Elfriede Jelinek kommentiert im Internet den Inzest von Amstetten

Elfriede Jelinek deutet Amstetten

Hier gilt das Wort des Vaters

„Im Verlassenen“ heißt ein kurzer Text, mit der die österreichische Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek auf ihrer Homepage den Inzest-Fall von Amstetten kommentiert. Der Text zeigt: Der Fall ist monströser als ihre schlimmsten Visionen. Von Rose-Maria Gropp

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Mai 2008 11:56

schöner text von frau Gropp

Lisa Bionda (lisabionda)

vielen dank. ist es nicht wahnsinn, meine herren schmitt und schmidtm-arndt, dass eine solche giftspritze wie jelinek nicht fähig war in all ihren büchern, eine solche von einem mann begangene tat auch nur annähernd zu beschreiben? und die bachmann in malina, welch ein versagen. ich dachte, sowas schlimmes wie in malina könnte nur einer hasskranken frauenfantasie entsprungen sein, aber ein wirklicher mann schlägt selbst die abartigsten ausgeburten dieser schriftstellerinnen. ja, der nobelpreis sollte nur an männer vergeben werden. nobel nobel

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13. Mai 2008 11:46

Was ist Literatur?

Jürgen Schmidtmann (schmidtmann3)

Die Welt von Elfriede Jelinek ist klein, sie hätte doch besser öfters Österreich verlassen sollen. Wer sich selbst gefangen nimmt, dem ist es auch nicht gegeben, Gefangensein anderer erklären zu wollen. Wer dazu aber auch noch geistig gefangen ist, ich kenne den Grund nicht, der wagt es dann auch die Trinität Gottes mit diesem Monstrum Fritzl in einem Atemzug zu nennen. Wer sich so vergaloppiert, der schreibt nicht Literatur sondern begibt sich in die Zonen, die alle Deutungen zulassen, aber so kein Standpunkt, keine Hilfe, kein Denken mehr hilft, den Sumpf zu verlassen. Wie konnte diese Frau Literatur-Nobelpreisträger werden. Das weiß wohl nur die Trinität.

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13. Mai 2008 09:55

@ Herrn Arndt

Thomas Schmitt (redfish)

Dass die unglaublichen Taten des Josef F. einen Hass auf diesen Mann auslösen, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Geht mir selbst genauso. Jeder Mensch geht mit diesen Hassgefühlen anders um, um sie zu verarbeiten, um den Hass zu kanalisieren, denn das muss sein - schließlich leben wir nicht in einer Lynchjustiz-Gesellschaft, sondern in einer zivilisierten Welt, und auch ein Mensch wie Josef F. hat trotz allem Anspruch auf einen fairen Prozeß und auf die menschliche Behandlung, die er seiner Tochter nie hat zukommen lassen. Frau Jelinek kanalisiert diesen Hass auf literarische Art und Weise. Ich weiss nicht, was es daran zu kritisieren gibt - wäre es Ihnen lieber, die würde mit der Keule auf Josef F. losgehen?!? Was menschlich verständlich wäre, aber nicht sein darf, denn Unrecht kann niemals durch ein anderes Unrecht ausgeglichen oder gesühnt werden.

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