Reaktionen auf die Kartellamtsentscheidung

Untergang am Samstag um 15.30 Uhr

„Ein Schlag ins Kontor“, „Ungeheuerlichkeit“, „beinahe Nötigung“ - die Vereinsvorstände der Bundesligaklubs kannten die Entscheidung des Kartellamts gegen die Vermarktungspläne der Deutschen Fußball Liga bereits seit gestern Abend und reagieren heftig - mit einer Ausnahme. Von Michael Ashelm, Bonn

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juli 2008 08:19

@ Herr Georgi

J.A.H. A (JulianAy)

Es gibt einen interessanten und sehr netten Spruch von Dieter Nuhr. Er startet mit "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal..." Vielleicht mixen sie in ihren Kommentaren nicht die CL mit der EM. Denn wenn sie ein wenig vom Fussball verstehen sollten, dann wissen sie doch, wer die CL im Moment ganz klar dominiert. Fuer die Leute, die fuer wenig Geld Fussball sehen wollen und denen ja die Qualitaet so total egal ist. In JEDEM Dorf gibt es einen Verein, der spielt mindestens alle 2 Wochen zuhause. Da kann man meist fuer einen extrem kleinen Beitrag Fussball sehen. Qualitaet ist ja den meisten Leuten egal und gekaempft wird dort auch. Aber warten sie... ich erinner mich aus meiner aktiven Zeit, dass die Plaetze meist leer sind... vielleicht doch lieber Qualitaet?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
25. Juli 2008 07:40

Das ist kein Wettbewerb

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Wo steht denn bitte geschrieben, dass man ein Anrecht auf "Fußball" haben muss? In diesem Fall auf die Profiligen. Nirgends. Wenn ich etwas sehen möchte, dass außerhalb des Angebots der Privaten oder Gebührenfinanzierten Sender liegt, dann muss ich eben dafür zahlen. Und wenn ich mir das nicht leisten kann, dann VERZICHTE ich eben. DAS ist Wettbewerb. Denn wenn sich nur noch wenige es leisten können, Fußball anzuschauen, geht auch das Interesse verloren und somit die Fans. Und es sinken die Einnahmen. Zur Debatte stand ja auch kein völliger Verzicht auf die Übertragung im frei empfangbaren Fernsehen (Free-TV ist ein grässliches Wort, oder zwei?), nur die Zeit. Und ehrlich, wenn 4h 300 Millionen € wert wären würde ich mich auch aufregen. Angedacht, waren ja sogar mehrere Live-Spiele über die Saison hinweg. Also eine Steigerung zu jetzt. Und noch was anderes: Wer schützt mich eigentlich davor, das ich NICHT für Fußball zahlen muss? Sobald die öff.-recht. Sender dabei sind MUSS ich doch auch dafür zahlen. Dann lieber nur die zahlen lassen, die sich auch wirklich dafür interessieren!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
25. Juli 2008 02:05

Sehr richtig - Herr Mitzsch

Peter Mobber (Bronzino)

Genau so ist es. Man sollte bei den öffentlichen Sendern nur Geld aus öffentlicher Hand kassieren dürfen, wenn die Sendungen auch wirklich der Öffentlichkeit zu gute kommen. Die anderen Sendungen, wie "Kochen bei Kerner" und Konsorten sollten sich via Werbung finanzieren oder gleich bei einem Privatsender gesendet werden. Die öffentlichen Sender sollten informativ sein und den Schwerpunkt auf edukative und informative Programme setzen. Allerdings ist für mich auch schwer nachvollziehbar, warum Fußball aus GEZ Gebühren finanzieren muss? Man kann doch schwer begründen, dass dieser von allgemeinem Interesse für ALLE ist. Warum sollte jemand, der sich nicht für Fußball interessiert für jemanden mitbezahlen, der gerne Fußball sehen will. Daher denke ich das der Fußball leider zu teuer geworden ist, als das man es begründen kann, dass er noch auf öffentlichen Sendern laufen kann. Wenn dann sollten die öffentlichen Sender diesen ausschliesslich mit Werbung kaufen können, die sie während der Ausstrahlung senden. Ist doch sowieso Wettbewerbsverzerrung, wenn man hier mittels GEZ Gebühren die Privaten ausstechen kann.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 23:00

