Reaktionen auf die Kartellamtsentscheidung

Untergang am Samstag um 15.30 Uhr

„Ein Schlag ins Kontor“, „Ungeheuerlichkeit“, „beinahe Nötigung“ - die Vereinsvorstände der Bundesligaklubs kannten die Entscheidung des Kartellamts gegen die Vermarktungspläne der Deutschen Fußball Liga bereits seit gestern Abend und reagieren heftig - mit einer Ausnahme. Von Michael Ashelm, Bonn

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Juli 2008 15:17

Gratis-Fussballübertragung im TV vor 20:00

Franz Holzinger (franzholz)

Das Kartellamt verlangt als Ausgleich für die Kartellbildung über die DFL, dass Fussballspiele zugunsten der Verbraucher auch im Free-TV zu einer Zeit vor 20:00 zeitnah gesendet werden müssen. Es ist aber nicht nachzuvollziehen, warum das kostenlos an alle Verbraucher übertragen werden müsse. Man hätte dennoch von jedem Zuseher Geld für die Freischaltung der Übertragung verlangen können. Es gibt ja auch keine Möglichkeit, zu gewissen Zeiten kostenlosen Strom, ein Telefonat ins Ausland oder ein kostenloses Ticket für jedes Fussballspiel zu bekommen. In Zukunft muss eben jeder Fussballverein die TV-Übertragungsrechte seiner Bundesligaspiele alleine mit den Besitzern der Fernsehsender aushandeln, ganz ohne die DFL. Ob das im Sinne der Verbraucher sein wird, wenn dann die Spiele der besseren Vereine wie Bayern München nicht vor 20:00 gesendet werden?

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26. Juli 2008 14:14

Herrn Pino nur bei vermehrbaren Gütern funktioniert der 'reine Markt'

Paul Rabe (heidelpaul)

Ich glaube wir führen hier, am Beispiel des Fußballs, eine viel grundsätzlichere Diskussion über Märkte insgesamt. Bei Märkten handelt es sich immer um Relationen von Knappheit, ein knappes Gut wird also gegen ein anderes knappes Gut getauscht. Märkte haben sich besonders dort sehr gut bewährt, wo hohe Preise dazu führen, daß das Angebot, also die Menge an knappen Gütern steigt wenn der Preis steigt. Die führt zu einem Gleichgewicht und irgendwann endet die Preissteigerung. Dort wo aber prinzipiell knappe Güter nicht vermehrbar sind, steigen nur die Preise, dort versagt die eigentlich gewünschte Wirkung, daß nämlich durch eine Mengenausweitung der Preis zu einem Gleichgewicht kommt. Diese Situation haben wir auf dem Markt für Fußballer. Dort ist es völlig egal wieviel besser die Spieler werden oder wie stark auch immer die Menge an guten Spielern weltweit steigen mag. Nur der Verein mit den BESTEN Spielern kann gewinnen. Es können also prinzipiell nur die Preise stiegen aber nie die Menge, schließlich dürfen nur 11 Spieler aufs Feld. In so einem speziellen Fall versagt der Markt. Auch wenn die Vereine das doppelte durch das Fernsehen verdienen, das wird nichts nutzen, trotzdem wird man sich gegenseitig die guten Spieler wegkaufen.

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25. Juli 2008 23:03

Zu guter letzt noch eins...

Marco Pino (Neutrino)

...zum Thema PayTV. Ich zahle derzeit - ich glaube - 10 EUR oder 15 EUR für Bundesliga im Monat. Mein Gott, da gibts nicht mal Stehplatzkarten für. Vielleicht sinds bald 20 EUR, oder 25. Aber dann ist Schluss. Dann reguliert sich das von alleine: die Anzahl der Leute, die bereit sind, so viel zu bezahlen, nimmt rapide ab. Auch für Premiere gilt die Marktwirtschaft: ist der Preis zu hoch, wird die Zahl der Kunden weniger. Am Ende kann Premiere mit einem günstigeren Preis mehr verdienen, wenn mehr Leute abonnieren. Darum geht es doch. Nicht höhere Preise, sondern einfach mehr Kunden. Es sollen mehr Menschen zum Abonnieren verführt werden. Und verglichen mit den anderen Paketen, die ich bei Premiere habe, ist das Preis-Leistungsverhältnis beim Fussball für mich als Fan unschlagbar. Wer nicht bereit ist, das zu bezahlen, kuckt halt Free TV, nur ein bischen später. Ich finde das nicht asozial oder verwerflich. Ich finde das ok. Ich möchte aber, dass das Geld den Vereinen zukommt, und keinem Leo Kirch. Ich möchte, dass davon Stadien und Internate gebaut und betrieben werden. Ich möchte, dass davon der EIN oder ANDERE gute, ersktklassige Ribery oder Toni gekauft wird, und das nicht nur von Bayern. Mehr nicht. Dann ist die Welt in ordnung

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25. Juli 2008 22:33

Nachtrag

Marco Pino (Neutrino)

Zum Thema Vermarkten der DFL noch etwas mehr: wir tun hier leider ein bischen so, als gäbe es nur schwarz und weiss. Die DFL strebt aber nicht nach Englischen Verhältnissen (ausführliche Free TV Berichte am Folgetag) oder Spanischen Verhältnissen (jedes Spiel zu einer anderen Uhrzeit). Bei dem vorliegenden Konzept wäre auch nicht zu erwarten gewesen, dass die PayTV Preise sich vervierfachen. Das machen die Verbraucher gar nicht mit, die Preise regulieren sich ohnehin, und mit IPTV (T-Home) hat Premiere auch einen Wettbewerber. In England ist das Preisniveau ohnehin viel höher als hier, deswegen ist dieser Vergleich des Kartellamts nicht wirklich passend ("80 Euro und nicht mal alle spiele Live). Alle diese Horrorszenarien suggerieren, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten: FreiTV gekicke auf Amateurniveau oder Creme-de-la-Creme für 80 Euro im Monat. Aber im Bestreben der DFL sehe ich den Wunsch, einen Mittelweg zu finden, zwischen Realwirtschaftlicher Notwendigkeit, und geliebter Tradition, zwischen Fanbedürfnissen und dem Wunsch, oben mitzuspielen. Ich wünsche Herrn Seifert alles Gute dabei, diesen Mittelweg zu finden. Und ich wünsche mir vom Kartellamt dasselbe Engagement, und zwar bei Eon, RWE und co... Merkwürdig, da tunse nix!!

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25. Juli 2008 22:24

@Morrissey und Rabe

Marco Pino (Neutrino)

Zu erst einmal vielen Dank. Ich finde es sehr erfrischend, hier mal wieder eine anständige Diskussion zu führen. Ich finde konträre Meinungen interessant, und halte auch nichts davon, diese einfach negativ zu bewerten. Jedem seine Meinung. Ändern tue ich meine aber nicht. Herr Rabe, auch Sie machen einen Denkfehler. Es ist wie mit der Ausländerregelung. Ich befürworte zB den Vorschlag 6/5. Da müssen aber alle mitmachen. Ich finde auch Ablösesummen wie Madrid und Co sie zahlen absurd. Aber, diese Vereine drucken kein Geld. Die Quellen sind manigfaltig, aber zu einem Grossteil kommen die Gelder nun mal aus dem TV. Wenn unsere Liga da nicht mitspielen will, okay. Das Problem ist, die anderen machen weiter. Auch Fussball ist global, ist ein Wirtschaftszweig. Und deswegen halte ich das grundsätzliche Bestreben der DFL, die Liga besser zu vermarkten für richtig und notwendig, um international mithalten zu können. Das auch mal wer verliert, liegt in der Natur des Sports. Aber immer verlieren ist sch***. Im Ürbigen reden wir bei Spielergehältern über Millionen, bei TV Einnahmen aber über Milliarden. Es ist nicht so, dass hier nur Spielergehälter auf der Strecke bleiben. Morrisseay, Marco ist männlich... wenn dann bitte Herr Pino! :-) MfG

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25. Juli 2008 18:08

Einschaltquoten für ARD und ZDF sichergestellt

Franz Holzinger (franzholz)

