Bernard L. Madoff besaß Aberdutzende Uhren, die nun alle unter den Hammer kamen

Auktion

Madoffs Habseligkeiten unter dem Hammer

Dutzende Uhren von Rolex und Cartier, aber auch gemeiner Trödel, wie Bernard L. Madoffs blaue Baseballjacke, die Handtaschen aus Kroko und das Porzellan wurden am Wochenende in New York versteigert. Der Erlös ist Madoffs Opfern zugedacht. Von Jordan Mejias, New York

Lesermeinungen zum Beitrag

16. November 2009 14:52

@ Herr Leibold

Joachim Frei (j.frei)

Ja, ich habe mich schon ein wenig gewundert, nachdem ich in Ihrer Kommentar-Vita gestoebert habe. Zu Ihrem letzen Kommentar: Das ist es ja, was ich kritisiert habe. Lesen Sie bitte nochmals meinen ersten Kommentar hier. Ich habe kritisiert, dass Deutschland eben NICHT Strafen feilhaelt fuer solche Vergehen. Ob es nach Gesetz legal ist oder nicht, aendert ja nichts am kriminellen Vorgehen. Auch Korruption kann man im Rahmen von Gesetzen als legal ansehen. Aber deswegen ist Korruption nichts destoweniger kriminell, wenn man eben objektive Standards als Mass anlegt. Und ich weiss, wovon ich spreche. Ich bewege mich privat und beruflich dies- und jenseits des Atlantiks und ich habe gute Erfahrungen mit amerikanischen Verhaeltnissen. Glauben Sie mir bitte, Deutschland ist im Vergleich zu Amerika hoffnungslos korrupt bis in die Regierungsspitzen. Dies ist nur moeglich, weil es in Deutschland kein echtes Risiko fuer kriminelle Machenschaften auf dieser Ebene gibt. In Deutschland wuerde niemand fuer ein gleichartiges Vergehen 150 Jahre bekommen. In Deutschland kommen sogar 9fache Moerder nach 25 Jahren frei, wenn sie nur gesinnungstechnisch im Mainstream liegen. Sowas gibt es in den USA definitiv nicht. Und das ist auch gut so!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
16. November 2009 00:49

@Herr Frei

Markus Leibold (MSL)

Kein Bankmanager in den USA wurde angeklagt, weil das was sie machten zwar unmoralisch, aber eben nicht illegal war. Gleiches gilt für Frau Schmidt: Ihre Handlungen waren nicht illegal. Es liegt jetzt an uns, zu fordern, dass Schlupflöcher gestopft werden, die das ermöglichen.
Und glauben Sie mir eines: Ich bin der letzte, der Frau Schmidt in irgendeiner Form verteidigt - ich fand das genau wie sie eine riesige Sauerei, von ihrer politischen Arbeit mal ganz abgesehen, die mich mehr gestört hat als der blöde Wagen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 22:36

@ Herr Leibold

Joachim Frei (j.frei)

Die Hoehe der Summe darf aber nicht darueber hingwegtaeuschen, dass es um kriminelle Machenschaften geht. Jemanden laufen lassen, weil es "nicht so schlimm" war, gehoert aber leider zum Relativismus der heutigen Generation in Deutschland. Zudem ist es wohl so, dass da niemand irgendwas als geldwerten Vorteil versteuert haette, waere es nicht ans Tageslicht gespuelt worden. Man hat auch "ausgegraben", dass aehnliche Machenschaften in der Vergangenheit nicht versteuert wurden. Zudem gibt es noch einen anderen qualitativen Unterschied: Die Investoren im Falle Madoff konnten waehlen, wem sie ihr Geld anvertrauen, der Steuerzahler kann dies nicht.
.
Es ist, ganz objektiv betrachtet, nun mal so, dass die Strafen in den USA haerter und objektiver und weniger von Gesinnung belastet sind. Ihr Kommentar spielt mir da gut die Baelle zu. Dort ein Betrueger Madoff, der 150 Jahre bekommt, hier eben die Kriminellen, deren Veruntreuung als Kavaliersdelikte behandelt werden. Die Summe ist da gar nicht entscheidend. Wo faengt denn bei Ihnen der Tatbestand der kriminiellen Handlung an? Sind mehrere Tausend Euro Veruntreuung in mehreren Jahren bei Ihnen nicht kriminell? Das laesst ja tief blicken!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 19:28

Wie schon gesagt...

Markus Leibold (MSL)

...die Dienstreise wurde als geldwerter Vorteil bei Frau Schmidt einkommenssteuerpflichtig, d.h. sie hat gut 30% (wahrscheinlich mehr) der entstandenen Kosten selbst getragen, weil als Einkommenssteuer bezahlt. Natürlich ist das nicht schön, aber relativ gesehen hat sie deutlich mehr der Kosten übernommen, die sie verursacht hat, als Maddoff. Im Vergleich zu achtzehn MILLIARDEN veruntreuten Geldes ist die hier erlöste Summe nunmal keine in irgendeiner Form nennenswerte Summe - 0.05% um genau zu sein. Kommt mir nunmal auch nicht vor wie wahnsinnige Härte ;)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 18:32

Ja sicher

Joachim Frei (j.frei)

fair bleiben. Gabs auch nur irgend eine Strafe fuer die Dienstwagenveruntreuerin oder aehnliche Kaliber? Muss ja nicht jeder gleich 150 Jahre ins Gefaengnis, aber in Deutschland gibt es KEINE Strafen, solange man gesinnungstechnisch PC ist. Wenn man da nicht vom Waehler abgestraft wuerde, koennte die Dame weiterhin ihr Unwesen treiben. Und wenn ich mir angucke, was alles an Steuergeldern verschwendet wird, fuer das nie jemand zur Verantwortung gezogen wird, dann ist das eben, ja, unfair!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 16:42

@Herr Frei

Markus Leibold (MSL)

Diesntfahrtkosten: $7500. Madoff veruntreut: $18 Milliarden. Sind ja nur läppische 2,4 Mio. Mal mehr. Rechnen wir die $1 Million dieser Auktion um, indem wir sie durch diesen Faktor teilen, und ich denke die 41,6 US-Cents - also etwa 30 Eurocents - hat Frau Schmidt durch die Erfassung der Fahrt als steuerbares Einkommen wohl in etwa zehntausend Mal bezahlt ;)
Womit ich die liebe, inkompetente Fau Schmidt nicht entlasten möchte. Ich halte die Vergleichbarkeit hier nur nicht für gegeben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 16:23

Naja,

Rainer Damoisy (Quallenregen)

Dienstfahrten sind das Eine...da gabs schon mehrere Kandidaten...Parteiübergreifend.
Die anderen halten Ehrenwörter für wichtiger als das Gesetz und landen auch nicht im Knast....
Immer schön fair bleiben.....

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
15. November 2009 16:12

Amerika, Du hast es besser!

Joachim Frei (j.frei)

Da werden Verbrecher noch hart bestraft. Wie saehe wohl die Strafe fuer jemand aus, der "Dienstfahrten" nach Spanien auf Kosten der Steuerzahler unternimmt? In Deutschland passiert da ja leider nichts.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 8 von 8 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche