Bleibt ein Modell: der Transrapid in München

Nach Krisensitzung zur Magnetschwebebahn

Münchner Transrapid-Strecke wird nicht gebaut

Erst im Herbst hat Edmund Stoiber den Durchbruch für die Transrapidstrecke zwischen dem Münchner Flughafen und der Innenstadt verkündet. Doch die Strecke wird wegen drastischer Kostensteigerungen nicht gebaut. Das Projekt sei „gescheitert“, erklärte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. März 2008 12:03

Hightech Zeichen von München bleibt die Wiesn - zum Aus des Transrapid

Wolfgang Reichelt (wrbrk)

Hurra, der Transrapid ist Tod! Bund, Land, Stadt, Hersteller - sie sparen Milliarden
- wer zahlt eigentlich die Alternative? die kostet fast nichts, denn sie läuft auf meist vorhandenen - durchweg leeren Bahnstrecken, kann/muß an jeder Ecke anhalten, braucht keine zusätzlichen Tunnel, keinen Schienenwechsel (der ICE Ffm/Köln brauchte neue schon nach nur 3 Jahren), erlaubt bestimmt auch Güterverkehr und die Wiesn bleibt DAS Hightech Zeichen für das Megacenter München. Wieder eine moderne Technik in Deutschland am Ende. Hier sind sich offenbar viele Politiker einig, wozu neue Technik? unsere jungen Ingenieure können ja gleich dahin gehen, wo Ideen auf fruchtbaren Boden fallen und sowieso die Wirtschaft boomt. Transrapid in China, Kfz- Elektroantriebe in Indien/USA Kfz-Batterietechnik in Israel... bleibt uns doch die Mitarbeit an alten Kohle- Atom- und Gaskraftwerken, vielleicht noch etwas Kohlefördertechnik? Oder Verbrennungsmotoren(die in 10 Jahren keiner mehr braucht) - ARMES DEUTSCHLAND! Wo bleiben unsere Visionen?
Der Industrie und dem Kapital fehlt genauso der Weitblick. Es geht um einen Invest in die Zukunft von 3 Mrd €, woanders werden von einem Banker 4 Mrd verzockt!
Wolfgang Reichelt Bruchköbel

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27. März 2008 11:44

Transrapid

Werner Eickhoff (WernerEickhoff)

Ein Land, das nicht einmal mehr seinen Sozialverpflichtungen nachkommen kann, braucht auch keinen Transrapid.

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27. März 2008 11:39

Wieviel haben die gescheiterten Projekte den Steuerzahler gekostet?

stephan halbeisen (drhalbeisen)

Ist einem Leser dieser Zeitung bekannt, wieviel Geld diese "gescheiterten",( richtig wäre von, von vornherein völlig sinnlosen Projekten zu sprechen) , Projekte den Steuerzahler schon gekostet haben ?

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27. März 2008 11:28

typisch ...

Andreas Winkler (fonzie)

... deutsch. Für größere Industrieprojekte ist hierzulande einfach kein Platz mehr - oder nur unter größten Geburtswehen. Wieso auch, uns geht es doch toll, der Wohlstand ist im Grungesetz verbrieft - da kann doch nix mehr schiefgehen. Egal ob Flughafenausbau Rhein/Main, Airbus-Halle in Hamburg (mein Gott, die Apelbäumchen), A380, Eurofighter, Kernergie oder nun der Transrapid - alles Pfui, alles muss von aufgeklärten Bürgerinitiativen bekämpft werden. Damit wir endlich ins kuschelige Ökoparadies abgleiten können und die Welt retten!

Aber es bleibt ein Trost - falls wir doch mal wieder eine Plutoniumaufbereitsungsanlage oder einen Transrapid brauchen: die Chinesen können uns versorgen. Wenn sie wollen.

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27. März 2008 11:24

..ein nicht verkaufbares Produkt??

Gernold Frank (gfrank)

Wie wollen wir es denn schaffen, wenn im eigenen Land die Errichtung einer echt genutzten Strecke - und das ist eben nicht Ems-Land - nicht möglich ist?!
Ich bin nicht unbedingt ein Freund der Münchner Lösung, aber es war aus meiner Sicht die letzte Chance für D.
Man stelle sich vor, BMW baut einen neuen, hochgelobten etc. 9-er (oder ein anderes Premium-Kfz eines anderen dt. Herstellers), der im eigenen Land nicht verkaufbar ist!
Konsequenz: Verkauft die Technologie, soweit sie nicht bereits `abgekupfert´ ist (Stichwort: Weiternutzung China) und stellt die Teststrecke asap ein!
Jeder öffentlicher Forschungs-€ ist ab sofort einer zuviel.

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27. März 2008 11:20

Transrapid ja, Kurzstrecke nein

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Braucht München wirklich einen Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen? Diese Frage sollte man strikt von der Frage, ob der Transrapid ein zukunftsfähiges Transportmittel ist, trennen.
Dass die neue ICE-Strecke nach Nürnberg am Flughafen vorbeigeplant worden ist, spricht nicht für ein schlüssiges Gesamtkonzept der Münchener Verkehrspolitiker.
In dieser Gemengenlage kann aus dem Transrapid nchts werden. Eine stimmige Strecke muss her. Z.B. Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Wien-Budapest. Oder München-Innsbruck-Mailand-Turin. ...irgendein Rahmen, der die Vorzüge der Technologie, die Reisegeschwindigkeit, betont muss her. Die Verbindung von der Münchener Innenstadt zum Flughafen kann über eine Express-S-Bahn o.ä. besser bedient werden.

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27. März 2008 11:06

Halleluja

Stefan Sieber (schoener-laufen)

Zumindest ein Milliardengrab könnte uns damit erspart bleiben. Da die 925 Mio. Euro ja jetzt frei sind, könnte man sie evtl. in den längst überfälligen Ausbau/Sanierung der DB-Schnellstrecke in Ost-West-Richtung stecken. Wie wär's mit nem Projekt Paris-Köln-Kassel-Berlin-Warschau. Wäre zur Abwechslung mal was sinvolles, dass positive ökonomische Effekte hätte und zugleich etwas Verbindendes im Geiste der EU!

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27. März 2008 11:05

Kann mir das jemand erklären?

Harry Hain (zx10)

Aber bitte nicht politisch. Denn da geht alles oder überhaupt nichts.
Mich interessieren die Gründen für hohe Kosten. Ist das technisch bedingt (Auflagen), lohnbedingt etc. Vielleicht sollte Chinesen den Transrapid in München bauen. Wäre bestimmt billiger. ;-)

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27. März 2008 09:50

Falsches Projekt

Marvin Parsons (mapar)

Der Transrapid kann als S-Bahn-Ersatz seine Vorteile kaum ausspielen. Viel besser wäre eine mittlere oder lange Distanz, beispielsweise München-Frankfurt über Augsburg, Ulm, Stuttgart und Mannheim/Heidelberg. Die Entscheidung für ICE-Neubaustrecken statt Transrapid war ein historischer Fehler. Man hätte für weniger Geld Fernverbindungen bauen können für den Transrapid, der auch noch weniger Energie verbraucht als die Eisenbahn.

Jetzt darf der Steuerzahler bereits die Erneuerung der Schienen auf der fast neuen ICE-Strecke Frankfurt-Köln bezahlen, die die Belastung nicht aushalten. Tempo 300 mit dem Zug ist eben nur zu hohen Kosten zu haben, während der Transrapid seinen Fahrweg nicht mal berührt und kaum verschleißt. Die durch technikskeptische Mentalität in den 80er Jahren gefallene Entscheidung gegen ein Transrapidnetz und für den ICE wird uns noch für Generationen finanziell belasten. Die Flughafenstrecke in München war nur ein recht hilfloser und untauglicher Versuch, die Technik doch noch irgendwie in Deutschland zu sehen.

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