Gratisfernsehen

Michael Mitzsch (Mutzsch)

Mir ist immernoch schleierhaft, warum für das stetig sinkende Niveau der öffentlich rechtlichen Sender nicht nur Gebüren erhoben werden, sonder diese auch noch alljährlich steigen MÜSSEN. Für Formata a la RTL oder SAT 1 sind doch keine Gebürhen fällig!! Wo sind da die Herren Wettbewerbshüter? Wird der Informationspflicht bei "Kochen mit Kerner" genüge getan? Wohl kaum! Die Formate, für die bei ARD Gebühren erhoben werden dürften, lassen sich doch im zunehmenden Maße auf Tagesschau, Tagesthemen und große Sportereignisse (ja, noch ist es auch die Bundesliga) zusammenfassen lassen. Ansonsten schlage ich vor: Testbild - wenn bunt, kann das auch faszinierend sein! So sinken die Gebühren, und Jeder der will kann sich Premiere kaufen oder geht von dem ersparten Geld mal richtig einen heben.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 21:52

Fernsehgebühren

Jan Philipp Kampmann (jpkampmann)

Mal ehrlich: Eine Sportschau um 20.15, in der gleichen Länge wie bisher, ohne Werbung, wäre doch endlich mal eine wunderbare und schlüssige Begründung für unsere Fernsehgebühren. Mit so einem Kompromiss wäre, wenn ich die Sachlage richtig einschätze, doch fast jedem gedient. Denn mit dem Zwang, vor 20 Uhr zu senden, wird es auf eine dreißig- bis fünfundvierzigminütige Sportschau direkt vor der Tagesschau hinauslaufen, die sich auf das Zeigen der Tore jedes Spiels beschränkt, und gegen 22 Uhr werden dann noch einmal ausführlichere Spielberichte gezeigt, wenn überhaupt. Das ist Quatsch. Die alte Regelung ist, trotz aller Versuche des Bundeskartellamts, nicht zu retten, weil die Bundesligafunktionäre einem in der übrigen Wirtschaft selten angewandtem Prinzip huldigen: Sie wollen erst mehr Geld bekommen, und dann mehr Qualität liefern, ohne diese garantieren zu können. Gut, wenn man die (in meinen Augen ziemlich wackligen) 3 Milliarden Euro des Leo Kirch vor Augen hat, fängt man schonmal an zu träumen. Aber womit soll denn bitte ein solch gewaltiger Anstieg im Wert der Fernsehrechte an der Bundesliga zu rechtfertigen sein? Mit dem internationalen Erfolg oder mehr Stars in der Bundesliga sicherlich nicht.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 20:07

Merkwürdige Unterscheidung

Klaus Steffen (krs)

Mir ist es ja relativ wurscht, wann und von wem Fußball gesendet wird. Was mich am Thema etwas irritiert, ist, daß sowohl die FAZ, als auch das Kartellamt zwischen Fensehsendern und "Bezahlfernsehen" unterscheidet. Ist etwa das öffentlich-rechtliche Fernsehen gratis? Mitnichten! Andernfalls würde die GEZ mächtig ins Schwitzen geraten. Gratis fernsehen kann man allenfalls bei Privatsendern wie RTL, Sat1 u.ä. Das könnte man, wenn nicht die GEZ etwas dagegen hätte. Also gibt es allenthalben nichts weiter, als "Bezahlfernsehen". Alles klar? Wenn also Fußballfans wirklich Fußball sehen wollen, dann können sie sich auch weitere Gebühren leisten. Immerhin billiger, als ein Stadion zu besuchen. Sport ist nicht "Sport", sondern Geschäft. Und damit Bestandteil des Wirtschaftslebens.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 19:46

Untergang amSamstag um 15,30 Uhr

Hans-Joachim Schulze (Schulze987)

