bin des besten Willens bereits gewesen, am 13. April mein "Nein" abzugeben zu einer Hinderung der Umsetzung des Projektes, und da, siehe: wird doch nichts daraus... Genauso, wie aus dem TECHNISCHEN FORTSCHRITT, der REALISIERUNG DER IDEEN DER ZUKUNFT.
Das ist schon tragisch! Da gibt es in Deutschland eine der hierzulande seltenen internationalen Spitzentechnologien, die offenbar auch noch einwandfrei funktioniert und keine umweltrelevanten negativen Nebenwirkungen hat - und die scheitert am finanziellen Sankt Floriansprinzip, an der Technikfeindlichkeit und an der deutschen Planungsbürokratie. Das ist halt typisch deutsch: Wenn der Deutsche sonst nichts mehr hat, hat er immerhin noch Bedenken. Der schlafmützige Michel ist zu Recht die Nationalfigur der Deutschen.
Das Ende vom Lied wird sein, dass die Chinesen das Patent erwerben oder die Technologie einfach stehlen und selbst damit Geschäfte machen. Da kann man nur noch den Kopf schütteln oder ihn gegen eine Wand schlagen.
Mit solchen Provinzpossen spiessiger Politiker wird Deutschland wieder einmal lächerlich gemacht. Lasst den Transrapid, ein weltweit einmaliges Produkt deutscher zukunftsweisender Spitzentechnik, im Emsland doch weiterhin im Kreis rumfahren. Da beklagt man auch noch den Mangel an deutschen Ingenieuren. Was sollen die denn hier machen? Nur bei BMW und Mercedes spritfressende Protzautos bauen?
Planungssicherheit ist das, was in München fehlte. Der Fehler liegt ganz klar bei der CSU Regierung. Dies ist bereits das dritte Mal in der Bundesrepublik, dass eine Transrapid Strecke scheitert. Das darf kein weiteres Mal passieren. Deutschland braucht eine Transrapid-Strecke! So steht es auch im Koalitionspapier. Soll die Bundesregierung doch endlich ein klares Bekenntnis zur Strecke Amsterdam-Hamburg abgeben. Das Eurorapid-Projekt wird schon lange von den dort ansäßigen Handelskammern und Politikern unterstützt. Außerdem werden hier Ballungsräume verbunden, die ein hohes Fahrgastaufkommen versprechen. Warum also noch länger warten? Warten bis China seinen eigenen Transrapid vertreibt?
Es ist mir auch ein Rätsel, wie es sein kann, dass die Planer derart daneben liegen können. Das jetzt veranschlagte Geldvolumen ist doppelt so hoch wie der ursprüngliche. Wie kann das sein? Sitzen im Planungsgremium Laien? Haben die keine Experten zu Rate gezogen? Oder haben sie erstmal niedrig veranschlagt, damit der Plan durchgeboxt werden kann?
Es ist ja kein Einzelfall. In Dresden steigen die Kosten bei jedem neuen Brückenvorschlag an. Was haben diese Leute eigentlich studiert, dass sie eine Zulassung dafür bekommen, eine solche Planung zu leisten?
Es wäre schön zu erfahren, was da für technische Schwierigkeiten dazu gekommen sind, die auf einmal hinderlich sind. Und ob die vorher unbekannt waren (ich schätze, sie waren es nicht).
Es ist eine Schande, dass das Project in einem auslaendischem Land gebaut werden kann, aber nicht im Land wo es erfunden wurde. Es ist ein anderer deutscher Scandal!!
Henry-George
Diese Entscheidung hat doch letztendlich keinen gewundert: Der Quasi-Monopolist auf der Rad-Schiene-Technologie (Bahn AG) hat es nicht geschafft, eine alternative Technologie wirtschaftlich darzustellen - und damit potentiellen Wettbewerb im Keim erstickt. So war es schon bei Hamburg-Berlin und beim Metrorapid. Als Betriebsführer kam für die Politikvertreter der Deutschland AG nur die Bundesbahn infrage - ein Unternehmen, das dem Standort Deutschland verpflichtet ist. Die hatte sich - zumindest in der Führung - jedoch schon längst Eigeninteressen zugewandt und den Transrapid so umarmt, dass der am Ende nicht mehr wirtschaftlich war.
Warum sollte sonst der Transrapid eine 50% längere Strecke mit mehr Haltepunkten fahren, warum ins Tarifkorsett des ÖPNV gezwängt werden? Oder in München: wofür braucht der Transrapid Tunnels? Anfänglich sollte er ja auf der bestehenden S-Bahn-Strecke fahren!
Aber so ist es halt: Wenn man die Frösche fragt, wird der Teich nicht trockengelegt. Dass allerdings die Industrie dem Treiben kein Ende gesetzt und sich selbst um den Betrieb des Transrapid gekümmert hat ist ein Trauerspiel - jedoch ist die Bahn Hauptkunde der Bahntechnikindustrie und dem macht man keine Konkurrenz.
Optimisten haben diesen "Sieg der Vernunft" in der Tat schon erwartet. Stoiber sollte nicht öffentlich desavouiert werden, da war es einfacher, seine Demission abzuwarten und dann - einmalig in der Geschichte öffentlicher Ausschrebungen!! - eine Überschreitung des veranschlagten Kostenrahmens als Feigenblatt-Argument für die stille Beerdigung des Projektes heranzuziehen.
Trotz aller Peinlichkeit dieses durchsichtigen Schachzuges: wir sollten froh sein, daß der BRD (=dem Steuerzahler) diese unvernünftige und sinnlose Ausgabe erspart bleibt. Danke!
Falsch! Sie wollen uns nicht sagen, daß sie verantwortungsvoll mit unserem Geld umgehen. Nein sie wollen uns sagen, daß sie unser Geld lieber verantwortungslosen Banken hinterher werfen als es in Zukunftstechnologien zu investieren. Übrigens, warum die Kosten so dramatisch gestiegen sind verschweigt man lieber. Auch hier trägt unsere Politik wohl eher die Schuld. Frau Merkel würde natürlich sagen, daß die Haushalte entlastet werden müssen, nur, wenn es dann wieder um sogenannte Familienpolitik geht, wird wieder beidhändig ausgegeben. Wenn dann morgen keine Technologien mehr vorhanden sind, weil man sie an China verschenkt hat, dann ist Frau Merkel natürlich schon lange in Pension, die übrigens deutlich üppiger ausfällt als bei einem Durchschnittsrentner.
Für eine STeigerung der Kostenplanung von 1,85 auf über drei Milliarden innerhalb on 6 Monaten fände ich allerdings auch mal eine Erklärung interessant...
unabhängig davon kann ich Herrn Parson nur zustimmen: Bei 500 kmh Beförderungsgeschwindigkeit und extrem geringen Betriebs-/Verschleißkosten erscheint mir der Transrapid eher als ALternative für längere Strecken wie z.b. Köln Frankfurt oder sogar Städteverbindungen wie Berlin-München, auf denen sie die Flugverbindungen ersetzen kann.
und abschließend noch: Ständig wird von Politik und Wirtschaft popagiert dass der Export unserer hochentwickelten Technologien das sei, was uns in Zeiten der Globalisierung den Lebensstandard erhaöten wird, zurecht wie ich finde, aber warum packt man ein solches Projekt, in dem es um eine mögliche Technologie der Zukuft geht dann nicht mal an!? China jedenfalls dürfte auf dem besten Weg sein die Transrapid Technologie zu kopieren, aber vielleicht können wir ja ein paar Millionen sparen, wenn wir die deutschen Transrapidstrecken in einigen Jahren einfach von chinesichen Firmen bauen lassen...
Abgesehen vom Scheitern der letzten Stoiberschen Luftnummer bleiben hier doch einige zu klärende Fragen, bevor man den Deckmantel des Schweigens über das gescheiterte Projekt wirft:
1.) Wie kann eine Verdopplung der Kosten innerhalb von 6 Monaten geschehen? Aus meiner Sicht war die erste Schätzung eine politische Schätzung um das Projekt in,s Laufen zu bringen, der dusselige Steuerzahler hätte wahrscheinlich die Lücke stopfen müssen falls es zum Bau gekommen wäre, die Verantwortlichen für diese Schätzung sind mindenstens verantwortlich für die Kosten, die in der Zwischenzeit durch die Weiterverfolgung des Projektes aufgelaufen sind.
2.) Die erwähnte Forschung am Transrapid ist meines Wissens auch mit Staatsmitteln erfolgt, dies ist sofort abzustellen, der Zug ist offensichtlich ein Ladenhüter, falls Siemens hier weiter eigenes Geld verbrennen will, gerne.
3.) Die Rolle sowohl der Staatskanzlei Münschen, als auch des Verkehrsministeriums, die sich getreu nach dem Motto "Meine Name ist Hase" hinstellen.
Sind die Projektverantwortlichen in den Institutionen unterbelichtet oder sind es ahnungslose Wichtigtuer, die ihr Geschäft (zeitnahe Kontrolle, Überblick etc.) bei einem solchen Mammutprojekt nicht ausfüllen?
Das ist eine sehr gute Nachricht für München und Bayern. Die als Begründung angegebenen Kostensteigerungen scheinen mir nicht schlüssig. Ich vermute vielmehr, dass der bayerische Finanzierungsanteil von ca. 500 Mio dazu benötigt wird, die Bayerische Landesbank vor dem Konkurs zu retten. Bei einem Engagement von über 20 Milliarden in US-Immobilienanleihen dürfte in der nächsten Quartalsbilanz ein erheblicher Wertberichtigungsbedarf anstehen. Das Geld ist also trotzdem weg, Herr Huber sollte seinen Hut nehmen.
dann hat die Wühlarbeit von Lobbyisten wieder einmal gefruchtet wie schon bei dem früheren Projekt Hamburg-Berlin.
Dabei geht und ging es nie um die Sache und um eine vernünftige Technologie sondern um spinnerte Technologie-Gegner und Wühlarbeiter aus der Bahn- und Bahn-Zulieferungsbranche.
Für Pleite-Banken des Bundes sind Milliarden zur Verbrennung auf Abruf innerhalb 2 Tagen vorhanden, für Investition in die Zukunft gibt nichts.
Ich frage mich, wieso die Deutschen so viel Geld in dieses Projekt gesteckt haben und am Ende bauen sie es nicht. Das ist doch irgendwie bescheuert. Aber es zeigt den Unterschied zw. einem Land wie China und uns . Die machen und wir sind mal wieder die zögernden Michel. Einst war Deutschland das Land der Ideen und der Hochtechnologie. Entscheidungen wie diese tragen mit dazu bei, dass wir nur ein Staat unter vielen sind. Versager!
Deutschland wirft die Steuergelder lieber für idiotische Windmühlen und anderen Öko-Blödsinn oder viel zu teure, dreckige Steinkohle aus dem Fenster. Weiter so! Ausländische Wettbewerber lachen sich ins Fäustchen, wie Deutschland die Zukunft der nächsten Generationen verspielt.
Ernst-Markfried Kraatz
