
Ob man nun die exakte Marge der Bank kennen muss, sei dahingestellt. Ich stimme dem Autor zu, dass die Kenntnis wichtig ist, bei welchem Kredit die Vorteile der Verkäufers und/oder der Bank liegen. Denn schließlich sucht der Verkäufer nach Argumenten für "sein" Produkt und wird auch von der Bank in der Hinsicht unterstützt.
Nur die Marge ist wahrscheinlich aber auch nicht ausreichend, weil die Marge vermutlich nicht 100% mit dem Verkäufer-Interesse übereinstimmt und eventuell Incentives für weitere Verzerrungen sorgen.
Also bleibt es am Ende doch dabei, dass der Kunde wissen muss, was er will und sich dieses Produkt zu günstigsten Konditionen einkauft (sofern er genau das überhaupt bekommen kann).

Die anfangs genannten Feststellungen sind entscheidend: Solange der Immobilienkäufer erst kauft und dann finanziert hat die Bank die Zügel in der Hand. Zeit ist Geld - keine Zeit kostet Geld.
Richtig ist auch, dass die Kreditnehmer wohl fast nie die Finanzierung mit allen Zinsen und Nebenkosten einfach mal ins Excel hacken und Zahlungen, Zinsen, Tilgungen etc. Monat für Monat in alle Ruhe vergleichen. Das würde bei vielen sicherlich zu erstaunlichen Erkenntnissen führen.
Die letzten Absätze bezüglich der Margen für die Bank kann man getrost als akademische Diskussion beiseite legen.
Der Investor fragt sich: Was interessiert mich die Marge der Bank?
Die Bank empört sich: Was interessiert den Kunden die Marge der Bank?
Ergo: Die Marge der Bank gehört in die Kategorie Wagnis und Gewinn und ist damit Geschäftsgeheimnis der Bank. Zu welchem Zinssatz die Bank Geld leiht (vom Sparer) ist Sache der Bank, zumal sie es über 10 Jahre sicher selbst nicht genau wissen wird.