Steinmeier und Kissinger im Gespräch

„Die Welt sucht nach neuer Ordnung“

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger über Russland und Raketen, Iran und Irak, Syrien und das Erbe der Amtszeit von George W. Bush.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2008 16:06

Persönlichkeit der Geschichte trifft auf Buchhalter

Michael Menzel (Galenos)

Wie schon der Leserbrief von Karl-Heinz Andresen u.a. schreibt, ist die Veröffentlichung dieses Interviews nur als peinlich für Steinmeier zu bezeichen. Nur seine maßlose Selbstüberschätzung kann ihn bewogen haben, sein Einverständnis, ja wahrscheinlich sogar seinen ausdrücklichen Wunsch zu verstehen gegeben zu haben, dieses Interview zu authorisieren und damit freizugeben. Da spricht einer der größten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts mit einem farblosen, unbedeutenden, sich als Bürokrat und Parteisoldat hochgearbeiteten Möchtegern aus dem hintersten Büroraum eines ihm vorangegangenen, gescheiterten Kanzlers. Seine Antworten sind zwar angemessener Weise etwas zurückhaltend, strotzen aber von leeren Worthülsen und Nullaussagen. Was für ein Kontrast zu den Aussagen von Kissinger, der klare kurze Sätze von sich gibt, die keine Deutelei erlauben und von einer erschlagenden Souveränität sind, trotz seines bereits vorgerückten Alters. Si tacuisses... nein, als Philosoph wäre Steinmeier aus keinem Gespräch hervorgegangen, aber er hätte doch wenigstens den Rest eines Scheins von politischer Kompetenz erhalten können. Aber vertan. "Das Wort...keiner holt es zurück, das leere Wort".

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07. Juli 2008 12:05

Neue Ordnung?

Josef Bujtor (Mramorak)

Wenn der Herr Steinemeier von einer neuen Ordnung spricht, kommt das sicher nicht von ihm! Und denn och habe ich Angst vor dem Einfluß des Herrn Steinmeier auf eine neue Weltordnung. Was würde der bisher so erfolglose deutsche Aussenminister in eine enue Weltordnung einordnen? Der Aussenminister Deutschlands, eines noch demokratischen Landes, sollte doch gar nicht an eine neue Ordnung denken! Nocheinmal, was würde in die neue Ordnung einbauen? Das vielehen Gesetz, die freien Wahlen abschaffen, den treinen Sozialismus aufbauen oder sonst was? Es hat sich gezeigt, dass tatsächlich die Menschen eine neue Weltordnung wollen. Aber schauen Sie nach Congo, Irak, Iran, Zimbawe, Tibet, Burma, China und viele andere Länder rund um die Welt: Die Menschen WOLLEN Freiheit, Herr Steinmeier. Überal dort sind die Menschen, unter Lebensgefahr, zu den Wahlen gegangen. Wer gibt dem selbsternannten Weltenrichter und deuscher Aussenminister, das Recht den Freiheitswille der menschen so schamhaft zu verraten? Gab es noch nicht genug deutsche "Welterlöser"?

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06. Juli 2008 22:12

die nächste Unordnung...

Mark Hauer (marki71)

kommt mit dem sich abzeichnenden Iran-Krieg. Mit einem "Kriegshelden" als Präsidenten kann das nicht anders kommen.

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06. Juli 2008 20:44

Der nette alte Mann

Ricky Janisch (KingBuzzo1)

und die Todesschwadronen in Südamerika. Ein Gerichtssaal wäre wohl der adäquatere Ort.

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06. Juli 2008 20:25

Kissingers Haltung des 'Belassen wir es dabei'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die 'Gespraechs'fuehrer (man beachte die Anfuehrungszeichen) seitens der Frankfurter Allgemeinen haetten es dann ihrerseits dabei belassen sollen und dem Leser den versteckten Zynismus bzw. das Unvermoegen, verfehlte Positionen zu berichtigen, erspart. Die Philosophie von Henry Kissinger sollte jedenfalls nicht Grundlage der neuen Ordnung sein und Aussenminister Steinmeier keine Fuehrungsposition mehr in derselben bekleiden.

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06. Juli 2008 19:05

Eine n e u e Ordnung?

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Wir haben ein Grund Gesetz- das zu verwirklichen ist Aufgabe von Parlament und Regierung. Herr Steinmeier-dieses GG haben wir seit 1949 man hat es bis heute nicht "geschafft". Dann wäre auch keine "neue" Ordnung nötig. Nein es wird fortlaufend verwässert - was garantiert ist wird durch verwässerte Gesetze laufend wertloser-Man findet immer wieder Gründe Grundrechte so zu interpretieren das die Staatsmacht tun kann was sie will. Wo es hart wird-weiß die Regierung von den Menschrechtsverletzungen nichts- garnichts ! Eine neue Ordnung ? Nein: Wir brauchen Politiker die das tun was sie versprechen - sich an die Verfassung halten. Wir brauchen andere Politiker ! Walter Wasilewski

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06. Juli 2008 18:20

Der alte Kiss-Kiss

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

zeigt immer noch Qualitäten, von denen sich der dilettierende Steinmeier eine Scheibe abschneiden sollte. Bleibt die Frage, ob er damit sodann auch etwas anfangen könnte. Da bleiben dann Zweifel. Immerhin schafft Steinmeier es gelegentlich, brauchbare Antworten zu formulieren, wenn er zuvor von Kissinger geäußerte Gedanken versucht, mit eigenem Zungenschlag nachzubauen. Peinlich sind dann die der Parteiloyalität und der verpflichtenden Dankbarkeit gegenüber dem Bush-Feind Schröder geschuldeten Bemühungen, sich von dem gegenwärtigen Präsidenten zu distanzieren und auf den nächsten zu hoffen. Wenn sich klein Steinmeier da man nicht täuscht. Bei McCain, dem voraussichtlich nächsten Präsidenten, wird er kaum landen können. Der wird ihm mit seiner Rückenverletzung kaum einmal die Hand reichen nach da unten. Wie man Kritik an Bush üben kann ohne peinlich zu wirken, macht ihm dann Kissinger am Ende mit Nonchalance und leichter Hand exemplarisch vor. Schade, daß die Amis auch immer die besseren Deutschen haben.

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06. Juli 2008 17:05

Auf Koelsch gesagt: Alles 'Verzell' (Geschwaetz)

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Selbst wenn man dieses sogenannte Gespraech mit allem Wohlwollen liesst, kann man nichts substantiell Neues erfahren. Von Kissinger nicht und diesem Amateur - Staatsmann Steini schon gar nicht. Sein langatmiger Stil zeigt nur eins: Er hat von seinem Geschaeft, der Aussenpolitik, keine Ahnung, versteckt sich hinter Allgemeinplaetze. Was er zum Thema Stationierung amerikanischer Raketen auf europaeischen Boden erklaert, ist hoechst korrekturbeduerftig - milde ausgedrueckt. Warum, um Himmels Willen, wird dergleichen ueberhaupt veroeffentlicht? F. A. Z. - Zumutungen

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06. Juli 2008 16:50

„Die Welt sucht nach neuer Ordnung“

faribors Maleknasri (fariborsm)

Stimmts genau. Und führend bei der Suche sind die 1,5 Milliarden Mosleme. Gruß

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