Nun kehrt der Sozialismus ( "Soziale Gerechtigkeit") auch im Fußball ein. Daß es im Naturkartell FUSSBALL keinen echten Wettbewerb geben kann , leuchtet jedem Kind ein. Also enteignet man klammheimlich die Vereine und den Fußballbund zugunsten des "ARMEN VOLKES". Hier zeigt sich wieder und wieder, daß die Staatsbehörde Bundeskartellamt schon lange keine Wettbewerbfördereung mehr betreibt, sondern zur sozialistischen Preisbehörde sich im Laufe der Jahre mauserte. Mit Scheinargumenten, die jeden Wahlkämpfer in den Neid-Schatten stellen können. Hier wird Freibier sprich Freifußball für jedermann geboten . DIe Politik (eigentlich auch die FAZ ) haben immer noch nicht gemerkt, was mit dieser ins sozialistische Kraut geschossenen Behörde eigentlich los ist. Sie gehört aufgelöst, die Be3amten kommen ins Sozialministerium und eine neue Behörde mit Sinn für das Machbare und Liebe zur Marktwirtschaft sowie zu Unternehmen und Verbrauchern wird errichtet.Wunschtraum ? Ja, aber real läßt man diese Möchtegern- Wirtschaftlenker und V olksbeglücker machen was sie wollen. Und ausgleichende Gerichte verstehen Vieles: Nur nichts von Marktwirtschaft. Hans-Joachim Schulze, Hameln

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 19:16

@Marco Pino

Uli Georgi (Pappnase79)

aha...also besteht Ihrer Ansicht nach ein Zusammenhang zwischen dem Kapital einer Liga und dem internationalen Erfolg? Hm...in welche Liga wird das meißte Geld gesteckt? In die englische Premiere-League, oder? Stimmt ich erinnere mich...die englische Nationalmannschaft hat eine Bomben-EM 2008 gezeigt...lieber gescheite Nachwuchsförderung in eigenen Vereinen und in der CL nur bis ins 1/4-Finale kommen, als dem ausufernden Zusammenkaufen internationaler Stars nachzugeben, die angeblich das Niveau einer Liga erhöhen sollen...soviel zum "Bild"-Niveau

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 18:50

Einige Fußballmanager haben offensichtlich Probleme mit dem wichtigen Instrument

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

der Marktwirtschaft, nämlich dem Kartellamt. Diese unverzichtbare Behörde urteilt nicht über die Qualität der Bundesliga oder den Wünschen der Zuschauer, sondern einzig und allein darüber, daß Wettbewerb und Kartellrecht eingehalten werden. Wenn also einige Manager meinen dieses Urteil mit drittklassigen Begründungen kritisieren zu müssen, sollten die Vereine sich überlegen, ob sie auf diesen Posten die richtigen Leute haben. Selbst wenn es einigen schwer fällt, auch in der Bundesliga muß geltendes Recht mit Nachdruck durchgesetzt werden, vielleicht gerade dort!. Und auch in der Bundesliga müssen die Bäume nicht in den Himmel wachsen: Geringere Einnahmen können, wie gesagt, auch durch geringere Ausgaben kompensiert werden. Man muß sich ja bei den Spielerpreisen nicht unbedingt mit jeder Bananenrepublik vergleichen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 18:18

Ab 22:00 Uhr!

Tobias Eder (16061904)

Es ging nie darum, dass die Bundesliga nicht mehr im Free-TV gezeigt werden sollte, sondern lediglich, dass sie erst nach 22:00 Uhr zusammengefasst werden sollte. Zu behaupten, es würden Sozialhilfeempfänger vom Spektakel ausgeschlossen werden, zielt also völlig am Thema vorbei. Die Sportschau um 18:00 mit einem Werbeanteil von gefühlten 80% und mehr ist aus meiner Sicht schon jetzt eine weitaus größere Zumutung als die Wartezeit bis zum Aktuellen Sportstudio. Eine reine Fußballsendung zu späterer Stunde wäre durchaus in meinem Sinne gewesen. Vielleicht hätte auch die mögliche Konkurrenzsituation zwischen ARD (oder auch einem anderen Sender) und ZDF zu dieser Uhrzeit, zu neuen Ideen und Konzepten in diesem Bereich geführt. Jetzt werden wir das nie erfahren. Schade eigentlich.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 18:09

An die Ypsilanti Fraktion

Marco Pino (Neutrino)

