
Sie haben - wie auch die Medien in der Interpretation der Wirtschaftsweisen - hier den Einsparbereich weggelassen, um den es wirklich geht und der sehr wohl machbar und überfällig ist. Direkte eigene Kosten des Staates für Personal und Sachkosten. Das sind Ministerien und ihre Mitarbeiter - und das Kernproblem der Staatsverschuldung liegt keineswegs in ein paar angeblichen Subventionen und Sozialausgaben, sondern bei den Eigenkosten für Bürokratie und angebliche Wünsche der Bürger, für die aber niemand freiwillig zahlen würde. Die Stadt Köln (und die Städte haben ja auch kein Geld und motzen deshalb gegen jede Steuersenkung) stockt die Zahl der Mitarbeiter des Fahrradbeauftragtenamtes auf 8 auf! Entwicklungshilfe wird erhöht - und zwar nicht nur die Ausgaben an die hilfsbedürftigen Länder sondern selbstverständlich auch die Zahl der Mitarbeiter, die Raumkosten, Material, Dienstwagen etc.. Der Sachverständigenrat lag allerdings in den letzten Jahre regelmässig falsch bei seinen Prognosen - vielleicht sollte man diese Ausgaben einsparen.

...bewegt sich in der Regel qualitativ auf der Ebene von Finanzanalysten-Empfehlungen : Blinde, die versuchen in die Zukunft zu blicken.

Reiche, die 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch so tun, als dürften sie auf die Rückzahlung der mit der "DDR-Sanierung" aufgelaufenen Schulden hoffen, sind weltfremd. Statt endlich zu akzeptieren, dass das Geld nicht nur woanders, sondern schlicht und ergreifend weg ist, drangsalieren sie die Politiker damit, grössere Versprechungen zu machen, als je eingehalten werden können. Dass Wolfgang Schäuble die FDP mittlerweile fast täglich daran erinnert, dass ihr ihr gutes Wahlergebnis nichts nützen wird, spricht doch Bände. Natürlich wird niemand den Reichen das Träumen verbieten. Am Sankt Nimmerleinstag werden sie schon entschädigt werden für ihren Aufwand. Aber wäre es nicht viel besser, wenn sie sich erst einmal in Russland eine goldene Nase verdienen würden? Schliesslich wird das Land durch seinen Präsidenten gerade auf die Zukunft eingeschworen, die nur durch eine umfassende Modernisierung gewonnen werden kann. Das ermöglicht gute Geschäfte. Und in zwanzig Jahren sehen wir dann weiter. Dann nämlich herrschen zu beiden Seiten der Elbe identische Lebensverhältnisse. Denn was lange währt, wird endlich gut!

"Schäuble soll die „Geschenkkörbe“ wieder einsammeln
Wichtigster Adressat der Kritik ist damit Bundesfinanzminister Schäuble. An ihn ergeht die dringliche Aufforderung, den "Finanzierungsvorbehalt" im Koalitionsvertrag zu nutzen und die "Geschenkkörbe" wieder einzusammeln":
Wer unsrem Finanzminister aufmerksam zuhörte konnte nicht überhören, dass er der FDP nicht folgte und eine große Steuerreform, noch in dieser Legislationsperiode - als nicht machbar - abgelehnt hat.
Wenn die Hypo Real Estat in das Eigentum des Bundes gelangt sollte er juristische Schritte gegen die US-Schuldnerbanken anstrengen, die ihre toxischen Hypoverbriefungen an die HypoRE weiterverkauft haben.

Sozialausgaben ? Geht nicht: wäre Wasser auf die Mühlen der SPD und der Stalinisten! Wirtschaftsförderung ? Geht nicht: würde jede Chance auf den Aufschwung abwürgen ! Infrastrukturinvestitionen ? Geht nicht: die sollen doch gerade den Aufschwung bringen ! Bundeswehr ? Geht nicht: die verteidigen doch grade das Grundgesetz am Hindukusch ! Steuererhöhungen ? Um Gottes Willen ! Da würde man den Aufschwung abwürgen ! Sonst noch Ideen ? Keine ? Na - dann machen wir halt so weiter, ist ja schon 40 Jahre gut gegangen, die Überschuldungswirtschaft, dann wirds bis zur nächsten Wahl auch noch gutgehen, und dann sehn wir weiter ! Denken sie wirklich so ? Die sind doch nicht blöd - oder ? Wenn ich Finanzminister wäre, und parlamentarische Immunität hätte - ich hätte schon den hochgeheimen Stab "Staatsbankrott" gegründet. Ziel: alle Anleihengläubiger werden auf 30% gesetzt. Zinsmoratorium für den Rest auf ... na ... 5 Jahre ? Vorher saugen wir noch mal satt Liquidität vom Markt für die darauf folgende Zeit der Dürre und Feuerwehrmaßnahmen, wenn es wegen dem Staatsbankrott irgendwo "brennt". So würde ich das machen - aber nur mit parlamentarischer Immunität. Weil es ist schlicht: Kreditbetrug, betrügerischer Bankrott.