Die Entscheidung des Kartellamts dient dazu, die Einschaltquoten für ARD und ZDF sicherzustellen ohne dafür allzu viel bezahlen zu müssen. Oder es müssen für den Fussball die GEZ- und PC-Gebühren angehoben werden. Die angeblich demokratische Politik will es nicht hinnehmen, dass viele deutsche Seher am Wochenende hauptsächlich das Programm der Privatsender konsumieren. Warum sollen deutsche Fussballer, wenn sie in Deutschland spielen wollen, weniger Geld verdienen dürfen als jene in anderen EU-Ländern? Warum darf es nicht für jeden Fussballer in der EU das gleiche Recht auf freien Wettbewerb geben? Gerade die deutsche Nationalmannschaft hat doch auch bisher durch die Zuwanderung ausländischer Fussballer stark profitiert. In Zukunft werden sich die besseren ausländischen Fussballer aber wegen der höheren Gehaltsmöglichkeiten ein anderes Land als Deutschland aussuchen, um dort in der Nationalmannschaft mitzuspielen. Ohne Klose und Podolski wäre Deutschland in der letzten EM nicht sehr weit gekommen. Je höhere die Gehälter, die an Fussballer bezahlt werden, desto mehr Leute werden auch versuchen, in diesem Berufszweig Fuss zu fassen. Und die Stadien könnten dann ganz ohne öffentliche Gelder finanziert werden.

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25. Juli 2008 17:25

@ Herr/Frau Pino

O. Morrissey (Morrissey)

Nun der Wille der Mehrheit ist sehr fraglich. Auch wenn zu Nationalspielen Unmengen von Bürgern mitfiebern ist noch lange nicht gesagt, dass die Mehrheit unserer Bevölkerung die hohen Gehälter schätzt und würdigt. Ich selbst mit absoluter Fußballfan, auch auf Vereinsebene, würde aber eine Reduzierung auf ein Zehntel (wenn nicht noch mehr) der aktuellen Gehälter, sofort begrüßen. Die Reaktionen der Menschen sind allerdings nicht rational. Während man sich über zu hohe Managergehälter echauffiert, werden die i.d.R. weitaus höheren Fußballgehälter ignoriert. Zudem kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Es ist schon sehr fraglich, dass es unzählige IT Experten oder Spitzenärzte gibt, aber nur im Verhältnis eine Handvoll sehr guter Fußballer. Selbst wenn dann alle deutschen Stars ins Ausland abwandern und ausländische "Stars" nicht mehr gewonnen werden können, werden immer noch genügend sehr gute Fußballspieler vorhanden sein, dass Vereine mit entsprechendem Trainer und Umfeld ein attraktives Spiel vorlegen können. Der Untergang des Abendlandes aufgrund der fehlenden Millionen steht jedenfalls in keinster Weise bevor.

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25. Juli 2008 13:42

@Herrn Pino sie machen einen grundlegenden Denk-Fehler

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie machen einen grundlegenden Denkfehler wenn glauben Automobilunternehmen mit Fußballvereinen vergleichen zu können. Wenn alle weltweiten Automobilunternehmen in Zukunft doppelt so viel in die Qualität ihrer Fertigungsverfahren investieren, dann dürfte der relative Abstand der Unternehmen sich nicht ändern ABER(!) die Qualität der Autos wäre besser. Der Konsument hätte einen klaren Vorteil. Es ist eine Win-Win Situation. Wenn aber die Fußballvereine der Welt in Zukunft doppelt so viel in ihre Spieler investieren, was würde dann passieren ? Die Zahl der guten Spieler würde sich deswegen ja nicht erhöhen, jediglich der Preis pro Spieler, also das Gehalt, würde nach oben gehen. Man sieht es an der Gehaltsentwicklung der letzten Jahre. Jeder mittelmäßige Bundesligakicker verdient ja inzwischen (auch wenn man die allgemeine Teuerungsrate rausrechnet) deutlich mehr als Nationalspieler noch vor 20 Jahren. Dem Zuschauer nutzt das nichts, ob der Schweinsteiger 1Mio, 10Mio oder 100Mio verdient ändert an der Qualität des 'Produktes' Fußball gar nichts. Vereine konkurrieren untereinander im Sinne eines 'Nullsummen Spiels', sie können nicht alle gewinnen, egal wieviel die Vereine in Summe ausgeben, am Ende verliert doch einer.

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25. Juli 2008 13:39

@ Herr Pino

Paul Cripps (PaulCripps)

Ihr Gedanke, dass Internationale Turniere nicht als Idikator für die stärke einer Liga dienen können ist sehr richtig. Jedoch muss man zugeben, dass Fußballer größtenteils überbezahlt sind und die Summen die im Fußball fließen lächerlich sind. Wenn Real Madrid einen Christiano Ronaldo für 100 Mio. (oder vllt auch mehr) kaufen will muss man sich da schon mal an den Kopf fassen. Zudem macht es keinen Unterschied für die Vereine ob sie jetzt mehr Fernsehgelder bekommen, denn zur Zeit sind die stärksten Vereine von privaten Investoren aufgekauft die dann auch noch eine unmenge Geld in ihren Verein stecken.

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25. Juli 2008 12:26

@Herr Rabe

Marco Pino (Neutrino)

Es tun doch alle so. Nicht das alle Ihre Umsätze "verdoppeln" würden. Aber es streben alle Ligen und Vereine nach einer besseren Stellung, hier gibt es, mit Verlaub, eine nahelegende Parallele zwischen sprtlichem und wirtschaftlichem Wettbewerb. Wenn sich die deutschen als einzige hinstellen und dem olympischen Gedanken "dabei-sein-ist-alles" fröhnen, wird dies sicherlich im Sinne der anderen sein, aber nicht dem Geltungsbedürfnis zumindest der Mehrheit der Menschen in unserem Lande gerecht. Nun machen Sie aber mal folgendes, projizieren Sie Ihre Aussage doch mal auf einen anderen Wirtchaftszweig. Sollen Audi, Mercedes und Co. demnächst nur noch zweitklkassige Autos bauen, weil hauptsache, sie bauen welche? Sollen deutsche Maschinenbauer aufhören nach Weltklasse zu streben denn eine schlechtere Maschine funktioniert ja auch... irgendwie? Sollen deutsche Städte aufhören, sich im internationalen Wettbewerb zu positionieren, weil London und Paris ja sowieso größer sind? Wo würde das hinführen? Das Ziel, Weltspitze zu sein, ist doch kein verwerfliches. Im Übrigen verstehe ich Ihre 100-Spieler Rechnung nicht. Sie müssen das ganzheitlich sehen. TV Einnahmen finanzieren auch Stadien, Infrastruktur, Fussballinternate, etc... MfG

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25. Juli 2008 11:57

Lieber Herr Rummenigge

Frank Garbe (Frank_Garbe)

Vielleicht denken Sie einmal daran für wen der FC Bayern, Werder, der BVB etc eigentlich spielen. Nicht dafür, daß Ihre verwöhnten Fussballer 5 statts erbärmliche 4 Millionen Euro im Jahr verdienen, sondern für die Fans. Und diese geben schon genug für Stadionbesuche und Fanartikel aus. Dies noch zu nötigen sich ein PayTV Abo zuzulegen, weil DFL und DFB unfähig sind innerhalb der UEFA für faire Lizenzbedingungen zu sorgen, ist einfach nur eine Frechheit. Die Entscheidung des Kartellamts ist daher nur zu begrüßen.

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25. Juli 2008 10:22

Marktwirtschaftliche Realität

Marco Pino (Neutrino)

Die Marktwirtschaftliche Realtität sieht im Fussball unlängst so aus: Vereine, die finanziell stark sind, qualifizieren sich eher für die Championsleague, und kommen dort recht weit. Hierdurch haben sie wiederum höhere Einnahmen, und werden noch reicher. Die wenig begrüssenswerte Folge dieses Teufelskreises in England: 4 Vereine (so viele wie CL Startplätze) sind jenseits von gut und böse und machen die TOP4 unter sich aus. In Spanien sieht das etwas anders aus. Hier vermarktet aber auch jeder Verein die TV Rechte selber, was zu einem höheren Wettbewerb führt. Und zwar einem Wettbewerb unter den Vereinen. Und das ist begrüssenswert. Ziel einer sinnvollen Vermarktungsstrategie darf es nicht sein, dass sich Konsortien wie Kirch die Tasche voll hauen. Ziel darf es auch nicht sein, dass wir Englische Verhältnisse bekommen. Ziel muss es aber sein, wirtschaftliche Performance und sportlichen Wettbewerb zu optimieren. Dazu wären Änderungen wie von der DFL bestrebt dienlich gewesen. Eine Argumentation mit dem Kartellrecht ist in dieser Hinsicht im Übrigen wenig nachvollzihebar, das öffentlich-rechtliche Gebahren, mit Gebührengeldern fast alle Grossveranstaltungen zu kaufen ist mindestens so bedenklich wie die Zentralvermarktung der DFL...

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25. Juli 2008 09:59

@Pappnase79

Marco Pino (Neutrino)

Soso... und wer war noch mal Europameister? Was ist mit dem deutlichen Aufstieg der Russen und Türken? Nationalmannschaften taugen ohnehin nur bedingt als Indikatoren für die Qualität einer Liga, dazu sind großere Turniere zu kurz und somit zwangsläufig von zufälligen Ereignissen geprägt. Ihre Ansicht aber offenbart die fehlerhafte Einschätzung, Nachwuchsförderung wäre umsonst zu haben. Ganz im Gegenteil aber werden nicht zufällig die besten Fussballinternate von jenen Vereinen betrieben, die auch das meiste Geld haben (z. B. Barca in Spanien, Ajax in Holland, Bayern in Deutschland oder neuerdings Hoffenheim). Darüber hinaus kommt es auch den deutschen Spielern zu gute, in einer Liga zu spielen, in der ein hohes Niveau herrscht (siehe Ballack). Für einen WM Erfolg 2010 wäre es durchaus wünschenswert, wenn ihm der ein oder andere Lahm oder Schweini folgen würde, um sich auf höherem Niveau zu etablieren. Fussball folgt halt den Regeln der Marktwirtschaft, und die DFL hat hier nun einen deutlichen, hausgemachten Nachteil gegenüber anderen Ligen. Statt Sendezeiten zu regulieren sollte das Kartellamt lieber sicherstellen, dass die TV Einnahmen wirklich bei den Vereinen ankommen. Derartige Regelung hätte ich sofort bejubelt!!!

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25. Juli 2008 09:44

@Herrn Pino Was passiert wenn es ALLE so machen ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Sie fordern in ihrem Beitrag, daß deutsche Clubs richtig viel Geld bekommen um international Spitze zu sein, es treibt sie der Wettbewerbsgedanke. Aber haben sie sich mal überlegt ob diese Art der 'Denke' überhaupt als allgemeine Regel funktinieren kann ? Im Fußball gewinnt auf Dauer die Mannschaft welche die besten Spieler hat. Jetzt nehmen wir mal die 100 besten Spieler auf der Welt und überlegen was passiert wenn JEDES Land so handelt wie sie es vorschlagen: In JEDEM Land also die Einnahmen der Vereine sagen wir verdoppelt werden. Ergebnis ? Die 100 besten Spieler verdienen eben das doppelte, sonst ändert sich gar nichts. Werden die Spiele besser, nur weil die Fußballer das doppelte verdienen ? Wohl kaum......

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25. Juli 2008 08:38

Nicht jeder kann/will - wie Bruchhagens Eintracht - den Steuerzahler anbetteln

Markus Schulze (leser-faz)

Einige - wie Bruchhagen von Eintracht Frankfurt - machen es sich da sehr einfach, wenn sie behaupten mit weniger TV-Geld leben zu können. Sie müssen bzw. wollen zum einen international gar nicht mithalten und betteln zum anderen einfach den Steuerzahler an, wenn aufgrund finanzieller Probleme die Lizenz in Gefahr ist (siehe Eintracht Frankfurt in 2002). Aber nicht jeder Verein kann und/oder will wie der "volkseigene Fußballbetrieb Eintracht Frankfurt" sich auf die Politiker und den Steuerzahler verlassen oder bekommt wie in Frankfurt auf Kosten und Risiko des Steuerzahlers ein neues Stadion gebaut.

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