Nein, ihr habt ja alle recht. Wir brauchen keine Spitzenfussball. Lieber drittklassiges Gekicke auf lau. Fussball ist ein Geschäft. Dabei dürfen die Fans nicht auf der Strecke bleiben. Aber es ist auch kein Wunschkonzert. Die teilweise unsagbar realitätsfernen Aussagen hier sind der Veröffentlichung bei FAZ.net nicht wert. Die Verfasser sollten sich lieber im BILD Forum mit Gleichgesinnten um die Wette posten und schön brav alles positiv bewerten, was ihnen nach dem Munde redet. Wer aber möchte, dass der Deutsche Vereinsfussball auch in 5 oder 10 jahren noch wettbewerbsfähig ist, sollte sich mal lieber darüber Gedanken machen, was denn daran so verwerflich ist, wenn die Sportschau um 10 statt um 6 läuft. Ich verstehe die Aufregung nicht. Es ist doch das normalste der Welt, dass man für eine Leistung gefälligst auch bezahlt. "Alles so belassen wie es ist"-Strukturen haben wir genug in unserem Land. Damit ist der deutsche Fussball in die jetzige Misere geschlittert. Und mit hoffnungslos verblendetem Sozigeplapper wird er da nicht wieder rauskommen. Es sei denn, wir machen es wie die RICHTIGEN Sozialisten dieser Welt und dopen unsere Spieler bis zur Erschöpfung. Viel Spass dabei, und brav runter bewerten, meinen Comment. MfG

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 18:01

Bundesliga

Juliusz Jarzembowski (Scout25)

... heisst ja auch "die Bundesliga" und nicht "Premiere-Liga" - nich wahr?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 17:59

Herr Pliester

Marco Pino (Neutrino)

...diese Erhebung wäre uninteressant, weil fehlerhaft, denn gerade dieses Klientel knackt bevorzugt Karten und Boxen, und schaut so oder so auf lau. Die lachen sich auch kaputt darüber, wie wir uns über das kartellamt aufregen, und ärgern sich am Ende nur, dass sie auf lau keinen Spitzenfussball geboten bekommen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 17:06

Wie wäre es, wenn die Millionen Sozialhilfeempfänger

Andreas Pliester (pliester)

einfach ihren Hintern heben und arbeiten gehen würden, Herr Leschmann? Dann könnten sie sich auch Pay-TV leisten. Im übrigen wäre eine Erhebung interessant, wieviel Prozent der Pay-TV-Abonnenten Sozialhilfeempfänger sind...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
24. Juli 2008 17:06

Marco Pino (Neutrino)

Jaaaa genau, das ist die richtige Einstellung! Dann halt drittklassigen Fussball, aber hauptsache auf lau. Nein, besser noch: Weltklasse solls schon sein, aber blos nicht bezahlen. Schließlich will man auch nicht arbeiten, und trotzdem gut leben. Strom soll der Staat bezahlen, und frei haus liefern. Das ist das neue Denken in unserer Republik. Ypsilantismus überall. Geiz ist geil, billig will ich. BMW fahren wollen aber nur Skoda bezahlen, wenn überhaupt. Ich bin Fussball Fan. Und ich habe jetzt schon Premiere. Weil ich als Fan die Spiele live sehen will. (Auch) dafür gehe ich schliesslich arbeiten. Und ich habe kein Problem damit, doppelt so viel zu bezahlen, wenn das System so gestaltet ist, dass das Geld den Vereinen zukommt, die davon Stadien und Spieler finanzieren. Lieber WDR, das ist das Interesse der Fans. Wir wollen international mithalten können! Und lieber Leschmann. Treten Sie doch der Hessen SPD bei. Super Idee, Fussballabo für Hartz4 Empfänger. Das passt doch wunderbar zu "Der Staat zahlt die Stromrechnung". Bitte auch jeden Monat ein paar Saufwertmarken und 5-Sterne Restaurantchecks, schließlich sollen sozial Schwache auch ausgehen können wie andere. Arbeiten kann ja der Rest. So ein Schwachsinn!!!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
16 - 30 von 44 Lesermeinungen
Zum AnfangZurück 1 | 2 | 3 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche