Hintergründe. Eben das was man in einer Zeitung sucht.
Mir ist klar das dies ein Kommentar ist, und somit eine Meinung wiederspiegelt. Hier finde ich freilich keine Auflistung harter Fakten, aber zumindestendens eine Erklärung wie sie zu diesem Bild gekommen sind wünsche ich mir schon, denn sie ist mir einfach nicht ersichtlich.
Sie beschuldigen die chinesische Regierung, aber, da setzt meine Frage an, wozu ? Das gibt es schon zuhauf, bisher war immer die Regierung schuld, was ist mit der Bevölkerung, den Han-Chinesen, den Uguren.
Gibt es öfters solche Proteste, waren diese friedlich, was tut der Auto normal Chinese um mehr Freiheit zu erlangen, die sicher beschränkt ist. Warum muss China die Freiheit der Bevölkerung überhaupt einschränken ?
Mir fällt es schwer meine Kritik in Worte zu fassen, der Hauptkritikpunkt ist nicht nur ihre Meinung sondern auch mit ihr Stil. Selbst die Aufnahme der Uiguren in die Terrorliste legen sie als "hoffentlich unfreiwillig" aus.
Wo steht denn Europa, USA in diesem Konflikt, können wir das nicht besser als die Chinesen mit der Verantwortung ?

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06. Juli 2009 22:49

...mit heruntergelassenen Hosen

norbert doerre (ndoerre)

Wer sagt uns mit Bestimmtheit, daß ähnliche Vorgänge zukünftig nicht auch mitten in Europa stattfinden werden? Unsere Politiker haben alles daran getan und tun es auch weiterhin, diese Probleme durch künstlichen Zuwachs von Minderheiten zu fördern. Das geht nur solange gut, bis diese glauben, die Mehrheit in einer Region zu halten. Es wird zwar politisch von hoher Warte her stets abgewiegelt, so etwas könne in der modernen, aufgeklärten Zeit nicht mehr geschehen. Doch die Mittel dazu waren nie so wirksam wie gerade heute. Bei allen neueren Konflikten stellte sich stets heraus, daß es mit der Aufgeklärtheit der einen oder anderen Seite nicht zum Besten bestellt war. Toleranz bis zur Selbstaufgabe ist zwar das Gebot der Stunde in Deutschland und Europa; doch wenn sie sich als politische Schwäche oder als Destruktivität manifestiert, weil Politiker auf dem einen Auge des Grundgesetzes bereits erblindet sind, dann können auch wir bald mit Konflikten rechnen wie heute die Chinesen. Es muß nur der Zustand eintreten, daß für Ruhe nicht mehr bezahlt werden kann und die Verführer der Neuzeit im Bild der Medien oben herum in feinstem Zwirn erscheinen, aber unterhalb des Bildrands mit heruntergelassenen Hosen und barfuß dastehen.

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06. Juli 2009 19:18

"Sinisierung"

josef fritz (fritzjosef)

Die Han-Chinesen haben in "Uiguristan" (Tibet, Qinghai, Innere Mongolei,etc. idem) "nichts verloren", ausser ihrem Interesse an Rohstoffen und ihrem Weltmacht-Streben. In China ist gerade ein Buch Bestseller, das chinesische Ansprüche auf Sibirien beschreibt, und als ausgemacht darstellt, das dem "Volk ohne Raum" der Han-Chinesen (15 % Überschuss von Männern durch Abtreibungen von Mädchen) Sibirien "zusteht und gehören wird". Schleichend wird schon auch dort "sinisiert". Muß die "volkschinesische" Hybris wirklich in einem möglichen Weltkrieg enden (der "Shanghai Cooperation Treaty"- Gruppe vs. NATO & Allierte) ? Ein Krieg Israel-USA / Iran, einem Hauptliferanten von Öl und Rüstungs-Kunde Chinas, könnte die Lunte sein.

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06. Juli 2009 18:26

@Pino

Jakob Knoblauch (Knoblauch_1323)

Was ist/war das besondere am Bürgerkrieg in Sri Lanka? Nun? Kommen Sie drauf?
Es ist/war der einzige größere Krieg ohne islamische Beteiligung...

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06. Juli 2009 17:18

Herr Pino,

Christian D (Christian-De)

selbstverständlich wird das toleriert.
Aber was ist mit Tibet? Und den vielen anderen Regionen in China?

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06. Juli 2009 14:48

Einseitiger Kommentar

Marco Pino (Neutrino)

Natürlich kann man relativ einfach dem chinesischen Regime Vorwürfe machen, gerade was den Umgang mit Minderheiten angeht. Doch wie man in verschiedenen Medien erfahren kann, ist die Sache längst nicht so einseitig, wie sie hier von Herrn Sturm gezeichnet wird. Von Menschenjagden ist zB bei WeltOnline die Rede, wohlgemerkt, von Hetzjagden auf Chinesen, durch bewaffnete und gewalttätige Uiguren. Man muss sich ohnehin wundern: hat den Uiguren denn noch keiner was von Multikulti erklärt? Wohl kaum. Das erklärt wohl, warum Herr Sturm Verständnis für die Angst der Uiguren hat, im "eigenen Land zu Fremden" zu werden. Hach, so viel Einfühlsamkeit würde man sich als Deutscher aber auch manchmal wünschen. Irgendwie scheint die Wahrnehmung der Welt zunehmend zu pervertieren. Wenn ich mir mal sachlich und objektiv die Nachrichten auf den üblichen Newsportalen anschaue, stelle ich eigentlich fest, von Afghanistan, Palästina, Indien und Pakistan, Somalia, Ägypten, Jemen,... Paris Saint Denis und Berlin Neukölln,... nun eben noch die Uiguren... irre ich mich, oder findet man Konflikte auf diesem Planeten eigentlich fast nur da, wo der Islam auf Andersartige stösst? Das ist ne objektive Feststellung. Mal sehen ob man die hier duldet....

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06. Juli 2009 14:17

Status Quo in China

Karsten Krug (kkrug)

ist es im Namen des Fortschrittes einfach historische Gebäude abzureissen. So geschehen und auch schon "seen in TV" in Peking, Shanghai, Lhasa usw. Was ungewöhnlich ist, das es zu Unruhen mit 140 Toten gekommen ist.
Der Westen sollte vorsichtig sein, sich einfach auf die Seite der Uiguren zu stellen. Ansonsten kann der Westen auch noch mal begründen, was er in Afghanistan macht. Es grenzt nämlich an "Ostturkistan". Die Gründe scheinen äußerst offensichtlich...

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